Die verwirrten Männer

Alles ging auf einmal ganz schnell. Kaum war Donald aus dem Bett und hatte sich angezogen, war seine Freundin schon weg. Als er ins Wohnzimmer kam, sassen da nur Waldemar und Perry und waren am arbeiten. Nun, bis eben Donald kam. Sofort gingen die Gespräche los.

»Donald, was haben die da nur für Frauen angeschleppt?«

»Ich hab keine Ahnung Perry. Ich dachte ja immer, unsere Weiber sind hart drauf, aber gegen die …«

»Meine Freunde. Ich kann eure Irritation nicht nachvollziehen. Ich bin hoch erfreut über die neuen Bekanntschaften. Es sind hoch intelligente Persönlichkeiten, die fest im Leben stehen und ein klares Ziel verfolgen. Alles Dinge, an denen ihr euch eine Scheibe abschneiden könntet.«

»Ei klar. Der Waldi mal wieder. Weil die bei dir keine sexuellen Interessen haben, kannst du da eben nicht mitreden.«

»So mag es sein, mein lieber Donald. Doch schau dir die Unterschiede an. Ich bin von ihrer Anwesenheit hoch erfreut. Ihr scheint hingegen verwirrt zu sein.«

»Verwirrt? Ich stehe mit Katja und Rebekka unter der Dusche, verrät Katja der, wie man meinen Kleinen hart macht, die macht es und fühlt dann auch gleich noch. Da wird man gar nicht gefragt!«

»Was du nicht sagst! Janine hat mir gestern im Garzella einen gerubbelt. Bei 200 Km/h, oder so. Einfach mal locker nebenher. Eben springt die in mein Zimmer, macht Claudi spitz und drückt dann meine Hand in ihren Schritt. Komm da mal mit!«

»Also, ich komme da ganz bestimmt nicht mit! Eben war ich noch ein Mann, der keinen Stich bei den Frauen hatte, jetzt befummelt mich eine, die ich erst ein paar Stunden kenne. Für die Mädels scheint das ja ganz normal zu sein, aber ich komme da noch nicht drauf klar.«

»Mach dir nichts draus. Ich hatte schon viele Frauen und keine waren auch nur entfernt so wie die.«

»Es ist eine Schande, wie ihr diese Damen auf die sexuelle Komponente reduziert. Ihr macht euch nicht die Mühe, mal sachliche Unterhaltungen mit ihnen zu führen. Eine wirkliche Schande!«

»Sachliche Unterhaltung? Hallo? Die lassen das ja gar nicht zu!«

»Dem widerspreche ich, Freund Donald!Ich habe schon sehr viele Informationen erhalten, die ich in unser Auto investieren kann. Nach der Arbeit werde ich prüfen, wie ich am Besten vorgehe. Wenn es euch Recht ist, würde ich auch gerne eine KI in das Auto einbauen!«

»Na warte mal ab, ich will das erst in dem Lion sehen, bevor ich dir da meine Zustimmung gebe.«

»Wenn der Herr Perry das so wünscht, geht es in Ordnung!«

»Ich bin mal gespannt. Janine will ja, dass ich sie in den Hintern vögele und Claudi soll sie dort zuerst nass lecken.«

»Hmm. Also bei mir hat noch keine gesagt, dass sie mit mir ins Bett will.«

»Alter, werd jetzt ja nicht depressiv! Wenn dir die schon an den Schwanz gegangen ist, bist du sicherlich nicht abgelehnt!«

»Denkst du?«

»Och Perry! Da gibt es überhaupt nichts zu denken! Das ist so, glaub mir einfach!«

»Ja, mein lieber Freund Perry. Da möchte ich Donalds Meinung bestätigen. Mein Wissen über Frauen ist begrenzt, doch alles, was ich in dieser Hinsicht bislang erfahren habe weist eindeutig daraufhin, dass eine Frau nichts anfasst, was sie nicht gut findet! Wenn doch, dann merkt man es an einer angewiderten Reaktion. War eine solche zu erkennen?«

»Nee, eigentlich nicht.«

»Nun denn, mein Freund. Insofern wirst du dir über diesen Punkt keine Sorgen machen müssen. Ich will nicht behaupten, dass die liebe Rebekka nun ein sexuelles Abenteuer mit dir anstrebt, doch schliesst sie dich offensichtlich als Sexualpartner nicht aus!«

Donald hätte alles sagen können und dennoch wäre Perry nicht von seiner Meinung abgewichen, dass da kein Interesse bestand. Wenn aber Waldemar dieser Meinung war, der immer schonungslos die Wahrheit sagte, oder zumindest das, was er für die Wahrheit hielt, dann war das was ganz anderes.

»Danke Waldi!«

»Wofür?«

»Was du gesagt hast!«

»Mein lieber Perry. Ich habe nichts gesagt, was einem Dank bedarf. Lediglich mein Wissen habe ich weitergegeben.«

»Trotzdem! Tat gut.«

»Klar. Wenn die Jungfrau dir das sagt, dann bedankst du dich. Wenn ich, mit meiner ganzen Erfahrung, dir etwas sage, zweifelst du. Ein echter Freund!«

»Mensch Donald! Du hast mir schon oft versucht Mut zu machen. Wie war das damals? Das die Eine Interesse an mir hätte? Die dann doch mit dir ins Bett ist?«

»Ja Sorry, ich dachte echt, die kam immer wegen dir. Zumindest hat sie das immer gesagt.«

»Ach, welch ein einfaches Gemüt! Wenn es die Dame sein sollte, an die ich gerade denke, dann war offensichtlich, dass unser Freund Perry nur ein Vorwand war. Sie war zu schüchtern, dir ihr wahres Interesse zu nennen und folglich hat sie Perry vorgeschoben. Also das war mehr als offensichtlich!«

»Siehst du? Genau das meine ich! Waldi ist objektiv. Da ist kein Wunschdenken dabei, oder Beschönigungen, damit ein Freund sich besser fühlt.«

»Ja, ist ja schon gut. Aber würdest du die überhaupt flachlegen?«

»Da fragst du mich was. Keine Ahnung. Ich will auf jeden Fall Katja nageln. Am liebsten jetzt schon wieder. Die hat ja noch viel zu erzählen, meinte sie. Aber ich kann mir vorstellen, eine Nummer mit Rebekka und die erzählt mir, was Katja so getrieben hat, es könnte reizvoll sein.«

»Du bist echt ein ganz komischer Vogel, hat dir das schon jemand gesagt?«

»Schon oft. Aber ich weiss ja auch nicht. Je mehr Katja fremdgeht, desto weniger Bock hab ich auf andere Frauen. Verstehe das ja selber nicht! Ist aber wirklich so. Wenn ich an Rebekka denke, habe ich keine Lust. Denke ich aber an sie und das sie was von Katja erzählt, dann kribbelt es schon.«

»Du bist echt irre. Wie ist die denn eigentlich? Also nackt!«

»Heftig! Schlank, dicke Möpse, also die hat schon ihren Reiz!«

»Meine Freunde. Reduziert doch bitte die liebe Rebekka nicht auf ihren Körper! Nehmt euch bitte einmal die Zeit und unterhaltet euch mit ihr!«

»Waldi, wenn es um Sex geht, dann ist das Aussehen aber wichtiger, als eine Unterhaltung! Ausserdem, warum dauernd liebe Rebekka?«

»Nun, mein Freund Donald, weil ich mir die Mühe mache, hinter die Fassade dieser Dame zu schauen. Sie strahlt eine gewisse Macht aus, verhält sich aber recht still. Doch was sie sagt ist von Bedeutung, hat Hand und Fuss und zeugt von Intelligenz!«

»Ach ja und meine Freundin ist dumm wie Bohnenstroh. Schon klar!«

»Das habe ich mit keiner Silbe gesagt! Ich halte deine Freundin durchaus für intelligent und für einen sehr lieben und auch angenehmen Menschen. Doch wirst du, falls du dir die Mühe machst, die Unterschiede zwischen ihr und Rebekka erkennen.«

»Vielleicht hab ich gar keine Lust, die Unterschiede zu erkennen, schon mal daran gedacht?«

»Naiv. Absolut naiv, mein lieber Freund Donald.«

»Alter, du stehst auf sie!«

»Perry, mein lieber Perry. Ich verstehe nun wirklich nicht, wie du zu diesem Schluss gelangt bist!«

»Donald, glaubst du das? Die Weiber sind so verrückt, dass selbst Waldi auf eine steht!«

»Perry, deine Aussage ist verletzt mich! Was bringt dich zu diesem Schluss?«

»Wenn du es so sagst, ist da schon was dran! Die liebe Rebekka, liebste Rebekka, ihr Intellekt, sie strahlt Macht aus. Boah, lass das nur nicht Elena hören!«

»Ich glaube, diese Unterhaltung hat einen toten Punkt erreicht! Ich werde sie hiermit beenden!«

»Ja, mach das Waldi. Wir müssen uns eh fertig machen, gleich ist Training!«

»Scheisse, stimmt ja Donald. Hast du gesehen, wie dumm Katja geschaut hat, als sie mich sah!«

»Klar hab ich das gesehen und war total stolz auf dich! Warte mal ab, noch ein paar Monate, dann bist du mein schärfster Konkurrent.«

»Denkst du?«

»Nee. Dafür fehlt dir die Grösse. Aber auf jeden Fall, wenn wir mit dem Garzella dann bei den Rennen auftauchen, steigen zwei heisse Typen aus. Fände ich super!«

»Dann los, keine Müdigkeit. Waldi, du hast alles im Griff?«

»Natürlich, lieber Perry. Während ihr der körperlichen Ertüchtigung frönt, bearbeite ich die Tickets im Support. Immerhin arbeitet dann einer.«

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