Erwartungen – Tipps für den Partner

Das man immer wieder in die Verlegenheit kommt, Erwartungen an den Partner zu stellen und wie man damit umgehen sollte, habe ich im Beitrag »Erwartungen« behandelt.

Es gibt aber zwei Seiten in dieser Geschichte! Einerseits man selbst, der die Erwartungen stellt und andererseits die Seite des Partners, der mit den Erwartungen umgehen muss.

Aus diesem Grund will ich ein paar Anregungen geben, wie der Partner mit den Erwartungen umgehen kann, damit es zu keinen wirklichen Problemen kommt.

Seinen Partner kennen!

Wiedereinmal ist Wissen Macht! Je besser euer Partner euch kennt, desto einfacher wird es für ihn sein, eure Erwartungen zu erkennen. Das alleine nützt jedoch nur wenig, wenn euer Partner den richtigen Umgang damit nicht versteht!

Hier ist es angezeigt, sich zu unterhalten. Was stellt ihr euch vor, wie wäre die für euch perfekte Antwort auf eine Frage, oder die entsprechende Reaktion? Das ist oft nicht ganz einfach, deshalb heisst auch hier der Schlüssel wieder Wissen! Ihr müsst selbst wissen, was ihr euch wünscht, sonst könnt ihr es eurem Partner nicht sagen!

Allerdings müsst ihr nicht unbedingt alles alleine herausfinden! Euer Partner kann euch natürlich dabei helfen! Macht euch einfach ein paar schöne Stunden. Vorzugsweise im Bett, wenn ihr ein wenig spielt. Macht aber von Anfang an klar, dass es rein der Informationsgewinnung dient und keinen Anspruch auf Korrektheit erhebt!

Wenn das geklärt ist, könnt ihr eurem Partner ein paar Dinge nennen. Oder euer Partner setzt euch einer bestimmten Situation aus und ihr reagiert darauf. Es kann eine willkürliche Fantasie sein und die Reaktionen eures Partners können komplett an der Realität vorbeigehen. Es dient einzig dafür herauszufinden, wie ihr reagiert! Das kann ein höchst angenehmes Spiel sein und dazu bekommt man noch Informationen über sich! Natürlich ist euer Partner dann auch Live dabei und kann erleben, wie ihr zum Beispiel auf verschiedene Antworten reagiert.

Den eigenen Wünschen freien Lauf lassen!

Es gibt einen Unterschied in dem, was euer Partner bei einer wahren Begebenheit tun würde und was er sich eigentlich wünscht. Beziehungsweise, was er gerne tun würde aber aufgrund der Vernunft nicht tun wird.

Jetzt könnte man natürlich sagen, wenn der Partner etwas sagt, was er aber eigentlich nicht tun wird, dann ist das eine Lüge. Hier kommt es jedoch auf den persönlichen Standpunkt an!

Ich nehme ein Beispiel von mir. Meine Frau arbeitet in der Gastronomie und wenn da ein Mann ist, den sie nur zu gerne hätte, stelle ich mir ganz gerne vor, dass der sie so heiss machen kann, um zum Beispiel während der Arbeit Oralverkehr von ihr zu bekommen. Das bedient gleich einige Punkte meines Fetischs, denn sie würde dem etwas geben, was ich nicht bekomme und sie wäre so geil auf den, dass ihr die Umstände egal wären.

Sind wir nun beim Liebesspiel, der Mann ist zum Thema geworden und ich frage sie, ob sie das tun würde, wäre die korrekte Antwort aller Wahrscheinlichkeit nach negativ. Es wäre also eine Lüge, wenn sie es bestätigen würde, egal wie meine Reaktion darauf wäre.

Wäre es aber auch eine Lüge, wenn sie es bestätigen würde mit dem Zusatz, dass es in der Realität kaum zu machen wäre? Nein, eigentlich nicht! Von daher könnte sie auch eine bestätigende Antwort geben, ohne zu lügen!

Man stelle sich mal folgende Situation vor. Meine Frau reitet auf mir, ich spüre ihre Erregung, wenn sie von einem anderen Mann spricht und dann frage ich:

Den würdest du doch auch auf der Arbeit mit dem Mund bedienen, wenn er es will, oder?

Knallharte Wahrheit wäre:

Nein!

Ich hätte also eine Erwartung an eine Antwort, die nicht erfüllt werden würde. Das dürfte mich natürlich nicht deprimieren! Meine Frau ist schliesslich dabei intim mit mir zu sein und da wäre es doch fatal, die Lust deshalb zu verlieren! Sie selbst ist ja kein bisschen weniger erregend und gut, wie vor ihrer Antwort!

Sie könnte die Antwort dann aber auch so formulieren:

Eigentlich schon, aber das geht eben nicht!

Hier kommt jetzt eine Komponente ins Spiel, die höchst wahrscheinlich mindestens genauso erregend sein kann, wie eine direkte Bestätigung! Denn meine Frau würde sich höchst wahrscheinlich eine solche Situation vorstellen und wenn dieser Mann die entsprechende Wirkung auf sie hat, würde ich ihre Reaktion darauf spüren!

Als Rat für den Partner kann ich deshalb nur anführen, wenn der Wunsch nach einer bestimmten Handlung, die vielleicht durch eine Frage angeregt wurde, vorhanden ist, dann gebt es einfach zu! In aller Regel wird eure Reaktion dabei so stark ausfallen, dass sie überspringt!

Ablenkung

Eins sollte der Partner im Hinterkopf behalten! Während eines Liebesspiels sind die Hormone am kochen! Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, so mitten in einer Nummer kann die Aufmerksamkeit sehr einfach umgeleitet werden.

Bleiben wir bei dem Beispiel. Ich habe gefragt, ob sie eine solche Handlung machen würde. Sie könnte so reagieren, wie ich es schon beschrieben habe. Aber, sie könnte auch meine Aufmerksamkeit auf etwas ganz anderes lenken:

Mich würde mehr interessieren, ob ich den ganz in den Hintern kriege!

Eigentlich ist das gemein. Ich habe eine Frage gestellt und sie lenkt ab. Doch mit den entsprechenden Hormonen und der ganzen Situation wird mich das kaum interessieren! Viel mehr wird mich reizen zu erfahren, wie gross dieses Interesse ist, was sie bei dem Gedanken empfindet und ähnliches. Schnell dürfte meine eigentliche Frage vom Tisch sein!

Erwartungen von sich aus erfüllen!

Warum sollte der Partner denn warten, bis man etwas fragt? Wenn euch euer Partner kennt, was ich ja schwer hoffe, dann wird er sich vorstellen können, welche Erwartungen ihr habt. Er kann euren Fragen doch einfach zuvorkommen und die Erwartungen in Angriff nehmen, die er erfüllen kann!

Und wieder nehme ich mich als Beispiel!

Meine Frau hat mittlerweile wahrscheinlich eine sehr gute Vorstellung von dem, was in meinem Kopf so vorgeht. Demzufolge wird sie wissen, welche Erwartungen ich haben könnte. Kommt sie also auf die Idee, wieder einen anderen Mann beim Liebesspiel zu erwähnen, könnte sie ganz einfach dafür sorgen, dass ich gar nicht auf irgendwelche Fragen komme!

Sie könnte anführen, dass sie gerade in dem Moment so richtig Lust auf den Kerl hätte. Sind ihre Reaktionen entsprechend, wird es bei mir ebenfalls hervorragend wirken! Sie könnte ins Detail gehen und sagen, was sie sich genau vorstellt. Richtig gemein könnte sie werden, wenn sie dabei noch ihre Bereitschaft einbaut, sofort zu dem zu springen, wenn er sich melden würde. Auch wenn wir gerade dabei sind!

Auch wenn das ein gutes Beispiel sein mag, es trifft wahrscheinlich nur einen kleinen Teil von dem, was bei euch so im Kopf herumgeht. Deshalb will ich das nicht zuweit ausführen, sondern nur einen Eindruck vermitteln!

Dem Partner will ich damit sagen, je mehr ihr selbst auf die Erwartungen eingeht, desto weniger Fragen werden gestellt! Wenn ihr wirklich gut seit, habt ihr schon einen Orgasmus provoziert, bevor auch nur eine einzige, vielleicht nur negativ zu beantwortende Frage gestellt wurde. Der Vorteil sollte klar sein!

Fazit

Erwartungen sind immer so eine Sache. Der Partner hat aber eine ganze Reihe an Möglichkeiten, wie er die negativen Auswirkungen einer Erwartung umgehen, oder gar für sich nutzen kann! Man darf nicht alles nach Schwarz und Weiss einordnen! Ja, lügen ist keine Alternative, aber man kann schon etwas sagen, was man vielleicht nicht machen würde. Insofern man es eigentlich schon gerne tun würde, nur eben die Möglichkeiten nicht gegeben sind.

Man muss sich selbst kennen und das seinem Partner korrekt vermittelt haben, dann können auch hohe Erwartungen ohne Probleme genommen werden! Redet einfach darüber, dann sollte sich zeigen, wie ihr gemeinsam am Besten damit umgeht!

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