Expansion?

Der Abend brach schon an, als die Jungs mit dem Hubschrauber zurückkamen. Schon aus der Luft entdeckte Viper, dass der Ruckzucki nicht mehr vor der Tür stand. Doch kaum waren sie gelandet und der Hubschrauber hatte seinen unglaublichen Krach eingestellt, hörten sie auch schon das typische Geräusch eines aufgemotzten Autos.

Fast zeitgleich erreichten alle die Haustür.

»Na, wo habt ihr euch denn rum getrieben?«

»Wo wohl Viper? Mario, hast Arbeit!«

»Oh gut! Dachte ernsthaft, ihr macht heute kein Video.«

Rebekka verschränkte die Arme.

»Nenn mir mal einen Tag, wo wir nicht gedreht haben!«

»Ist ja schon gut, deshalb hätte es mich doch auch gewundert. Ich schneide das nachher noch und bringe es online.«

Im Innenhof sassen Phillip, Derrick und Markus. Sie schienen sich angeregt zu unterhalten. Filmstars war das grosse Thema.

»Ja, ja. Ihr habt schon ein Leben. Nur rumsitzen und nichts tun!«

»Tja Amy, wer Erfolg hat, darf sich auch eine Auszeit gönnen!«

Derricks Aussage führte natürlich sofort zu einer Diskussion, wer denn nun mehr Erfolg hatte. Aber Alles im Spass. Als das Abendessen ankam, sah Markus nun den richtigen Zeitpunkt, die Jungs aus Heinzfort über sein Vorhaben zu informieren.

»Perry, Donald, Waldemar, lasst uns mal einen Moment geschäftlich werden. Ich habe von eurem Produkt gehört und mir die Informationen dazu angeschaut. Mein Unternehmen unterhält in einigen Ländern Büros und auch wenn wir schon eine funktionierende Kommunikation aufgebaut haben, halte ich eure Software doch für innovativer. Wärt ihr bereit für eine Präsentation?«

Donald, der sich gerade ein Stück Pizza genommen hatte, runzelte die Stirn.

»Jetzt?«

»Ach was. Ich bin ja selbst in der Branche tätig und weiss, welcher Vorbereitungen eine Präsentation benötigt. In ein paar Wochen.«

Donald schaute zu Perry, der schon wieder Euro-Zeichen in den Augen stehen hatte. Aber auch ein Blick zu Waldemar zeigte, dass er das liebend gerne machen würde.

»Lässt sich einrichten. Wann bist du denn das nächste Mal in Deutschland?«

»Nun, da hätten wir den Haken an der Sache. Statt alle Leute, die darin involviert sind hier her zu bringen, wäre es praktischer, euch nach Amerika zu holen. Ich würde euch also anbieten, eine Woche, bei Bedarf auch länger, zu mir zu kommen.«

Perry, der sich gerade ein Stück seines Schnitzels in den Mund geschoben hatte, verschluckte sich fast. Eine Woche, oder vielleicht sogar mehr, in Amerika? Zur Präsentation ihrer Software? Das klang hervorragend! Waldemar sah das jedoch anders.

»Mit Verlaub, mein lieber Markus. Mir scheint es ein wenig überzogen, gleich für eine ganze Woche nur zum Zwecke einer Präsentation die Kosten für den Aufenthalt in einem fernen Land zu tragen.«

Markus war ein bisschen verwundert. Hatte er nicht eine Einladung ausgesprochen?

»Du missverstehst mich Waldemar. Ich lade euch ein!«

»Inklusive Flug, Übernachtung und Verpflegung?«

Da mischte Amy sich ein.

»Den Flug stellen wir. Wir kommen da natürlich mit und ihr seit in unserem Baby willkommen!«

Da wurden Perry und Donald sofort nervös. Mit dem Ding zu fliegen wollten sie sich auf keinen Fall entgehen lassen. Doch wie so oft war Waldemar schneller mit einer Antwort.

»Ich bin mir über diesen Umstand nicht ganz im Klaren. Es mutet mir ein wenig befremdlich an, dass du uns rein zum Zwecke einer Präsentation über eine Woche finanzieren willst. Gerade im Hinblick darauf, dass mit diesem Flugzeug alles in wenigen Tagen abgewickelt werden könnte.«

»Ich merke schon, dir kann man nichts vormachen! In der Tat geht es mir auch darum, euch besser kennenzulernen. Ich bekomme viele Informationen über euch, denn unsere Gruppe steht kaum still. Ich bin sehr neugierig auf euch geworden und deshalb eine ganze Woche.«

»Was diskutieren wir hier eigentlich so dumm rum? Ich bin dabei! Perry?«

Noch im kauen gab Perry Antwort.

»Mich musst du nicht fragen! Ich sitze im Geiste schon im Flugzeug.«

»Gut. Die Mädels müssen wir wohl nicht fragen, die sind sowieso dabei. Also Waldi, hängt an dir!«

»Ja. Wie so oft muss ich die Stimme der Vernunft spielen! Deshalb muss ich nachfragen. Es besteht begründetes Interesse an der Software, oder ist es nur eine Finte, um mir einen Urlaub schmackhaft zu machen?«

Markus verschränkte die Arme.

»Mein lieber Waldemar! Ich würde kein Interesse bekunden, wenn es nicht bestehen würde! Auch ich bin schon einige Male mit grossen Erwartungen zu potentiellen Kunden gereist, habe dort eines meiner Produkte vorgestellt und musste im Nachhinein feststellen, dass kein wirkliches Interesse bestand. Von daher kann ich dir versichern, bekunde ich Interesse, ist das ernst gemeint!«

»Ausgezeichnet! Es würde eine Expansion für uns bedeuten. Mehr Arbeit, aber auch grösseren Absatz. Ich stelle jedoch eine Bedingung.«

Perry und Donald kamen sich vor den Kopf geschlagen vor. Was hatte Waldemar nur immer für Probleme? Selbst wenn Markus nicht kaufen würde, eine Woche Urlaub in Amerika! Der hatte ganz eindeutig einen Vogel.

»Dann stell sie!«

»Insofern das Geschäft abgeschlossen wird muss ich darauf bestehen, dass du die Nutzung unserer Software öffentlich machst. Im Sinne der Werbung.«

Markus lehnte sich zurück.

»Ungewöhnlich, aber darauf soll es mir nicht ankommen. Ich bin einverstanden!«

Perry und Donald waren beruhigt. Ihr Freund hatte nichts gefordert, was übertrieben wirkte. Auch die Mädels waren richtig froh, dass Waldemar einverstanden war. Eines war jedoch sicher. Auch wenn die Jungs nicht mitgezogen hätten, die Mädels wären auf diesen Trip gegangen, auch ohne die Jungs.

Doch die Einzelheiten waren schnell geklärt. Zur Verwunderung aller trug dann jedoch Waldemar bei. Das Problem war, Markus konnte nur drei Gästezimmer anbieten. Das private Zimmer von Amy, nebst zwei weiteren Räumen, die man entsprechend nutzen konnte. Also Perry und Katja in das eine Zimmer, Donald und Claudia in das nächste und dann kam Waldemar. Ohne Diskussionen war er dazu bereit, sein Bett mit Elena zu teilen. Ein Umstand, den gerade die Jungs niemals für möglich gehalten hätten. Doch Waldemar erklärte sich so beiläufig dazu bereit, dass Elenas Herz zu pochen begann.

Perry bemerkte an dem Abend jedoch etwas interessantes. Nach allem, was es bislang so gehört hatte, war Amy richtig in Markus verliebt und fest mit ihm zusammen. Man merkte auch, dass zwischen ihr und ihm eine Bindung bestand. Dennoch gab es auch nicht den Anflug einer Situation, in der man die Beziehung zwischen Markus und Amy sah. Wohl aber die zwischen ihr und Phillip.

Das fand Perry äusserst interessant. Wenn man Phillip, Markus und Amy so sah, war Markus nichts anderes als Viper, oder Derrick. Nein, nicht einmal wie Derrick. Selbst dem gegenüber zeigte sie mehr Zuneigung, als bei Markus. Perry war schon sehr gespannt, wie sich das in Amerika zeigen würde. War es da umgekehrt? Das wäre auf jeden Fall ein klarer Beweis dafür gewesen, dass Menschen nicht nur eine Person wirklich lieben können. Amy demonstrierte es ja deutlich. Gleich drei Personen waren anwesend, denen sie die Liebe aussprach. Phillip, Markus und Janine durfte man ja auch nicht vergessen!

Doch dann wurde es wieder bunt. Wenn die Leute, die hier so schön versammelt waren eins konnten, dann aus irgendetwas banalem etwas sexuelles machen. Mario fragte, ob jemand Baguette da hatte, denn er hätte Lust auf ein Sandwich. Viper bestätigte, dass auch er Lust darauf hätte, aber die Mädels sich bei so etwas ja zieren würde. Ab dann war die Diskussion nicht mehr zu stoppen. Natürlich wollte Elena das nicht auf sich sitzen lassen. Aber auch Janine bekundete vollmundig, dass sie dazu bereit wäre. Claudia bekundete ebenfalls Interesse, merkte jedoch an, in ihren Arsch sollte nur Donald.

Dann kam, was kommen musste und wo Perry schon darauf gewartet hatte. Auch Katja mischte sich ein. Doch war sie etwas anders. Sie bekundete nicht ihre Bereitschaft, sondern sagte, in Gedanken versunken, Viper im Arsch und Donald in der Muschi, dass würde sie garantiert extrem ausfüllen. Das brachte Derrick auf den Plan der anmerkte, seiner wäre vielleicht nicht so dick, dafür käme sonst keiner so tief rein. Katja fing an zu grinsen und fragte, ob nicht alle Drei Lust hätten. Sie hätte schliesslich auch einen Mund, in den man tief eindringen konnte.

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