So nicht mit Katja

e grösser die Gegner sind, desto lauter schlagen sie auf. Eine Tatsache, die Katja mal wieder vorgeführt bekam. Aber, sie hatte ein ganz anderes Problem. Wo war denn der Nerd hin, dem sie da gerade geholfen hatte? Ihr würde gerade noch fehlen, wenn der ihren Einsatz irgendwo posten würde. Am Ende hatte der vielleicht sogar noch ein Bild gemacht und würde das veröffentlichen. Nein, so ging das jetzt nicht! Nur, wo war der hin?

Genau genommen gab es drei Möglichkeiten. Nach Rechts, nach Links und an ihr vorbei. Letztere Möglichkeit konnte sie ja eigentlich ausschliesslich, als bliebe nur Rechts und Links. Auch Links schien ihr irgendwie unwahrscheinlich, da der Weg deutlich länger war, als der Nach Rechts. Also Beine in die Hand nehmen und hinterher.

Sie war noch keine zehn Schritte gekommen, als hinter ihr etwas Geräusche verursachte. Sie blieb stehen, drehte sich um und schau an, sie hatte sich geirrt. Der Depp war doch den langen Weg gegangen und hatte gerade etwas umgeworfen. Also, Kurs umkehren und los.

Auf der Hälfte der Strecke hatte Katja ihn eingeholt. Um cool zu wirken sprang sie, lief zwei Schritte an der Wand, um ihn zu überholen und vollführte einen halben Salto, um vor ihm zum Stehen zu kommen.

In der Theorie sah das so cool aus. Doch als sie sich zum Sprung abdrücken wollte, rutschte sie ab und statt eines eleganten Saltos mit Superheldenlandung, schlug sie der Lange nach vor dem Nerd hin. Der blieb erschrocken stehen.

Katja rappelte sich auf.

»Toll gemacht! Ist das der Dank dafür, dass ich dich gerettet hab?«

Der Kleine hatte so Panik in den Augen, dass Katja schon eine Ohnmacht befürchtete.

»Warum bist du abgehauen?«

»Ich, ich, ich …«

»Ja, du!«

»Was, wenn du verloren hättest?«

Katja lachte.

»Gegen den? Junge, ich hab schon ganz andere Kaliber verdroschen. So einer gewinnt sicher nicht gegen mich!«

»Und, also, ich, aber, woher …«

»Du das hättest wissen sollen? Na, sah es echt so aus, als hätte der die Oberhand?«

»Ja, nee, aber Lucky Punch. Schon davon gehört?«

»Ach, du machst dir zu viele Gedanken. Was wollte der eigentlich von dir?«

»Seine, also seine Schwester. Die hat sich einen Job erschlichen und da steht bald eine Bewertung an und die hat von der Materie keine Ahnung. Also hat sich mich gebeten, dass ich ihr helfe. Ihr Bruder meint aber, ich will sie flach legen.«

Katja grinste.

»Ach, willst du nicht?«

Er wurde so schlagartig rot, dass Katja mit einer Explosion rechnete. Die blieb jedoch aus.

»Hässlich, also sie sieht schon, ich meine …«

»Sie ist geil?«

Er nickte extrem verlegen.

»Hast du es denn mal versucht?«

»Ich? Bei ihr? Boah nein! Ich meine, er hat schon Recht. Die spielt in einer ganz anderen Liga als ich!«

Katja kam einen Schritt näher.

»Was würdest du sagen? Spielt sie etwa in meiner Liga?«

Er musterte sie ausgiebig, blieb dabei an den Brüsten und dann auch an den Beinen hängen.

»Schwer zu sagen, ich sehe ja dein Gesicht nicht richtig. Aber ja, ich denke schon.«

»Und du denkst also, einer wie du könnte nie bei einer wie mir, oder ihr, oder eben aus dieser Liga landen?«

Er lachte einmal kurz spöttisch.

»Ganz sicher nicht! Ich kann schon froh sein, wenn überhaupt mal eine Frau nach mir schaut.«

Katja zog eine Augenbraue hoch.

»Wie alt bist du?«

»Ich?«

Katja rollte mit den Augen. Es war sonst niemand da, als wen konnte sie sonst gemeint haben?

»Nein! Der Ziegelstein da hinten, der schielt wie ein Löwe!«

Er drehte seinen Kopf zur Seite, um den Ziegelstein zu suchen. Katja legte ihm jedoch zwei Finger an sein Kinn und drehte seinen Kopf zurück.

»Klar du du, Boah, ich weiss gar nicht als was ich dich beschimpfen soll!«

»Nerd?«

Fragte er, um ihr zu helfen.

»Nee. Kann dich ja schlecht Nerd schimpfen, wenn ich mit einem verheiratet bin und zwei meiner besten Freunde zu dem Trupp gehören.«

»Du? Verheiratet mit einem Nerd?«

»Aber so was von! Aber, wie alt jetzt?«

»Sieben, sieben, also sieben und …«

»Zwanzig? Dreissig? Fünfzig? Werd mal konkret!«

»Zwanzig.«

Kam kleinlaut.

»Du sagst mir jetzt aber nicht, dass ich da gerade eine 27 Jährige Jungfrau in Nöten gerettet habe.«

Er nickte und schaute dabei verlegen zu Boden.

»Boah, ist ja ein Ding! Dabei ist dein Selbstvertrauen so im Arsch, dass du gar nicht daran denken würdest, von einer wie mir angefasst zu werden?«

Ohne aufzuschauen nickte er erneut.

Katja schaute nun ebenfalls zu Boden und schüttelte den Kopf. Das Nächste, was der Nerd spürte, war eine Hand in einer Region, die noch nie von jemand anderem berührt wurde, als von ihm. Ja, gut und einem Arzt und seiner Mutter vielleicht. Doch das fühlte sich nicht ansatzweise so gut an, wie Katjas Berührung.

»Oooooohhhhhhh!«

Kam es von ihm.

»Was machst du da?«

Er spürte, sie seine Hose geöffnet wurde und Zu Boden sank. Schon konnte er ihre Berührungen noch deutlicher spüren.

»Was würdest du denn sagen, was ich da mache?«

»Mich, also, mich, mich, mir …«

»Also, noch reib ich nur über dein Teil. Das hol ich da jetzt aber raus und zeig dir mal, dass ich mit meiner Hand viel besser damit spielen kann, als du mit deiner!«

Er machte grosse Augen und dann geschah das wirklich? Ganz klar, sein Schwanz war im Freien! Dazu noch komplett ausgefahren, was ihm absolut peinlich war. Katja schaute ihm die ganze Zeit in die Augen. Irgendwie erinnerte sie das an Perry. Auch der hatte damals so ungläubig geschaut. Dann griff sie zu.

Im nächsten Moment wurden ihre Augen gross. Sie nahm ihre andere Hand, um das Gespürte zu verifizieren. Dann schaute sie nach unten.

»Alter, wie gross ist der?«

»Aber nicht lachen!«

Katja sah da überhaupt nichts, was irgendwie zum lachen gewesen wäre.

»Erzähl, oder ich messe selber nach!«

Er schwieg.

»Na gut, du hast es nicht anders gewollt!«

Während sie das sagte, fing sie an voller Wonne zu wichsen.

»Hör mir jetzt gut zu! Ich bin mir irgendwie sicher, dass du gleich spritzt. Wenn wir das geschafft haben, gehst du nach Hause, gehst duschen, ziehst dir frische Klamotten an und dann kommst du zu …«

Sie schaute sich um. War da nichts, mit dem sie hätte was aufschreiben können? Genau in dem Moment spürte sie, dass da was wild am pumpen war. Sie drehte sich zur Seite und der Nerd verteilte seine DNA grossflächig in der Gegend. Allerdings verblüffend wenig.

»Kann es sein, dass du dir öfters einen runter holst?«

Wieder wurde er rot.

»Hast du was zu schreiben?«

»Mein Gehirn vielleicht. Ich vergesse nie etwas!«

Katja zog eine Augenbraue hoch. Ob der mit Waldemar verwand war, fragte sie sich unwillkürlich. Dann nannte sie ihm eine Adresse.

»Dort schlägst du nachher auf. Drei Mädels sind dort, die alle in meiner Liga sind. Geh hin, sag man solle dir den Schwanz vermessen und wenn die Hose unten ist …«

Sie unterbrach sich und schaute ihn an.

»Bring genug Kondome mit. Die Mädels werden dieses Teil genauso wenig glauben können wie ich und glaub mir, danach machst du dir keine Sorgen mehr, dass du in der falschen Liga spielst. Heute wirst du zum Mann!«

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