Ein neuer Waldemar?

Auch wenn sich alle am Abend noch wirklich gut amüsierten, sie wollten am nächsten Tag ja weiter nach Ägypten fliegen und das hiess, nicht ewig auf den Beinen bleiben. Claudia und Donald verzogen sich überraschend zuerst. Perry und Katja hingegen blieben, bis nur noch Elena und Waldemar übrig geblieben waren. Für Perry ein wirklich komisches Gefühl, seinen Freund um diese Uhrzeit noch auf dem Sofa sitzen zu sehen. Schliesslich verspürte aber auch Perry das Verlangen, sein Bett aufzusuchen. Das mochte aber auch an Katjas Hand gelegen haben, die durchgehend an Perrys intimer Stelle rieb.

Es waren also alle weg und Waldemar machte das Schlusslicht. Doch er überraschte noch in einer Hinsicht, mit der wohl niemand gerechnet hatte.

»Meine liebe Elena. Da ich mich noch im Urlaubsmodus befinde und morgen nicht arbeiten werde, möchte ich dich einladen, die Nacht mit mir in meinem Zimmer zu verbringen!«

Elena, die gerade den letzten Schluck aus ihrem Glas getrunken hatte, wollte die Flüssigkeit vor Schreck wieder ausspucken. Unter Umständen hätte das aber bedeutet, dass Waldemar angewidert gewesen wäre und lieber geputzt hätte. Mit voller Körperbeherrschung behielt sie die Flüssigkeit also bei sich.

»Du und ich in deinem Zimmer?«

»Ja, sagte ich, oder?«

Was Elena natürlich nicht wissen konnte, die neue Seite war in Waldemar wieder am Drücker. Auch wenn er selbst nicht verstand, was da immer mit ihm passierte, es ging alles zu schnell, um sich dagegen zu wehren.

Es war eigenartig. Waldemar war Waldemar, immer. Es war also nicht so, als würden sich seine Gedankengänge verändern, oder eine andere Persönlichkeit würde zum Vorschein kommen. Nein. Waldemar war immer im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte.

Es war eher irgendwie so, als gäbe es zwei verschiedene Modi bei ihm. Einmal der rationale, logisch denkende Waldemar, dann die emotionale Variante, die Elena nicht als wirklich intelligente Frau mit viel Potential sah, sondern als hoch erotische Frau mit viel Ausstrahlung. Nur, wie diese Unterschiede in seiner Denkweise entstanden, darauf fand Waldemar keine Antwort. Allerdings war es auch so, dass er gar nicht wirklich nach einer suchte, was ebenfalls ungewöhnlich für ihn war.

»Ja, sagtest du. Nur hätte ich damit nie gerechnet!«

»Nun, meine attraktive Freundin, dann rechnest du bestimmt auch nicht damit, dass ich mich dieses Mal mit meinen Fingern für ein orales Spiel bedanken werde!«

Damit gerechnet hatte Elena natürlich nicht, doch die Aussicht darauf liess sie nach oben schnellen. Waldemar konnte gar nicht schnell genug reagieren, so wild wie sie ihn mit sich zog. Er räumte beim aufstehen und los stolpern fast den Beistelltisch vom Sofa ab und musste alle Konzentration aufwenden, sich nicht neben Elena abzulegen.

Sie erreichten sein Zimmer, schlossen die Tür und Waldemar konnte gar nicht glauben, wie schnell Elena ihn und sich ausgezogen hatte. Eine Stimme in ihm wollte anfangen zu meutern, doch als er sich seine sorgsam von Elena zusammengelegten Kleider anschaute, hatte diese Stimme keine Grundlage mehr, irgendwie zu mucken.

Waldemar konnte aber auch nicht glauben, wie schnell er da auf dem Bett lag und Elena sich wieder mit ihrem Mund um sein bestes Stück kümmerte. Dieses Mal war es jedoch anders für ihn. Nichts in seinem Geist versuchte sich dagegen zu wehren und er fand auch keinen Grund, diese Zeit in irgendeiner Form negativ zu bewerten. Es war einfach ein unglaublich tolles Gefühl für ihn und er liess Elena gewähren.

Nur schlich sich da ein Problem ein. Was würde passieren, wenn er einen Orgasmus hatte? Würde, mit dem Verlust der Samenflüssigkeit und der beinhaltenden Hormone auch sein Modus wieder wechseln? In dem Fall müsste er seine Aussage, sich mit seinen Fingern zu revanchieren, zurücknehmen. Doch das wollte er nicht!

Auch wenn sein Verstand auch in dieser Situation noch rational funktionierte, er war deutlich langsamer, oder träger als sonst. Zu viel war sein Kopf damit beschäftigt, die Gefühle, die Elena mit ihrem Mund erregte und die dadurch realisierenden Emotionen durch seine Gedanken zu verarbeiten. Aber, er sah da sehr wohl eine Möglichkeit, wie er seine Aussage halten konnte.

Er lag auf gewohnt mittig in seinem Bett. Elena kniete neben ihm, hatte ihren Po weit in die Luft gestreckt und liebkoste sein bestes Stück. Nun kam seine Hand zum Einsatz, die tatsächlich fast perfekten Zugang zwischen ihre Beine bekam und siehe da, er fand die feuchte stelle und die war derart gut geschmiert, dass seine Finger von selbst hineinglitten.

Nun erlebte Waldemar wieder eine Überraschung. Elenas Aktionen waren ohnehin wieder absolut umwerfend. Doch als seine Finger, gleich drei an der Zahl, in sie glitten und sich in ihr bewegten, wurden ihre Taten noch viel, viel intensiver.

Waldemars Rationalität mischte sich mit seinen neuen Modus. Denn ihm war eines sofort klar. Durch diesen Umstand konnte er sein eigenes Wohlbefinden noch deutlich steigern, wenn er Elena entsprechend glücklich, oder erregt machte.

Diese Erkenntnis traf ihn dann wie ein Donnerschlag. Eigentlich war er die ganze Zeit der Meinung gewesen, sexuelle Kontakte wären eigentlich ganz schön egoistisch. Man bekommt etwas und gibt dann als Ausgleich dafür etwas zurück. Seiner Meinung nach musste man wohl so eine Art sechsten Sinn entwickeln um seinem Sexualpartner gegenüber nicht unfair zu sein.

Nun wusste er aber, wie sehr er sich doch geirrt hatte. War man gleichzeitig aktiv, dann war man absolut bestrebt, seinem Partner die möglichst grösste Lust zu bereiten. Nicht, weil man herzensgut war und der Partner einem wichtig. Nein, weil man dabei dann selbst die höchstmögliche Erregung erfuhr!

Ihm war anfangs gar nicht bewusst, wie sich das alles aufschaukelte. Er fingerte Elena. Eigentlich war das wegen dem Sekret immer noch etwas eklig, aber da es ihre Aktionen intensivierte, war ihm das egal. Doch je intensiver sie wurde, desto wilder wurde Waldemar mit seinen Fingern. Als ihm das schliesslich bewusst wurde, kam der Forscher in ihm wieder zum Vorschein.

Seine Finger waren in ihrer Vagina. Waldemar wusste, dass zumindest die ersten fünf Zentimeter mit einer Vielzahl an Nervenenden versehen war und dadurch diese Lust hervorriefen. Aber, wie konnte er das denn noch weiter intensivieren?

Nun, die Stimulation dieser Nervenenden geschah durch Druck, beziehungsweise Reibung. Die Reibung wurde aber durch das Sekret reduziert, also konnte etwas mehr Druck nicht schaden. Deshalb fing Waldemar an, seine Finger gegen eine Seite ihrer feuchten Stelle zu pressen.

Der Erfolg gab ihm Recht. Aber, so war das für sein Handgelenk richtig unangenehm, quasi schon schmerzhaft. Entweder musste er da mehr Kondition aufbauen, oder sich etwas anderes einfallen lassen. Nun, er war ja nicht dumm und fühlte sich auch immer wie ein privat Gelehrter, auch wenn er sich eigentlich lieber als Wissenschaftler bezeichnet hätte. Da musste doch irgendwas zu machen sein.

Okay. Wie könnte er den Druck und damit die Reibung erhöhen, ohne zu viel Kraft aufwenden zu müssen? In jeder normalen Situation hätte er die Antwort sofort gewusst, doch dieses Mal kreisten seine Gehirnzellen um die vielen Emotionen, die Elena mit dieser eigentlich simplen Berührung auslöste. Doch er fand einen weg.

Es war so simpel. Er musste die Finger, die er in ihr hatte, einfach nur ballen! Als er es tat wurde er panisch. Elena legte so einen Sog an den Tag, dass sich Waldemar unwillkürlich fragte, ob sie seine Hoden durch den Harnleiter saugen konnte. Natürlich war das Blödsinn, doch das Vakuum, welches Elena da erzeugen konnte, war einfach wirklich brutal!

Doch Waldemar fiel etwas auf, nachdem zumindest eine seiner Gehirnzellen wieder halbwegs normal arbeitete. Er ballte drei seiner Finger. Seine Finger waren nun weder besonders lang, noch besonders dick. Dennoch hatte er mächtigen Widerstand. Wie war das möglich? Elena erzählte doch oft von Schwänzen, die dick waren wie ein Unterarm und die sie ausschweifend bearbeitete. Wie sollte das funktionieren, wenn sie doch seinen Fingern kaum genug Platz bot?

Beide Wesensarten schlugen auf einmal zusammen, denn aus dieser Frage ergab sich eine Erkenntnis, die Waldemar schockierte! Die sah so aus:

Die Vagina einer Frau schien tatsächlich dazu in der Lage zu sein, sich den verschiedenen Grössen eines Penis anzupassen. Auch musste ja auch ein Kind da durch. Soweit war das Waldemar schon klar. Das Elena aber nun so viel Gegendruck erzeugen konnte, obwohl sie ja angeblich auch mit stattlichen Penissen zurecht kam konnte nur bedeuten, die Vagina war tatsächlich dafür gedacht, viel Sex zu haben. Sonst würde sie sich mehr oder minder auf eine Grösse einstellen und gut ist. Es war also von der Natur doch so gedacht, dass man viel Sex haben konnte, ohne dabei befruchtet zu werden. Es hiess aber auch, wechselnde Partner waren von der Natur angedacht und wenn dem so war, war Waldemar die ganze Zeit blind gewesen!

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