Waldemar in der grossen Stadt

So eine Nummer zwischen den Freunden war nun nichts neues für Claudia, doch war es bislang immer irgendwo bei anderen Leuten gewesen. Eigentlich nie in der eigenen Behausung. Gut, eigentlich gehört das Tierheim nicht zu ihrer Wohnung, doch sie verkehrten alle so munter in den WGs, dass man die Grenzen nicht mehr erkennen konnte.

Das hiess aber auch, als Claudia von Donald runter ging, versaute sie ihn, den Sessel und etwas vom Boden. Normalerweise war ihr das egal. Dann ging sie nachhause und der Gastgeber blieb auf den Rückständen sitzen. Doch hier?

»Ganz toll! Schatz? Tücher?«

Donald grinste.

»Geh du aufs Klo, ich kümmere mich darum.«

Katja lachte.

»Tja, ich hab es da besser! Meiner muss nur die Unterhose wechseln und alles ist wieder sauber.«

»Sehr Lustig Schatz!«

Amy, Rebekka und Janine, die immer noch barbusig in der Gegend hockten, schauten zu Perry. Katja und die Anderen wussten ja, wie er da manchmal reagierte. Was sie sahen war eindeutig. Die Beule verschwand und wich einem dunklen Fleck. Das Alles hatte anscheinend tatsächlich ausgereicht, Perry zum sprudeln zu bringen, obwohl bei ihm niemand etwas gemacht hatte. Das war selbst für die erfahrenen Mädels neu.

Aber gut, damit endete der Abend. Veronika verabschiedete sich, die Mädels verschwanden nach AAA, Claudia und Donald gingen in sein Zimmer schlafen, während Katja eine weitere Runde mit Perry einforderte. Dieses Mal jedoch etwas anders. Sie redete gar nicht, sondern drückte ihm ihre Handy in die Hand. Das Video mit ihr und Amy war darauf zu sehen. Perrys Teil richtete sich bald schon wieder auf und nun ritt Katja. Die ganze Nummer, während sie Perry beobachtete und ihr eigenes Stöhnen aus dem Video hörte. Hier zeigte Perry perfektes Timing. Als Katja im Video kam, kam auch er und das so heftig, dass auch Katja zumindest einen kleinen Orgasmus abbekam. Das Video hatte seine Wirkung also nicht verfehlt und die Überraschung war für Perry grandios.

Der kommende Morgen war harmlos und glich dem, was die Jungs gewohnt waren. Bis Waldemar eine Neuerung einführte und darauf bestand, in die Stadt gebracht zu werden. Donald und Perry hielten ihn jedoch so lange zurück, bis Perry zum Training musste. Sie setzten ihn dort ab, dann gingen sie Shoppen.

3D-Drucker. Die Dinger waren ja in aller Munde, aber welche zu finden war nicht einfach. In einem Geschäft war einer aufgestellt. Waldemar schaute ihn sich an und kämmte dann die Angestellten durch, um Informationen zu bekommen. Ein echter Reinfall. Das Personal konnte etwas über den Preis sagen und welches Filament benutzt wurde. Weitere Informationen waren keine zu bekommen. Für Waldemar absolut unbefriedigend.

Zwischenzeitlich war Perry mit dem Training fertig. Auch wenn Waldemar, da er noch kein bisschen schlauer war protestierte, ging Donald erst Perry abholen, bevor sie sich gemeinsam wieder auf die Suche machten. Nur wo?

Perry hatte die zündende Idee. Es gab doch jede Menge Firmen in der Stadt, welche Prototypen herstellten. Mit etwas Glück verwendete zumindest eine davon auch einen 3D-Drucker.

Anfangs blieb der Erfolg aus, bis die Jungs eine kleinere Firma erreichten und dort tatsächlich diese Geräte im Einsatz waren. Donald musste jedoch zuerst glaubhaft versichert, dass sie kein Konkurrenzunternehmen waren und auch in dieser Hinsicht keine Absichten hegten. Doch dann endlich. Grosse Drucker mit Personal, die sich auch damit auskannten. Sofort feuerte Waldemar seinen Wissensdurst ab und der war enorm!

Er wollte alles wissen. Welche Unterschiede es bei den Extrudern gab, wie alles angesteuert wurde, welche Software zum Einsatz kam, welche Schrittmotoren, wie das mit dem Druckbett funktionierte und wirklich jedes Detail, was er genannt bekam. Durch sein quasi sofort speicherndes Gedächtnis blieben diese Informationen in ihm hängen, als hätte er sie niedergeschrieben.

Es war schon 14 Uhr, als Waldemar keine Fragen mehr hatte. Seines Erachtens nach war er nun dazu in der Lage, einen für den Garzella funktionalen Drucker zu planen und genau das wollte er nun auch tun. Entsprechend nervig war er auch, bis sie endlich die Wohnung erreichten und er an seinen Computer konnte, um zu planen und im Anschluss die benötigten Teile zu organisieren. Seine Idee, einen fertigen Drucker zu beschaffen, hatte er aufgegeben. Die Technik war eigentlich simpel genug, um etwas eigenes bauen zu können. Perry und Donald verstanden das nicht so ganz. Waldemar war stellenweise zu hohl, um die Bedienung eines Toasters zu verstehen. Nun wollte er aber, obwohl er ja bislang nie etwas mit der Technik zu tun hatte, einfach einen Drucker bauen? Da waren die Jungs aber sehr gespannt.

Die Mädels waren schon seit Mittag bei der Veranstaltung. Die Sonne brannte und die Temperaturen waren hoch. Alle tummelten sich in dem kühlen Nass des Gastgebers und entspannten sich. Amy, Rebekka und Janine lagen dabei am Rand, hatten den Kopf auf den Beckenrang gelegt und liessen ihre Körper einfach treiben. Sehr entspannend und überaus angenehm bei dem Wetter. Elena und Katja kämpften mit den Jungs. Sie sassen auf deren Schultern und versuchten sich gegenseitig abzuwerfen. Claudia hingegen zog Bahnen, während Veronika, die bei dem Wetter ebenfalls die Arbeit lieber sausen liess, mal hier und mal dort zu finden war.

Der Rest der Jungs hatten dabei ein kleines Problem. In aller Regel waren drei Frauen anwesend. Dann vier, seit Veronika dabei war. Nun waren es sieben und die drei neuen Mädels absolute Highlights. Es kam zu einem Entscheidungsdefizit. Wen davon sollten sie nun zu knacken versuchen? Die waren ja alle so heiss und die Bikinis zierten ihre Körper so perfekt, dass man sie gar nicht ausziehen wollte. Ausserdem blieben die ja nicht ewig. So kam es, dass die erste Zeit nicht eine Anmache kam, da die Jungs sich einfach nicht entscheiden konnten.

Janine, die durch ihre quirlige Art bald Langeweile verspürte, musste diesen Umstand bereinigen. Angeblich ging es bei diesen Veranstaltungen in erster Linie um Sex, doch hier passierte gar nichts in der Hinsicht. Nun, wenn die Kerle nicht zu ihr kamen, musste sie eben zu denen.

»Ich geh mal die Jungs abchecken!«

Amy hob nur den Daumen.

»Mach das. Sag Bescheid, wenn irgendwo was richtig langes unterwegs ist!«

»Siehst du dann ja! Ich sag dir, wie der war.«

»Egoist!«

»Kennst sie doch. Aber Janine, wenn du eh unterwegs bist, erklär denen doch mal, dass man uns nicht nur angucken darf!«

»Geht klar Süsse. Rebekka, ich schick dir den zweitlängsten.«

»Zu gnädig Fräulein!«

Amy behielt ihre Freundin im Auge. Die Reaktionen der Kerle wollte sie sehen. Janine schwamm zu dem Ersten, sie redeten etwas, dann zuckten seine Augen. Janine hatte zugegriffen. Auf zum Nächsten. So wiederholte sich ihre Tätigkeit, bis sie länger bei einem verweilte und der mit ihr schliesslich zum Beckenrand glitt. Er drückte sie dagegen, seine Arme umschlangen sie und schon wurde geküsst.

Endlich wurde einer der Kerle mutig und kam zu Amy geschwommen.

»Eure Freundin ist schon hart drauf!«

»Findest du? Nach dem, was ich so weiss, sind doch Katja und die Anderen nicht anders.«

»Nein, aber die kennen uns ja schon ewig.«

»Macht das einen Unterschied?«

»Keine Ahnung. Vielleicht?«

Amy schaute sich um. Katja und Elena waren noch am kämpfen. Claudia hingegen war ebenfalls mit einem der Kerle am Rand, doch sie tauchte immer wieder unter. Offensichtlich bekam der gerade unter Wasser die Nudel gelutscht.

»Also ich sehe da keinen.«

Er grinste.

»Also kann man dich auch einfach so anbaggern?«

Oh je. Was war denn das für einer? So etwas war Amy nicht gewohnt. Die Männer, die sie normalerweise um sich hatte, nahmen sich einfach was sie wollten. Die waren zwar auch abgeklärt genug, um eine Zurückweisung zu akzeptieren, doch fragten sie nicht erst, ob sie denn überhaupt einen Versuch starten durften.

»Warum versuchst du es nicht einfach? Überleg doch mal. Die Mädels werden uns ja wahrscheinlich gesagt haben, was der Grund für die ganzen Treffen sind. Ausserdem, gestern waren deine Kollegen auch nicht so vorsichtig und dennoch hatte ich Spass. Mach dich doch mal locker! Hier ist mit Sicherheit keine, die sofort Ohrfeigen verteilt, oder Vergewaltigung schreit.«

Er kam näher und drückte Amys Beine nach unten, um noch weiter an sie heranzukommen. Doch als er dicht vor ihr war, schaute er sie nur an, mehr geschah nicht.

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