Die Viper

»Nein, in acht Wochen, Dienstag!«

Der Sarkasmus von Sarah war heftig. Katja schnaufte, dann nickte sie. Voller Schmetterlinge sah Perry, wie Sarah und Katja in einen entlegenen Eck des Parkplatzes gingen, wo Sarah Katja gut abschirmen konnte. Aus der Ferne sah er, wie seine Freundin, mitten unter all diesen Menschen, ihr Top abstreifte und dann auch noch den BH ablegte. Sein Schwanz war so hart, an ein weiteres Rennen war für ihn nicht zu denken.

Sarah behielt auch Recht. Nach wenigen Minuten standen so viele Menschen um die Beiden, dass Perry seine Freundin nicht mehr sehen konnte. Aber er sah, dass recht viele Leute Sarah anscheinend Geld in die Hand drückten und dann den Weg zu Katja suchten. Perry konnte es nicht glauben. Sollte er irgendwie noch mit Katja vögeln können, wie viele Hände hatten dann ihre nackten Brüste wohl berührt?

Daran hielt sich das Event jedoch nicht auf. Schon bald wurden wieder Autos aufgerufen und trugen ihre Rennen aus. Auch Amy wurde gefordert und am Kommandostand war jemand hoch zufrieden.

»Hast du das gesehen Waldemar? Nach den Abgaswerten zu urteilen hat der Lion ein nahezu perfektes Mischungsverhältnis gefunden. Nach so kurzer Zeit, ich bin total happy!«

»Ich muss zugeben, mein lieber Freund Mario, die von dir entworfene KI ist eine hervorragende Sache! Auch möchte ich anmerken, die Leistung des Lion hat sich hervorragend gesteigert!«

»Danke Waldemar, aus deinem Mund bedeutet mir das viel. Aber noch einmal das Lob an dich, deine Kompression ist sagenhaft!«

»Ich wei …«

Waldemar brach seinen Satz ab.

»Hab dank, mein guter Freund!«

Mario grinste. Waldemar hatte sich seine Anmerkung bezüglich seiner Arroganz offensichtlich zu Herzen genommen.

Es kam zur Halbzeitshow, Essen wurde organisiert und während Donald wieder viel Spass an den Mädels hatten, die sich dieses Mal um den stark beanspruchten Lion kümmerten, stand Perry weiter wie angewurzelt da und beobachtete seine Freundin, die nach wie vor von Menschen umringt war, welche sie anfassen wollten. Sarah musste ein kleines Vermögen damit verdient haben.

Doch dann kamen wieder die eigentliche Highlights. Schon kurz nach der Show war die Viper an der Reihe. Dieses Mal nicht gegen den Lori, sondern gegen Pascal. Da kam selbst Perry an die Strecke, denn er wollte das Auto Live erleben, mit dem seine Freundin den Mythos Viper besiegt hatte.

Sofort war wieder zu spüren, dass es sich hier nicht um ein normales Rennen handelte. Der Jubel war anders und auch etwas heftiger, als die Autos an den Start gingen. Donald fand es toll, dass seine Claudia den Starter gab. Dieses Mal war es seine Hose, die beim beobachten seiner Freundin zu spannen begann.

Es folgte der Start und Amy rückte unvermittelt ein Stück nach vorne. Offensichtlich war gerade etwas passiert, was sie überrascht hatte. Tatsächlich war es Pascal, der schon nach dem Start Vorsprung hatte. Nicht so, dass er unbesiegbar schien, aber er lag vorne. Auch schien sich das nicht ändern zu wollen. Die Viper blieb über die halbe Strecke lang hinten, holte dann aber auf. Allerdings verhalten. Perry wähnte sich schon als einen der Wenigen, die eine Niederlage der Viper mitansehen durfte. Zumindest, wenn diese nicht gegen den Lori fuhr. Doch Viper gab sich nicht geschlagen. Er schien noch etwas Power aus seinem Auto kitzeln zu können und nach der Zieldurchfahrt war wieder Mario gefragt.

Das Mario das aber immer auf die Spitze treiben musste! Dieses Mal war der Bildschirm zwar direkt mit der Anzeige belegt, doch war die Zeitlupe so heftig, dass die Wiederholung länger dauerte, als das eigentliche Rennen.

Was dann aber abging, als die Viper wirklich auf dem letzten Zentimeter die Nase nach vorne brachte, war unglaublich. Viper machte ein Luftsprung, noch etwas heftiger und er wäre nicht mehr auf den Boden gekommen. Der Jubel ringsum war einfach nur brutal, während Pascal trotzdem offensichtlich seinen Spass an der Sache hatte. Es war auf jeden Fall für die Jungs schön zu sehen, dass auch ein abgeklärter Viper mit so viel Erfahrung noch solche Emotionen durchleben konnte.

Dann kam ein Rennen ausser Konkurrenz. Ein Show-Event, welches seine Wirkung nicht verfehlte. Zwei Autos wurden an den Start geschleppt, die ganz offensichtlich keine Strassenzulassung hatten. Eigenbauten, die von einem echten Flugzeugtriebwerk angetrieben wurden. Das war natürlich eine ganz besondere Show. Keine typischen Motorengeräusche, sondern der Sound hochgezüchteter Turbinen, die für sich schon echt heftigen Krach verursachten.

Da diese natürlich nicht von einem Mädel gestartet werden konnten, wegen der Hitze, dem Sog und ähnlichem, hatten Derrick und Phillip schnell eine Ampel zwischen die Fahrzeuge gestellt. Als diese auf rot sprang und die Autos ihre Triebwerke aufheulen liessen, war die Situation schon unglaublich aufregend. Als die Ampel jedoch gelb wurde und zusätzlich noch die extrem lauten Nachbrenner gezündet wurden, mutete alles einfach nur surreal an.

Für Perry und Donald war es jedoch auch surreal, als die Autos losfuhren. Beide hatten erwartet, dass die Geschosse wie Raketen davoneilen würden. Langsam waren sie auch sicher nicht, doch sah es auch nicht unbedingt schneller aus, als bei den Elektro-Autos. Dafür zogen sie natürlich diesen beeindruckenden Schweif hinter sich her und alleine der Sound war um Klassen heftiger.

Als alles soweit wieder weggeräumt war, kam das nächste Highlight. Viper gegen Lori. Donald meinte dabei bei Viper zu erkennen, dass er wenig zuversichtlich zu sein schien. Die Autos rollten an den Start, Rebekka gab den Start frei und schon schossen sie los.

Das Ergebnis war knapp, aber wenig überraschend. Erst sah es so aus, als würde die Viper gewinnen. Dann holte der Lori auf und zum guten Schluss sprang er wieder in Führung und gewann schliesslich. Irgendwie, wenn die Fahre nicht diese Rivalität zeigten, war so ein Rennen nur halb so interessant.

Unterdessen bekam Katja Plattfüsse und sie ging auch davon aus, dass sie langsam Abnutzungserscheinungen an der Oberweite bekam. So viele Leute hatten sie mittlerweile angefasst. Da waren echt Schnitten dabei, bei deren Berührungen Katja echt ins Schwärmen geriet. Es waren aber auch Kerle dabei, da sehnte sich Katja sofort nach einer Tetanusspritze. Überraschenderweise waren auch einige Frauen dabei, die Katja unbedingt berühren wollten. Insofern Katja richtig gezählt haben sollte, musste Sarah um die 1.000€ schon verdient haben. Sie fand es krass, wie schnell man als Frau Geld verdienen konnte.

Claudia hingegen machte sich langsam Sorgen. Sie hatte Elena nun schon ziemlich lange nicht gesehen und war der Meinung, doch mal nach ihr suchen zu müssen. Da sie das Gelände aber nicht kannte, brauchte sie Unterstützung. Phillip bot sich an und die Beiden machten sich auf den Weg.

Claudias Sorge wuchs. Sie hatten schon einige Ecken abgegrast und nirgendwo war eine Elena zu finden.

»Phillip, ich mache mir langsam echt Sorgen. Ist es schon vorgekommen, dass hier jemand verschleppt wurde?«

»Nein Claudia. Hier ist noch nie etwas dramatisches passiert. Aber warte mal.«

Phillip drückte auf sein Headset, was er immer am Ohr hatte, wenn er bei den Rennen war.

»Schatz, frag mal bitte Pascal, ob irgendwas mit Elena nicht stimmt.«

Im ersten Moment fragte sich Claudia, woher Pascal das wissen sollte. Dann kam ihr jedoch in den Sinn, dass Pascal nicht ganz gewöhnlich war in der Hinsicht. Kurz darauf schien Phillip etwas im Ohr zu hören.

»Pascal meint, mit Elena wäre alles in Ordnung. Wir sollen mal weiter hinten nachschauen.«

Claudia nickte. Es war nun nicht so, dass sie Pascal nicht vertraut hätte, schliesslich hatte der schon manche Aktion gebracht, die unwirklich schien. Doch ein ungutes Gefühl hatte sie dennoch.

Die Beiden umrundeten ein offensichtlich noch in Betrieb befindliches Gebäude und da hörte Claudia schon, dass ihre Freundin in Ordnung war. Ziemlich heftiges Stöhnen und Schmatzen war zu hören. Phillip blieb am Eck des Gebäudes stehen und schielte herum. Als er Claudia anschaute grinste er.

»Der geht es gut!«

Nun, Claudia wollte Gewissheit. Auch sie schaute um den Eck und sah Elena. Die war nackt, ritt einen Typ, der auf einer Wiese lag und kümmerte sich dabei mit Hand und Mund um zwei andere Kerle, die Rechts und Links von ihr standen. Sofort war Claudia beruhigt. Im nächsten Moment aber auch neidisch. Warum war Elena eigentlich die Einzige hier, die wirklich ihren Spass hatte? Das war doch sehr ungewöhnlich.

Es ging zurück zu den Anderen. Claudia hatte einen Blick bei Phillip riskiert und der war definitiv auch nicht aus Zucker. Seine Hose war gespannt und Claudia überlegt, ihn einfach zu vernaschen.

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