Perrys erstes Mal (Teil 1)

Waldemar hatte schliesslich genug. Er hatte die Party lange genug mit seiner Anwesenheit beehrt, um seiner Verpflichtung nachzukommen und er verschwand. Das bekam eigentlich niemand wirklich mit, während vor allem Perry gerade ganz andere Sorgen hatte.

Offensichtlich hatte es Katja darauf abgesehen, mit ihm intim zu werden und er konnte schon in Gedanken nicht mehr gerade stehen. Ausserdem, wie würde er sich dabei schlagen? Wie Sex funktionierte war ihm klar, aber praktische Erfahrungen hatte er noch keine. Das würde sicherlich sehr peinlich für ihn werden und eigentlich dachte auch er schon an Flucht. Allerdings, da war eben Katja und solange er konnte, wollte er in ihrer Nähe bleiben.

Katja wurde dabei auch immer offener. Nun, offener, beziehungsweise verschmuster. Immer öfter lehnte sie sich an ihn, bevor dann wieder ein Tütchen rund ging, oder jemand nach ihr rief. Perry beobachtete derweil Donald. Der hatte sein Ziel schon fast erreicht und baggerte so wild an Elena, dass ein Koitus nicht mehr weit entfernt zu sein schien. Lediglich Claudia schien sich aus dieser Art Treiben herauszuhalten. Die hatte wohl andere Interessen. Perry konnte sehen, wie sie ein Blatt zu einem Trichter formte, da kamen irgendwelche Krümel hinein, die sie schliesslich konsumierte. Was das wohl wieder für ein komisches Spiel war?

Dann wurde Perry sauer. Katja wurde wieder von ihm weg gerufen. Dieses Mal jedoch von Donald, der Elena gar nicht mehr freigab. Sie ging zu ihm, sie redeten kurz, wobei Katja mit ihrem Ohr dicht an seinen Mund musste, aufgrund der lauten Musik. Perry sah, wie sie kicherte und immer wieder begeistert nickte. Hatte sein Freund Donald etwa gerade was mit ihr klar gemacht? Würde das ein wilder Dreier werden, während Perry dann doch leer ausging?

Katja kam zurück. Wenn sie ihm jetzt sagen würde, dass sie gleich mit Donald verschwand, würde er ihm die Freundschaft kündigen. Es war schlimm genug, dass Donald immer die Frauen abbekam, doch wenn er nun Katja von ihm weg reissen würde, obwohl er schon eine am Start hatte, dass hätte Perry zutiefst verletzt.

»Dein Freund ist echt cool!«

War ja klar. Klar war Donald cool. Ein cooler Nerd, wenn man es mal genau nahm. Obwohl, war man eigentlich ein Nerd, wenn man zwar auf einem uncoolen Gebiet richtig gut war, aber dennoch einen Schlag bei den Frauen hatte?

»Ja, Donald ist schon eine Marke!«

»Nee. Guck dich um. Alles die selbe Marke.«

Wie jetzt? Fand Katja solche Männer etwa nicht gut?

»Scheint dir doch zu gefallen, sonst wären hier auch andere Typen, oder?«

»Schon. Aber du bist doch ein schlauer Junge. Hier sind ja einige Jungs, mit denen ich flirten und trinken könnte und ich sitze hier. Na? Was sagt dir das?«

Perry dachte nach. Katja ging das aber anscheinend nicht schnell genug.

»Och Junge. Warte, ich werd mal genauer!«

Perry bekam nicht die Zeit, ihre Aussage zu verarbeiten. Katja kam näher und presste ihre Lippen auf seine. Kurz darauf spürte Perry, wie sie mit ihrer Zunge an seiner spielte und da er total erschrocken war, waren seine Augen noch weit geöffnet. Wie er sehen konnte, die von Katja hingegen geschlossen und ihr schien es zu gefallen.

Perry schloss die Augen. Die Gefühle überrannten ihn. Er hatte klopfen in der Brust und in der Hose und er wünschte sich nichts mehr, als dass dieser Moment niemals enden würde. Tat er aber natürlich. Katja löste den Kuss, ging wieder ein wenig auf Distanz und lächelte.

»Jetzt verstanden?«

Perry war in Schockstarre und ausser einem kaum sichtbarem Nicken bekam er nichts zustande.

»Mehr?«

Wieder nur ein ganz bedächtiges Nicken von Perry. Katja stand auf und reichte ihm die Hand. Perry nahm sie und stand auf. Das war gar nicht so einfach. Irgendwie schien der Raum nicht mehr ganz gerade zu sein. Gehen fiel ihm schwer und auch die Möbelstücke sprangen ihm dauernd in den Weg. Katja fand das lustig und sie schien vom Alkohol auch nicht sonderlich beeinträchtigt zu sein. Der Weg schien Perry unglaublich lang und voller Hindernisse. Mit letzter Kraft schaffte er es schliesslich, Katja in ihr Zimmer zu folgen. Noch ein gekonnter Stolperer über irgendwas auf dem Boden und Perry machte einen geschmeidigen Abgang. Zu seinem Glück sprang ihm das Bett genau in den Weg, so dass die Landung eher angenehm wurde.

Er rollte sich auf den Rücken. Ihm war das ja so peinlich, dass er in einem solch schlechten Zustand war. Seiner Flamme hingegen schien es zu gefallen. Sie liess nicht lange auf sich warten. Kaum hatte Perry sich umgedreht, flog sie auch schon auf ihn. So stürmisch, dass Perry sie sofort in die Arme schloss. Weniger, um sie zu umarmen. Er suchte nur Halt und sie war das Einzige, was er erreichen konnte.

Katja kam das gelegen. Sie lächelte ihn an, bevor sie ihn wieder küsste. Perry fing dabei an ihren Rücken zu streicheln. Eine echte Frau in seinen Armen und dazu fühlte sich das Kleid auch noch umwerfend an. Dazu die Küsse, es war klar, dass sich da massiv etwas bei ihm regte, was Katja natürlich spürte. Sie löste den Kuss und drückte ihr Becken auf das, was bei Perry gerade hart geworden war.

»Junge, da ist aber was munter geworden.«

Perry wurde rot. Es war ihm sichtlich peinlich. Doch Katja lachte.

»Warum so rot? Wenn das nicht hart werden würde, wäre ich jetzt ganz schön beleidigt!«

»Stört dich das nicht?«

Und wieder lachte sie.

»Du bist voll süss. Aber nein, stört mich natürlich nicht! Ich vögle selten mit schlaffen Schwänzen!«

Ach du Himmel! Hatte sie wirklich Schwänze gesagt?

»Schwänze?«

»Klar. Ach jetzt komm. Sag mir bitte nicht, dass ich deshalb eine Schlampe bin!«

Keines Wegs! Perry fand den Ausdruck verwirrend. Schniedel hatte er schon von Frauen gehört. Dinger, Dödel, Wurmfortsatz. Das eine Frau wirklich Schwänze sagte, war ihm einfach neu.

»Du? Schlampe? Weil?«

»Na weil ich ja offensichtlich nicht nur mit einem gevögelt hab und keine Jungfrau mehr bin!«

Also, da hatte Perry keine Probleme.

»Ja aber, da läuft doch die Party.«

»Ja und? Elena geht auch gleich vögeln. Claudi hat das alles schon im Griff. Mach dir keine Sorgen. Ist eigentlich normal, dass wir bei den Partys immer mal verschwinden.«

»Und du bist sicher, dass du mit mir?«

Katja lachte und rollte sich von ihm runter. In seinem Arm blieb sie liegen und fing an, mit ihrer Hand über die Beule zu streichen, die Perry in die Hose gebaut hatte.

»Klar bin ich sicher! Das war mir schon klar, als ich dich im Flur gesehen hab!«

»Und was hast du da eben mit Donald geredet?«

Sie grinste böse.

»Er hat mich gefragt, ob ich was mit dir vor hab. Das hab ich ihm beantwortet.«

»Das hat er gefragt?«

»Jupp und er meinte, wenn ich dir wehtue, würde er mir wehtun!«

Perry war happy, dass er so einen guten Freund hatte.

»Also. Sollen wir jetzt über Donald reden, oder soll ich mal schauen, was du da in der Hose hast und dir zeigen, was ich damit alles anstellen kann?«

Die Frage war dämlich, doch fiel Perry keine Antwort darauf ein. Er war einfach viel zu aufgeregt und wollte nicht uncool wirken.

»Darf ich dich was fragen?«

Noch so eine dämliche Frage. Sie wollte Sex mit ihm, da konnte sie ihn fragen was sie wollte. Er nickte.

»Ist dein erstes Mal, oder?«

Oh verdammt, die Frage war peinlich. Sollte er lügen? Nun, Katja war offensichtlich ein Profi und hätte das sofort durchschaut.

»Ja. Schlimm?«

Sie lächelte.

»Nö. Will nur wissen, ob du das Verwöhn- und Ausprobierprogramm brauchst, oder einfach nur einen harten Ritt!«

Perry schluckte.

»Also. Du lässt mich einfach machen und wenn dir was nicht gefällt, sagst du es. Okay?«

Perry fiel nichts ein, was ihm nicht hätte gefallen können. Er nickte also nur, während sein Herz zum Presslufthammer mutierte. Katja öffnete langsam seine Hose und schob sie nach unten. Perry konnte es nicht glauben. Sein Kleiner schnellte hervor und bevor er ausschwingen konnte, hatte Katja ihn schon in der Hand.

Print Friendly, PDF & Email

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.