Die Sache mit den Aliens

Völlig erschrocken schaute der Wissenschaftler zu Jana.

»Ihr geht echt mit allen geheimen Informationen hausieren, oder?«

Jana schüttelte den Kopf, genau wie Kim und Natascha.

»Soll das heissen …«

Fragte der Wissenschaftler und schon in der Frage nickten die Mädels.

»Einfach unglaublich! Ich dachte eigentlich, wir hätten da die grosse Entdeckung gemacht, aber anscheinend scheint ja mittlerweile jeder mal was mit einem Alien gehabt zu haben.«

Viper hob die Arme.

»Moment! Ich hatte nie etwas mit einem Alien!«

»So war das jetzt nicht gemeint. Ach, egal.«

»Also wenn ich das richtig verstehe, benutzen sie hier ausserirdische Technologie, um extreme Magneten herzustellen?«

Fragte Mario, da ihm dieses hin und her wegen Ausserirdischen auf den Sack ging.

»Also, ganz so einfach ist es nicht. Wir setzen ausserirdische Technologie ein, soweit korrekt. Aber, die Theorie dahinter stammt von uns. Die Technologie ermöglicht es uns lediglich, diese auch anzuwenden.«

»Wenn sie mir die Frage gestatten, wie sind sie in den Besitz dieser Technologie gekommen?«

Der Wissenschaftler schaute zu Waldemar, dann zu Jana und als die ihn nur nichtssagend anschaute, wieder zu Waldemar.

»Sagt ihnen die südatlantische Anomalie etwas?«

»Selbstverständlich.«

»Nun, den Aliens scheint sie kein Begriff gewesen zu sein. Deren Raumschiff wurde dadurch so in Mitleidenschaft gezogen, dass es ganz hier in Nähe abgestürzt ist.«

»Wobei wir wieder bei dem Thema wären, die fliegen viele Lichtjahre, stürzen dann aber bei uns ab.«

Mario war kein Freund von diesen UFO-Abstürzen. Ihm wollte es einfach nicht in den Kopf, wie eine Zivilisation mit einem solchen Wissen solche Distanzen unbeschadet überbrücken konnte, dann aber mit so etwas banalem wie der atlantischen Anomalie nicht klar kommen sollte.

»Davon kann man halten was man will, wir haben auf jeden Fall das Wrack entdeckt und konnten unseren Nutzen daraus ziehen.«

»Waren das diese kleinen, grauen Männlein vom Planeten FKK?«

Der Wissenschaftler schaute skeptisch zu Viper.

»Bitte was?«

»Ach, man sieht doch immer wieder im Fernsehn, wo irgendwelche Leute angeblich von Ausserirdischen entführt werden und das sind immer diese grauen Dinger die nie Klamotten tragen.«

»Ach so, nein. Die waren weder klein, noch grau, noch nackt. Sie waren dem Menschen nicht unähnlich.«

»Na immerhin besser wie das, womit wir uns schon herumschlagen mussten.«

Viper war beeindruckt. Normalerweise, wenn dieses Thema irgendwo angeschnitten wurde, war er aus irgendeinem Grund nicht mehr dazu in der Lage, die Thematik zu vertiefen. Hier schien es kein Problem zu sein.

»Interessant. Mit was hatten sie denn das Vergnügen?«

Aus. So gerne Viper hier Antwort gegeben hätte, es war alles wie blockiert. Anscheinend war das bei diesem Wissenschaftler doch nicht anders, er konnte es nur ein klein wenig weiter treiben, als bei anderen Menschen.

Damit schien die Luft auch raus aus dem Thema gewesen zu sein. Die Führung ging weiter und schliesslich kam die Gruppe an den Punkt, weswegen sie hergekommen waren.

»Okay, also hab mal Dank für die Führung. Vergessen wir aber mal nicht, warum wir hergekommen sind. Besorg meinen Freunden mal alles an Magneten, was sie haben wollen.«

»Das widerspricht eigentlich zur Gänze meiner Politik.«

Kim grinste böse.

»Aber, du musstest ja unbedingt eine Blondine knallen, nicht wahr?«

Der Wissenschaftler knurrte lauf, pfiff dann aber jemanden zu sich.

»Hör zu. Du nimmst jetzt die beiden Herren und gibst ihnen alles an Magneten, die sie haben wollen. Egal welche, egal wie viele. Klar soweit?«

Der Mann war sichtlich verwundert. Offensichtlich kam es nicht so oft vor, dass er eine solche Anweisung bekam. Er nickte jedoch Waldemar und Mario zu und gemeinsam verschwanden die Drei.

Benjamin, der die ganze Zeit überhaupt nichts gesagt hatte, konnte seine Neugier nun aber nicht mehr unterdrücken.

»Ich muss jetzt einfach fragen. Sie hatten Sex mit Kim weil sie dachten, ihr letztes Stündlein hat geschlagen. Kim hat das schön dokumentiert und jetzt können sie einfach bestimmen, was hier an wen rausgegeben wird? Wie kommt das?«

»Wie soll das schon kommen?«

Fragte der Wissenschaftler wenig amüsiert.

»Ich frage, denn ich gehe mal stark davon aus, dass sie nicht die alleinige Kontrolle über diese Einrichtung haben.«

Der Wissenschaftler schaute zu Boden und schüttelte den Kopf.

»Sie wissen offensichtlich gar nichts. Doch, ich habe die alleinige Kontrolle. Das, alles was sie hier sehen, gehört alleine mir.«

Benjamin schaute sich beeindruckt um. Dann kam ihm aber der Gedanke, dass er mittlerweile, so wie es aussah, ebenfalls einiges auf die Beine stellen könnte. Kim war jedoch sehr belustigt.

»Eigentlich gehört das alles deiner Frau.«

Und wieder knurrte der Wissenschaftler.

»Hört mir jetzt mal gut zu! Ich erwarte, dass sobald ihr die Magnete habt, ihr augenblicklich die Biege macht und du Kim die Bilder löschst.«

Kim verschränkte die Arme.

»Du kannst viel erwarten. Aber ich hab noch nie Bilder gelöscht und ich fange jetzt nicht damit an. Und nein, mein Handy klauen, oder zerstören, bringt dir gar nichts. Wir haben eine sehr gut funktionierende Cloud mit jede Menge Backups. Also denk gar nicht erst dran.«

Benjamin konnte ganz genau die Hilflosigkeit in seinen Augen sehen.

»Heisst das, ich bin jetzt für den Rest meines Lebens, oder solange wie ich verheiratet bin, euer Sklave, oder wie?«

Nun mischte sich Natascha ein.

»Quatsch! Hör mal, wir sind keine so grossen Arschlöcher, wie du da gerade machst. Du musst dir das mal so vorstellen. Wir haben unser Leben dafür riskiert, eure Scheisse zu bereinigen. Nun kamen wir zurück, um die um einen Gefallen zu bitten und du kommst uns direkt dumm. Ist doch klar, dass Kim da doof macht. Ausserdem, wenn alles so funktioniert, wie der da sich vorstellt …«

Damit zeigte sie mit dem Daumen auf Benjamin.

»Dann werden wir garantiert noch sehr oft kommen. Allerdings wollen wir dich ja nicht beklauen. Natürlich bezahlen wir einen guten Preis für die Magnete. Wenn du in Zukunft brav bist. Dann hat Kim auch keinerlei Grund, dich zu erpressen.«

Das gefiel dem Wissenschaftler trotzdem nicht.

»Habe ich eine Wahl?«

»Na ja, wenn die Magnete nicht das bringen, was wir uns davon versprechen, dann kommen wir logischerweise auch nicht wieder. Aber bis dahin, nein. Hast du nicht. Du hast nur die Wahl zwischen gutes Geld verdienen und alles verlieren. Ach, wenn man es nur immer so einfach im Leben hätte.«

»Zugegeben, es ist keine wirklich schwere Entscheidung. Nichts desto weniger, eine wirkliche Wahl habe ich nicht. Das gefällt mir nicht.«

Kim grinste wieder so böse.

»Dir hat es aber gefallen, deinen langen, dicken Schwanz in mich zu schieben, oder?«

Benjamin wusste, was sein Blick zu bedeuten hatte. Ja, es hatte ihm gefallen und der Gedanke gefiel ihm offensichtlich immer noch.

»Also. Du hast die Scheisse gebaut, leb mit den Konsequenzen. Genau so, wie wir es auch müssen. Wir retten dich gerne vor den Problemen, die du mit der Anlage hier verursacht hast, aber was die Bilder angeht, davor rettet dich niemand.«

»Mensch Kim. Ich dachte, wir gehen alle drauf. Denkst du wirklich, ich hätte das gemacht, wenn ich gewusst hätte, dass wir überleben?«

Kim tat so, als würde sie auf die Uhr schauen.

»Also ich denke, wir haben so etwa 30 Minuten. Wir wäre es? Soll ich dir in deinem Büro einen lutschen?«

Der Mann wurde sofort unruhig.

»Einfach so? Ich meine, wir könnten ja …«

Kim lachte.

»Und so viel zu dem Thema, wenn du gewusst hättest, dass wir überleben. Ja, ist klar!«

Print Friendly, PDF & Email

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.