Veronika, eine neue Sub?

Als die Jungs schliesslich eintrafen, war deren Stimmung ausgezeichnet. Wie vereinbart gingen die Getränke auf Donald, was dem jedoch nicht wirklich wehtat. Unter Umständen lag es daran, dass die Gruppe nicht sonderlich viel trank. Donald und Perry redeten nur über das Auto, Katja stichelte dabei die ganze Zeit an Veronika rum, weil die sich misshandeln lassen wollte.

Bei der Rückfahrt war Perry sehr nervös. Er hatte noch nie ein so starkes Auto unter dem Hintern und es war auch das erste Mal, dass er Katja als Beifahrer hatte. Natürlich hatte auch er Lust auf die Autobahn, doch war die Zeit schon fortgeschritten und sie wollten auch noch Waldemar Bericht erstatten und der würde ja wieder zeitig ins Bett gehen.

Als sie schliesslich zurück in der Wohnung waren, versammelten sich alle, mit Ausnahme von Veronika, im Tierheim. Es sprudelte gerade zu aus Donald und Perry heraus und man konnte annehmen, sie hatten gerade eine Entdeckung gemacht, welche die Welt verändern würde. Claudia und Elena waren natürlich begeistert, während Waldemar nüchtern blieb und die weiteren Schritte besprach. Die Nächste Hürde war der TÜV und da würde sich dann zeigen, ob noch was am Auto zu reparieren war. Wenn nicht, würden sie das Auto zulassen und das eigentliche Tuning konnte beginnen.

Etwas später gab Perry wieder eine Kostprobe seiner neuen Stellungen und brachte Katja damit wieder ähnlich in Ekstase, wie am Abend zuvor. Er war etwas besorgt, als er die Spuren an Katjas Hintern sah. Donald hatte sie grosszügig verteilt und wie er sehen konnte, war die eigentliche Sitzfläche grösstenteils verschont geblieben.

Kurz bevor Perry seinen Höhepunkt hatte, wollte Katja seine Ladung auf ihrem Hintern haben. Für Perry ein Zeichen, dass er, als ihr fester Freund, die Spuren von Donald überlagern sollte. Es war ein gutes Gefühl für ihn, als er schliesslich feuerte und seinen Saft über den roten Stellen sah. Doch was tat Katja? Die fing an das zu verreiben! Angeblich würde es die Haut weich machen und so den Spuren entgegenwirken. Perry schüttelte den Kopf.

Während die Jungs am nächsten Tag ihren normalen Plan abspulten, machte sich Katja Gedanken über Veronika. Weniger, weil die auch geschlagen werden wollte. Es gab da etwas, was ihr an der Sache besonders gefiel. Sie wäre nicht mehr die Einzige gewesen und konnte sich hinterher mit jemand über das Erlebnis unterhalten, der Erfahrung damit hatte. So fasste sie einen Entschluss.

Schon vor Mittag schrieb sie Veronika. Sobald sie Zeit hätte sollte sie Katja abholen, um auch für sie ein paar Utensilien zu kaufen. Zeit war jedoch der entscheidende Faktor. Davon hatte Veronika derzeit nur wenig, da ihr Shop immer noch nicht ganz fertig war und sie die Vermutung hatte, sobald sie ihre Jungs aus den Augen liess, würden die sich auf die faule Haut legen. Erst kurz nach 16 Uhr war sie bereit und holte Katja ab.

Katjas Vermutung war korrekt. Veronika hatte sich schon viele Gedanken um das Thema gemacht und kannte Läden in Heinzfort, wo man solches Spielzeug bekommen konnte. Als sie so einen Laden betraten, staunte sie nicht schlecht. Da gab es echt irre Dinger. Seile gab es gleich in allen Grössen. Mal mit, mal ohne Knoten. Aber auch andere Dingen waren rein dem Zweck geschuldet, jemand in verschiedenen Posen zu fixieren. Vieles davon fand Katja überaus ansprechend. Es gab so etwas wie Geschirre, welche von Frauen getragen werden konnten. Eigentlich waren es nur Lederriemen, die mit Metallringen verbunden waren und sich um den Körper legten. Zumeist so, dass sie vom Hals zwischen den Brüsten hindurch zum Bauch und von dort zur Hüfte und zwischen den Beinen hindurch gingen.

Die eigentlichen Hand und Fuss-Fesseln, an die man wieder Riemen befestigen und am Geschirr fixiert konnten, fand Katja aber nicht so toll. Die waren zumeist aus Leder, oder Kunstleder und dazu ziemlich breit. Das fand Katja nicht so praktisch. Denn während sie sich die Sachen so anschaute überkam sie ein Gedanke.

Vieles der Dinge konnte sie unter ihrer normalen Kleidung tragen. Gut, die durfte dann natürlich nicht bauchfrei sein. Auch hätte Donald sie damit unauffällig schon in der Kneipe zum Beispiel fixieren können, ohne dass es gross aufgefallen wäre. Doch mit den Handfesseln war das nicht möglich. Die in der Öffentlichkeit zu tragen wäre gleich so auffällig gewesen, dass sich Katja auch direkt Donalds Namen hätte auf die Stirn hätte schreiben können. Nein, offensichtliche Utensilien hätten besser getarnt werden müssen, so Katjas Meinung.

Schliesslich fand sie jedoch, wonach sie gesucht hatte. So einen Knebel. Gag-Ball hatte Veronika die Dinger genannt und siehe da, davon gab es gleich viele. Einige waren nicht rund, sondern hatten noch weitere Bälle, die bis in den Mund reichten. Nach ein bisschen suchen fand Katja schliesslich einen, der ihr gefiel. Ein einfacher Ball, der mit einem dicken Gummi am Kopf fixiert werden konnte. Genau der würde es werden.

Innerlich lachte Katja, als sie beim bezahlen an ihren Vater dachte. Was der wohl Augen machen würde, wenn die Rechnung bei ihm auf dem Tisch lag? Der Arme hatte mit Sicherheit schon einige Male schockiert die Augen verdreht, wenn er Katjas Einkäufe sah, doch in so einem Laden war sie bislang noch nie.

Gut. Das war erledigt. Nun stellte Katja die Frage, ob Veronika ihr Zeug schon aus dem Lager geholt hatte. Diese bestätigte und sagte, die würde im Kofferraum ihres Autos liegen. Damit stand für Katja fest, was sie zu tun hatte.

»Supi. Dann fahren wir jetzt in die Garage.«

»Warum das denn?«

»Nicht fragen. Fahr einfach!«

Veronika fragte aus einem bestimmten Grund. Sie hatte das Gefühl, dass Katja schon was angeleiert hatte und wollte einfach nur wissen, ob dieser Gedanke korrekt war. Natürlich war er korrekt. Zwischenzeitlich hatte Katja dafür gesorgt, dass Perry alleine zum TÜV fahren würde. Das würde ja einige Zeit in Anspruch nehmen und so hatten sie die Garage für sich alleine. Sagen sollte sie ja niemandem etwas, von daher war es der perfekte Ort, um Veronika in diese Welt einzuführen.

Als sie die Garage erreichten, stand diese offen und war leer. Der Garzella war offensichtlich schon unterwegs. Sie steigen aus und gingen hinein. Niemand war zu sehen. Erst hinten im Partyraum sass Donald alleine vor einem Laptop. Der staunte nicht schlecht, als er Katja und Veronika zusammen hereinkommen sah. Mit Katja hatte er gerechnet, mit Veronika nicht.

»Vero, du auch hier?«

»Klar Entchen! Soweit ich weiss haben die Herrschaften sich noch nicht bei ihr bedanke, dass sie euch das Auto gegeben hat.«

»Dafür hat sie Waldemar bekommen!«

»Jetzt sei mal nicht so kleinlich! Vero, geh mal dein Zeug holen!«

Veronika schluckte, nickte dann aber und verschwand kurz. Als sie zurückkam, stand Katja am Garagentor und war bereit, dieses zu schliessen. Veronika kam zu ihr.

»Katja, ich weiss nicht, ob ich das machen soll!«

»Zu spät Süsse! Der Zug ist schon abgefahren. Wir gehen jetzt da rein und du machst genau das, wovon du die ganze Zeit träumst. Keine Bange, ausser uns erfährt das niemand. Hab ich dir versprochen!«

Einen Moment lang dachte Veronika daran, wieder zu ihrem Auto zu gehen und die Flucht zu ergreifen. Sie war sich sicher, Katja würde sie nicht aufhalten. Aber sie war auch kurz davor, dass ihr Traum in Erfüllung gehen konnte. Endlich konnte das, was sie über eine lange Zeit in ihrem Kopf mit sich rum trug Realität werden und das war schon aufregend. Sie atmete noch einmal tief durch, dann ging sie rein und steuerte den Partyraum an.

Katja erreichte den Raum kurz nach Veronika, die schon einiges von ihrem Zeug ausgepackt hatte.

»Darf ich fragen, was ihr vorhabt?«

»Du bedankst dich bei Vero. Ganz einfach!«

Donald runzelte die Stirn.

»Und was hat es mit dem ganzen Zeug hier auf sich?«

»Ganz einfach. Vero macht sich jetzt fertig und du zeigst ihr, wie gut du im verhauen bist!«

»Was? Vero, willst du jetzt auch mein Eigentum sein?«

Veronika blieb stumm. Das alles war so aufregend für sie, dass sie sich wie in Trance fühlte. Zum Glück gab es Katja.

»Nee Entchen. Mich kannst du verhauen, weil du es willst. Vero verhaust du, weil sie es will. Klar soweit?«

Nö. Bei Donald war gar nichts klar.

»Wie jetzt Vero, du willst, dass ich dich verhaue?«

Wieder bleib Veronika vor lauter Aufregung stumm.

»Verhauen, quälen, foltern, was auch immer. Sie umschreibt es mit misshandeln.«

»Aha. Hat mich mal jemand gefragt? Was, wenn ich das gar nicht will?«

Provozierend hob Katja ihre Hand, griff nach dem Ring und zog ihn ab. Dann verschwand er in ihrer Tasche. Donald verstand. Das war zwar Erpressung, aber eine der angenehmen Art.

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