Ein Garzella und ein Flugzeug

Fast hätte es Perry nicht mehr geschafft, seinen Schwanz vor dem Abfeuern noch aus Katja zu ziehen, doch es gelang. Eine mächtige Ladung ergoss sich über ihren Rücken, was Katja aber gar nicht so gut gefiel. Irgendwie hatte sie mehr den Wunsch gehabt, Perry in sich zu spüren, wenn er kam. Nun, war nicht mehr zu ändern.

In weiser Voraussicht lag ein kleines Handtuch bereit, mit dem Perry seine Freundin säubern konnte, bevor sein Sperma von ihr herunter aufs Bett tropfen konnte. Beide kuschelten noch innig miteinander, wobei sich Katja wieder vorstellte, Perrys Frau zu sein. Dann schliefen sie ein.

Der Donnerstag begann ausnahmsweise ganz normal. Katja stand auf, machte sich und ihrem Freund Frühstück, während Waldemar bereits am essen war. Perry stand auf, genehmigte sich noch den leckeren Start in den Tag, bevor sich Katja verabschiedete und nach AAA ging. Kurz darauf kam Claudia, die jedoch sofort den Weg in die andere WG antrat. Perry und Waldemar arbeiteten schon, als auch Donald erschien. Alles, wie gewohnt.

Gewohnt war mittlerweile auch, dass die Mädels aus Neunburg schon vor der Kamera im Wohnzimmer sassen und ein Video aufzeichneten. Dieses Mal war es Elena, die total vernichtet auf dem Sofa sass und immer wieder zum Ausdruck brachte, dass dies keine Zeit war, in welcher normale Menschen bereits munter waren.

Direkt nach dem Video wurde es jedoch ernst. Janine hatte die Wette gewonnen und nun galt es den Einsatz abzusprechen. Die Mädels sollten Möbel für die Wohnung besorgen. Kein nennenswertes Problem, wofür Elena rekrutiert wurde. Sie sollten ihnen zeigen, wo man so etwas in Heinzfort bekam. Läden gab es genug dafür, aber die alle ab zu klappern, bis sie was ansprechendes fanden, dauerte zu lange. Also blieb nur noch die Sache mit Claudia und Perry. Wenn es nach Claudia gegangen wäre, hätte die Sache sofort steigen können. Wieder Zeit alleine mit Janine verbringen, war ein Wunschtraum von ihr. Auch, dass Perry in das Spiel einsteigen sollte, bereitete ihr keine Kopfschmerzen. Es war Perry und der war ein Garant für geile Stunden.

Janine hingegen wollte das auf Neunburg verschieben. Am Garzella war noch viel zu tun und die Zeit wollte sie nutzen. Den Donnerstag würde sie ohnehin schon verlieren, da sie ja mit Kincaid zum Flugzeug musste. Selbst mit dem Lion war das insgesamt eine Fahrt von fünf bis zu sechs Stunden, denn auch wenn die Kiste natürlich sehr schnell war, vielerorts konnte sie die Geschwindigkeit nicht nutzen.

Nun denn. Die Planung war abgeschlossen, es konnte los gehen. Amy, Rebekka und Elena machten sich auf den Weg. Was Elena bewundernswert fand, ihr Auto war im Vergleich zu dem, was die Mädels Autos nannten ein Witz. Zwar war es ein Opal der gehobeneren Preisklasse, aber alles Standard. Auch sonderlich ordentlich war es darin nicht, doch niemand störte sich daran. Die Mädels waren bescheiden geblieben, was man aufgrund ihres Erfolges nicht als selbstverständlich ansehen durfte.

Exakt zwölf Uhr Mittags klingelte es bei AAA. Claudia ging an die Sprechanlage und da war Kincaid. Ein seltsames Gefühl drang in sie. Der Typ war da, um sich mit Janine zu treffen und so wie es aussah, war er ja mit ihr zusammen. Claudia hatte eine Beklemmung in sich, die sie ewig nicht gespürt hatte und das wurde auch nicht besser, als Kincaid eintrat. Zwar begrüsste er Claudia sehr herzlich und auch Katja kam nicht zu kurz, doch Janine wurde sofort geküsst und liebevoll gedrückt. Claudia spürte echte Eifersucht in sich und sehnte den Tag herbei, an dem Janine diese Beziehung beenden würde.

Doch wie heisst es so schön? Aus dem Auge, aus dem Sinn. Kaum waren Janine und Kincaid weg, meldete sich die Gruppe und Claudias Gefühle verschwanden. Ein paar der Jungs erwarteten die Lieferung der Möbel und wollten in die Commune. Natürlich blieben Katja und Claudia da nicht fern, denn die neuen Möbel wollten ja eingeweiht werden.

Die Zeit verstrich. Während Katja und Claudia bereits mit den Jungs Sex auf den neuen Möbeln hatten, worunter ein grosser Tisch, aber auch weitere Sitzgelegenheiten waren, hatten Kincaid und Janine den Grossteil des Hinweg bereits hinter sich gebracht und machten eine Rast. Janine hatte eigentlich vor, Kincaid schon an dem Tag zu zeigen, dass sie eine Frau war, mit der man nicht zusammen sein wollte. Dauernd erzählte sie davon, wie sie hier und dort mit irgendwelchen Kerlen Sex hatte und natürlich auch, dass Kaliber wie Viper und Derrick weit bessere Liebhaber waren, als Kincaid. Der hörte sich das alles an, stellte auch Fragen, schien sich davon aber nicht negativ beeindrucken zu lassen. Das fand Janine so gar nicht lustig. Vor allem aber, so schlimm fand sie es gar nicht, mit Kincaid als Paar aufzutreten. Bislang kannte sie ihn ja nur rein sexuell, doch je besser sie ihn kennenlernte, desto mehr imponierte er ihr.

Glücklicherweise tauchte auch Veronika in der Kommune auf. Glücklicherweise deshalb, die Jungs waren noch nicht ganz mit den Mädels fertig, jedoch drängten Waldemar, Donald, Perry, aber auch die anderen Mädels zum Aufbruch. Es war also an Veronika, die Einweihung zu beenden und die liess sich nicht lange bitten. Die Jungs allerdings auch nicht. Katja hatte da wieder das Gefühl, die waren schärfer auf Veronika, als auf sie und Claudia. Kein so schönes Gefühl.

Gleichzeitig erreichte der Trupp die Werkstatt und Janine mit Kincaid den Flugplatz. Amy und Rebekka zeigten Claudia und Katja, was man am Motor noch verbessern konnte, ohne neue Teile zu brauchen. Das war nicht besonders viel, überbrückte aber die Zeit, in welcher Elena und Waldemar diese Schnittstelle ins Auto einbauten.

Fast 300 Kilometer von ihnen entfernt bekam Kincaid den Schock seines Lebens. Anders als bisher, ging Janine nicht einfach mit ihm in den Hangar, sondern öffnete die grossen Tore. Kincaid war sich nicht sicher, was er dabei eigentlich empfand. Da stand ein Flugzeug. Rein optisch war es nun nichts, was er nicht schon öfters zumindest auf Bildern gesehen hatte, doch da war noch die Geschichte, welche Janine ihm erzählt hatte. Zumindest hatte sie in einem Punkt nicht gelogen. Das Flugzeug war wirklich da! Hätte es eine andere Form gehabt, wäre er auch weit weniger misstrauisch gewesen, doch da es eben der Concorde zum verwechseln ähnlich sah, war er noch nicht ganz überzeugt. Wie er ja wusste, war Janine ganz schön vermögend und es war nicht ausgeschlossen, dass sie und ihre Freundinnen es irgendwie geschafft hatten, eine der alten Maschinen zu bekommen.

Nun, Janine wusste sich zu helfen. Kurzerhand ging sie mit Kincaid in das Flugzeug hinein. Der staunte nicht schlecht, denn darin sah es gar nicht aus, wie in einer Passagiermaschine. Ein kleiner Teil hatte zwar schon die erwartete Optik, aber eben der hintere Bereich, mit dem Wohn- und Schlafzimmer deutete schon daraufhin, dass diese Maschine doch keine von denen war, die einst durch die Luft flogen. Allerdings, das waren alles Komponenten, die mit dem Flug nichts zu tun hatten. Erst im Cockpit verlor Kincaid seine Zweifel. Die Concorde war vor 30 bis 40 Jahren gebaut worden und damals gab es noch gar nicht die entsprechende Technik, welche er nun sah. Während es im hinteren Teil noch Sinn machen würde, die Maschine wohnlich umzubauen, wäre es einfach nur Geldverschwendung gewesen, ein nicht flugfähiges Flugzeug mit solchen Geräten auszustatten.

Nun kam er zu der Einsicht, Janine hatte ihn nicht belogen. Sie war mit ihren Freunden auf dieser Insel gewesen, hatte eine Terrorzelle unterwandert und das Flugzeug gestohlen. Das hiess, sie war noch eine weit stärkere Frau, als er sich das vorgestellt hatte. Doch wenn er sie so ansah, mit ihren Turnschuhen, dem kurzen Rock und dem viel zu grossen Pullover, hatte er ein Problem. Sie war genau das, was er sich immer gewünscht hatte. Sie sah so zerbrechlich aus, wie ein kleines Girly. Allerdings schien sie ja ein Monster zu sein, sonst hätte sie niemals so einen Einsatz durchziehen können. Das schlug nicht nur in seinem Herz zu, sondern auch in der Hose. Er konnte nicht anders. Sie standen noch in dem engen Cockpit, als er sie an sich zog und so küsste, dass auch Janine die Schmetterlinge in sich tanzen spürte. Bald konnte eine weitere Person von sich behaupten, im schnellsten Flugzeug der Welt gevögelt zu haben.

Beim Garzella brachte Waldemar die Leute ins staunen. Es war schon richtig, was er da eingebaut hatte brachte aktuell noch keinen Nutzen. Doch war es schon beachtlich. Jeder bekam einen Stick ausgehändigt, mit dem er das Auto auf sich einstellen konnte. Da mussten zwar noch elektrisch verstellbare Sitze rein, um die Sache abzurunden, aber selbst das Getriebe, welches mit einer elektronischen Steuerung ausgestattet war, konnte sich über das System nun individualisieren lassen. Das Verblüffte alle, ausser Elena. Unbemerkt hatte sich Waldemar die Informationen des Getriebes besorgt und angewendet. Perry und Donald waren dabei wieder fassungslos. Wieso konnte er das, wenn er doch mit einem Toaster Probleme hatte?

Half alles nichts. Es war so, wie es eben war. Waldemar hatte mit Elena zusammen ein Meisterstück abgeliefert und nun hiess es, weitere Tuning-Teile für das Auto besorgen.

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