Ein ungeahntes Wochenende (Teil 20)

Von diesem fast schon erschütternden Fakt bekam Waldemar nichts mit. Er kümmerte sich um die Rennen und machte seinen Job sehr gut. Im Gegensatz zu Mario führte er sogar eine Neuerung ein. Beziehungsweise verhielt sich anders, als man es von Mario gewohnt war. Da war ein Kerl, der gegen den Lori antreten wollte. Für Waldemar war das ein verlorenes Rennen, denn der Lori stand ganz klar an der Spitze der Fahrzeuge. Nicht einmal die legendäre Viper konnte ihn besiegen. Also liess er sich von dem Fahrer die Wagenpapiere zeigen und sich Informationen bezüglich der Leistung geben, die aus den Papieren nicht wirklich ersichtlich waren. Elektrofahrzeuge waren anhand reiner Zahlen einfach nicht korrekt einzuschätzen. Auch suchte er auf den Monitoren vom Parkplatz entsprechendes Fahrzeug, um sich die äusseren Modifikationen anzuschauen und riet dann dem Fahrer, sich doch eher mit Pascal zu messen.

Der Fahrer fand zuerst diesen Vorschlag überhaupt nicht akzeptabel. Er war hier, um dem Lori das Fürchten zu lehren. Doch Waldemar blieb bei seiner Meinung. Diese begründete er dann mit Fakten, die durch die Beschreibungen, der Begutachtung und der Papiere offensichtlich waren und die es diesem Fahrzeug unmöglich machten, den Lori auch nur in Bedrängnis zu bringen.

Das schien den Fahrer dann doch zu beeindrucken. Es ging schliesslich auch darum, Janine, die mittlerweile quasi der einzige Fahrer des Lori war, verlangte hohe Beträge, um eine Herausforderung anzunehmen. Geld, was nach Waldemars Ausführungen ganz klar verloren war. Pascal hingegen begnügte sich mit einem weit niedrigeren Startgeld. Das hatte Vorteile für den Fahrer. Einerseits war er, wie auch Waldemar bestätigte, durchaus leistungsmässig dazu in der Lage, Pascal zu schlagen. Das hätte ihm das Preisgeld eingebracht. Andererseits sparte er eine ganze Stange Geld, die er in weitere Modifikationen stecken konnte, um schliesslich doch irgendwann den Lori fordern zu können.

Bislang gab es so etwas nicht. Befanden sich Fahrzeuge in einer ähnlichen Leistungsklasse, gab Mario die Rennen einfach frei. Ihm war es relativ egal, wie stark sich Fahrer überschätzen. Sich, oder ihre Fahrzeuge.

Pascal nahm die Herausforderung gerne an. Tatsächlich wurde er, im Vergleich zum Lion, Lori und der Viper eher wenig gefordert. Da war dieses Rennen eine erfreuliche Abwechslung. So fanden sich beide Fahrzeuge kurz darauf an der Startlinie wieder.

Amy, Janine, Rebekka, Katja und Maia befanden sich beim Lion, der schon von Mario gecheckt wurde, da dieser einfach dieses merkwürdige Verhalten nicht erklären konnte. Von daher machte sich Claudia daran, den Start für die beiden Fahrer zu geben. Dabei bot sie eine Show, die zu dieser fortgeschrittenen Stunde fast schon ihres Gleichen suchte. Normalerweise hatten alle Mädels, die sich als Starter bereitstellten, um diese Uhrzeit schon ihr ganzes Können eingesetzt und wiederholten nur noch. Nicht so Claudia.

Allgemein konnte man sagen, waren die Aufführungen vor dem Start allesamt eher aggressiv-erotisch. Claudia hingegen ging einen anderen Weg. Sie bewegte sich langsam, intensiv. Ihre Show war dabei einem alten Film entnommen. Eine Komödie, wo es um eine Stiefmutter von einem anderen Planeten ging. Sie betonte immer wieder ihren Körper mit ihren Hängen und schwang dabei sehr erotisch ihre Hüften. Alleine das reichte schon aus, um Pascal, wie auch seinen Gegner in eine starke Erregung zu versetzen. Aber auch sehr viele der Zuschauer standen mit offenen Münden, fast sabbernd an der Strecke und beobachteten das Geschehen.

Der Höhepunkt, sprich der eigentliche Start, gestaltete sich dann so anders, aber dazu kommen wir noch. Auf jeden Fall legte Claudia ihre Hände an ihre Hüfte und begann, langsam ihren Körper nach oben zu streichen. Ihre Hände trafen sich an ihren Brüsten und glitten auch diese nach oben, bis zum Ausschnitt ihres Tops. Das dieses recht lang war, merkten die Fahrer erst, als Claudia den Stoff griff und das ganze Oberteil mit ihren Händen mit nach oben zog. Als ihre Arme fast voll ausgestreckt waren, umspielte das Kleidungsstück ihre Brüste nur noch so weit, dass man die Brustwarzen nicht sehen konnte. Sonst lag schon einiges im Freien.

Zur Erotik gesellte sich nun Spannung. Klar war, Claudia würde ihre Arme bald ruckartig senken und damit das Rennen freigeben. Wie genau passte das aber zu dem Fakt, dass sie ihr Oberteil so weit nach oben gezogen hatte? Würde sie loslassen und die Arme senken, würde dieses ja nur wieder in seine normale Position fallen. War das erotisch? Gerade Pascal empfand es nicht so.

Einer konnte sich dabei schon denken, was nun folgen würde. Donald, der ebenfalls stark erregt am Streckenrand stand und seine Freundin bewunderte, wusste ziemlich genau, was sie da vorhatte und er war sich noch nicht so ganz sicher, ob ihm das gefallen würde. Bis zu dem Moment, wo die Autos losfuhren, war es definitiv auch für ihn eine gigantische Show. Doch da gab es noch ein danach!

Claudia stand da. Ihre Arme mit dem Oberteil in den Händen weit nach oben gestreckt, ihren Kopf in den Nacken gelegt, so dass sich ihre Brüste deutlich abzeichneten. Pascal und sein Kontrahent hatten die Füsse auf dem Gaspedal und versuchten ihre Autos nicht mit zu viel Speichel zu beschmutzen.

Claudia behielt ihre Haltung, als sie schliesslich wirklich ruckartig ihre Arme nach unten riss. Dabei liess sie jedoch ihr Oberteil nicht los. Es sauste mit nach unten, wurde dann aber von den Trägern zurückgehalten und durch die schnelle, heftige Bewegung kam das, was kommen musste. Es riss fast genau in der Mitte auf. Einmal durch bis fast ganz unten und gab damit Claudias Brüste vollends frei.

Das sie mit dieser Show etwas ganz neues gezeigt hatte, wurde kurz darauf mehr als deutlich. Claudia, die keine Fahrzeuge an sich vorbei brausen hörte, nahm ihren Kopf aus dem Nacken und schaute. Da standen sie noch. Sowohl Pascal, wie auch sein Gegner. Beide starrten wie in Trance auf ihre Brüste und offensichtlich hatten sie total verschlafen, dass das Rennen schon lief. Waldemar, der von der ganzen Show unbeeindruckt geblieben war, hatte mit senken der Arme auch die Uhr schon gestartet, die gnadenlos lief. Trotzdem blieben beide Fahrzeuge an der Startlinie.

Claudia knetete einmal kurz ihre Brüste, dann machte sie mit beiden Armen, die Hände zur Faust geballt und die Daumen ausgestreckt unmissverständlich das Zeichen, dass die Beiden doch mal losfahren sollten.

Die verstanden das auch. Sie erwachten gleichzeitig aus ihrer Starre und traten auch gleichzeitig aufs Gas. Als sie an Claudia vorbei geschossen waren, drehte diese sich um, so wie man es bei den Starts eben kannte und gab damit den Zuschauern ebenfalls einen perfekten Blick auf ihre prachtvolle Oberweite. Viele der Zuschauer bekamen deshalb vom Rennen selbst nicht so viel mit.

Donald hingegen hatte so ein Problem. Einerseits fand er es total unangebracht, dass seine Freundin nun obenrum unbekleidet zum Parkplatz kommen musste. Andererseits war er auch unglaublich stolz. Diese Frau, die gerade so viele Männer in ihren Bann gezogen hatte, war schliesslich seine Freundin und sie würde in dieser Nacht wieder an ihn gekuschelt bei ihm liegen. Was sollte er nun tun? Sauer sein, oder glücklich?

Doch da lief ja auch noch ein Rennen! Eines, welches durchaus Spannung zu bieten wusste. Denn wie Waldemar es treffend bemerkt hatte, der Wagen von Pascals Gegner hatte durchaus das Potential, Pascal zu schlagen. Natürlich. Es war ein auf Elektromotor umgerüsteter Lion 16. Vier Motoren trieben das kleine, leichte Geschoss an, welches bis auf den Fahrersitz vollkommen ausgeräumt war. Die Akkus gaben gerade genug Strom, um ein Rennen, sowie An- und Abfahrt zu überstehen. Das Ding war also sehr leicht und bekam seine Traktion vorwiegend durch automatisch verstellende Spoiler. Es war durchaus auch ein Kandidat, ums ich mit der Viper anzulegen, doch sah Waldemar mehr Chancen bei Pascal.

Er sollte auch fast Recht behalten. Während des Rennverlaufs war keines der Fahrzeuge direkt im Vorteil. Schlussendlich war es wahrscheinlich nur Pascals Erfahrung mit seinem Auto, was ihm ein wenig Vorsprung und damit den Sieg einbrachte.

Schlussendlich spielte das aber nur eine untergeordnete Rolle. Zwar gab es, nach dem Rennen, viel Jubel und der Platz um die Fahrzeuge war gewohnt gut gefüllt, doch schienen viele einfach nur in die Nähe von Claudia kommen zu wollen, was wiederum Donald nicht schmeckte. Auch er wollte zu seiner Freundin, doch wurde er von einer Unzahl von Menschen blockiert, die ganz offensichtlich gar nicht zum Sieger wollten.

Wie dem auch sei. Waldemar und Claudia hatten gemeinsam dieses eine, fast das letzte Rennen an diesem Renntag, zu einem Highlight gemacht, von dem man noch viel hören würde. Ausserdem war da schon klar, dieses Rennen würde auch in die Highlight-Rubrik der Webseite Einzug halten. Für Waldemar war es nicht sonderlich verwunderlich. Er war ja ohnehin der Meinung, immer die beste Leistung erbringen zu können, da er ja, wie er gerne sagte, über einen überragenden Intellekt verfügte, der dem seiner Freunde um Lichtjahre voraus war.

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