Wie entdecke ich mich selbst?

Eines werde ich öfter gefragt. Wie mache ich das eigentlich, dass ich viele Dinge an mir herausfinde?

Es bezieht sich darauf, dass ich immer wieder schreibe, Wissen sei Macht. Okay, nur wie findet man eigentlich heraus, wie man wirklich tickt? Man wird von etwas stark erregt, aber von was? Woher kommt die Erregung, wie intensiviert man sie? Aber auch, wie erforsche ich den Fetisch?

Auch wenn ich es schon in einem anderen Beitrag angerissen habe, will ich es hier mal ausführlicher machen. Vielleicht werden mich einige für bekloppt halten, wie ich auf die Idee gekommen bin, aber sie funktioniert bei mir eigentlich ganz gut!

Empirische Wissenschaft

Das klingt, in Zusammenhang mit Sex, vielleicht völlig daneben, aber genau so kann man vorgehen!

Ich bin nicht nur in sexueller Hinsicht sehr neugierig. In der Tat versuche ich immer wieder, meine mathematischen Fähigkeiten weit genug auszubauen, dass ich mit komplexen Formeln etwas berechnen kann. Leider kommt da immer was dazwischen und irgendwann muss ich wieder von vorne anfangen. Aber da mich zum Beispiel theoretische Physik sehr interessiert und ich auch grosses Interesse an Wissenschaften habe, ist mir eine Sache quasi in den Schoss gefallen, die man auch für sich selbst und den Fetisch anwenden kann.

In der theoretischen Physik funktioniert das so. Man macht eine Beobachtung. Hauen wir mal gleich ein ganz grosses Kaliber ins Rennen und nehmen Albert Einstein. Der fuhr Zug und dachte sich, wenn ich schnell an einer Uhr vorbeifahre, sehe ich dann das Selbe wie der Typ, der direkt davor steht und sich nicht bewegt? Na ja, so, oder so ähnlich. Also hat er angefangen daran zu forschen und eine Theorie aufgestellt, wie es eigentlich sein müsste. Die Theorie hat er dann mathematisch untermauert und sie wurde im Experiment mittlerweile mehrfach bestätigt.

Wenn man durch so eine Beobachtung auf die spezielle Relativitätstheorie kommen kann, dann müsste man doch auch auf dem gleichen Weg herausfinden können, wie so ein Fetisch funktioniert. Oder?

Der Grundsatz lautet:

Eine Theorie muss an der Erfahrung scheitern können!

Das heisst nichts anderes als, du kannst die schönsten Theorien haben, doch wenn man sich nicht überprüft, dann taugen sie nichts. Dann sind es nämlich nur Theorien und wie gut die sind, wird man nie feststellen.

Nach diesem Prinzip geht man nun vor. Man beobachtet, stellt eine Theorie auf, warum das so sein könnte und wenn man denkt, so passt das, dann überprüft man es. Überprüfen tut man es, indem man die Theorie auf eine bestimmte Situation anwendet. Dadurch ergibt sich eine Vorhersage. Tritt die Situation schliesslich ein kann man überprüfen, wie nahe das Ergebnis an der Vorhersage ist. Decken sich Vorhersagen und Realität, dann kann die Theorie nicht so falsch sein. Ist die Abweichung zu gross, muss man seine Theorie verbessern, oder verwerfen.

Eigentlich ganz einfach!

Anwendung bei meinem Haarfetisch

Ich will das mal am Beispiel meines Haarfetischs demonstrieren. Wifesharing kommt natürlich auch noch, aber der Haarfetisch ist etwas, wo man nicht zwingend die Unterstützung einer anderen Person braucht, auch wenn sie von Vorteil ist. Ich will damit demonstrieren, wie man bei solchen Fetischen auch ganz alleine vorgehen kann, ohne jemand zu involvieren. Beim Wifesharing funktioniert das nur bedingt.

Beobachtung:

Es war nicht von Anfang an so, dass ich einen Fetisch für Frisuren hatte. Eine ganze Zeit lang war es sogar so, dass ich meine Probleme mit Frauen hatte, wenn die auch nur ein Haargummi in den Haaren hatten. Doch das änderte sich.

Irgendwann merkte ich, dass ich bei einigen Frauen mehr Interesse zeigte, als bei anderen. Dabei wechselte das immer wieder. Einmal war es die, die mir am Vortag eigentlich gar nicht aufgefallen war, an einem anderen Tag interessierte die mich gar nicht, dafür aber eine, die mich zuvor nicht gereizt hat.

Die Erklärung war schnell gefunden. Die Frauen waren immer die Gleichen, nicht aber die Frisuren! Da musste der Knackpunkt also liegen. Nur, was reizt mich daran, wenn eine Frau ein Gummi in den Haaren hat? Ist doch eigentlich nichts anderes, als ein T-Shirt, oder Pullover. Es ändert nicht ihre Art und nur bedingt die Optik.

Da war also die Beobachtung. Offene Haare nicht ansprechend, geschlossene Haare sehr ansprechend.

Theorie

Ich fing an zu überlegen. Was gefällt mir daran? Was macht mich spitz, was nicht? Was ändert sich bei der jeweiligen Frau? Gibt es Unterschiede im Reiz?

Aus den Überlegungen musste ich mir eine Theorie zusammenstricken. Nach meinen Beobachtungen waren es meistens eher strenge Frisuren, die mir gefallen haben. Was änderte das nun an der Frau?

Nun, man sah ihr Gesicht besser. Teilweise auch ihr Nacken, aber der schien da weniger Ausschlag zu geben.

Den Punkt hatte ich dann also schon einmal. Man sieht das Gesicht der Frau besser. Dann hätten mich aber auch Frauen reizen müssen, die kurze Haare haben. Da dem nicht so war, konnte es also nicht der einzige Punkt sein, der mir da gefiel.

Bei weiteren Beobachtungen stellte ich fest, eine verwuschelte Frisur war nicht so mein Ding. Also ein lockerer Pferdeschwanz, wo die Haare eigentlich nur halbwegs zurückgehalten werden und dennoch mehr oder weniger frei fallen können, reizte mich nicht. Was bedeutete das?

Die Frau muss wirklich die Frisur tragen wollen und nicht nur die Haare aus dem Weg räumen.

Dann entdeckte ich noch, dass Haarspangen, solche Krokodil-Spangen, oder wie die heissen und ähnlicher Haarschmuck einen grösseren Reiz auf mich ausüben, als ein banales Haargummi. Wobei grosse, dicke Haargummis wieder deutlich besser wirken, als kleine dünne. Welche Information konnte ich nun daraus ziehen?

Das war nicht ganz einfach, denn da stecken mehrere Reize drin. Eine Haarspange zum Beispiel, die breit und gross ist, reizt mich anders, als so eine Krokodil-Spange. Dabei nehmen sich die Reize nichts, sind eben nur unterschiedlich. Doch scheinen sie eins gemeinsam zu haben. Ein Haargummi ist nur Mittel zum Zweck. So eine Spange eigentlich auch, die ist aber noch Schmuck dazu und je nach Modell sehen die echt toll aus! Bei solchen Krokodil-Spangen, wenn sie schön gross sind, ist es aber auch noch so, dass sie die Kopfform ändert. Der Schmuck steht vom Kopf ab und das ist reizvoll.

Zusammengefasst, wenn eine Frau ihre Haare mit Schmuck frisiert und sich dadurch die Form der Frisur von der Kopfform abhebt, reizt es mich stärker.

Bis zu diesem Punkt soll es reichen. Zu sehr ins Detail möchte ich nicht gehen.

Vorhersage

Nach der Theorie muss ich also dann besonders interessiert an einer Frau sein, respektive spitz wegen ihr werden, wenn sie eine ordentliche/strenge Frisur trägt, Haarschmuck verwendet, die Frisur also so gesehen aufwendiger wird und die Frisur sich von der Kopfform abhebt.

Überprüfung

Wie auch die Wissenschaftler damals auf eine Sonnenfinsternis warten mussten, durfte auch meine Theorie eine Zeit lang auf ihre Überprüfung warten. Doch dann! Ich sah eine Frau, die ihre Haare wirklich sehr sorgfältig frisiert hatte. Zudem trug sie eine wirklich grosse, schwarz glänzende Haarspange. Jedoch nicht so, wie die Meisten, die ich mit solchem Haarschmuck gesehen hatte. Wo also die Spange der Form des Kopfes folgte. Diese Dame hatte im Prinzip nichts anderes, als einen Pferdeschwanz, nur mit Haarspange statt Gummi. Die Frisur hob sich also deutlich von der Kopfform ab.

Ergebnis

Diese Frau hatte sofort meine komplette Aufmerksamkeit. Ich war kaum in der Lage, sie, bzw. ihre Frisur, aus den Augen zu lassen. So sehr hat mich dieses Bild fasziniert und erregt.

Fazit

Ich habe aus meinen Beobachtungen eine Theorie entwickelt, diese Überprüft und die Vorhersage ist eingetroffen. Perfekt, oder?

Was bringt mir das aber jetzt? Ganz einfach! Meine Frau hat sich extra für mich ihre Haare wachsen lassen weil sie weiss, ich stehe darauf. Je nach Frisur werde ich ganz schön spitz und entsprechend wild in der Kiste. Es ist also praktisch für sie.

Dank meiner Theorie kann ich ihr ziemlich genau sagen, wie ihre Haare sein müssen, damit ich abgehe wie eine Rakete. Das haben wir schon vielfältig genutzt und das Ergebnis war hervorragend!

Anwendung beim Wifesharing

Eines sollte klar sein. Bei diesem Fetisch kommt man alleine nicht besonders weit. Es gibt zwar einige Dinge, die man über sich herausfinden kann, aber zum Kerl der Sache dringt man nur vor, wenn man einen Partner hat, der sich zur Überprüfung zur Verfügung stellt. Natürlich muss dafür nicht gleich fremd gegangen werden. Hilfestellung mit Fantasie ist da in der Regel vollkommen ausreichend. Es geht also auch, wenn der Partner mit der Thematik noch nichts anfangen kann. Aber, vielleicht gewinnt er dabei ja Interesse an der Sache?

Beobachtung

Die Sache fiel mir schon sehr früh auf. Zum Beispiel der Film »Ein unmoralisches Angebot« war für mich damals fast schon ein Porno. Oder auch in einer Szene von »Braveheart«, der ja nun eigentlich so gar nicht erotisch ist, hat es bei mir was ausgelöst. Als der Graf, oder Landvogt, oder was das für einer war nach der Hochzeit kam und die Frau in sein Bett führen wollte. Das war noch nicht so wild, doch als sie dann einwilligt, auch wenn es nur war, damit ihr Mann nicht den Kopf verliert, da war ich schon aufgeregt. Genauso wie bei »Im Auftrag des Teufels«, wo Charlize Theron in der Kirche sagt, dass sie „gefickt“ wurde. Es war also klar, irgendwas war bei mir da anders.

Theorie

Strick daraus jetzt mal eine Theorie! Das ist gar nicht so einfach. Es gibt nur einen Kernpunkt. Sie geht fremd. Aber nein, so einfach konnte das nicht sein! Trotzdem. Ein Term der Theorie musste im Fremdgehen bestehen.

Weitere Beobachtungen brachten dann zum Vorschein, vielleicht hat sie nicht unbedingt das Interesse, fremdzugehen. Wichtig war eigentlich, sie musste es freiwillig machen! In den angesprochenen Filmen war es ja so. Einmal wollte sie es wegen dem Geld, dann, damit ihr Gemahl nicht den Kopf verlor und einmal, na ja, da war eben der Teufel im Spiel. Aber, alle machten es freiwillig.

Doch auch wenn schon zwei gravierende Terme damit vorhanden waren, daraus wollte sich keine Vorhersage ergeben, die mich gereizt hätte. Also fehlte noch etwas! Nur was?

Das war so offensichtlich, dass es mir erst nach längerer Zeit aufgefallen ist. Denn noch eine Sache ist in allen drei Beispielen gleich. Der Partner weiss es! In allen drei Beispielen ist also nichts hinter seinem Rücken passiert! Da war Term Nummer 3.

1. Vorhersage

Wenn eine Frau ihrem Mann fremdgeht, er es weiss und sie es freiwillig macht, dann müsste mich das ziemlich stark erregen.

1. Überprüfung

Wieder dauerte es seine Zeit, bis ich diese Vorhersage überprüfen konnte. Allerdings nicht bei mir. Ich war bei Freunden und da war auch ein Pärchen. Die hatten dann auf einmal Streit. Grund dafür war, sie hatte Interesse an einem unserer Freunde und da schon Alkohol geflossen war, sagte sie ihm das auch noch. Passiert ist eigentlich nichts, doch gab es eben Streit.

Alle Zutaten waren also vorhanden. Er wusste es, sie wollte es und es ging um Sex.

1. Ergebnis

Nix. Da rührte sich bei mir so überhaupt nichts, obwohl nach meiner Theorie die Feuerwehr hätte anrücken müssen. Meine Theorie war also entweder falsch, oder noch nicht korrekt. So ein Scheiss!

Erweiterte Theorie

Da musste also mindestens noch ein Term fehlen. Das ging mir aber nicht in den Kopf! Was war bei dem Pärchen denn nun anders, als bei denen im Film?

Ich fühle mich in dem Fall ein bisschen an Isaac Newton erinnert. Der kam ja angeblich auch nur auf seine ganzen Theorien, weil ihm ein Apfel auf den Kopf gefallen sein soll. Ähnlich war es schliesslich auch bei mir. Die genauen Umstände möchte ich da jetzt aber nicht schildern, da noch andere Personen involviert waren und ich mir gut vorstellen kann, dass sie davon hier nichts lesen wollen würden.

Deshalb kürzen wir das ab. Der Unterschied zwischen Realität und Film war, in den Protagonisten des Filmes hatte ich mich hineinversetzt, in den Typ damals nicht! Man könnte also sagen, ich habe mit den Personen im Film gefühlt, als wäre es jeweils meine Frau. Aha! Term Nummer 4! Es muss die eigene Freundin sein. Folglich müssen Gefühle dazukommen!

2. Vorhersage

Bin ich in einer Beziehung und meine Freundin verspürt den Wunsch, mit einem anderen Mann intim zu sein und ich weiss es, dann sollte mich das heiss machen!

2. Überprüfung

Ach, wie lange hat das gedauert! Zumindest kleinere Prüfungen konnte ich vornehmen. Eine ehemalige Freundin von mir zum Beispiel, wurde bei einem kurzen Urlaub recht deutlich angebaggert. Sie ist zwar nicht drauf eingegangen, doch meine Fantasie ging ein bisschen auf die Reise. Siehe da, der Gedanke, dass sie dem hätte nachkommen wollen, war in der Tat aufregend für mich. Aber, ein wirklicher Beweis war das noch nicht. Wohl aber ein deutliches Indiz.

Und wieder verging die Zeit. Grosses Problem dabei war, ich hatte ihr nie von diesen Gedanken erzählt aus Angst, sie hält mich für bescheuert, macht Schluss, oder wie auch immer.

Dann kam jedoch der Moment, wo ich meine Theorie überprüfen konnte. Meine Ex hatte auf einmal Interesse an jemand und gestand mir das dann auch. Ja leck mich! Dagegen waren die Empfindungen bei meinem damaligen Gedankenspiel ja ein Witz! Als es dann noch weiter ging und es wirklich passierte, ach du meine Güte.

2. Ergebnis

Volltreffer! Die Vorhersage wurde komplett bestätigt! Sogar übertroffen, denn was da an Emotionen abging, war im Vergleich zu dem, was ich erwartet hatte, um Längen heftiger!

Anwendung auf Ausprägungen des Fetischs

Während man bei etwas wie einem Haarfetisch keine weiteren Theorien benötigt, um verschiedene Ausprägungen zu verstehen, ist es beim Wifesharing ganz anders! Da kann so schnell etwas auftauchen, was gar nicht zum ursprünglichen Modell passt, dass man fast wieder bei 0 anfangen darf.

Bleiben wir bei der Grundtheorie. Man muss den Partner lieben, der muss Interesse an einer anderen Person haben und man muss es wissen.

Was aber, wenn man auf einmal einen Reiz verspürt, weil da vielleicht ein Satz, ein Wort, oder eine Umschreibung gefallen ist, welche die andere Person irgendwie besser macht?

Beobachtung

Ich habe damals festgestellt, wenn es denn tatsächlich dazu kam, reagierte meine damalige Freundin etwas anders auf ihren Liebhaber, als ich es gewohnt war. Das wäre zwar nur Einbildung, so wurde mir gesagt, aber komisch war es dennoch. Wie der Zufall manchmal so will, bekam ich dann ein Gespräch zwischen ihr und einer Freundin mit, wo es um die Penisgrösse ging. Angeblich sei die ja egal. In diesem Gespräch war das jedoch nicht so und das brachte mich auf den Gedanken, ist der Liebhaber vielleicht besser bestückt, als meine Wenigkeit?

Leider blieb mir diese Information bis heute verwehrt. Aber, beobachtet habe ich natürlich weiter und musste feststellen, irgendetwas in mir fand es unsagbar aufregend, wenn es denn so gewesen wäre und sie deshalb mehr Interesse an ihm, als an mir gehabt hätte.

Theorie

Ach herrje. Wie soll man jetzt daraus auf eine Theorie kommen? Die Beobachtung ist ganz klar. Der Andere ist in gewisser Hinsicht besser als ich. Nur, wo zur Hölle soll da ein positiver Reiz für mich herkommen? Das ist doch total verdreht! Ich hätte neidisch auf den sein müssen und Angst haben, dass sie mich deshalb verlässt! Aber nö. Mich hat es erregt.

Lange, lange, lange habe ich gesucht, bis ich da auf eine Antwort gekommen bin. Weit länger, als ich mit der damaligen Frau zusammen war. Wieder war es mehr der Zufall, der mich auf die richtige Spur gebracht hat. Denn, um aus Schmerz Lust zu machen muss man was sein? Richtig, ein Masochist! Okay, so bezeichne ich es zwar noch nicht lange, aber das Konzept hatte ich auf einmal verstanden.

Vorhersage

Wenn die Frau, mit der ich zusammen bin und die ich liebe, Interesse an einem anderen Mann hat und mir dadurch weh tut, weil der vielleicht irgendwie besser ist, oder mehr zu bieten hat, dann muss ich davon heiss werden.

Überprüfung

Tja, da musste ich mal wieder warten, eine Frau finden, die mich in der Hinsicht unterstützen will und siehe da, dann klappts auch mit dem Nachbarn. Sorry für das Wortspiel.

In der Tat musste ich erst meine Frau kennen lernen, sie musste mit meiner Neigung zumindest halbwegs klar kommen und erst dann konnte ich es überprüfen! Allerdings rein hypothetisch, denn zu der Zeit ist in der Hinsicht nichts passiert.

Doch erzählte sie mir beim Liebesspiel von einem ihrer Ex. Der muss einen echten Hammer in der Hose gehabt haben und alleine, wie sie mir davon erzählt hat, war schon sagenhaft. Zudem sagte sie auch noch, komme wer da wolle, falls der noch einmal wollen würde, dann wäre sie dabei! Wohl gemerkt, in der Zeit sagte sie ausdrücklich, sie geht nicht fremd. Der Typ musste also ganz schön heftig sein. So heftig, dass sie dabei dann kein schlechtes Gewissen mir gegenüber hatte.

Ergebnis

Alter Schwede, da war aber was los bei mir! Es hätte mich eigentlich verletzen und ängstigen müssen, aber ich wurde nur spitz wie Nachbars Lumpi! Also, wieder hat sich meine Theorie bestätigt und ich kann jetzt damit arbeiten!

Mit den Ergebnissen arbeiten

Das ist alles gut und schön, aber wie arbeitet man nun damit? Ich sage ja immer wieder, dass Wissen Macht bedeutet und in dem Fall hat man ja Wissen angehäuft. Wie wird da nun Macht draus?

Ganz einfach. Man kennt sich selbst und weiss, wie man reagiert. Nehmen wir mal an, man hat eine Partnerin gefunden (ich bleibe jetzt einfach bei Partnerin, aber anwenden kann man es natürlich auch analog auf einen Mann) und ist mit ihr zusammen. Man hat ihr von dem Fetisch erzählt und es kommt der Tag, wo sie das machen will. Soweit, so gut. Stürzt man blind links drauf los, kann es schwer in die Hose gehen und hier kommt jetzt das Wissen ins Spiel!

Man kann der Partnerin sagen, was man sich da erhofft, was man geil findet und ähnliches. Nehmen wir mal an, man Erwähnt nur das Grundgerüst. Sie soll fremdgehen, es wollen und man will es genau wissen. Dann kann es sein, dass sie jemanden findet, es passiert und sie hinterher erzählt, was war. Vielleicht war man auch dabei, oder wie auch immer.

Was aber, wenn sie dabei so einen Riemen abbekommen hat, dass sie sich noch in der Nacht im heimischen Bett die Finger danach leckt, während der eigene Vertreter sie nie zu solchen Gedanken beflügelt? Nun, sie wird es für sich behalten. Sie will einem ja schliesslich nicht weh tun. Ach schade, wie viel Reiz da den Bach runtergeht. Einfach so.

Weiss man aber, was einen alles geil macht, dann hat man es ihr wahrscheinlich vorher gesagt und anstatt sich die Finger nach dem Riemen zu lecken, spielt sie vielleicht an einem und erzählt, wie geil das Teil ist und wie gern sie den gerade benutzen würde.

Das ist der Grund, warum man diesen Aufwand betreiben sollte. Denn nur wenn ihr selbst wisst, was ihr da eigentlich wollt, wie ihr darauf reagiert und so weiter, nur dann werdet ihr eurem Partner das auch sagen können. Wenn es gut läuft, dann bekommt ihr hinterher auch die Dinge gesagt, an die euer Partner sonst vielleicht gar nicht gedacht hätte! Vielleicht lässt euer Partner aber auch Dinge sein, die euch dann doch verletzen würden. Das geht aber alles nur, wenn man das entsprechende Wissen hat und man schafft Wissen durch Wissenschaft. Haha, der war doch geil!

Deshalb kann ich nur jedem empfehlen, prüft euch selbst! Nehmt den Aufwand auf euch. Beobachtet eure Reaktionen, wenn euch etwas heiss macht. Stellt eine Theorie auf, warum es so sein könnte und überprüft sie. Letzten Endes werdet ihr mehr über euch lernen und das könnt ihr nutzen, damit es in den Federn auch richtig abgeht!

Btw. Überprüfungen mit dem eigenen Partner machen echt Spass und können ganz schön heiss sein! Selbst wenn euer Partner nicht fremdgehen will, wenn er euch hilft, eure Vorhersagen zu überprüfen, lockert ihr den sexuellen Alltag auf und unter Umständen bleibt es im Bett dann länger spannend. Vielleicht wird euer Partner deshalb aber auch auf den Gedanken kommen, es doch mal zu versuchen! Man weiss ja nie!

Print Friendly, PDF & Email

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.