Auf nach Heinzfort

Elena und Katja konnten es abends im Bett kaum glauben. Sie lagen da, aber hatten keinen wirklichen Gedanken an Sex. Einschlafen war auch kein nennenswertes Problem und auch wenn man es kaum für möglich halten mochte, am nächsten Tag durften sie sogar ausschlafen. Es ging schon auf zwölf Uhr zu, als Claudia ihre Augen öffnete und die Aufregung in sich verspürte, bald ihren Donald wiederzusehen und endlich wieder ungehindert Sex haben zu können. Ihr war klar, der Gute musste eine ganze Woche aufgestaute Lust befriedigen und sie hoffte inständig, dass es ihm nicht anders ging.

Doch die Aufbruchstimmung war verhalten. Die Mädels packten zwar schon ihren Kram, wurden dann aber von Rebekka in den Hof gebeten, um noch zu essen. Dieses Mal jedoch leider nicht das gelungene Essen von Manfred, sondern da stand eine Auswahl an Pizzas, Schnitzeln und so auf dem Tisch. Pizza-Service. Der, welcher unter dem Büro der Mädels ansässig war.

Okay, es war nicht Manfreds Essen. Lecker war es dennoch und auch wenn es nicht ganz so schlimm war, hinterher jaulten alle wieder, dass sie nahezu bis Anschlag gefüllt waren. So verging die Zeit.

Erst um 15 Uhr halfen die Jungs noch die Autos zu beladen. Amy bestand jedoch darauf, mit dem Lion nach Heinzfort zu fahren. Bislang waren sie alle grösseren Touren mit der Kiste unterwegs gewesen und irgendwie gehörte das dazu. Janine wäre natürlich zu gerne mit dem Lori gefahren, aber zwei Sitze für drei Frauen? Das passte nicht so gut.

Als die Fahrt begann, waren Katja, Elena und Claudia schon ein bisschen traurig. Es war nur eine Woche gewesen und dennoch hatten sie unglaublich viel erlebt. Vor allem hatten sie unglaubliche Menschen kennengelernt! Dennoch, da war auch die Vorfreude auf zuhause. Die Veranstaltungen der Gruppe und natürlich auch die Jungs. Katja konnte es kaum erwarten, bis sie endlich ihren Perry wieder in die Arme nehmen konnte. Claudia ging es ähnlich mit Donald. Elena hingegen verspürte auch eine Vorfreude darauf, Waldemar wieder in der Wohnung neben sich zu wissen. Auch wenn sie keine Beziehung hatten, sie hatte ihn schon vermisst, wenngleich es ihr auch erst in diesem Moment wirklich klar wurde.

50 Kilometer. Nach wie vor keine wirkliche Distanz. Dennoch war die Fahrt wirklich lustig. Amy hatte Katja angerufen und das Handy der Mädels lag mit Lautsprecher zwischen den Sitzen, während Amy die Freisprechanlage des Lion benutzte. Es war, als würden alle sechs Frauen in einem Auto sitzen und entsprechend war auch die Stimmung.

Ohnehin war es lustig, vor dem Lion herzufahren. Alle wussten, wenn Amy es gewollt hätte, wäre sie schon in Heinzfort angekommen, bevor die Mädels überhaupt die Autobahn erreicht hatten. Aber der Lion blieb ruhig hintendran. Wenn auch nicht immer. Einmal überholten die Mädels einen LKW. Das ging einem Drängler aber nicht schnell genug. Der fuhr dicht auf, blinkte links und wollte unbedingt vorbei. Die Mädels wechselten wieder auf die rechte Spur und schon zog die Karre, ein dicker Stern, an ihnen vorbei.

Amy wollte das natürlich nicht so stehen lassen und schon begann die Jagd. Auch wenn der Stern einiges an Tempo drauf hatte, Amy blieb hintendran und fing nun ihrerseits an zu drängeln. Dichte auffahren, blinken und sogar Lichthupe. Die Mädels bekamen es zwar nur über das Handy mit, da der Lion bereits ausser Sicht war, doch Janine kommentierte es vorzüglich.

Nachdem der Stern schliesslich Platz gemacht hatte, schob sich Amy langsam an seine Seite. So, als wäre der Lion nur einen Tick schneller als sein Gegner. Den schien das natürlich zu reizen und auch der gab mehr Gas. Janine beschrieb, wie er immer wieder hektisch aus dem Fenster schaute und dabei den Eindruck vermittelte, den Lion nicht vorbeiziehen lassen zu wollen. Bis Amy sich schliesslich zu ihm umdrehte, einmal zum Abschied winkte und dann demonstrierte, wie viel Reserven noch im Lion steckten.

Der Lion war weg. Amy hatte ihn auf den letzten Rastplatz vor Heinzfort gefahren und wartete nun darauf, dass Katja und die Anderen nachkamen. Kaum waren die vorbei, klebte der Lion wieder hinter ihnen. Ein grandioses Ende der Fahrt, denn schon bald erreichte der kleine Konvoi Heinzfort.

Sie hatten gerade das Stadtschild hinter sich gelassen, als eine Nachricht von Donald kam. Wenn sie wollten, sollten sie gleich zur Werkstatt kommen, sie hätten gerade den Garzella vom Lackierer abgeholt. Das gaben die Mädels sofort an Amy und die beiden Anderen durch und die waren natürlich sofort begeistert. So konnten sie den Garzella, wie auch die Jungs gleichzeitig kennenlernen.

Heinzfort war jedoch in gewisser Hinsicht anders als Neunburg. Vor allem um die Uhrzeit. Der Verkehr war viel, viel dichter. Während Katja und ihre Freundinnen im Auto schwitzten, genossen Amy und ihre Freundinnen die überaus gute Klimatronic. Tatsächlich dauerte die Fahrt in der Stadt fast genauso lange, wie die Fahrt von Neunburg nach Heinzfort. Erst 16:30 Uhr erreichten die Gruppe schliesslich die Garage und da stand der Garzella. Tiefer, breiter, mit Spoiler und das alles in unglaublichem metallic Schwarz. Warum die Jungs die Kiste aber vor der Garage abgestellt hatten, war den Mädels nicht klar.

Amy parkte den Lion nicht direkt davor. Neben der Garage verlief eine kleine Strasse, die mal ein Eingang zu einer Fabrik war und jetzt an einer Mauer endete. Genau dort stellte sie das Auto neben der Garage ab. Als Alle ausgestiegen waren, schauten sie sich das Werk der Jungs an. In der Tat, sie waren keine Profis, doch was sie aus der Karre gemacht hatten war sensationell! Auch Amy und Rebekka merkten sofort an, optisch war die Kiste definitiv heisser als der Lion. Wenngleich der daneben natürlich auch eine gute Figur machte und von der Leistung her Welten vom Garzella entfernt war.

Garzella Lion1

Natürlich hatten die Jungs mitbekommen, dass da ein Auto mit ziemlich heissem Sound angekommen war. Doch keines der Mädels hatte erwähnt, dass sie Besuch mitbringen würden. Dennoch kamen sie aus der Garage gekrochen. Zuerst Donald, der Claudia direkt ein glückliches Lächeln ins Gesicht zauberte. Ihm folgte Waldemar, wodurch sich Elena etwas glücklicher fühlte und dann kam Perry. Katja konnte es gar nicht glauben, aber ihr Freund hatte in dieser einen Woche deutlich an Gewicht verloren und seine Arme und Beine wiesen Muskeln auf, die Katja bei ihm noch nie gesehen hatte. Erst dann schob sich auch Veronika hervor. Amy, Janine und Rebekka staunten nicht schlecht, als sie diese Traumfrau sahen.

Die Begrüssung wurde zurückgestellt. Katja und Claudia eilten auf ihre Freunde zu, warfen sich nahezu zeitgleich um ihre Hälse und fingen an zu küssen. Claudia konnte sich dabei nicht zurückhalten und griff sofort in Donalds Schritt. Sofort war sie Happy, denn da war alles in voller Blüte und definitiv bereit, ihr die Lust endlich zu rauben.

Während Katja wie wild ihren Perry abknutschte, liess sie ihre Hände über seinen Körper streichen. Das war zwar alles noch lange nicht so fest, wie beispielsweise bei Donald, Viper, oder Manfred, aber es hatte sich richtig viel verändert. So viel, dass Katja es kaum glauben konnte.

Elena hingegen ging einfach zu Waldemar und begrüsste ihn freundlich. Sie konnte es gar nicht glauben, als er einen Schritt auf sie zu machte und sie umarmte. Da war genau das, weshalb sie ihn ihm etwas besonderes sah, denn er sah etwas besonderes in ihr. Er umarmte sie, dabei wollte er normalerweise nicht einmal eine Hand schütteln.

Aber gut. Soweit waren die ersten Emotionen abgeklungen, Veronika wurde noch begrüsst und dann ging das vorstellen los. In Donalds Blick konnte man sehen, wie er die drei Frauen musterte und sich wahrscheinlich schon vorstellte, wie die so im Bett waren. Amy kannte er ja schon nackt vom Video mit seiner Freundin. Aber auch die Mädels schauten nicht nur in Donalds Gesicht. Gerade Rebekka schien da mehr von der Beule angetan zu sein, die sich in Donalds Schritt zeigte.

Auch Perry wurde ausgiebig von den Frauen gemustert. Doch eher in der Hinsicht, dass sie die Mankos sehen wollten, die Claudia und Elena so gross beschrieben hatten. Von Erregung oder Interesse war in ihrem Blick nichts zu sehen.

Waldemar wurde, zu dessen Freude, auch nur beiläufig begrüsste, doch dann ging es zu Veronika. Die Mädels schienen vom ersten Moment an sehr begeistert, was man allerdings nicht von Veronika sagen konnte. Die blieb höflich und schien sich über die neue Bekanntschaft auch zu freuen, aber wirkliches Interesse schien in ihr nicht aufzukommen.

Eins schien aber von Anfang an klar. Die Leute verstanden sich auf Anhieb gut. Sogar Waldemar liess sich in kurze Gespräche verwickeln und sprach ganze Sätze, anstatt nur einzelner Wörter. Schnell war der Garzella Mittelpunkt der Gespräche. Dabei fiel dann aber auf, Amy und ihre Freundinnen stellten sehr viele Fragen, welche die Jungs gar nicht beantworten konnten. Die waren nur froh, dass sie die Karre überhaupt soweit gebracht hatten. Was ein Glück, dass die Mädels eine ganze Woche vor Ort bleiben würden, denn natürlich boten sie augenblicklich ihre Hilfe an, was von Perry und Donald auch dankend angenommen wurde.

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