Mitmachen, zuschauen, fernbleiben?

Teilen hat so eine gewisse Eigenart. Man steht vor der Qual der Wahl, wie man denn das Teilen erleben möchte. Allerdings gibt es da auch Punkte, die einem die Entscheidung abnehmen! Die andere Person möchte vielleicht niemanden dabei haben? Der Partner findet das nicht so toll? Vielleicht gibt es auch, aus anderen Gründen, nicht die Möglichkeit, dem Ereignis beizuwohnen! Natürlich kann auch der Fetisch selbst da so seine Marotten haben. Das müsstet ihr aber schon herausgefunden haben!

Es gibt eigentlich nur drei Varianten, die zur Auswahl stehen. Man kann aktiv daran teilnehmen, nur zuschauen, oder gar nicht dabei sein. Auch wenn es in vielen Artikeln so beschrieben wird, eigentlich gehört es gar nicht zum Fetisch! Man kann also nicht sagen, dass es bestimmte Regeln gibt, die hier anzuwenden wären.

Dieser Fehler ist eigentlich darin begründet, dass viele Autoren überhaupt nicht verstehen, um was es beim Teilen eigentlich geht! Es wird oft als „andere Form des Dreiers“ hingestellt und das ist grundlegend falsch! Nein, nicht grundlegend! Es mag auch Ausrichtungen des Fetischs geben, bei denen es zutrifft. Allgemein ist es aber eher so, dass beim teilen der Partner besonderes Interesse an einer anderen Person hat, so als wäre er Single. Die meisten Sharer wollen in dieser Hinsicht gar nicht in Erscheinung treten! Sie gehörten eigentlich gar nicht zu dem Ganzen!

Aber gut, die Autoren wissen es wahrscheinlich einfach nicht besser. Sie haben sich höchst wahrscheinlich nie wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt und hatten zudem noch eine Frist, in welcher der Artikel fertig sein musste. Dennoch muss ich sagen, habe ich schon echte Perlen entdeckt, die in vielen Punkten nahe am Kern der Sache sind!

Egal, darum geht es ja jetzt auch nicht! Beleuchten wir mal die drei Auswahlmöglichkeiten und schauen, welches Potential sie für einen bereithalten!

Nicht dabei sein

Eigentum Dany Thinnes

Das habe ich im Beitrag »Bildanalyse« schon beschrieben. Deshalb sei erwähnt, es kann unter Umständen, insofern der Fetisch sich nicht anders entwickelt hat, die grösstmögliche Erfüllung des Fetischs bieten! Das hat zwei einfache Gründe:

  1. Der Partner macht genau das, was man eigentlich haben will. Er wird intim mit einer anderen Person und das auf die Art, wie er es auch tun würde, wäre er Single! Es geht nur um ihn und die andere Person und nichts anderes! Wenn er dabei für einen Bilder, oder Videos macht, vielleicht auch Nachrichten schreibt, ist das vernachlässigbar.
  2. Man sieht nicht, was eigentlich passiert! Das heisst, der Fetisch hat alle Möglichkeiten, sich die Geschichte mit seiner Fantasie auszumalen und die wird genauso sein, wie man es am Besten findet! Auch später beim Liebesakt wird alles, was der Partner erzählt, vom Fetisch in der Fantasie so ausgedrückt, wie er es haben will. Das kann gewaltige Gefühle auslösen und sich entsprechend ausdrücken.

Natürlich gibt es viele Formen des Fetischs, in denen das nicht ausreicht. Da will man dabei sein, oder sogar in das Geschehen eingreifen. Auch das kann natürlich unglaublich reizvoll sein, wie wir gleich sehen!

Zuschauen

Eigentum Dany Thinnes

Zuschauen birg, genau wie mitmachen, ein Risiko! Euer Partner könnte durchaus ganz anders reagieren, als ihr euch das ausgemalt habt! Vielleicht stellt ihr euch in eurer Fantasie vor, dass da richtig die Fetzen fliegen und euer Partner so wild ist, als würde er gerade einen Porno drehen. In der Realität ist es dann aber doch nur einfach „normaler“ Sex. Das könnte zu einer Enttäuschung führen! Könnte, muss aber nicht!

Denn beim zuschauen gibt es auch einige Faktoren, die man bei Abwesenheit verpasst!

Betrachten wir einmal dieses Bild. Man sitzt in einem Sessel vor dem Bett und begutachtet das, was da gerade passiert! Da ich ein Mann bin, beschreibe ich es auch aus der Sicht es Mannes, da es mir wirklich schwer fällt, mich in dem Punkt in eine Frau hineinzuversetzen.

Was sieht man nun in diesem Moment? Nun, der Partner, also die Frau, hat sich bereitwillig hingekniet und sich so in Position gebracht, dass der Mann in sie eindringen kann. Das ist in den meisten Fällen schon ein Garant für heftige Gefühle, denn euer Partner macht sich selbst und freiwillig dazu bereit, penetriert zu werden! In der Missionarsstellung ist der Effekt nicht ganz so gross, denn schliesslich könnte der Mann sich einfach zwischen ihre Beine gelegt haben und in sie eingedrungen sein. Wäre zwar nicht so, aber der Fetisch sieht darin nicht das Verlangen vom Partner. Es wird zwar auch erregend sein, aber so ist es besser!

Noch deutlich besser ist es natürlich, wenn der Partner reitet! Dann begibt er sich nicht nur freiwillig in eine geeignete Position, sondern ist dabei auch noch aktiv. Deutlicher kann er das Verlangen nicht ausdrücken!

Nun scheint es auch so, dass der Partner in dem Moment begeistert ist! Zumindest deutet sein Gesichtsausdruck nicht daraufhin, dass es ihm nicht gefällt. Vielleicht ist der Mann auch gerade das erste Mal in sie eingedrungen und sie ist überrascht, wie gut der sich anfühlt, oder wie gross er ist! Feuer frei für den Masochisten! Geht ihr sein Schwengel vielleicht besser ab, als der eigene? Befriedigt dieser Mann die eigene Frau vielleicht in dem Moment besser, als man es selbst kann? Ich rate dazu, in einem solchen Fall nicht unbedingt die Hand an euch zu legen, denn es könnte der Sache ein schnelles Ende bereiten! Könnte, muss aber nicht! Ausserdem kann man auch pausieren, wenn man einen Höhepunkt herannahen spürt!

Der Blick des Partners kann aber noch ganz andere Dinge auslösen! Auf dem Bild könnte sie einfach nur zu ihrem Partner schauen wollen, ohne weitere Hintergedanken. Der Masochist hingegen wird in aller Regel etwas ganz anderes interpretieren! Für ihn sagt der Partner in etwa so etwas:

Schau genau hin, der ist viel geiler als du!

Natürlich nur dann, wenn der Fetisch entsprechend entwickelt ist. In aller Regel wird der Masochist sich aber so etwas vorstellen, denn schliesslich ist es sein Job die Dinge zu finden, die euch Schmerzen bereiten. Er will natürlich Futter haben!

Anders, als es bei eigener Abwesenheit der Fall ist, spielt beim zuschauen auch die andere Person eine Rolle! Die tut nämlich etwas! Sie geniesst gerade euren Partner! Liebt man seinen Partner, ist man irgendwo auch ein bisschen egoistisch. Muss nicht viel sein, aber so ein bisschen will man ja verteidigen, was einem gehört. Wobei ich natürlich jetzt keine Besitzrechte vergebe. Ich drücke es nur einfach mal umgangssprachlich aus.

Da ist also eine andere Person und die geniesst gerade den Sex mit dem eigenen Partner, der das dazu auch noch will und selbst geniesst! Das ist aber mein Partner und nicht der von der anderen Person! Wieder ist der Masochist beschäftigt und man hat seinen Spass! Nicht zu knapp, will ich betonen!

Und es gibt noch etwas, was beim zuschauen sehr geil sein kann! Das zuhören! Euer Partner muss nicht erst ein Handy zur Hand nehmen, um euch etwas mitzuteilen. Er kann es in dem Moment, wo er es tun will, einfach machen!

Im Falle des Bildes, wo wir mal annehmen, er ist gerade zum ersten Mal in sie eingedrungen, könnte so etwas von ihr kommen.

Scheisse ist der gross!

Ist der Fetisch so entwickelt, dass es einen erregt, wenn eine andere Person mehr zu bieten hat, dann ist natürlich Party angesagt. Doch auch wenn nicht wird sich die Erregung steigern, da der Partner ja offensichtlich gut findet, was da gerade passiert! Das hat man definitiv nicht, wenn man nicht anwesend ist!

Auch die Geräusche beim Sex sind definitiv ein Lustgewinn! Wenn euer Partner richtig abgeht, dann ist das natürlich die Erfüllung schlechthin! Je nach Fetisch kann der Partner dann noch Kommentare fallen lassen, welche die andere Person in irgendeiner Form als besser ausweist. Wenn der Fetisch das gerne hat natürlich!

Mitmachen

Eigentum Dany Thinnes

Beim mitmachen besteht das gleiche Risiko, aufgrund der zuvor ausgemalten Fantasie enttäuscht zu werden, wie beim zuschauen. Darüber hinaus besteht auch die Gefahr, dass es zu einem Dreier mutiert und auch wenn das sehr geil sein kann, kann durchaus der Fetisch, also das teilen, auf der Strecke bleiben! Das hängt aber immer davon ab, wie der Fetisch entwickelt ist!

Passt es aber, dann kann es ganz schön aufregend sein! Man könnte eine Situation wie diese vor sich haben. Man schaut an sich runter und der Partner kümmert sich gerade mündlich um einen, während er selbst von hinten genommen wird. Dadurch können Unterschiede auftreten zu dem, wie es „normalerweise“ beim Liebesspiel ist!

So könnte es zum Beispiel sein, dass der Partner auf einmal deutlich wilder mit dem Mund zugange ist, als man es gewohnt ist. Es könnte aber auch sein, dass er sich gar nicht auf seine Handlung konzentrieren kann, da er gerade zu viel damit zu tun hat, die Empfindungen beim Sex zu verarbeiten!

Hier ist das schöne, in allem wird der Fetisch nur das negative erkennen, was in dem Fall natürlich gut ist. Der Partner ist auf einmal so wild, nur weil die andere Person gerade schwer aktiv ist. Oder eben auch, der Partner kann sich gar nicht auf einen konzentrieren, eigentlich ist man überflüssig. Junge, junge, das ist brutal!

Wechselt dann der Partner, also man darf selbst aktiv werden, während die andere Person mündlich beglückt wird, kann sich das dann umdrehen. Auf einmal sieht man, dass der Partner voller Eifer bei der Sache ist. Für den Fetisch ist ganz klar, was die andere Person zu bieten hat reizt den Partner mehr, als was man selbst hat. Sonst wäre er ja nicht so begierig und wild! Das wird ein Feuerwerk! Es würde mich nicht wundern, wenn man dabei dann so wild wird, dass der Partner auf einmal tatsächlich gar nicht mehr die Konzentration aufbringen kann, seine wilde Art aufrecht zu erhalten. Das gibt dann Glücksgefühle und die sind toll!

Es können sich aber noch viele, sehr viele andere Dinge ergeben, die den Reiz beim Mitmachen erhöhen können!

Zum Beispiel könnte euer Partner euch darum bitten, oral ans Werk zu gehen, damit es auch ja klappt, mit dem penetrieren! Ist man selbst ein Mann und der Partner eine Frau, dann könnte man auch 69 machen und den Partner oral befriedigen, während er penetriert wird. In dem Fall darf man als Mann natürlich nicht zu homophob sein, denn man ist dabei schon wirklich nahe am Ort des Geschehens!

Und wieder ist der Masochist voll in Wallung! Euer Partner will von euch, dass ihr die Handlungen der anderen Person noch verstärkt! Es soll also noch besser für ihn werden und was würde denn mehr den Wunsch ausdrücken, dass es möglichst gut und wirklich gewollt wird?

Weiterhin könnte es auch vorkommen, dass euer Partner etwas ganz besonderes von euch will! Sagen wir mal, man selbst ist der Mann und die Partnerin hat sich was richtig mächtiges ausgesucht. Natürlich muss der Fetisch entsprechend mitspielen. Dann könnte sie die Bitte äussern, vor dem ersten Eindringen von einem festgehalten zu werden. Vielleicht hört ihr dabei etwas Angst heraus, da wirklich etwas monströses in Wartestellung ist. Hat sie etwas Angst davor und man merkt, dass sie dennoch so geil ist, um es zu wollen, dann ist das einfach nur irre!

Übertrieben wird es aber in dem Moment, wo euer Partner etwas will, was man nicht bekommt, oder nur nach einigem betteln. In der genannten Rollenverteilung könnte der Partner ja von der anderen Person fordern, zum Beispiel ins Gesicht, oder gar in den Mund gespritzt zu bekommen! Alleine dieses Fordern, was bei einem ja nicht vorkommt, kann schon fatal sein und man muss sich beherrschen, um das Treiben nicht schon zu beenden! Es dann aber noch zu erleben und zu sehen, wie der Partner tatsächlich dabei Lust gewinnt, ist einfach nur unglaublich irre! Selbst ohne irgendwie berührt zu werden, oder selbst Hand anzulegen, kann es dann schon zum Höhepunkt kommen. Vor allem dann wenn man sieht, wie aufgeregt der Partner ist, dass es gleich passiert! Ein Hoch auf den Masochisten!

Fazit

Schlussendlich kann man sagen, solange der Fetisch nicht eine Variante direkt bevorzugt, haben alle Möglichkeiten viel Reiz und viel Potential! Das Schöne daran ist, man muss sich nicht festlegen! Bei dem einen Mal will man vielleicht nicht dabei sein und der Fantasie freien Lauf lassen. Bei einem anderen Mal will man vielleicht erleben, wie der Partner bei einer anderen Person reagiert. Alles kann, nichts muss!

Print Friendly, PDF & Email

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.