Bis zum nächsten Stopp

»Maia, du bist ein ganz schön freches Luder, wusstest du das?«

Während Katja das sagte, wurden die Gewinne verteilt.

»Ja, manchmal muss das einfach mal sein!«

Ein wenig später ging die Fahrt weiter. Die ersten, wirklich höheren Berge kamen in Sicht und verursachten verzückte Blicke in den verschiedenen Wohnmobilen.

»Wie oft wir da jetzt schon drüber geflogen sind? Da muss ich ja schon sagen, so hier unten mit dem Auto ist das schon was ganz anderes!«

»Wohnmobil, mein lieber Viper!«

Viper schaute nur total verdutzt zu dem Kommunikationsgerät, obwohl Waldemars Stimme ja aus den Lautsprechern kam.

»Dein Ernst jetzt? Musst du wirklich jede einzelne Aussage korrigieren?«

»Gegenfrage, mein Freund. Musst du wirklich so viele falsche Aussagen treffen?«

»Boah! Du hast ein Glück, dass du nicht greifbar bist!«

»Lass Waldi in Ruhe Viper! Sonst leg ich dich wieder flach!«

»Wie jetzt Katja? Wenn ich Waldi ans Leder will, gehst du mit mir ins Bett?«

»Sie meinte das anders du Blödmann!«

»Was mischst du dich da jetzt ein Janine?«

»Ich bin Amy!«

Viper riss die Augen auf. Er hatte die Beiden verwechselt? Wie zur Hölle konnte ihm denn das passieren?

Im Wohnmobil der Mädels kicherten sich die Damen einen weg. Natürlich war es Janine gewesen, die Viper auf sein Fehlurteil hingewiesen hatte. Sie machten sich nur einen Spass daraus, ihn zu verladen.

»So einfach stellt man einen Viper ruhig!«

Sagte Amy und lachte dabei.

»Ich, also, es ist über die Lautsprecher eben nicht zweifelsfrei zu erkennen!«

»Doch ist es, mein lieber Freund und in der Tat war es Janine, die gesprochen hatte. Das im Anschluss Amy sagte, sie wäre es gewesen, diente lediglich zu deiner Verwirrung!«

»Toll, hat auch wunderbar funktioniert!«

»Also Viper, wenn es ums flachlegen geht, ich würde mich anbieten!«

»Warst das jetzt du Maia, oder hat sich Donald da einen Scherz erlaubt?«

»Ich? Was ziehst du mich da jetzt mir rein?«

»Na du hast doch eine gewisse feminine Stimme!«

»Nein, ich war das wirklich Viper. Ich, Maia!«

»Feminine Stimme? Ich kann dir ja mal zeigen, wie ich dir feminin meine dicke Rute in den …«

»Auszeit! Wenn hier irgendwer irgendwas männliches in einen anderen Männerkörper bohrt, dann Luigi und ich. Klar soweit?«

»Alter, du gönnst mir aber auch überhaupt keinen Spass Mario!«

»Und Donald, wenn hier jemand bohrt, dann …«

Viper verstummte und hoffte, dass niemand sein zu schnelles Kommentar verstanden hatte. Einen Moment war auch ruhe, dann wurde gelacht. Natürlich wusste jeder, welch homosexuelles Ende diese Aussage eigentlich gehabt hätte.

»Luigi, wenn du und Viper in Brücken seit, muss ich mir da sorgen machen, dass Viper dich penetriert?«

»Doof oder was? Viper ist einer meiner besten Freunde! Dem würde ich das nicht antun. Der kann mit Sicherheit nicht so gut wegstecken wie du!«

»Boah! Ich kann weg …«

Wieder verfluchte sich Viper, dass er schneller sprach, wie er nachgedacht hatte. Natürlich war das Gelächter wieder gross.

»Na, vielleicht müssen wir das mal ausprobieren süsser!«

Was ausser im Wohnmobil Brücken niemand sehen konnte, Luigi legte sanft seine Hand auf Vipers Schulter. Der war nur froh, dass er in dem Moment nicht das Steuer in der Hand hatte, denn so wild wie er dabei vor Schreck zuckte, hätte er mit Sicherheit einen Unfall provoziert.

»Jetzt hör mal auf mit dem Quatsch! Ich sag ja auch nicht, ihr sollt mal Frauen ficken!«

»Hab ich aber schon gemacht!«

Fügte Luigi hinzu.

»Ich auch!«

Bestätigte Mario.

»Boah, geht ihr mir auf den Sack!«

»Nein, wir wollen dir an den Sack gehen!«

»Jetzt hört mal endlich auf Mario!«

Ach, wie herzhaft wurde über die Kommunikation gelacht. Jede Person in jedem Wohnmobil amüsierte sich königlich über diesen Dialog. Doch wollten Rebekka und Elena das nicht eskalieren lassen. Sie sprachen gleichzeitig.

»Es ist jetzt gut! Sonst fängt Viper noch an zu weinen!«

Dieser perfekte Stereoton liess das Gelächter verstummen. Rebekka und Elena, die Vernunft der Gruppe.

»Ich höre ja schon auf. Detlev!«

Den Namen sprach Luigi mit besonders homosexueller Stimme und liess Viper rot anlaufen. Er konnte den Namen nicht leiden.

Schon kurz darauf kamen wieder schiefe, aber umso lautere Töne aus dem Wohnmobil der Mädels. Man konnte sagen, es war immer ein Hochgenuss, wenn Maia ein Solo einlegte, da ihre Stimme doch ziemlich gut klang, im Vergleich zu den Anderen. Als dann aber die Tunnel anfingen, wurde es wieder andächtig still. Dabei war die Kommunikation keines Wegs unterbrochen.

»Seit ihr alle eingeschlafen, oder was?«

»Nein Claudi. Aber irgendwie, ich weiss nicht, hat alles was!«

»Ist was anderes, als mit dem Flugzeug, oder Derrick?«

»Sowieso Claudi. Mit dem Flieger wären wir schon am Ziel vorbei geflogen, hätten schon gedreht, wären gelandet, hätten uns Fahrzeuge besorgt und wären schon auf dem Campingplatz!«

»Also, ich müsste das nicht immer haben, aber es ist in der Tat echt schön, es mal so zu erleben!«

»Oh, mein Schatz wird romantisch!«

»Ja, wird er Amy! Ich schlage vor, bevor diese richtig lange Tunnel kommt, kommst du zu uns ins Auto.«

»Wohnmobil!«

Korrigierte Waldemar erneut.

»Warum denn das?«

Fragte Amy naiv. Natürlich wusste sie genau, warum er das sagte.

»Weil ich dich schon immer mal im Tunnel lecken wollte!«

»Ähm, dann komm ich aber auch rüber und Viper darf das bei mir machen!«

Perry bekam weiche Knie, da es Katja war, die diese Worte gesprochen hatte.

»Ja toll. Dann liegt ihr da oben, wir stehen davor und lecken euch. Wer kümmert sich dann um uns?«

»Ich blas Viper einen!«

Kam es augenblicklich von Maia.

»Dann kümmere ich mich um Phillip!«

»Klar. An mich, Claudi und Elena denkt natürlich niemand. Wir müssen mit unserer Geilheit hier ausharren, oder wie?«

Darauf gab es keine Antwort, nur irgendwelche Laute von Rebekka, die anscheinend gerade irgendetwas wehrlos über sich ergehen lassen mussten.

»Und was soll der Quatsch jetzt?«

»Pass auf Rebekka!«

Sagte Janine, die hinter der fahrenden Rebekka den Blick auf sie versperrt hatte. Als sie zur Seite ging, sah Claudia einen ziemlich grossen, wenn auch nicht sonderlich sorgfältigen Dutt bei Rebekka.

»Also, Elena fährt, ich vernasche Rebekka!«

Donald guckte blöd.

»Echt jetzt? Wieso?«

Janine fing an zu lachen.

»Weil ich deine Freundin da gepackt habe, wo sie nicht widerstehen kann!«

»Du hast Rebekka einen Schwanz angeklebt?«

Wieder amüsierte sich die komplette Gruppe.

»Nein du Esel. Ich hab Rebekka einen Dutt gemacht. Claudi kann sich dagegen nicht ehren!«

»Wir müssen uns mal unterhalten Schatz!«

»Von mir aus! Aber zuerst ist Rebekka reif!«

Einer bekam davon nur ganz wenig mit. Perry, der zwar auf dem Beifahrersitz sass, die Kiste derzeit aber von Donald pilotiert wurde, sah vor seinem geistigen Auge nur, wie seine Frau in das Wohnmobil einstieg, sich während der Fahrt oben in das Bett legte, um sich von Viper lecken zu lassen. Was ein Gedanke! Perry spürte es schon wild in seiner Hose pulsieren und am liebsten wäre er einfach in das Gefährt der Mädels gesprungen, um seine Frau heftig zu benutzen. Doch das ging ja nicht!

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