Die neue Etage

Der Ausdruck dauerte seine Zeit, doch als er fertig war zeigten sich sogar Amy und ihre Freundinnen beeindruckt. Mario hatte, als er zum ersten Mal einen Drucker selbst konstruiert hatte, mehr Schwierigkeiten damit. Doch da langsam der Hunger einschlug, ging es schon bald in den Burger-Laden und schliesslich zurück in die WG.

Katja brachte dabei etwas fertig, was so gar nicht auf ihrem Plan stand. Sie und Perry waren im Bett, beide schon nackt und eigentlich wollte sie ihn nur ein bisschen reizen und sich dann verwöhnen lassen. Doch während sie ihm munter einen wichste, ihren heissen Körper an ihn drückte und ihn mit diesen euphorischen Augen anschaute, redete sie so aufgeregt von der Kommune und auch dem Vorhaben herauszufinden, wie lange Kincaid nun wirklich konnte, dass es Perry zu viel wurde und er seine ganze Ladung auf sich selbst verteilte. Zum ersten Mal, seit Katja mit Perry zusammen war, musste sie unbefriedigt einschlafen. Auch wenn es ihr ganz gut gelang, schon am nächsten Morgen war sie sich sicher, so etwas würde ihr nie wieder passieren.

Der nächste Tag brach an. Katja war definitiv gereizt, was auch Waldemar zu spüren bekam, als sie in die Küche kam.

»Guten Morgen, meine liebe Katja.«

»Spar dir das!«

»Warum? Ich begrüsse dich jeden Morgen auf die gleiche Art.«

»Ja, aber heute erwischst du mich auf dem falschen Fuss! Sei am Besten still!«

»Ich verstehe nicht ganz. Wenn ich korrekt informiert bin, läuft in deinem Leben alles mehr als hervorragend! Du hast sehr gute Freunde um dich herum, hast alles Geld, was du für deinen Lebensstil benötigst und musst dafür nicht einmal arbeiten gehen. Ausserdem hast du die Liebe deines Lebens gefunden, die sogar alle Eigenschaften hat, die du für ein glückliches Leben …«

»Ha! Von wegen! Seine Eigenschaften sind wohl etwas zu stark ausgeprägt!«

Waldemar fand es gar nicht komisch, wenn er unterbrochen wurde und von seiner Störung beeinflusst, musste er seinen Satz einfach beenden.

»Brauchst.«

»Sehr komisch Waldi. Genau, was ich brauche!«

Waldemar dachte kurz nach. In seinem Kopf lief ein Film ab, der alle möglichen Gründe visualisierte, warum Katja an diesem Morgen so seltsam drauf sein konnte. Schliesslich fand er die Antwort.

»Gehe ich Recht in der Annahme, dass der Koitus letzte Nacht nicht zu deiner Zufriedenheit war?«

»Keine Ahnung. Kam ja nicht zum Koitus!«

»Ah. Ich verstehe. Wobei du, wenn ich es mal salopp ausdrücken darf, die Geschlechterrolle gegen den Strich bürstest! Es sollte eigentlich so sein, dass die Frau den Koitus verweigert und der Mann deshalb frustriert ist.«

»Tja, doch der Mann hatte ja seinen Spass. Nur ich eben nicht.«

»Ich verstehe. Dennoch verhält es sich im Allgemeinen so, dass Frauen darin kein Problem sehen.«

»Schön. Ich sehe darin aber ein grosses Problem! Sex ist mir absolut wichtig und unbefriedigt zu sein geht mir voll auf die Nerven. Ja, ich weiss. Du kannst das nicht verstehen. Du bist ja nur ein gefühlloser Eisklotz dem alles egal ist, was ihn nicht selbst betrifft. Ganz ehrlich, ich bin heilfroh, dass du kein Interesse an Frauen hast. Ich würde jede einzelne Frau bedauern, mit der du dich einlässt. Du Egoist!«

Während Katja das sprach, machte sie sich auf dem Weg aus der Wohnung. Mit dem Punkt in ihrem letzten Satz flog auch die Tür zu. Waldemar konnte das nicht nachvollziehen. Offensichtlich war Katja so frustriert, dass sie ihrem Frust irgendwie Luft machen sollte. Doch angegriffen fühlte sich Waldemar nicht. Genau genommen unterstützte er sogar ihre Aussage, nur er selbst sah sich als überlegen und nicht als Eisklotz.

Bei AAA waren die Neunburger schon auf den Beinen, sassen auf dem Sofa und drehten anscheinend ein Video. Sie wollten natürlich, dass Katja zu ihnen kommen sollte, die zeigte ihnen jedoch nur einen Vogel und verschwand ins Bad.

Ein paar Stunden später, Katja war immer noch total genervt, klingelte es. Elena öffnete und wartete an der Tür. Tatsächlich. Da war der Vermieter, der mit einer Amy sprechen wollte. Amy kam zur Tür, der Mann drückte ihr ein Bund mit Schlüssel in die Hand, wünschte ihr viel Vergnügen und ging ohne sich zu verabschieden. Amy musste grinsen. Offensichtlich hatte Pascal dem Typ einen Deal untergeschoben, den der gar nicht toll fand. Jede Wette, der hatte irgendwo Dreck am Stecken, Pascal hatte es herausgefunden und auf diese Weise einen Preis ausgehandelt, der weit unter Marktwert lag. Genau konnte Amy seine Reaktion aber nicht verstehen. Ihm gehörte zwar die Etage, doch nach den Aussagen von Katja und den Anderen, war noch keine Wohnung je vermietet gewesen. Was beschwerte er sich also?

Selbst Katjas Stimmung besserte sich, als sie die Schlüssel sah. Natürlich liessen die Mädels keine Zeit verstreichen. Sofort ging es nach unten und schon auf dem Weg meldete Claudia in der Gruppe, dass die Wohnung nun zugänglich war und alle, die Zeit hatten, kommen sollten.

So. Da standen sie nun. Die Wohnung war unter der AAA-WG und da sie exakt gleich aufgebaut war, gab es da eigentlich nicht wirklich was zu besichtigen. Es war die gleiche Wohnung, nur eben leer. Wenngleich, nicht ganz leer. In den Schlafzimmern standen schon Betten, die zum Design passten. Wie auch in den Wohnungen obendrüber. Davon abgesehen, war aber alles leer.

Keine 30 Minuten später trafen die ersten Schaulustigen ein. An der Spitze Veronika. Vier Jungs hatte sie im Schlepptau und kaum waren die in der Wohnung, kribbelte es massiv bei Katja.

»Ich sag euch, dass wird der Hammer hier!«

»Auf jeden Fall Veronika. Ist besser als das wir jeden Tag zu jemand anderem rennen müssen.«

Claudias Aussage konnte offensichtlich jeder bestätigen. Einer der Jungs hatte jedoch noch etwas zu sagen.

»Alles schön und gut. Aber wie wäre es, wenn die Damen sich jetzt ausziehen würden, damit wir die erste Runde ficken können?«

Auf so eine Aussage hatte Amy gehofft. Nicht, weil sie spitz war, sondern weil sie nun etwas herausfinden konnte. Sie verschränkte die Arme.

»Ach nee. Du kommst hier her, sagst wir sollen ablegen und gehst davon aus, dass wir einfach so mit dir ficken? Dir ist ja schon bewusst, dass wir drei noch gar nicht wirklich zu eurer Gruppe gehören, oder?«

Janine und Rebekka wussten, was Amy vorhatte. Der Typ und die anderen Mädels jedoch nicht. Seine Reaktion war es, die Amy wissen wollte.

»Hör mal Süsse. Jedem hier ist klar, wofür die Wohnung da ist. Da du hier bist heisst das soviel wie, du gehörst dazu. Ich will die Wohnung jetzt einweihen und das heisst, du ziehst dich aus. Klar soweit?«

Und ob das für Amy klar war. Er hatte genauso reagiert, wie sie das wollte. Natürlich war klar, wofür die Wohnung war und die Personen, welche die Wohnung betraten, waren in der Tat für sexuelle Ausschweifungen anwesend. Das er dann noch so bestimmend klarstellte, dass Amy ihre Wahl schon getroffen hatte und jetzt eben keine Wahl mehr hatte, war das Sahnehäubchen.

»Mädels, kommt mal her. Schön in Reihe, damit die Jungs auch was zu gucken haben.«

Katja fand das dämlich. Sie war scharf wie eine Rasierklinge und hatte so gar kein Bedarf an solchen Spielchen. Doch da auch Elena und Claudia sich neben Amy einreihten, wollte sie kein Spielverderber sein.

Es mutete an wie einstudiert. Als die Mädels sich in Reihe vor den immer schärfer werdenden Jungs aufgestellt hatten, begannen sie fast Synchron die Tops auszuziehen. Fliessende, geschmeidige Bewegungen, fallende Haare, alleine damit brachten sie die Jungs schon in Wallung. Besonders natürlich, dass sie in aufreizenden BHs dastanden.

Weiter ging es mit den Hosen, bzw. bei Janine und Claudia mit den Röcken. Auch die wurden fast synchron ausgezogen und die langsamen, anmutigen Bewegungen taten ihr Übriges.

Besonders beeindruckend war das, was im Anschluss kam. Elena verstand das nicht so ganz. Es war, als wären die Mädels von einer unsichtbaren Kraft gesteuert, denn selbst Veronika, die ja noch nicht viel Kontakt mit Amy und den Anderen hatte, vollführte die exakt gleichen Bewegungen. Eine Hand auf den Rücken, den Verschluss des BH öffnen, aber ihn nicht ablegen.

Es war ein unglaublicher Anblick für die Jungs. Sieben Frauen mit unterschiedlicher Oberweite, an denen vorne nur schlaff der BH die Brüste noch verdeckte. Katja, der alles nicht schnell genug ging, griff vorne an den BH. Die Mädels taten es ihr gleich. Mit einer einzigen Bewegung flogen die BHs weg und die Jungs sabberten.

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