Es wird ernst!

Die Tage vergingen. Soweit blieb alles beim alten, so dass Perry nach wie vor keine nähere Bekanntschaft mit Maia machte,. Katjas Bauch wurde mir den Taugen auch immer normaler und auch wenn er sie vorher nie gestört hatte, nun schien sie sich deutlich wohler zu fühlen. Sie bekam dabei auch eine neue Eigenart. Zu gerne liess sie die Jungs, mit denen sie vögelte, wissen, dass sie verheiratet war. Denen war das ziemlich egal, doch Katja fühlte sich dabei so unglaublich viel besser.

Besser und besser lief derweil auch die Software. Perry und Waldemar kamen fast nicht hinterher, neue Server aufzustellen, so schnell nutzten die Kunden diese neue Fähigkeit. Von Markus kamen derweil nur Lobeshymnen. Wie viel besser diese Software die Kommunikation zwischen seinen verschiedenen Standorden gemacht hatte, konnte er gar nicht in Worte fassen. Der daraus resultierende Zuwachs an Geld auf den Konten der Jungs nahm schliesslich Ausmasse an, die keiner von ihnen je für möglich gehalten hatten. Sie näherten sich schon der Grenze wo sie sagen konnte, Geld spielte keine Rolle mehr. Auch wenn sie es nicht sagte, Katja fand das extrem sexy und zusammen mit der immer besser werdenden Figur ihres Mannes kam es nun immer öfters vor, dass sie schon bei seinem Anblick heiss wurde.

Auch Claudia vermeldete immer mehr Erfolge. Die Zahl derer, die eine Benachrichtigung bekommen wollten, wenn sie ihren Blog aktualisierte, stieg stetig. Auch die Zugriffszahlen, die Kommentare und auch die Schreiben per Mail wurden immer mehr. Stellenweise forderte das so viel Aufmerksamkeit von ihr, dass sie Morgens mit Donald aufstand und bis in den Nachmittag Kommentare beantwortete, oder einen neuen Eintrag verfasste. Sie lernte immer mehr, was wirkliche Arbeit war und gelegentlich fragte sie sich dann auch, warum sie das alles machte. Schaute sie sich dann jedoch die Werbeeinnahmen an, die sie damit generierte, wurde es ihr schlagartig wieder klar.

Davon abgesehen beherrschte nur ein Thema die Gemüter. Die neue Rennstrecke. Tatsächlich war es kein grosser Aufwand, die Genehmigungen für den Bau in Neunburg zu bekommen. Perry hatte dabei jedoch immer mehr das Gefühl, dass hier ein krummes Ding lief. Mit der Leichtigkeit, die Pascal bei den Genehmigungen an den Tag legte, hätte er doch sicherlich auch welche für Heinzfort besorgen können. Doch was spielte das für eine Rolle? Genau genommen lief es so doch deutlich besser!

Dafür gab es auch einen Grund. Insgeheim wollten eigentlich alle auf der Rennstrecke leben. Einfach weil das so ein Flair hatte. Zusammen mit den ganzen Geschäften, die sich da hoffentlich ansiedeln würden, wirkte das einfach traumhaft. Dummerweise waren für alle auch die Wohnungen in der WG ein liebgewonnenes Heim geworden. Auf diese Weise konnte man beides haben. Am Wochenende die Rennstrecke, unter der Woche in Heinzfort. Damit waren sie auch Amy und ihren Freunden näher, wenngleich die ohnehin mittlerweile Stammgast in Heinzfort wurden. 50 Kilometer waren einfach keine Distanz!

Es zeigte sich auch, dass Neunburg auch aus anderen Gründen sinnvoller war. Amy musste bei ihrem Tuning-Händler nur erwähnen, was da gerade gebaut wurde und schon wollte er dort eine Filiale haben. Auch der Pizza-Service unter dem Büro der Mädels wollte augenblicklich dort einen Laden haben. Kurz gesagt, binnen kürzester Zeit war dort alles vergriffen. Man würde dort essen gehen können, die Autos aufmöbeln, aber auch eine Disco war dort in Planung und, was die Planung etwas veränderte, auch ein Autokino wurde geplant. Selbst Kleidung und Schmuck im Stil solcher illegaler Szenen würde man dort erwerben können. Genau genommen war die ganze Geschichte schon ein Erfolg, bevor auch nur ein Auto dort gefahren war.

Waldemar und Mario kamen sich dabei auch einmal fast in die Haare. Mario wollte einfach nicht zulassen, dass Waldemar irgendwas an dem bestehenden System für die Zeitmessung und alles veränderte. Waldemar hingegen war der Meinung, er müsse da Einfluss drauf nehmen können, um alles mit dem Rest der Strecke abgleichen zu können. Die ganze Nummer eskalierte so weit, dass Elena und Rebekka einschreiten mussten. Sie riefen über Kreuz die Jungs zur Einsicht und siehe da, schon schien es kein Problem mehr gewesen zu sein.

Hier war es wieder Perry, der interessiert zuschaute, wie Amy, Janine und Rebekka sich Katja, Claudia und Elena ähnelten. Nicht äusserlich! Aber von der Art her. Amy war ausgeflippt und wenn sie eine Idee hatte, dann musste sie das so haben. Genau wie Katja. Claudia hingegen rannte auch gerne mal mit dem Kopf durch die Wand, selbst wenn dahinter nur noch eine Betonmauer wartete. Auch Janine konnte das ziemlich gut! Elena und Rebekka hingegen blieben oftmals besonnen und zogen die Mädels in einen Mittelweg, der schliesslich auch erfolgversprechend war.

Der Gleichklang der Einstellungen zeigte sich auch daran, dass Katja und Amy viel miteinander machten, genau wie Janine und Claudia, oder Elena und Rebekka. Irgendwie schienen die Mädels wie aus einem Guss, zumindest was ihre Art anging.

Doch in dem ganzen Trubel gab es da jemand, der wenig Beachtung erfuhr und dem das schwer aufs Gemüt schlug. Maia war zwar die Meiste Zeit anwesend, wurde auch nach ihrer Meinung gefragt und so, doch im Prinzip war sie das fünfte Rad am Wagen. Wenn gebaggert wurde, dann von den Jungs zu den sechs Mädels. Selbst Donald, der sie ja nun schon ein paar Mal zusammen mit Claudia vernascht hatte, schien sie in der Hinsicht gar nicht wahrzunehmen. Das war sehr verletzend und führte auch dazu, dass Maia sich hin und wieder die Frage stellte, ob es nicht vielleicht ein Fehler war, sich mit diesen Leuten einzulassen. Bei Veronika hatte sie zwar keine Grundlage für ein gutes Geschäft, aber die behandelte sie wenigstens nicht wie das Ersatzrad. Dummerweise war das Kind jetzt schon im Brunnen.

Die Rennstrecke war schon etwa zu Hälfte fertig, als Viper mit seinen Leuten anrückte, um die Sache mal in Augenschein zu nehmen. Er hatte sich rar gemacht, seit dem Ausflug nach Amerika. Er hatte einfach zu viel Arbeit und seine Leute in Brücken wollten ihn am Wochenende schliesslich auch am Start haben.

Umso grösser war natürlich die Freude. Auch die Leute aus Heinzfort waren zur Begrüssung angereist und Maia hatte sofort so ein Kribbeln im Bauch, als sie diesen Mann aus seiner Viper aussteigen sah. Ein wahres Monster von Mann wie sie ja schon informiert worden war, konnte der im Bett einiges in Bewegung versetzen. Ganz klar, den wollte sie haben, komme wer da wolle.

Als die Besichtigung soweit abgeschlossen war und sich die Gruppe wieder auf dem bereits bestehenden Parkplatz eingefunden hatte, liess Viper einige sehr lobende Worte über die Geschichte los. Klar, er hatte Bilder gesehen und ein Gebäude war auch für ihn und seine Leute reserviert, inklusive Garage und Stellplätzen zum schrauben. Es aber zu sehen und auch, wie viel Gestalt es schon angenommen hatte, gefiel ihm natürlich sehr gut. Nur hatte er da ein kleines Problem. Seine Viper war alles, nur nicht Drift fähig! Alles, wirklich alles in der Kiste war so ausgelegt, dass es genau das verhindern sollte und die ganze Elektronik verstand sich äusserst gut darin, dies auch umzusetzen.

Die Neunburger hatten das gleiche Problem. Da gab es aber ein Mario, der sich schon Gedanken darum gemach hatte, wie er die Kisten entsprechend modifizieren konnte. Eigentlich war das kein nennenswertes Problem beim Lion. Der hatte Heckantrieb und er musste ihm nur einen Modus verpassen, bei dem die ganze Power des Motors ungefiltert auf die Strasse kam. Kein Hexenwerk. Beim Lori hingegen stand er vor den gleichen Schwierigkeiten wir Viper. Vier separat angetriebene Räder, da musste die Software massiv umgestellt, quasi neu geschrieben werden. Zeitintensiv, aber machbar. Viper hingegen plante schon ein neues Auto. Klein, wendig und viel Power. Da waren alle gespannt.

Es war auch Viper, dem als einziger auffiel, dass Maia die Meiste Zeit wenig Beachtung erfuhr. Nachdem soweit alles für ihn geklärt war, kam er zu ihr.

»Na? Warum stehst du da eigentlich immer nur so dabei?«

Maia wurde rot. Von Viper angesprochen zu werden machte sie unglaublich nervös.

»Kann ich dir nicht sagen. Ich glaube, die sind nicht ganz so begeistert davon, dass ich hier immer dabei bin. Vielleicht, weil ich keinen Partner habe, oder so.«

»Ach quatsch, Janine und Rebekka haben auch keine Partner!«

»Ich dachte, Janine wäre mit Kincaid zusammen?«

»Ach ja? Davon weiss ich jetzt noch nichts. Spielt ja auch keine Rolle, denn ich frage ja, was mit dir ist. Ein süsser Käfer wie du, sollte nicht so verlassen abseits stehen.«

»Was soll ich denn machen? Mich aufdrängen?«

Viper grinste böse und stellte sich vor sie.

»Nein. Aber wenn du nachher mit zu Amy kommst, dann zeige ich dir mal, wie du dich auf mich drängen kannst!«

Diese Aussage war für Maia verwirrend.

»Wie denn das?«

»Na, deine heisse Spalte auf meinen harten, ausgefahrenen Schwanz drängen! Stelle ich mir sehr geil vor!«

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