Claudias Gedanken über Neunburg

Donald und Claudia lagen schon in ihrem Bett. Natürlich nackt. Donald lag auf dem Rücken, während Claudia an ihn gekuschelt dalag und seinen Bauch streichelte.

»Sag mal Schatz, dieses Neunburg. Das ist schon krass, oder?«

»Finde ich auch. Wobei, mir gefällt es wegen den ganzen Autos. Was gefällt dir?«

Claudia schaute an Donald hoch, streichelte ihn jedoch weiter.

»Das ganze Umfeld dort. Ist echt fast wie in den Filmen. Viele Menschen, Musik, Party und das alles mit einem Hauch verbotenem.«

»Na ja, verboten ist da ja anscheinend nichts.«

»Nein, ich weiss. Aber schau dir mal richtige Rennen auf richtigen Rennstrecken an. Das ist eher, als geht man in ein teures Restaurant. Aber dort sind alles so locker und das es auf einer ehemaligen Strasse durchgeführt wird finde ich auch klasse.«

»Vor allem gefallen dir die Jungs, richtig?«

Claudia grinste. Ja, die Jungs gefielen ihr, aber eigentlich doch nicht so, wie Donald sich das wahrscheinlich dachte. Ein bisschen ärgern konnte aber nichts schaden.

»Klar gefallen mir die. Da geht ganz bestimmt auch immer was ab an so Abendenden.«

»Und du denkst jetzt, dort lässt du dich auch mal knallen?«

»Wenn der richtige Mann zu mir kommen würde, dann könnte das schon passieren!«

»Hab ich es mir doch gedacht. Mein Schatz sieht so etwas und denkt nur daran, dort abgeschleppt zu werden!«

»Och du, wenn da ein grosser, gutaussehender Mann käme und der hat dann auch noch einen echten Prügel in der Hose, wer weiss das schon.«

Donald merkte, dass ihm dieses Gespräch ganz schön gegen den Strich ging.

»Na dann lass du dich dort bürsten. Komm mir nur bei den Rennen nicht dazwischen.«

Claudia musste einfach lachen. Ihr Freund war manchmal echt dämlich.

»Gross, gutaussehend, langer Schwanz. Fällt dir da jemand ein?«

»Ja wie denn? Ich kenne doch niemand von dort. Woher soll ich wissen wie die aussehen, oder was die in der Hose haben?«

Claudias Hand wanderte runter zu Donalds Schwanz.

»Der ist doch gross, oder?«

Donald nannte sich in Gedanken selbst einen Depp. Er würde ja auch zugegen sein und passte auf Claudias Beschreibung.

»Sorry Schatz, ich bin manchmal nicht der Schnellste!«

Das wusste Claudia und anstatt das Gespräch nun zu vertiefen, fing sie lieber an zu spielen und das endete in gewaltigem Sex.

Am nächsten Tag, Donald war schon mit Perry unterwegs, kam Claudia aus dem Bett gekrabbelt. Wie gewohnt lag Katja auf dem Sofa und döste. Sofort kam Claudia zu ihr.

»Süsse, wir müssen reden.«

Katja war aber gar nicht zum Reden zumute. Perry hatte sie viel Schlaf gekostet und während der anscheinend mit frühem Aufstehen wenig Probleme hatte, kam sie vor Müdigkeit fast um.

»Solange es dir reicht, wenn ich zuhöre.«

»Reicht. Hör zu, ich habe da was im Kopf. Als ich gestern diese Rennen gesehen habe, ich muss dauernd dran denken. Auf der Seite steht zum Beispiel, dass da auch gegen Fahrzeugpapiere gefahren wird. Denkst du, die fahren auch um Sex?«

Mit einem Schlag wurde Katja munter.

»Um Sex? Zwei Fahrer und der Gewinner kriegt eine Frau?«

»Ja, genau! Ich stelle mir das unglaublich heiss vor. Mein Freund geht an den Start und der Gewinner darf mich hinterher ficken.«

»Und wenn Donald gewinnt?«

»Süsse, ich will meinem Freund kein Talent absprechen. Aber der fährt seit Jahren nur mit seiner Gurke rum und hat noch nie bei so einem Rennen mitgemacht. Die dort scheinen aber echte Profis zu sein. Denkst du wirklich, er hat da viel Chancen?«

Darüber hatte sich Katja eigentlich keine Gedanken gemacht. Sie war fasziniert von der Party und der Atmosphäre. Was mit den Rennen war interessierte sie weniger.

»Klingt auf jeden Fall aufregend. Aber warte mal ab. Wir kommen dort an, schlagen das vor und die schmeissen uns raus. Ich hätte zumindest nichts gesehen, was auf so einen Wetteinsatz hätte schliessen lassen.«

»Stimmt auch wieder. Vielleicht sollten wir dort mal nachfragen?«

»Anrufen?«

»Nee. Auf der Seite hab ich glaub ich eine E-Mail Adresse gesehen. Lass uns denen schreiben!«

Als einige Zeit später auch eine Elena aus dem Bett gekrochen kam, hatten die Mädels schon erste Antworten bekommen. Irgendein Mario hatte auf ihre Anfragen reagiert. Das musste der Typ sein, der auf den Videos immer bei diesem Transporter zu finden war. Der Rennleiter vielleicht.

Auch bei Perry und Donald waren diese Rennen natürlich das angesagte Thema. Sie sassen schon wieder in Donalds Auto und waren auf dem Rückweg. Perry fand es toll, dass ihm das Training immer leichter fiel, obwohl die Trainingseinheiten langsam angehoben wurden. Er fühlte sich definitiv besser und hatte auch wieder einiges an Gewicht verloren. Laut seinem Trainer sah es wirklich gut aus, was er da auf die Beine stellte. Zwar würde es noch dauern, aber irgendwann war auch er in Form.

»Wäre schon cool, wenn wir bei den Rennen was reissen könnten, oder?«

»Warum denn nicht dicker? Die lassen ja nur gleichstarke Autos gegeneinander antreten. Dann sollten wir auch die Chance haben zu gewinnen.«

»Hast du so etwas schon gemacht?«

»Ich? Nö. Mit was denn? Mit der Kiste brauche ich so etwas nicht zu versuchen. Da bin ich schon froh, wenn ich überhaupt die 100 erreiche.«

»Kann man das trainieren?«

»Denke doch schon. Hab aber keine Ahnung wie, wann, oder wo.«

»Hmm. Machen wir uns mal schlau. Nachher schauen wir erst einmal, was wir jetzt mit dem Garzella anstellen. Ich würde sagen, wir fahren nachher neue Traggelenke kaufen und bauen die ein. Dann schauen wir uns an, was wir verändern wollen und geben das an Waldi weiter, damit der rechnen kann.«

»Einverstanden. Hat Katja irgendwas wegen diesen Wochenenden gesagt?«

»Nö. Nicht wirklich. Ihr gefällt wohl das ganze Umfeld. Aber viel hat sie gestern Abend nicht geredet.«

»Hast sie wohl wieder zum schreien gebracht?«

»Natürlich! Du Claudi etwa nicht?«

»Aber doch! Die hat mich voll geärgert. Hat mir was erzählt von Sex an so einem Wochenende. Mit einem grossen Kerl, der gut aussieht und ordentlich was in der Hose hat.«

»Aha. Dann musstest du ihr zeigen, dass sie das auch gleich haben kann?«

»So ungefähr.«

Perry dachte nach. Das wäre eigentlich auch bei Katja nicht ungewöhnlich gewesen, doch die hatte in der Hinsicht nichts erwähnt.

Es war schon angehender Nachmittag. Claudia, Elena und Katja waren mittlerweile von diesem Mario zu einer Amy weitergeleitet worden und es war schnell klar, die passte perfekt zu den Mädels. Die war mindestens genauso abgedreht und hatte es ähnlich mit dem Sex. Über die Wochenende unterhielten sich die Mädels nur ganz am Anfang. Laut Amy war es kein Problem, wenn sich eine der Damen bei einem Rennen als Gewinn anbot. Es sei keine Seltenheit bei solchen Wochenenden. Von da an beherrschte Sex die Kommunikation.

Wie die Mädels erfahren hatten, war Amy nun schon Jahrelang mit einem Mann zusammen und die pflegten so etwas wie eine offene Beziehung. In Neunburg schien ganz schön was los zu sein. Auch finanziell stand diese Amy und ihre Freundinnen den Mädels in nichts nach, wohl eher sogar umgekehrt. Wenngleich Amy sich den Wohlstand mit ihren Freundinnen erarbeitet hatte. MyTube-Stars waren diese Frauen und dazu noch ziemlich erfolgreiche. Sie lebten ebenfalls zusammen in einem grossen Haus. Aber nicht in einer WG. Dort hatten alle Parteien eigene Wohnungen, verkehrten aber nach Lust und Laune miteinander. Auch die Mädels untereinander.

Eines war klar. Sowohl die WG, wie auch diese neuen Bekanntschaften schwangen auf einer Wellenlänge. Das konnte ein riesiger Spass werden, wenn sie zusammentreffen würden. Darin bestand auch kein Problem. Auch diese Amy schien so begeistert von den Mädels zu sein, dass sie ihnen gleich eine ganze Woche anbot. Eine Woche, in der sie alles zeigen würden und sie sich besser kennenlernen konnten. Die Mädels wären natürlich am liebsten sofort ins Auto gesprungen, aber da waren ja noch die Jungs. Jede Wette, Waldemar war von der Idee nicht angetan und auch Perry nebst Donald würden wahrscheinlich erst das Auto aufmotzen wollen. Da gab es nur ein Problem. Elena dauerte das alles zu lange!

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