Ansteckende Euphorie

Schnell war Aufbruchstimmung. Der Gastgeber hatte ganz offensichtlich genug, nahm sich auch seine Papiere und verstaute sie sorgfältig. Es ging zurück zur WG. Claudia vorne, dann der Lion, dann der Garzella. Katja liess es sich dabei nicht nehmen, mit ihrem Schatz im Garzella zu fahren und ihm was zu beichten.

»Perry, ich muss dir was beichten.«

Sofort hatte Perry einen Klos im Hals. Wenn sie ihn nicht Schatz, oder Schnabeltier nannte, war das was im Busch. Wahrscheinlich hatte sie sich in diesen Viper verliebt und wollte wegziehen, oder etwas in der Art. Entsprechend zitterte seine Stimme.

»Was denn?«

Sie lachte.

»Bleib ruhig, ist nichts schlimmes. Ich will es dir trotzdem sagen.«

Nichts schlimmes? Konnte sich Perry nicht vorstellen. Also nickte er.

»Ich, also ich war noch nie wirklich erregt, wenn ich dich gesehen hab. Versteh das nicht falsch, ich liebe dich und ich ficke unglaublich gerne mit dir und du bist wirklich so gut, wie ich es immer sage. Aber eben, wenn du dich ausziehst, oder so was, da hat es bei mir noch nie gekribbelt.«

Perry war erschüttert. Nichts schlimmes? Sie sagte ihm eigentlich nur, dass er unansehnlich, unerotisch, nicht attraktiv war. Also wenn das nicht schlimm war, dann wusste er es auch nicht.

»Ich verstehe schon. Hab ja schon oft gesagt bekommen, dass ich hässlich bin. Warum solltest du das anders sehen?«

»Hallo? Gehts noch? Ich hab mit keinem Wort gesagt, dass du hässlich bist! Ich hab dich gesehen und mich in dich verliebt, da kannst du ja gar nicht so hässlich sein!«

»Und was heisst es dann?«

»Eben nur, dass ich nicht geil werde, wenn ich dich sehe.«

»Ah ja. Verstehe.«

»Nein, tust du nicht. Ich sage dir das auch aus einem bestimmten Grund!«

Perry schaute zu Katja und befürchtete schon, dass sie jetzt den dicken Hammer auspacken würde. Deshalb sagte er nichts.

»Als ich zurückgekommen bin und dich gesehen hab, hat es sofort heftig gejuckt. Ich dachte eigentlich, dass war wegen meiner Abwesenheit. Aber vorhin bist du aus dem Garzella ausgestiegen und ich hab nicht einmal nach Donald geschaut. Nur nach dir. Es hat mich echt angemacht und als du gefahren bist, Schatz, egal was du in der Woche gemacht hast, es funktioniert!«

»Ich war dir also zu fett.«

»Och Mensch Perry, fang jetzt nicht so an! Ich versuche dir zu sagen, dass ich dich liebe, gerne Sex mit dir habe und du immer attraktiver für mich wirst.«

Perry entschied, lieber den Mund zu halten. Sie hatte ja Recht. Eigentlich sagte sie ihm nur, dass sie ihn noch mehr begehrte und das war absolut positiv.

Zurück in der WG waren erst einmal alle erfreut, dass neben Waldemar auch Veronika anwesend war. Sofort ging das Feuerwerk los, wo alle Einzelheiten berichtet wurden. Bei allem, was den Garzella anging, spitzte Waldemar die Ohren und es kam etwas, womit niemand gerechnet hatte.

»Diese ganzen Erzählungen beflügeln tatsächlich mein Verlangen, aus unserem Gefährt etwas grosses zu erschaffen. Perry, oder Donald, würde mich bitte morgen Früh jemand in die Stadt begleiten, damit ich mich nach einem funktionalen 3D-Drucker umschauen kann? Darüber hinaus möchte ich in der Werkstatt einen Arbeitsbereich für mich schaffen. Es ist nicht zweckdienlich, wenn ich zwischen Werkstatt und Büro hin und her pendeln muss. So kann ich nicht effektiv an Verbesserungen arbeiten.«

»Eh halt mal! Morgen Früh? Während der Arbeitszeit?«

»Korrekt, lieber Freund Donald. Mir fehlt derzeit die Erfahrung mit dem 3D Druck und ich muss mich informieren. Auf diese Weise kann ich erste Eindrücke ermitteln und im Anschluss auswählen, welchen Drucker für uns in Frage kommt.«

»Ich verstehe dich richtig? Du lässt die Arbeit sausen für das Auto?«

»Aber nein Freund Perry. Ich investiere lediglich etwas meiner Arbeitszeit in dieses Projekt. Wenn ich die Reichweite bedenke, welche die Videos der Damen haben und einen entsprechenden Werbeslogan auf dem Garzella, dann wäre es höchst effektiv, mit diesem Auto solche Rennen zu bestreiten. Noch effektiver, wenn man diese Rennen dann auch gewinnt und der Wagen einen Namen erhält.«

Niemand konnte das glauben. Auch wenn Waldemar den Nutzen für die Firma in den Vordergrund zu rücken versuchte, so etwas war überhaupt nicht seine Art. Er hatte feste Zeiten für die Arbeit und bislang hatte nichts es geschafft, ihn davon abbringen zu können. Das er nun lieber nach einem 3D-Drucker schauen wollte, dass konnte niemand verstehen.

Und Perry konnte noch etwas nicht verstehen. Rebekkas Blicke. Dauernd hatte sie ihn im Auge, blinzelte ihm zu und solche Dinge. Wollte sie jetzt was von ihm? Was er nicht wusste, Katja hatte sich ja lange mit ihr unterhalten und ihr auch gesagt, dass Perry eigentlich kein Interesse an anderen Frauen hatte. Hier fühlte sie sich herausgefordert.

»Mädels, lässt mich mal jemand in eure Wohnung?«

»Ist alles offen Rebekka. Kannst ruhig rüber gehen.«

»Alleine Elena? Das mag ich jetzt nicht unbedingt. Perry, kommst du mit?«

Katja war entsetzt. Was sollte das denn jetzt schon wieder? Sie wollte doch nicht etwa Perrys aufgestaute Ladung abbauen? Ohne sie vorher zu fragen? Ausserdem stand Perry auch brav auf und Katja musste mitansehen, wie er vor Rebekka her nach drüben verschwand. Ja, sie war unglaublich eifersüchtig.

Doch das blieb nicht so. Ihr Handy vibrierte und als sie darauf schaute war da eine Nachricht von Rebekka. Es gäbe kein Sex, sie müsse sich keine Gedanken machen.

Drüben ging es in Claudias Zimmer. Doch Rebekka schien nichts dort zu wollen.

»Perry, ich will dich mal was fragen.«

»Oh nein! Du hast mich doch nicht zum ficken hergelockt!«

»Nein. Aber ich will was wissen!«

»Und, und was?«

Perry schluckte.

»Gefalle ich dir?«

»Was? Das hättest du mich auch drüben fragen können!«

»Ich mach es aber hier. Gefalle ich dir?«

»Du bist nicht hässlich!«

Perry bekam Schnappatmung, da er mit der Situation nichts anfangen konnte.

»Gut. Als du mich unter der Dusche gesehen hast, hat dich das angemacht?«

»Ich, weiss nicht, keine Ahnung!«

Rebekka machte keine halben Sachen. Sie wollte das jetzt wissen und deshalb flog ihr Oberteil. Die nackten, grossen Brüste kamen zum Vorschein.

»Und? Weisst du es jetzt?«

»Rebekka!«

»Ja, oder nein?«

»Ich, was soll ich da jetzt sagen?«

»Na, ja oder nein.«

»Ich weiss nicht!«

Sie nahm seine Hand, legte sie auf ihre Brüste und drückte sie etwas zu,

»Und jetzt?«

»Oh Mann. Ja, macht mich an!«

Rebekka fing an zu flüstern.

»Was denkst du, dein Schwanz dazwischen? Meine Zungenspitze immer an deiner Eichel, wenn du zustösst, dann reite ich dich und du darfst hin spritzen, wo du willst? Klingt das gut?«

Perry schwitzte und nickte.

»Also? Willst du? Jetzt und hier?«

Perry dachte zwar an Katja, aber die Berührung, die zarte Stimme und die ganze Rebekka waren einfach nur unglaublich verlockend. Doch er schüttelte den Kopf.

»Was müsste ich denn machen, damit du willst?«

Tja, ihm irgendwas von Katja erzählen. Doch das verschwieg er.

»Katja sein?«

»Sonst nichts?«

»Nee. Ich will meine Katja.«

»Auch wenn du mich ohne vögeln darfst?«

Also das war kein Argument für Perry.

»Auch dann!«

»Wow. Ich hab es ja echt nicht geglaubt!«

»Was?«

»Das du dich nicht erweichen lässt. Ich dachte echt, ich kann dich rum kriegen!«

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