Perry und das fremdgehen

Es verging etwas Zeit, in welcher Benjamin sich anschickte, ein wirklich aktives Mitglied der Gruppe zu werden. Zurück in Heinzfort begann sofort die Arbeit am Leviathan, wobei Benjamin besonders die Arbeit mit Lori genoss, dessen KI in seinen Augen wirklich alles schlug, was er je gesehen hatte. Unter Umständen würde sich das aber noch ändern, denn dieses neuronale Netz, welches er mit Mario geschaffen hatte, zeigte schon eine beachtliche Geschwindigkeit im lernen und verstehen.

Benjamin wurde quasi so etwas wie Maia in männlich. Er verweigerte zwar die Einladung, ebenfalls in die Wohngemeinschaft zu ziehen, aber das hatte auch einen bestimmten Grund. Da gab es ja immer noch die Sache mit Janine und wenn er sie wirklich heiraten würde, dann war seine kleine Wohnung ja so etwas wie ein Zufluchtsort für die Beiden.

Davon aber abgesehen, zeigte sich Benjamin schnell als einer der Nerds. Er verstand sich mit Waldemar, da sie die gleiche Sprache sprachen, kam sehr gut mit Perry zurecht und Donald war sogar ein potentiell aller bester Freund.

Überall schritten die Arbeiten voran. Der Garzella wurde immer stärker, Waldemar, beziehungsweise sein Alterego kam Maia immer näher und gemeinsam entwickelten sie ein wahrliches Superauto, während auch der Leviathan grosse Fortschritte zeigte und die Mädels ein immer grösseres Talent bewiesen, an der Kiste zu schrauben.

Benjamin brachte aber noch etwas zum Vorschein. Während Katja und Donald nur noch sporadisch Sex hatten, oder eher Donald sein Eigentum nur noch selten benutzte, verblasste der Reiz daran irgendwie für Perry. Es war nicht so, als wäre er nicht sofort bis zum Anschlag geil gewesen, wenn Katja von Donald gerufen wurde, aber so zwischendrin sah er in den Beiden nichts mehr besondere. Also in der Konstellation, nicht in den Menschen.

Bei Benjamin war das anders. Perry erkannte überdeutlich seine Blicke, die auf seine Frau gerichtet waren. Er war geil auf sie, war aber dann doch oft zu schüchtern, um es zu sagen. Hier und da machte dann Katja den ersten Schritt, was Perry zwar sofort wieder in Wallung versetzte, aber auch nur für die Dauer des Verkehrs anhielt.

Bis ein Zufall die Sache änderte. Alles begann im Zimmer von Perry, wo Katja gerade langsam und intensiv auf ihm ritt, ihn küsste und er sie zärtlich streichelte. Sie liebten sich, sie hatten keinen Sex. Das war ein grosser Unterschied, gerade für Katja.

Dann jedoch meldete sich ihr Handy. Spätestens seit den Vorgängen mit dem Schatten gehörte es zum guten Ton, wann auch immer die Nachrichten auf dem Handy zu lesen. Schliesslich konnte man ja nie so genau sagen, ob da nicht gerade etwas am kochen war.

Katja nahm also ihr Handy und richtete sich auf. Sie fing an zu lesen, während sie weiter mit ihrem Becken die Bewegung von Perrys Schwanz in ihr förderte. Dann bliebt sie sitzen und schaute über den Rand ihres Handys.

»Schatz, ich, also ich muss weg!«

Sie stand auf und fing an, hektisch Shirt und Rock anzuziehen. Perry grinste.

»Donald?«

Katja schüttelte den Kopf. Als Perry das sah, fiel sein gerade noch harter Riemen sofort in sich zusammen.

»Was? Wer sonst?«

Katja zog ihren Rock hoch und sah, dass da etwas hartes binnen eines Wimpernschlages zusammengefallen war. Das beunruhigte sie. Dennoch war sie nicht in der Lage, ihr Vorhaben abzubrechen.

»Otto.«

Perry stützte sich auf seine Unterarme.

»Bitte was? Was hat der? Weint er weil er alleine ist?«

Katja stützte die Fäuste in die Hüften.

»Seit wann bist du denn bitte so assi? Es ist noch gar nicht so lange her, da warst du in der gleichen Position wie er! Also mach jetzt nicht so als grosser Macker!«

»Ja, ist ja gut, entschuldige. Aber, was hat er denn?«

Katja schüttelte den Kopf.

»Na was wohl? Er will seinen Schwanz in mich stecken!«

Perry machte grosse Augen. Bei Donald war er das gewohnt, auch bei Viper und Pascal. Aber bei Benjamin?

»Dein Ernst? Deshalb rennst du jetzt hin?«

Katja fühlte sich einen Moment lang gar nicht gut. Sie war davon ausgegangen, dass sein Dödel aufgrund dieser Aussage sofort wieder in voller Blüte stand. Doch der schien sogar noch kleiner geworden zu sein.

»Ich ähm, Schatz, ich, wie soll ich sagen. Ja.«

Perrys Blick wurde noch skeptischer.

»Du, ich kann das ja bei Donald noch irgendwo verstehen. Aber warum der? Warum lässt du dich jetzt lieber von dem ficken, als weiter mit mir Liebe zu machen? Was hat der an sich?«

Katja zeigte die ungefähre Grosses von Benjamins Liebesspender.

»Echt jetzt?«

»Schatz, ja! Echt jetzt! Der hat den wahrscheinlich zweitgrössten Schwanz der Welt und der will in mich rein. Das kann ich nicht ablehnen.«

»Um sagen zu können, dass du den Zweitgrössten drin gehabt hast?«

»Nee. Boah Schatz, hatte ich doch schon längst, in jedem Loch! Nein, weil es echt pervers geil ist. Alleine nur wenn er drin ist, schon ohne sich zu bewegen!«

Trotz den normalerweise sehr treffenden Formulierungen, wollte Perrys Teil einfach nicht wachsen. Katja fing an sich Gedanken darum zu machen, doch bewegte sie sich auch gleichzeitig zur Tür. Ihre Muschi hatte vollständig die Kontrolle gewonnen und es war ihr in dem Moment einfach egal, ob sie ihrem Mann damit wehtat. Klar, hinterher würde sie es bereuen, aber aktuell war sie davon nicht abzubringen.

Perry schwieg. Er sah seiner Frau nach, wie sie die Tür erreichte, diese öffnete und wie ein Wirbelwind verschwand. Das schockierte ihn nicht zu knapp und seine Stimmung war total im Arsch. Da gab es nur eines. Er musste um Rat fragen und in der Hinsicht hatte sich Claudia schon oft als sehr nützlich erwiesen. Also nahm er sein Handy und fragte sie, was sie von diesem Verhalten hielt.

Die Antwort war nicht die, die er erwartet hatte. Claudia stellte die Frage in dem Raum, ob sich da nicht vielleicht Gefühle bei ihr eingeschlichen hatten. Schliesslich war auch Benjamin ein Nerd, der bei den Frauen keinen Erfolg hatte und bei dem Katja so etwas wie ein Retter in der Not spielen konnte. Genauso wie einst bei ihm.

Das war doch richtige Scheisse! Anstatt seine Bedenken zu zerstreuen, machte Claudia es nur noch schlimmer. Was, wenn Katja sich da wirklich am verlieben war? Würde er sie dann an Benjamin verlieren? Wäre die Ehe damit vorbei? Würde er wieder einsam durch die Gegend ziehen?

Zumindest letzter Punkt war unsinnig. Auch ohne Katja hatte er grossen Erfolg bei den Frauen. Selbst Claudia konnte ihm nicht immer widerstehen, während Amy, Rebekka und auch Janine sich sofort auf ihn stürzten, wenn er ihnen mal schöne Augen machte. Nein, einsam wäre er nicht gewesen, aber ohne seine Frau und da musste er nicht lange drüber nachdenken. Seine Liebe war ungebrochen und sie zu verlieren wäre der grösste Rückschlag in seinem Leben gewesen.

Doch so weit war es noch nicht. Während er da lag und sich Gedanken machte, teilweise auch schon ganz dicht vor einem Tränenausbruch stand, meldete sich sein Handy wieder. Eigentlich wollte er gar nicht schauen, um nicht noch eine so tolle Nachricht von Claudia zu bekommen. Als er dann aber doch schaute, war er verwundert. Es war Katja.

»Bist du mir böse?«

Da musste er erst einmal überlegen. Nein. Böse war er nicht. Verängstigt traf es eher und schockiert. Vielleicht auch etwas enttäuscht.

»Nein. Ich verstehe es nur nicht.«

»Was denn Schatz?«

»Bei Donald musst du nur einen Raum weiter. Für den musst du aber durch die halbe Stadt. Nur weil er einen grossen Schwanz hat?«

»Klingt bescheuert, weiss ich. Ist aber eher weil es übelst geil ist, wenn der mich fickt.«

Übelst geil. Klar, sie hatte schon oft erwähnt, dass die Grösse durchaus eine Rolle spielt. Aber bislang war das noch nie der Ausschlag gegeben, mitten in der Nacht, von einem Akt der Liebe zu einem Fick zu rennen.

»Ist das wirklich alles?«

Die Antwort dauerte etwas, was Perry natürlich sofort darauf zurückführte, dass sie erst noch nachdenken musste.

»Ja, ist wirklich alles!«

Daran konnte Perry einfach nicht glauben. Die Pause war eindeutig.

»Und warum machst du dann so eine lange Pause vor der Antwort?«

Wieder dauerte es etwas.

»Schatz, weil der mich gerade wie wild fickt!«

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