Nutte, oder Bitch?

Ich gehe mal davon aus, dass sich dieses Thema mehr auf Frauen bezieht, da ein Mann, der sich für sexuelle Gefälligkeiten bezahlen lassen kann, wohl kaum Gewissensbisse in der Hinsicht haben dürfte.

Worauf will ich mit diesem Artikel hinaus? Nun, ich will meine Meinung zu dem Thema zum Ausdruck bringen. Wann ist eine Frau eine Nutte, wenn sie sie für Geld, oder andere Annehmlichkeiten Sex hat und wann ist sie eine Bitch? Denn meiner Meinung nach sind es vor Allem die Umstände, durch die es definiert wird und nicht die Handlung an sich!

Nutte / Prostituierte

Ich sehe das ein wenig anders, als viele meiner Mitmenschen. Prostitution ist in meinen Augen, wenn sie freiwillig und ohne Nöte ausgeführt wird, ein Beruf wie jeder Andere! Nein, eigentlich nicht ein Beruf wie jeder Andere, denn aus Erzählungen habe ich schon wirklich gravierende Unterschiede erfahren.

Da gibt es besonders eine Geschichte, die mir stark im Gedächtnis hängengeblieben ist. Ich war eine ganze Zeit lang ständiger Gast bei einem Freund, wo sich immer jede Menge Leute eingefunden haben. Warum lassen wir mal weg. Mir ging es in erster Linie darum, dort waren immer Leute, mit denen ich Playstation spielen konnte. Gran Tourismo, Silent Hill, Resident Evil, WWE Smackdown und so Zeugs. Darum geht es aber nicht.

Da ich immer so ziemlich der Einzige war, dessen Verstand nicht durch irgendwelche Substanzen vernebelt wurde, wurde ich oft um meine Meinung und um Rat gefragt. Auch an diesem Tag. Eines der Mädels kam zu mir und fragte mich, ob ich ihr meine Meinung zu einer Sache sagen würde. Sie war auf Jobsuche und hatte da ein Angebot bekommen.

Nein, da ging es nicht um Prostitution. Die Stelle bestand in Büro- und Telefonarbeit für ein privates Bordell im Nachbarort. Also Termine abklären und so ein Zeugs. Quasi Sekretärin. Die Bezahlung war ordentlich, die Arbeitszeiten auch nicht dramatisch, wenn auch etwas in der Zeit verschoben, zu anderen Arbeitsstellen. Nun wollte sie wissen, ob sie diese Chance ergreifen sollte.

Aus meiner Sicht gab es da nichts zu überlegen. Gute Bezahlung, ordentlicher Arbeitsvertrag, alles einwandfrei. Mit den Arbeitszeiten hatte sie auch keine Probleme, also warum nicht? Siehe da, sie hörte auf meinen Rat und nahm die Stelle an.

Einige Wochen später bat sie mich nun wieder um Rat. Wie ich mittlerweile erfahren hatte, lief es dort gut und sie hatte tatsächlich nie direkten Kontakt mit dem, was da wirklich los war. Also alles prima.

Kontakt hatte sie jedoch mit den anderen Angestellten. Wohl nur während Pausen und Wartezeiten, aber man hat sich eben unterhalten. Was sie da erfuhr war nun etwas, was sie zum Nachdenken brachte. Die dort angestellten Frauen sagten ihr fast immer das Selbe. Sie bekamen Geld, um sich mit Männern zu unterhalten. Das es wirklich zu Sex kam, war dort anscheinend eher die Ausnahme. Was keine Ausnahme zu sein schien, waren mehr als üppige Trinkgelder! Plus das, was der Betrieb ihnen für die Leistungen bezahlte, reichte das vielfach aus, um einen sehr angenehmen Lebensstil zu führen. Wohl gemerkt, fast immer nur durch Reden!

Nun fragte sie mich, wie ich denn dazu stehen würde, wenn sie das auch machen würde. Die Chance hätte sie und war am überlegen. Nun, was sollte ich darauf nun antworten? Ich für meinen Teil hätte nicht lange überlegt. Aber, ich bin auch ein Kerl. So gab ich meine Meinung weiter und siehe da, kein halbes Jahr später war sie hoch offiziell mit Arbeitsvertrag und allem was dazugehört eine Prostituierte.

Um das abzuschliessen, der Kontakt lief mit der Zeit auseinander. Erst ein paar Jahre später habe ich erfahren, dass sie es finanziell richtig weit gebracht hat, mit Stammkunden und so einem Zeug. Ihr Freund, der durch Zufall in die selbe Firma geriet wie ich, hatte da einiges zu erzählen und er beklagte sich vielfach darüber, dass seine Freundin zwar regelmässig zu anderen Männern eilte, doch nur ganz selten auch was intimes zu erzählen hatte. Ich sollte anmerken, der war (oder ist) ein ähnlich ausgeprägter Wifesharer wie ich.

Von daher kann ich schon aus dieser Geschichte sagen, es gibt wahrscheinlich nicht viele Berufe, wo man für eine Tätigkeit, für die man eigentlich gar nicht eingestellt wurde, so gut bezahlt wird!

Ich selbst bin der Meinung, wer diesen Beruf ausführen will, ohne gezwungen zu werden oder durch finanzielle Nöte hinein gerät, der sollte sich dafür weder schämen, noch abgewertet fühlen! Gut, die, die es freiwillig tun, sehen sich selbst auch nicht als abgewertet. Warum auch? Denn interessanterweise gibt es ja auch den Beruf des Sexual-Therapeuten, was in vielen Fällen ebenfalls Sex gegen Bezahlung bedeutet. Dieser Beruf wird in einigen Belangen jedoch mit deutlich mehr Achtung betrachtet, warum auch immer.

Wie dem auch sei, in meinen Augen ist der Beruf der Prostituierten, wenn er freiwillig ausgeübt wird, ein ganz normaler Beruf, der keines Wegs negativ zu sehen ist. In einigen Belangen ist er sogar eine sehr gute Wahl, da dort stellenweise echt viel Geld für wenig Arbeit zu holen ist!

Allgemeine Auffassung

Im Alltag stellt sich aber oftmals heraus, dass meine Meinung nicht die der Allgemeinheit widerspiegelt. Zum Einen haftet dem Beruf etwas verwerfliches an, zum Anderen wird jede Form der Entlohnung für sexuelle Dienste als Prostitution angesehen.

Das bedeutet, dass viele Frauen lieber auf, unter Umständen grosszügige, finanzielle Zuwendungen verzichten, um nicht als prostituierte angesehen zu werden, oder sich selbst so zu sehen.

Dabei werden nicht nur direkte sexuelle Handlungen abgelehnt. Selbst solche Kleinigkeiten, wie für ein besseres Trinkgeld etwas mehr Haut zu zeigen, wird oftmals, wenn nicht sogar in aller Regel abgelehnt. Das kann sogar soweit gehen, dass selbst die eigene Partnerin nicht bereit ist, auch nur zum Zwecke eines sexuellen Spiels solche Handlungen durchzuführen. Selbst wenn im Prinzip das vorhandene Geld ohnehin beiden Partnern gehört.

Unterschiede zu einem Mann

Da unterscheiden sich die Männer deutlich von den Frauen! Wie oft hatte ich schon mit den verschiedensten Männern dieses Thema und einstimmig wurde mir immer bestätigt, nahezu alle Männer wären dazu bereit, gegen finanzielle Zuwendung Sex zu haben. Oder eben auch mehr zu zeigen.

Ich nehme an, einer der Gründe, warum das so ist, liegt einfach in der Macht der Frauen. Auch wenn es sehr oft anders dargestellt wird, haben Frauen es deutlich einfacher, Sex zu bekommen. Doch, wie ich es schon einmal in einem anderen Artikel geschrieben habe, sehen sie auch das mit anderen Augen, denn in den meisten Fällen wollen Frauen nicht einfach nur Sex. Denn auch hier sehen viele das Problem, dass dadurch ihr Ruf leiden könnte.

Sehr oft habe ich es schon erlebt, dass Frauen auf der einen Seite von gleich mehreren Männern nahezu eindeutige Angebote bekommen haben, diese aber aus oben genannten Gründen ablehnten. Gleiche Frauen beklagten sich dann aber auch, dass niemand sie will. Das ist so etwas, was ich nicht verstehe.

Für sehr viele Männer ist es genau umgekehrt. Viele würden sich freuen, einfach nur unkomplizierten Sex haben zu können. Gleichzeitig würde es für viele Männer eine direkte Aufwertung bedeuten, wenn eine Frau sogar Zuwendungen springen lassen würde, wenn sie dafür Sex mit dem Mann haben könnte. Oder der sich eben entsprechend entkleidet und ähnliches.

Ein in meinen Augen sehr interessantes Bild, da Mann und Frau die gleiche Situation gänzlich entgegengesetzt bewerten. So ist es aber und auch wenn es niemand wirklich nachvollziehen kann, wirklich etwas dran ändern kann niemand!

Nutte, oder Bitch?

Kommen wir also zum entscheidenden Punkt. Was ist eine Frau, die für Zuwendungen bereit ist, sexuelle Gefälligkeiten zu geben? Ist sie nun eine Nutte, oder eine Bitch? Wobei, wie ich es ja schon öfters geschrieben habe, in meinen Augen Bitch etwas sehr positives ist, beschreibt es schliesslich eine Frau, die mit ihrer Sexualität offen umgeht und das tut, was sie will!

Also, was ist eine solche Frau? Nun, man könnte sie natürlich als prostituierte bezeichnen. Ganz klar. Aber, hilft man einem Freund beim Umzug, ist man dann gleich Möbelpacker? Hilft man jemand bei der Reparatur seines Autos, ist man dann gleich KFZ-Mechaniker? Nö. Zumindest habe ich das noch nie gehört! Ich habe schon vielen Leuten bei den unterschiedlichsten Dingen geholfen. Sei es im Haus, am Computer, am Auto, oder wo auch immer. Noch nie hat mich hinterher jemand mit einem Titel angesprochen, als wäre ich in dem Beruf ausgebildet worden und arbeite dort. Warum also im Falle der Prostitution? Verstehe ich nicht!

Nehmen wir als Beispiel meine Frau. Sie arbeitet in der Gastronomie. Nehmen wir an, ein Gast würde ihr sagen, er würde 10€ springen lassen, wenn meine Frau sich mal weit vorbeugen würde, damit er mehr sehen kann. Von was reden wir da? 10€ für was? Einige Sekunden eine bestimmte Haltung einnehmen? Sagen wir mal, sie müsste sich eine Minute in diese Position bringen. Einfach, um besser rechnen zu können. Das bedeutet, 1 Minute sind 10€. Das ergibt einen Stundenlohn von 600€. In welchem Beruf hat man einen solchen Stundenlohn?

Das kann man nun auf alle sexuellen Möglichkeiten ausdehnen. Wobei es eben wirklich darum geht, dass meine Frau ja nicht in diesem Gewerbe arbeitet. Sie könnte also die Preise quasi würfeln und der Gast hätte immer die Möglichkeit zu sagen, da geht er mit, oder er lässt es doch lieber bleiben.

Da hätten wir schon einen Punkt, der klar gegen eine echte Prostituierte spricht. Denn die kann sich die Preise und je nach Arbeitsplatz die Kunden nicht aussuchen. Also, sie wäre im Prinzip keine Nutte!

Und wenn sie es akzeptieren würde? Was wäre sie dann, wenn Prostituierte ja aufgrund alleine des oben genannten Grundes schon ausfällt? Genau! Eine Bitch! Also eine Frau, die ihren Körper und ihre Interessen zu ihrem eigenen Vorteil einsetzt! Ich für meinen Teil würde die Annahme eines solchen Angebotes, insofern der Gast grundlegend interessant für meine Frau wäre, als deutlich verständlicher ansehen, als eine Ablehnung!

Natürlich darf man hier nicht pauschalisieren! Nur weil ich es gut fände, würden andere Partner darin vielleicht einen Treuebruch sehen. In einem solchen Fall wäre eine Ablehnung natürlich verständlich!

Wie dem auch sei. Ob der Partner es nun geil findet, wenn die Partnerin etwas mit einer anderen Person macht, oder die Frau einfach single ist, in beiden Fällen wäre in meinen Augen eine Frau, die auf solche Angebote eingeht, eine waschechte Bitch, die ihre Sexualität offen auslebt und einen Vorteil daraus zieht!

Zwischen Partnern

Okay, ich will mal so sagen, unter der Voraussetzung, als Prostituierte angesehen zu werden, könnte ich noch halbwegs nachvollziehen, wenn eine Frau solche Dinge bei fremden Männer ablehnt.

Wie sieht es aber aus, wenn der Partner seine Frau versucht, mit finanziellen Zuwendungen zu ködern?

Auch hier muss man differenzieren. Tut der Mann es, um etwas mehr Reiz ins Liebesleben zu bringen, verstehe ich den Grund nicht, warum viele Frauen es mit der Begründung ablehnen, sie seien keine Nutte! Wo genau liegt denn bitte da der Sinn? In den meisten Beziehungen wird das Geld ohnehin gemeinsam verwaltet. Im Prinzip bekommt die Frau also nichts, was sie nicht ohnehin bekommt, oder hat. Wie kann sie also eine Nutte sein, wenn sie genaugenommen nichts bekommt? Unverständlich!

Anders sieht es da schon aus, wenn in der Beziehung sexuell gesehen gerade absolute Flaute herrscht und der Mann tatsächlich versucht, seine Partnerin durch Geld willig zu machen. In dem Fall hat die Frau ja gar keine Lust und würde sich in der Tat kaufen lassen, wenn sie mitmachen würde. Das würde sie dann tatsächlich eher in die professionelle Schiene schieben! Denn, in dem Fall würde sie nicht ihre Sexualität ausleben, sondern wirklich etwas für Geld tun, was sie gar nicht will!

Aber auch hier muss ich klar sagen, wäre die Frau in meinen Augen nicht abwertend anzusehen! Verwerflich wäre in meinen Augen nur, dass sie anscheinend ihren Partner unfair behandelt. Das ist aber wieder ein ganz anderes Thema, welches ich schon beschrieben habe!

Fazit

Was ist eine Prostituierte und was eine Bitch?

Eine Prostituierte ist eine Frau, die Sex für Geld anbietet, auch wenn sie weder Einfluss auf die Wahl des Kunden hat, noch Interesse an denen. Wenn sie dem Kunden viele, oder gar alle Wünsche (je nach Bezahlung) erfüllt und ihm auch noch Spass dabei vorspielt.

Eine Bitch ist eine Frau, die ihre Sexualität auslebt! Das gilt auch dann, wenn sie bei einem Mann zu sexuellen Gefälligkeiten gegen Vergütung bereit ist, aber selbst entscheidet, ob sie das will, oder nicht.

Der Unterschied liegt also in ihrer freien Wahl. In dem einen Fall ist sie vertraglich daran gebunden, sexuell aktiv zu sein, während sie in dem anderen Fall selbst entscheiden kann, ob sie es will, oder eben nicht!

In meinen Augen sind beide Bezeichnungen keines Wegs abwertend für die Frau. Darüber hinaus kann eine Frau, die sexuell derart offen ist, in meinen und in den Augen vieler Männer als cool wirken! Auch wenn einige Männer trotz finanziellen Angeboten trotzdem keine Chance bei einer solchen Frau haben!

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1 Kommentar

  1. Deinen Ausführungen hier stimme ich zu 100% zu, mit einer Ergänzung. Ich habe auch schon oft im Bekanntenkreis diskutiert, wer sich vorstellen könnte sich für Sex bezahlen zu lassen und die Männer wären fast alle dazu bereit gewesen, allerdings hat dann auf die Frage, ob sie denn damit einverstanden wären, wenn sich ihre Frau für Sex bezahlen ließe, die Mehrzahl der Männer gesagt hat, niemals. Allerdings waren das auch alle keine Wifesharer. Bei der gleichen Frage im Kreise von Wifesharern, wäre das Ergebnis sicher anders ausgefallen.

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