Der Plan

Bis in den Abend schraubten die Jungs am Auto. Nachdem der Reinigungstrupp fertig, von Waldemar einige Male zu weiteren Tätigkeiten herangezogen worden war und schliesslich abzog, war besonders Waldemar hoch zufrieden und setzte sich zum ersten Mal in das Auto rein. Auch die Jungs und Mädels waren beeindruckt. Ohne Staub und Schmutz sah die Kiste tatsächlich richtig gut aus! Die platten Reifen störten natürlich noch, aber die würden ja auch verschwinden.

Zum guten Schluss hatten die Jungs fast jeden Schlauch und jeden Kabelstrang vom Auto abgebaut. Wirklich fast alle waren kaputt und nicht mehr zu gebrauchen. Die ganze Werkbank lag voll.

»Vielleicht gibt es für die Kiste ja ein Reparaturkit, wo alle Schläuche und so drin sind?«

»Kann ich mir nicht vorstellen Donald. Wir packen das Zeug morgen ein und gucken, wo wir Ersatz herbekommen.«

»Darf ich davon ausgehen, dass es nach eurer Arbeit stattfinden wird?«

»Ja Waldi. Erst Arbeit, dann Vergnügen. Keine Angst!«

Donald grinste.

»Erst Verpflichtung, dann Arbeit, dann Vergnügen!«

Perry verdrehte die Augen. Der Rest schaute nur neugierig, da niemand wusste, was sich hinter Verpflichtung versteckte. Katja hatte dabei alle Hände voll damit zu tun, Donalds Befehl auszuführen und ihre Freundinnen vom stochern abzuhalten.

Es ging schliesslich zurück. Waldemar und Perry gingen ins Tierheim und warfen sich aufs Sofa. Natürlich schaltete Waldemar sofort den Fernseher an und suchte nach der nächsten Folge seiner Serie. Perry freute sich nur darauf, dass gleich seine Freundin kommen und er endlich ihr Outfit entsprechend würdigen würde.

Seine Freude wurde jedoch auf eine starke Probe gestellt. Gemeinsam mit Waldemar schaute er sich gleich drei Folgen seiner Serie an, beobachtete ihn beim Abendessen und gönnte sich selbst noch etwas, erst dann kam Katja zurück. Sie trug zwar noch das Outfit, doch schien es nicht mehr so perfekt zu sitzen, wie am Nachmittag.

Sie hielt sich auch nicht lange im Wohnzimmer auf. Zielstrebig wanderte sie in den Flur und warf Perry einen eindeutigen Blick zu. Der eilte natürlich sofort hinterher. Im Schlafzimmer wurde er dann sehr viel geküsst und dabei entkleidet. Das war gut, denn langsam taten ihm seine Muskeln so unglaublich weh, dass er am liebsten geheult hätte.

Zu seinem Glück hatte er auch nicht viel zu tun. Hinlegen und zuhören sollte er. Katja hatte viel zu erzählen, denn offensichtlich war Donald da drüben richtig aktiv gewesen. Gleich alle Mädels nahm er sich vor und natürlich musste auch Katja herhalten.

Während sie ihm mit ihrer Hand, den Brüsten und dem Mund seinen Steifen bearbeitete erzählte sie davon, wie genial es doch sei, wenn Donald sie mit blankem Schwanz fickte, der zuvor noch in Claudia gesteckt hatte. Aber auch, wie krass das Gefühl war, seinen Schwanz im Mund zu haben, nachdem er aus Claudia kam. Bei den ganzen Gesprächen und ihrer Gier in der Stimme war es dann natürlich nicht verwunderlich, dass die Nummer nicht sonderlich lange dauerte. Perry kam, Katja schluckte, dann wurde gekuschelt und schliesslich geschlafen.

Der nächste Morgen war für Perry nicht zum aushalten. Er erwachte, weil wirklich alles so unglaublich weh tat, dass er am liebsten aus dem Fenster gesprungen wäre. Total gequält wankte er ins Wohnzimmer. Katja, die schon mit dem Frühstück wartete, machte sich natürlich über ihn lustig. Wenn schon das bisschen Arbeit am Auto ihn so zerstören würde, dann wäre die Kiste sein Ende. Perry machte sich nichts draus. Sie konnte ja nicht wissen, woher er die Schmerzen hatte.

Zu seinem grossen Schrecken hatte es Donald am Vorabend absolut ernst gemeint. Kaum war er wieder im Tierheim, zerrte er Perry auch schon für sein nächstes Training ins Auto. Die reinste Folter, auch wenn Perry zugeben musste, nachdem seine Muskeln warm waren legte sich auch der Schmerz. Der würde jedoch zurückkehren, da war sich Perry absolut sicher.

Nach dem Training, die Dame bescheinigte Perry gute Chancen, nach einiger Zeit wirklich seine Problemzonen in den Griff zu bekommen, ging es zurück in die Wohnung und schliesslich an die Arbeit. Sogar Perrys Finger taten beim tippen weh, was verwunderlich war. Irgendwelches Training mit den Händen hatte er schliesslich nicht, es schien sich um einen solidarischen Schmerz der Muskeln zu handeln.

Nun gut. Schliesslich ging es, mit Waldemars Erlaubnis, zurück in die Garage. Während Waldemar mit der Vermessung begann, luden Donald und Perry, eigentlich nur Donald, die ganzen kaputten Teile in sein Auto und suchten einen Händler.

Heinzfort war voll solcher Läden, doch keiner hatte die entsprechenden Teile auf Lager. Meterware, wie einige Schläuche und ähnliches gab es überall, aber zum Beispiel die Kabelstränge mussten überall bestellt werden.

Wie so oft im Leben, war der letzte Laden, der in der Stadt noch zu finden war, ein absoluter Volltreffer. Dort hatte man sich auf Oldtimer spezialisiert und dort bekamen die Freund wirklich alles was sie brauchten. Wie sie gesagt bekamen, war ihr Garzella nicht der Einzige, der in Heinzfort zu finden war. Es gab definitiv genug, damit der Händler immer Material im Lager hatte.

Die Preise hingegen waren gepfeffert. Alleine diese Ersatzteile kosteten mehr, als Donalds ganzes Auto. Das würde noch lustig werden, wenn es ans Tuning ging. Auch da konnte der Händler weiterhelfen. Zwar hatte er nur gewisses Standardmaterial auf Lager, konnte aber alles bestellen, was die Jungs haben wollten. Er hatte sogar einen Katalog, in dem alles aufgeführt war, was es für die Kiste gab und der war richtig dick. Die Jungs würden also noch ihren Spass haben und das Konto entsprechend schröpfen.

Zurück in der Garage waren die Freunde von Waldemars Eifer begeistert. Der hatte sein Notizbuch schon seitenweise voll Daten geschrieben und hatte ganz offensichtlich, soweit man das an seinen Reaktionen ablesen konnte, seinen Spass.

Nun wollten sich die Jungs jedoch besprechen. Ein Fahrplan musste her. Nicht nur ein Fahrplan. Wie sie feststellen mussten, gab es in der ganzen Hütte keinen einzigen Stuhl. Das musste geändert werden. Da musste eine Einrichtung rein. Aber noch nicht sofort. Erst mal planen.

Wäre es nach Waldemar gegangen, wäre an dem Auto nichts weiter gemacht worden, bis er das Modell in seinem Computer hatte. Das war natürlich für Donald und Perry nicht tragbar. Die wollen daran arbeiten. Nach etlichem hin und her kamen sie schliesslich zu einer Einigung. Aussen und innen würden sie nichts am Auto machen. Das vorrangige Ziel sollte es sein, den Motor zum laufen zu bekommen. In der Zwischenzeit würde sich Waldemar um die Vermessung kümmern.

Zweiter Punkt sollte die Zulassung der Kiste sein. Dafür musste nicht nur der Motor laufen, sondern auch die Bremsen entsprechend funktionieren und neue Reifen brauchte die Kiste schliesslich auch noch. Erst, nachdem dieser Punkt entsprechend abgehakt war, würde es schliesslich an die eigentliche Arbeit, das Tuning gehen.

Auch da mischte sich Waldemar natürlich ein. Die Jungs sollten sich Gedanken machen, was sie wo verändern wollten, er würde es am Computer umsetzen und berechnen, ob alles auch irgendwie einen Sinn hatte. Das bedeutet, es würde sich alles verzögern. Doch im Prinzip war die Vorgehensweise gar nicht dumm. Wenn Waldemar so gut im berechnen war, wie er gerne anmerkte, dann würde am Ende ein wirkliches Geschoss aus der Karre werden. Nichts würde dran sein was überflüssig war und alles, was verbaut wurde, würde auch harmonieren.

Nachdem das geklärt war, fingen Donald und Perry, der immer noch unter menschenverachtenden Schmerzen litt, mit dem Einbau der neuen Teile an. Die Kabelbäume waren dabei total einfach. Alle hatten Steckverbindungen und mussten nur in die entsprechenden Buchsen geklickt werden. Netterweise hatte der Hersteller auch darauf geachtet, dass wirklich jeder Strang seine eigene Buchse hatte. Man konnte also nicht versehentlich einen falschen Strang verbauen und die waren auch definitiv alle korrekt gedreht.

Entsprechend schnell ging das von der Hand. Die Schläuche waren da schon komplizierter. Oft mussten sie durch enge Aussparungen geführt, oder um einen kaum zugänglichen Eck gefummelt werden. Das kostete jede Menge Zeit. Vor allem auch, weil man die Stellen, wo man die Schläuche schliesslich befestigen musste, nicht immer gut erreichen konnte und es schwer war, dort zu hantieren.

Die 22 Uhr rückten näher und Waldemar bestand darauf, die Arbeit für diesen Tag zu beenden. Getreu seines Tagesablaufs, war 22 Uhr die Feierabendzeit und er liess sich auch nicht dazu überreden, für sein Hobby diese Zeit ein wenig auszuweiten.

Perry versuchte es auch nicht wirklich. Seine Schmerzen waren brutal und er sehnte sich nach einer warmen Badewanne, um seine armen Glieder zu entspannen. Von daher sass der Trupp kurz vor 22 Uhr auch schon wieder im Auto und trat die Heimreise an. Gerade so, dass Waldemar seinen Rhythmus auch einhalten konnte.

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