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Wohngemeinschaften - Katjas Plan mit MyTube Kurzfilmen - Wifesharing

Katjas Plan mit MyTube Kurzfilmen

Das Claudia und Elena mit ihrer Vermutung nicht ganz falsch lagen, war abzusehen. Doch gingen Katjas Pläne noch etwas weiter. In sofern war es richtig, dass sie tatsächlich den Plan gefasst hatte, sich so erotisch zu zeigen, wie die Richtlinien dieser Plattform es erlaubten. Doch hatte sie, so als Starthilfe, nicht auf ihre Line Gruppe abgesehen. In der Hinsicht dachte sie deutlich weiter als ihre Freundinnen. Während sie also in ihrem Zimmer auf dem Bett lag und sich die Richtlinien durchlas, schrieb sie gleichzeitig auch Amy an, die jedoch nicht antwortete, sondern sofort zurück rief. Mit etwas Panik in der Stimme.

»Was ist los? Wie kann ich dir helfen? Egal was es kostet!«

Katja lachte.

»Behalt die Nerven Amy! Ich hab dich nur gefragt, ob du mir vielleicht helfen willst. Passiert ist gar nichts, alles cool hier.«

»Mensch Mädchen, mach kein Geheimnis aus der Sache! Erzähl schon! Ist es das Schnabeltier? Oder die Ente? Ich trete denen einen Bruch, wenn sie Murks bauen!«

Wieder musste Katja laut lachen. Weniger wegen der Panik, die Amy da schob, als mehr wegen der Tatsache, dass sie Beiden problemlos auch selbst die Knochen hätte verbiegen können, wenn sie es gewollt hätte.

»Meine Güte. Erinnere mich daran, dass ich in Zukunft das Gespräch anders beginne.«

Amy wurde energischer.

»Katja! Wenn du nicht augenblicklich mit der Sprache raus rückst, setze ich mich in den Lion und wir klären das Augen in Auge.«

Erneut musste Katja lachen. Ihr gefiel es aber auch sehr, dass sie in Amy mittlerweile eine Freundin gefunden hatte, die ihren beiden Mädels in nichts nachstand.

»Jetzt beruhig dich doch mal. Es ist echt alles in Ordnung. Ich hab da nur eine Idee und will wissen, ob du mich unterstützen willst.«

An Amys Stimme konnte man klar erkennen, dass sie langsam immer ungeduldiger wurde.

»Dann wäre es doch mal ein Anfang, wenn du mir überhaupt erzählen würdest, um was es eigentlich geht.«

Dieses Mal schmunzelte Katja nur.

»Das ist ganz einfach. Wir haben vorhin festgestellt, dass wir dieses faule Leben überhaupt nicht mehr so toll finden. Da kam mir der Gedanke, ich könnte doch auch mal versuchen, Videos zu machen.«

Amys Stimmung wechselte von panisch und ungeduldig hin zu überrascht.

»Willst du uns jetzt Konkurrenz machen, oder was mit uns machen?«

Da war dann auch Katja der Meinung, sie hätte vielleicht doch etwas mehr sagen sollen, von ihrem Plan.

»Weder noch. Ich hab es mehr auf die MyTube Kurzfilme abgesehen.«

Es dauerte einen Moment, bis Amy darauf antwortete.

»Mario schnippelt aus unseren Videos immer diese Kurzfilme zusammen. Vielleicht wäre der da ein besserer Ansprechpartner?«

»Mit dem will ich mich auch noch unterhalten. Aber so in erster Linie geht es mir darum, ob du mir nicht ein paar Tipps geben kannst, was dabei gut ankommt und na ja. Ich hab mich auch gefragt, ob ihr mir da nicht ein bisschen Starthilfe geben wollt.«

Nun lachte Amy.

»Ach so. Im Sinne von, die drei mit dem Wurm machen Werbung für Katjas Kurzvideos?«

»Genauso hab ich mir das vorgestellt.«

Und erneut fing Amy an zu lachen.

»Und deshalb machst du hier so die Pferde scheu?«

»Das lag nun nicht in meinem Plan. War wohl ein Kommunikationsfehler.«

»Wäre vielleicht sinnvoller gewesen, wenn du direkt am Anfang gesagt hättest, wobei ich dir helfen kann.«

»Ich gelobe Besserung.«

»Gut. Okay. Also, ich muss da erst noch Rebekka und Janine fragen. Aber ich denke mal, die haben damit keine Probleme.«

»Das will ich doch hoffen. Sonst schlage ich bei euch auf und lecke um Zustimmung.«

Nun lachten beide.

»Bei Janine könnte das durchaus funktionieren. Aber nee. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Beiden damit ein Problem haben. Nur fragen muss ich trotzdem. Wir entscheiden nichts über die Köpfe der Anderen hinweg.«

»Ist schon klar. Hab ich auch kein Problem mit.«

»Okay. Womit soll ich dir denn da jetzt helfen? Ausser der Werbung?«

»Ganz einfach. Was genau zieht? Ich denke mal, du hast mittlerweile genug Erfahrung um mir sagen zu können, was besonders viel Interesse weckt.«

»Das fragst du jetzt nicht im Ernst, oder?«

»Doch, klar.«

»Katja. Jetzt mal im Ernst. Was zieht? Wenn du mit so etwas erfolgreich sein willst, dann zeigst du Haut. So wenig Klamotten und so viel Ausschnitt wie möglich. Stell dich vor einen Spiegel, Haare auf und fertig. Mehr brauchst du dafür mich.«

»Dachte ich mir irgendwie schon. So kriegt man aber nur die Notgeilen, oder? Sollte da nicht auch irgendwie eine Aussage dazu?«

»Das kommt ganz drauf an, wo du hin willst. Geht es dir nur um Views, Likes und Kommentare, dann ist die Aussage im Video optional.«

»Wo ich hin will. Das ist eine gute Frage. Wo kann ich denn hin kommen?«

Nun lachte Amy wieder.

»Wohin du willst. Süsse, ich kann dir da eines ganz klar sagen. Du kommst überall hin. Egal in welche Richtung du gehen willst.«

»Egal in welche?«

»Na klar. Schau mal, wo ihr da mit dem Garzella angefangen habt. Wir sind in einen X-Beliebigen Laden rein, haben eine Erwähnung in einem Video in Aussicht gestellt und schon war der unser bester Freund und hat mit Nachlässen nur so um sich geworfen. Warum sagen wir denn nie konkret, was wir für Teile verbauen?«

»Damit das keiner nachbaut?«

»Nein. Um den Markt nicht zu beeinflussen. Vor Jahren hatten wir die Diskussion, ob wir nicht Teile von Herstellern testen sollten. Da ging es darum, welchen Content wir zeigen sollten. Das haben wir dann mal getestet. Viper hat uns, aus seiner Werkstatt, einen alten, dutzende Male reparierten Auspuff gegeben. Der bestand quasi nur noch aus Reparaturblechen, Schweissnähten und Nieten. Den haben wir unter den Lion geschraubt und alter. Das Ding hatte einen so abartig miesen Sound, ging auf keine Kuhhaut. Mario hat dann schnell einen fiktiven Shop gebaut, wo man das Teil anschauen und vormerken konnte. Wie gesagt. Das Teil war absoluter Schrott und war auf für selbigen Bestimmt. Wir haben als Fazit gesagt, dass dieses Teil ja echt der Kracher wäre. Absolute Kaufempfehlung. Bereits eine Stunde, nachdem das Video Online ging, war das Teil in dem Shop über eine Million mal vorgemerkt. Zu dem absoluten Schnapper von 995 Euro Plus Mehrwertsteuer und 90 Euro Versand.«

Katja war verwundert.

»Ist das echt so krass?«

»Glaubst du aber. Katja. Wenn wir wollen, dann können wir einen unbedeutenden, kleinen Hersteller über Nacht zur Nummer eins machen. Oder einen etablierten Hersteller zerstören.«

Und schon hatte Katja einen Plan.

»Wie sieht es mit Politik aus?«

»Wahrscheinlich nicht anders. Kann ich dir aber nicht genau sagen, da wir das noch nie auf dem Schirm hatten. Aber wenn du eine entsprechende Reichweite hast, ist da mit Sicherheit auch Einfluss geltend zu machen.«

»Ich müsste also nichts anderes machen, als mich halb nackt zu filmen und dabei ein politisches Statement abzugeben?«

»Na ja, am Anfang bringt dir das wahrscheinlich nichts. Aber mit entsprechenden Follower sollte das kein Problem sein.«

Damit war Katjas Plan klar.

»Okay. Dann nehme ich das mal in Angriff. Also zuerst Follower gewinnen?«

»Jupp. Erst ziehst du die notgeilen Kerle auf deine Seite. Wenn du genug Reichweite hast, um auch immer schön weit oben in den Vorschlägen zu sein, kannst du da deine Sprüche dazuschreiben.«

Auch wenn Katja es eigentlich aus eigener Erfahrung ja wusste, sie wollte es einfach noch einmal bestätigt haben.

»Sind die Kerle wirklich so bescheuert?«

»Katja, als wenn du das nicht selbst wüsstest. Die meisten Kerle sind kaum zu fassen. Die sehen dich, finden dich geil, schon schleimen sie sich wund. Alles, was du von dir gibts, ist richtig, sie unterstützen es und was weiss ich. Alles in der wagen Hoffnung, dass wenn sie dir Honig ums Maul schmieren, schreibst du sie vielleicht an und dann könnte ja was gehen. Wie gesagt, an Armseligkeit kaum zu toppen. Ist dann eben deine Entscheidung, ob du es ausnutzen willst, oder nicht.«

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