Elenas Erfolg?

»Ja gut, da halte ich mich zwar jetzt nicht unbedingt für einen Helden, aber er könnte es wohl schon so sehen. Ich drück dir die Daumen. Jetzt schnapp ihn dir!«

Elena grinste und eilte davon. Es waren ein paar Schritte vom Spielzimmer zu ihrem Zimmer, aber die waren schnell überbrückt. Leise öffnete sie die Tür.

»Du kannst ruhig kommen Elena, ich liege schon unter der Decke!«

Auch so ein unmögliches Ding für Elena. Waldemar schlief wirklich unter der Decke, obwohl es doch ziemlich warm war. Elena blieb jedoch vor der nur ganz leicht geöffneten Tür stehen.

»Waldi sag mal, wir verwenden zur Zeit doch einen Akku für die Elektronik im Garzella, richtig?«

»Natürlich Elena. Damit umgehen wir das Problem mit der Zeit des Bootvorgangs, da der Bordcomputer einfach an bleibt.«

»Aber wir benutzen dafür derzeit einen Spannungsteiler, um auf die fünf Volt zu kommen.«

»Ja und?«

»Nun, mit sinkendem Input sinkt logischerweise auch der Output.«

»Als hätte ich das in meine Berechnungen nicht miteinbezogen!«

Elena öffnete die Tür und trat herein. Waldemar hatte das Licht aus und musste sie nun im Gegenlicht sehen. Nur ihre Umrisse und da er normalerweise recht fix im kombinieren war, wenn es nicht um banale Haushaltsgeräte ging, musste er schon wissen, was ihm blühte.

»Aber, liebe Elena, was tust du da und was trägst du für Kleidung?«

»Ich würde den Strom lieber von einem Wandler auf die richtige Spannung bringen lassen. Dann sind wir durchgehend auf der sicheren Seite!«

Genau in dem Moment schaltete sie das Licht ein.

»Aber, Elena, du, also du, du trägst, nun die Uni, also Uniform von …«

»Ja, trage ich! Aber du schuldest mir noch eine Antwort! Spannungsteiler, oder Wandler?«

Elena schaute total ernst und sie konnte die Nervosität in Waldemar förmlich steigen sehen.

»Ich, also, es geht auch, also mit, Teilspanner, bzw. Spannteiler oder vielmehr Speilanner.«

»Aber?«

Elena blieb total ernst.

»Abso, aler, alberso …«

»Was ist denn Waldemar? Ich habe dich noch nie stottern gehört!«

»Weil Teil des Spanners ein spannender Teiler ist!«

»Das ergibt für mich irgendwie keinen wirklichen Sinn, mein Freund.«

Waldemar schüttelte sich und schloss die Augen.

»Also, ein aber besteht aus dem Grund, bei einem Wandler bleibt die Spannung am längsten konstant. Ich muss zugeben, meine liebe Elena, da hast du in der Tat weiter und besser gedacht als ich!«

Sofort schaltete Elena um, lächelte und kam aufs Bett gesprungen.

»Das ist eigentlich alles, was ich hören wollte Waldi.«

»Und warum dann dieses Outfit?«

»Na, ich war mit Alexis unterwegs, sah das Ding und dachte, wenn Katja so etwas tragen kann, dann ich ja wohl auch!«

Waldemar musterte noch einmal soweit alles was er sehen konnte.

»Da muss ich dir Recht geben! Dir steht das Outfit wirklich hervorragend!«

Mit einem Ruck schlug Elena die Decke zurück und erschrak.

»Waldi! Was zur Hölle ist das?«

»Also, es beeindruckt mich wirklich, diese Frage gerade von dir zu hören. Das nennt sich eine Erektion!«

»Depp, ich weiss, was das ist, aber warum ist das da?«

»Weil wir Männer in unserem Genital sogenannte Schwellkörper haben, die bei einem gewissen Erregungszustand mit Blut gefüllt werden und eine Erektion verursachen.«

»Du bist manchmal echt so ein Depp Waldi! Ich weiss, wo die Erektion herkommt, aber ich dachte ernsthaft, bei dir kann das nicht passieren!«

»Nun, wie du jedoch selbst sehen kannst, kann es durchaus passieren. Das mag daran legen, dass du wirklich vortrefflich genau in meine erst kürzlich erarbeitete Formel passt,«

»Sau cool! Was denkst du, willst du die Erregung vielleicht nutzen?«

»Vielen Dank, meine Freundin Elena, aber ich habe derzeit wirklich kein Bedarf an Nachwuchst!«

»Mensch  Waldi, ich spreche von ficken, oder Vorspiel, oder etwas in der Art!«

»Ah, verstehe. Nun, nein, daran habe ich wirklich keinen Bedarf!«

»Okay. Wenn du kein Interesse an der Wissenschaft hast!«

Waldemar schien böse zu werden.

»Ich bin ein sehr grosser Fan nahezu aller Wissenschaften! Das müsste dir mittlerweile geläufig sein!«

»Okay, ich dachte es mir zumindest, aber du bist ja nicht dazu in der Lage, eine Studie bis zu ihrem logischen Ende weiterzuführen!«

Elena wurde wieder streng und genau das schien Waldemar noch mehr zu erregen.

»Inwiefern soll ich eine Studie weiterführen?»

»Mensch Waldi! Du hast einen Aspekt deiner Sexualität nun erforscht. Doch das war nur der Anfang! Stell dir mal vor, die Astronomen und theoretischen Physiker hätte sich damit begnügt, dass es schwarze Löcher gibt und niemals versucht herauszufinden, was es damit auf sich hat!«

»Mit Verlaub, diese Dinge kannst du nicht vergleichen!«

»Die Dinge nicht, aber die Herangehensweise an die Untersuchgen! Man macht keine halben Sachen in der Wissenschaft und du tust genau das!«

»Elena, ich weiss nicht, welches Spiel du hier zu spielen versuchst, aber …«

»Das ist kein Spiel Waldemar! Du hast mit der Studie angefangen, also führ sie auch zu Ende, sonst kann ich in dir keinen gebildeten Mann mehr sehen, sondern nur einen, der sich mit den Tatsachen, die er für richtig erachtet, zufrieden gibt, anstatt die Wahrheit zu suchen!«

»Dann sag mir bitte, verehrte Elena, was wäre denn der nächste Schritt?«

Wieder wurde Elena erst.

»Ganz einfach. Herausfinden, in wie weit deine Erregung Bestand haben kann. Wie weit könnte ich mich dir nähern, bevor deine Ticks Alarm schlagen?«

»Welchen Grund könnte ich für einen solchen Test haben?«

»Ganz einfach! Du bist konsequent!«

Dummerweise traf Elena damit voll ins Schwarze.

»In Ordnung. Warte bitte hier!«

Waldemar stand auf und kam kurz darauf mit seinen Notizen zurück.

»Gut. Dann lass uns mit dem Experiment beginnen!«

Elena konnte es gar nicht glauben! Sie hatte ihn wirklich soweit! Es ging nun darum, ihn intim zu berühren, oder es zumindest zu versuchen und das auch noch mit seiner Genehmigung! Viel besser konnte der Tag nur dann werden, wenn sie ihn anfassen konnte und er sie danach so ficken würde, dass sie nie wieder Sex mit einem anderen Mann haben wollen würde.

»Okay. Ich versuche dich jetzt mal da unten anzufassen. Alles mit Hose!«

»Nun gut, aber bitte erwarte nicht zu viel davon!«

»Ich erwarte nur, dass du genau beobachtest und notierst!«

Ihre Finger kamen seinem Schwanz immer näher. Waldemar schaute bei dem Schauspiel zu, doch seine Gedanken verschoben sich. Er dachte in dem Moment gar nicht daran, sondern vielmehr, dass sich Elena ihm so nähern konnte und er in der Tat keine Angst um seine Seele hatte. Das faszinierte ihn. Sie war, neben Donald und Perry, die einzige Person bislang gewesen, die ihm wirklich nahe sein konnte, ohne in ihm Panik auszulösen. Offensichtlich war sie mit den Jungs sein bester Freund.

Dann berührten Elenas Finger seine Beule und er zuckte zusammen. Tatsächlich war das Gefühl so ganz anders, als er sich das vorgestellt hatte. Er hatte erwartet, es würde sich anfühlen, als würde jemand seinen Arm berühren, oder ähnliches, doch die Empfindungen waren in der Tat erstaunlich stärker zu spüren!

»Sehr beeindruckend! Es fühlt sich in der Tat anders an, als ich es mir vorgestellt hatte!«

»Nicht unlogisch! Es befinden sich sehr viele Nerven in deinem besten Stück und durch deine Erregung ist die Durchblutung sehr hoch. Dazu werden noch jede Menge Hormone ausgestossen, die deine Empfindungen noch weiter stimulieren. Ich sagte dir doch, Sex ist viel mehr, als die Kopulation zwischen zwei Menschen! Es ist einfach nur der Wahnsinn!«

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