Wartezeit. Was tun?

Nach den Testfahrten versammelten sich die Freund bei Aischa im Arsch. Die kehrte sofort ein paar Gestalten vom Stammplatz der Freunde und gesellte sich bald auch schon dazu. Die Gespräche waren ausgelassen und hatten rein gar nichts mit den Rennen zu tun. Bis Maia neugierig fragte.

»Sagt mal, wann genau geht die Saison eigentlich los?«

»In drei Wochen.«

Antwortete Amy.

»In zwei Wochen!«

Korrigierte Waldemar.

»Nein, in drei Wochen! In zwei Wochen geht die Saison mir den normalen Rennen los. Erst das Wochenende darauf geht es mit den Drifts los.«

Waldemar zog eine Augenbraue hoch, um seine Verwunderung auszudrücken.

»Guck nicht so. Was soll ich denn meinen Leuten in Brücken erzählen, wenn ich zum Saisonauftakt nicht da bin?«

Waldemar verstand.

»In Ordnung, mein Freund Viper. Doch hatte man mich nicht darüber informiert, dass wegen dir der neue Modus erst eine Woche später eingeweiht wird.«

»Siehst du, jetzt haben wir dich informiert!«

»Und was machen wir die nächsten Wochen?«

»Das Gleiche was wir jeden Tag tun!«

Sagte Janine ganz frech. Maia schaute fragend. Klar, Sex in der Kommune und so, aber zählte das? Dann sprach Rebekka in einem ernsten, diabolischen Tonfall.

»Wir versuchen die Weltherrschaft an uns zu reissen!«

Das Gelächter war gross. Doch offensichtlich fragte Maia aus einem bestimmten Grund.

»Ihr seit manchmal echt blöd, wisst ihr das?«

Amy nickte zustimmend, während sie einen Schluck trank und sich dabei schön versaute. Nicht viel, aber es war typisch Amy.

»Warum fragst du?«

Fragte Claudia.

»Ganz einfach. Wenn wir ja noch etwas Zeit haben, dass Wetter mittlerweile schon richtig toll ist und so, sollten wir uns dann nicht einen kleinen Urlaub gönnen?«

Amy, Rebekka, Janine, aber auch Katja und Elena schauten sofort interessiert. Die Jungs zwar auch, doch nicht so deutlich wie die Mädels. Lediglich Claudia hielt sich zurück. Sie schien von dem Amerika-Trip noch genug vom Reisen zu haben.

»Werd mal genauer Süsse.«

»Na, ich habe vor ein paar Jahren in Italien, unweit der Grenze zur Schweiz in einen Campingplatz investiert. Dort ist ein ganzer Eck mir und wird immer bereit gehalten, falls ich dort mal Urlaub machen will. Bisher hatte ich aber nie den Anreiz dafür. Doch mit euch klingt das super lustig. Wir könnten uns ein paar Wohnmobile mieten und dort runter fahren. Einfach mal paar Tage gar nichts tun ausser Strand und Sonne.«

Die Neugier der Mädels, ausser Claudia, wurde grösser.

»Das Meer liegt aber gar nicht in der Nähe der Grenze!«

»Das mehr nicht Rebekka. Wohl aber ein See!«

»Ach so, ein See!«

Sagte Rebekka enttäuscht.

»Ja, ein See! Süsswasser! Das heisst, wenn du da mal Wasser schluckst, brennt dir nicht gleich die Kehle! Ausserdem sind da die Wellen viel sanfter und es gibt auch keine gefährlichen Fische.«

»Warum bist du so enttäuscht Rebekka?«

Fragte Perry.

»Weiss nicht Schnabeltier. Aber was willst du denn an einem See?«

»Was willst du am Meer?«

Mischte sich Donald ein.

»Na was wohl? Am Strand liegen, Sonne geniessen, die Brandung hören und so.«

Katja dachte dabei auch immer stärker an Alkohol und sonstige Drogen.

»Das kannst du auch alles an einem See Rebekka!«

»Trotzdem Maia, ich finde es komisch.«

»Käme auf einen Versuch an! Ich meine, ich bin jetzt nicht gerade so erpicht, schon wieder das Weite zu suchen. Aber wenn es wirklich nur maximal zwei Wochen sind, dann klingt das gar nicht so schlecht!«

»Na okay. Wenn Claudi auch dafür ist, dann will ich dem mal nicht im Wege stehen. Aber Wohnmobile mieten? Mehrzahl?«

»Ja, denke ich doch. Ich meine, wir sind mindestens 14 Leute, wenn Viper nicht mitkommen sollte.«

»Wie viel Platz hast du denn da unten?«

Fragte Amy. Maia zog ihr Handy aus der Tasche, spielte eine Zeit damit herum und zeigte dann eine Satellitenansicht eines Campingplatzes. Da waren einige Wohnwagen zu sehen und ein fast schon gigantischer, abgesperrter Platz.

»Wow. Das ist üppig! Ich habe da auch schon eine Vision!«

Erklärte Viper und schien schon zu träumen.

»Vier grosse Wohnmobile. Die im Kreis, oder Viereck aufgestellt, mit den Türen zur Mitte hin. Dort dann Abends ein schönes Feuerchen und so. Ja, würde mir gefallen!«

»Nee, mir gefällt das gar nicht!«

Erklärte Amy und hatte die Arme verschränkt.

»Nein? Wieso nicht?«

Maia schien fast schon entsetzt.

»Na, ich miete mir doch kein Wohnmobil! Seh ich so bescheuert aus?«

»Ach komm schon Amy! Das wird garantiert lustig! Ich leih dir auch meinen Mann, wenn du willst!«

Amy grinste Katja an. Perry fand es irgendwie komisch, dass er mittlerweile so eingesetzt wurde. Zum Einen war er nach wie vor der Meinung, nur mit Katja schlafen zu wollen. Auf der anderen Seite war er aber auch stolz, dass er anscheinend so viel drauf hatte, dass man mit ihm sogar dealen konnte.

»Nettes Angebot Katja, aber mir geht es um die Wohnmobile! Also wenn, dann kaufe ich die Dinger. Mieten. Da weiss man ja nie, wer vorher da gehaust hat!«

Rebekka und Janine hatten diese Reaktion natürlich erwartet. Aber auch Pascal, der sich bislang bedeckt gehalten hatte, zeigte nun ein Bild von einem Wohnmobil auf seinem Handy.

»Ich empfehle diese Kiste. Wenn die an Ort und Stelle ist, kann man die Seitenwände ausfahren und schafft so noch mehr bewohnbare Fläche. Trotzdem ist das Ding auch während der Fahrt hinten begehbar. Ich würde mir auch eins anschaffen, wenn ich denn mit darf!«

»Nur, wenn du auch einen Stellplatz dafür hast, wenn wir die Teile hier nicht brauchen!«

Pascal schaute ein wenig grimmig.

»Rebekka. Du weisst so gut wie ich, dass ich für so etwas mehr als genug Platz in meiner Halle habe!«

»Was kostet denn so ein Ding?«

Fragte Perry ganz vorsichtig.

»Kommt natürlich auf die Ausstattung an. Ich werde mir die Vollausstattung gönnen. Das sind dann so runde 110.000 Euro.«

Perry fing an zu husten.

»Ja klar! Schütteln wir mal so nebenbei aus dem Ärmel!«

Wieder zog Waldemar eine Augenbraue hoch.

»Mein lieber Freund Perry, Ich verstehe gerade deine Reaktion nicht. Auch wenn es natürlich eine stattliche Summe ist, sie würde selbst dein eigenes Kapital nicht nennenswert reduzieren.«

Perry mache grosse Augen.

»Wie meinst du denn das jetzt?«

Waldemar hielt Perry sein Handy hin. Da er mit dieser Frage gerechnet hatte, hatte er seinen persönlichen Kontostand abgerufen. Die Zahl war siebenstellig, was Perry offensichtlich ins Schwitzen brachte.

»Nun gut, ich habe keine Ehefrau durchzuschleppen, doch wird dein Kontostand nicht zwingend viel niedriger sein, als der Meine. Von daher wäre eine solche Investition, wenn wir sie durch drei teilen, problemlos regelbar!«

Perry kramte sein Handy heraus und schaute nach seinem Kontostand. Da war ebenfalls eine so grosse Zahl! Wie und wann war er denn zu diesem Vermögen gekommen? Irgendwie war ihm da offensichtlich etwas entfallen. Aber gut, seitdem das Geld am fliessen war, schaute er auch nicht mehr so oft in sein Konto. Das sich dort aber eine solche Summe angesammelt hatte, damit hatte er einfach nicht gerechnet.

»Das liebe ich ja an meinem Mann. Geld spielt für ihn einfach keine Rolle!«

»Ach Blödsinn Katja! Du liebst ihn, weil er ein Millionär ist und du als seine Frau dann logischerweise auch!«

»Aha! Aber du, gell Claudi? Bei deinem Donald ist das ganz anders!«

»Nein, aber im Gegensatz zu dir verdiene ich mittlerweile selbst Geld. Nicht so viel, aber ich kann davon leben!«

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