Mission „Sau blöde Idee!“ beginnt!

Zum vereinbarten Zeitpunkt stehen alle Beteiligten vor dem Hangar des Superflugzeugs. Katja, Elena, Claudia, Maia, Donald, Perry und Waldemar stellten die Fraktion Heinzfort, während Amy, Janine, Rebekka, Pascal, Mario und Viper die Fraktion Neunburg darstellten. Elena schaute sich um.

»Sonst keiner?«

»Nein Elena. Ich habe mir intensivste Gedanken über das Thema gemacht und bin zu dem Schluss gekommen, wir sollten reichen. Es wird nicht so dramatisch, wie ihr euch das die ganze Zeit denkt!«

»Was mich viel brennender interessieren würde, wo sind eure Hüte?«

Fragte Viper und schaue die Mädels dabei an.

»Hüte? Wieso Hüte?«

»Weil ihr hier doch voll einen auf Spion macht, mit diesen langen, grauen Mänteln!«

Die Mädels schauten an sich runter. Ja, sie trugen alle den gleichen Mantel. Wo lag das Problem? Perry merkte jetzt erst, dass ihm das gar nicht aufgefallen war.

»Wie haben wir von Pascal. Frag doch den!«

Viper schielte zu Pascal. Der schnaufte.

»Zeigts ihm doch einfach!«

Die Mädels schauten sich an, zuckten fast gleichzeitig mit den Schultern, dann lösten sie die Gürtel und öffneten die Mäntel. Die Jungs staunten nicht schlecht, als sie diese Uniformen sahen.

»Alter, was ist das denn?«

»Das ist spezielle Kleidung für die Mädels. Spezielles Material, um Temperaturschwankungen entgegenzuwirken, um sich nicht in der Bewegung zu hindern und um sie im Kampf, sollte es zu einem kommen, zu schützen. Die Dinger sind Kugelsicher und auch Stichwaffen kommen nicht durch.«

Vipers Blick wurde grimmig.

»Soll ich mich auch in so einen Fummel quetschen, oder wie?«

Genervt schüttelte Pascal mit geschlossenen Augen und gesenktem Blick den Kopf.

»Nein. Wenn es Hart auf Hart kommt, passen die schon auf dich auf. Keine Sorge!«

Sofort war Vipers Eher wieder angegriffen und er wollte entsprechend reagieren, dann fiel ihm jedoch die Insel wieder ein. Auch dort waren es die Mädels gewesen, welche an vorderster Front gekämpft hatten, nicht er. Er war eben, wenn es denn schnell gehen musste, der, der das Flugzeug in die Luft zu bringen hatte. Aisha war ja nicht anwesend. Also schwieg er.

»Mein lieber Pascal. Dein Gedanken kann ich nachvollziehen, sie sind logisch und zu befürworten. Aber! Weder Claudia, noch Maia, noch Elena sind in der Kampfkunst unterwiesen. Warum haben also auch sie diese Kleidung?«

Pascal lachte diabolisch.

»Einfach, weil sie auch noch super geil aussehen! Wir werden ja ein paar Tage unterwegs sein, da will man ja auch was fürs Auge und wenn es darum geht, wer flachgelegt werden soll, wäre es doch gemein, nur ein paar von ihnen so zu zieren. Findest du nicht?«

Waldemar verstand und schwieg. Die Antwort war in gewisser Hinsicht logisch, ihm reichte das.

»Aber, bevor wir loslegen, ich hab was gebastelt!«

Neugierige Blicke ereilten Mario. Der verschwand kurz im Hangar und schob einen grossen Wagen mit seltsamen Geräten, die aussahen wie Rücksäcke, heraus.

»Ähm du, ich schlepp mich aber nicht mit so Zeug wund!«

Marios Blick gegen Donald war kalt. Er hob einen dieser komischen Rucksäcke vom Wagen und schnellte ihn sich um. Zwei Riemen gingen dabei auch noch um die Oberschenkel. Dazu gehörten auch noch Handschuhe.

»Du siehst mich voller Neugier, mein Freund!«

Erwähnte Waldemar. Mario grinste. Er klappte vom Handgelenk her so etwas wie Steuerknüppel aus. Zumindest sah der in der rechten Hand danach aus, während in der Linken nur ein Griff mit so etwas wie einer Handbremse vom Fahrrad war. Die Blicke Aller wurden immer interessierter.

Mario drückte den Knopf an der linken Hand. Ein Geräusch wie ein zu gross geratener Föhn war zu hören und Marios Haare wirbelten umher. In solchen Momenten fand gerade Amy es immer wieder sehr schade, dass Mario mit Frauen so gar nichts anfangen konnte, denn er war schon irgendwie zum anbeissen. Mehr geschah jedoch nicht. Dann rief Viper.

»Sollen wir dort das Laub wegblasen?«

Mario grinste, ging ein bisschen in die Hocke und sprang. Die Gesichtsausdrücke der Freunde waren für Mario zu köstlich, als er ein bisschen in die Höhe sprang, dort dann aber einfach in der Luft verharrte. Erst jetzt dämmerte es einigen der Freunde, was das für Rucksäcke waren.

»Jetpacks?«

Rief Perry. Mario hob den Daumen, dann benutzte er den Steuerknüppel und begann spielend umherzufliegen. Alles unter den staunenden Blicken seiner Freunde. Schliesslich parkte er wieder vor ihnen, drückte erneut den Knopf zur Linken und landete. Das Geräusch verstummte.

»Mein lieber Freund Mario. Erneut siehst du mich sprachlos aufgrund deines Intellektes. Ich gehe davon aus, du nutzt einen elektrischen Antrieb?«

»Klaro Waldi.«

»Und du willst, dass wir mit den Dingern durch die Gegend fliegen, oder wie?«

»Sicher doch Maia. Dafür habe ich sie ja gebaut! Nachdem, was ich so gesehen habe, können wir mit unserem Vogel nicht direkt in dem Ort landen. Eigentlich wollte ich so etwas wie Roller bauen, mit denen wir dann dorthin fahren. Aber irgendwie war mir das nicht cool genug. Mit den Dingern sind wir in Windeseile dort, können alles auch von oben erkunden und falls wir mal Probleme haben, sind wir auch ganz schnell wieder weg!«

»Ja nee ist klar. Du bringst uns jetzt in zwei Minuten das fliegen dieser Dinger bei und schon geht es los. Ja?«

»Nö Donald. Ich muss euch da nichts beibringen. Die Dinger fliegen voll automatisch. Ihr könnte zappeln, oder Hampelmann machen, oder was ihr wollte. Der Boardcomputer ermittelt über Sensoren jede Bewegung und alles, was nicht vom Steuerknüppel eingegeben wird, filtert er heraus. Er kann bis zu 300 Mal pro Sekunde die Düsen verstellen. Ihr seit keine Piloten, sondern eher Kommandanten. Ihr sagt dem Ding, was es tun soll und der Rest erledigt es für euch.«

»Dann gib mal her so ein Ding!«

Knurrte Viper. Er folgte Marios einladender Geste, nahm sich so ein Teil und schnallte es um. Die Hebel hatte er schnell in den Händen und schon hatte er den Knopf gedrückt. Er sprang und blieb, genau wie Mario vorher, in der Luft einfach stehen. Wenige Zentimeter über dem Boden. Dann benutzte er den Knüppel und flog mit gleicher Leichtigkeit umher.

Kaum war er gelandet, stürzten sich alle Anderen, mit Ausnahme von Waldemar, auf die Rucksäcke und wenige Augenblicke später flogen alle durch die Luft.

Es war tatsächlich denkbar einfach. Drückte man den Steuerknüppel nach vorne, gab man Gas. Zurück bremste man, oder flog rückwärts. Mit einer Bewegung nach Rechts, oder Links, flog man eben in diese Richtung. Wenn man den Knüppel drehte, rotierte man auf der Stelle in entsprechender Richtung.

Zog man nun in der linken Hand an dieser Fahrradbremse, stieg die Höhe. Es war beeindruckend, wie hoch man damit steigen konnte. Liess man diesen Hebel wieder los, sank man wieder. Je nach Höhe erst schnell, dann immer langsamer, bis man wieder nur wenige Zentimeter über dem Boden angekommen war. Butterweich, wie Mario gesagt hatte.

»Okay. Aber was passiert, wenn man ein paar Meter hoch ist und dann fällt der Motor aus?«

»Nichts Perry. Da sind insgesamt vier Motoren drin und rein technisch brauchst du nur einen zum fliegen. Aber sollte tatsächlich mal was kaputt gehen, da ist auch ein Rettungssystem eingebaut. Wenn irgendwas nicht stimmt, wird ein Highspeed-Fallschirm ausgelöst, der schon ab drei Meter wirkt.«

»Und, mein lieber Freund Mario, wie lange hält der Akku?«

»Waldi, ich habe nur das Beste hier verbaut. Eine ganz neue Entwicklung. Zeige ich dir bei Gelegenheit. Mit einer Ladung fliegt so ein Ding fast eine ganze Stunde. Keine Angst, man wird vom Computer zur Landung gezwungen, bevor der Saft alle ist.«

Mario hatte es gesagt, da gab es nicht den geringsten Zweifel für Waldemar, dass es auch genau so war. Er entschied sich schliesslich auch dazu, einen Flug zu riskieren und kaum war er wieder gelandet, schien er zufrieden.

»Tatsächlich, mein lieber Freund. Du hast dich erneut selbst übertroffen! Dieses Gefährt ist wahrlich eine Meisterleistung! Erneut bin ich stolz darauf, dich Freund nennen zu dürfen!«

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