Die Ortschaft

Nachdem dann alle soweit startklar waren, ging es los in Richtung Ortschaft. Anfangs war das komisch, da sie direkt an der Strasse entlang mussten, der Gehweg nicht besonders breit war und dauernd Autos, aber eigentlich mehr Roller an ihnen vorbei schossen.

Nach wenigen Minuten wurde es dann aber breiter und die Gegend viel, viel malerischer. Sie überquerten den Fluss, den sie vom See aus schon gesehen hatten und alleine das war schon toll. Dazu die hohen Temperaturen, gekühlt durch die sanfte Brise vom See, die typische Flora und all das, machte die Sache dann doch schon irgendwie romantisch.

Bald bog die Strasse dann ab in Richtung See und man merkte, dass man schon in eine wirkliche Ortschaft kam. War bislang Rechts und Links an der Strasse eigentlich nur ein Campingplatz neben dem anderen, zeigten sich hier dann Gebäude. Da war so etwas wie ein Supermarkt auf der rechten Seite. Auch wenn die Gruppe wohl keinen Grund dafür hatte, dort einzukehren, schien die Idee dennoch verlockend.

Ein Stück weiter sahen sie dann auch die Polizeistation mit dem Polizeiboot, welches Viper schon kennengelernt hatte. Ausserdem machte die Strasse nun einen Knick nach Rechts auf so etwas wie eine Promenade. Oder war es eine Promenade? Auf jeden Fall war man direkt am Wasser, dann kam ein grosser Platz und dahinter dann die Gebäude, die sich tatsächlich grösstenteils mit Geschäften gefüllt hatten.

Direkt in dem ersten Laden fanden sie auch, wonach sie suchten. Schlauchboote. Hier gab es alles, von klein bis riesig und die Meisten hatten ein aufgeblasenes Muster an der Wand zur Kasse stehen, oder hingen an der Decke.

Schnell war klar, hier musste das grösste Boot her, was man finden kannte. Nur, warum? Damit man immer alle gleichzeitig zum Boot rudern konnte? Unwahrscheinlich. Warum sich den Stress machen, wenn man doch alleine hin rudern und dann mit dem Boot zum Steg fahren konnte?

Nein, gerade Katja bestand darauf, die grösste Variante zu kaufen. Natürlich hatte sie im Hinterkopf, dass sie mit Perry, Derrick, Donald, Pascal, Viper oder gar Phillip damit raus rudern könnte, wo sie dann ihre sexuelle Bereitschaft bekunden konnte.

Maia machte die Sache klar. Irgendwie fand es gerade Pascal traurig, dass hier nun mittlerweile mit Euro bezahlt wurde. Gut, es waren nun schon fast 20 Jahre, seit der Euro die lokalen Währungen abgelöst hatte, aber Italien hatte mit seiner Währung einfach diese geniale Sonderstellung, überall so viele Nullen dranhängen zu haben. Das hatte irgendwie was, fühlte man sich im Urlaub schliesslich wie ein König.

Prima. Boot gekauft, Paddel gekauft, noch ein paar Taue gekauft, es konnte weitergehen. Das fanden die Jungs dann nicht mehr so toll, denn hier gab es Klamotten in Hülle und Fülle. Das konnten sich die Mädels natürlich nicht entgehen lassen und verschwanden schnell im Wald an Kleidungsständern. Die Jungs blieben draussen und gingen ans Wasser. Hier legte wohl auch eine Fähre an, wie die Beschilderung es zeigte und einen Hafen gab es hier auch. Eigentlich hätte die Gruppe ja mit dem Boot hierher fahren können. Nun, vielleicht sollten sie das tun, wenn die Mädels mal wirklich zum Shoppen herkommen wollten. Denn wie es aussah, gab es hier Mittwochs auch immer einen Markt.

»Wir waren jetzt echt schon an den ausgefallensten Orten, wo man Urlaub machen konnte. Stellenweise am anderen Ende der Welt, oder auf so verlassenen Inseln, dass es für mich immer noch ein Wunder ist, wie du unseren Vogel dort hast landen können. Jetzt sind wir hier und ich bin eigentlich der Meinung, hier ist es mindestens genauso schön.«

»Ich weiss selbst nicht so genau, wie ich die Landung auf der einen Insel geschafft habe Derrick. Wahrscheinlich wäre das mit keinem anderen Flugzeug dieser Grösse gegangen. Alleine schon, dass ja schon überall Gras auf der Piste gewachsen ist. Totaler Irrsinn, wenn du mich fragst! Aber ich gebe dir absolut Recht. Dort war es nicht schöner als hier.«

»Na ja, dort gab es aber Sandstrände.«

»Ja Phillip. Dort gab es Sandstrände. Dazu Salzwasser, Quallen, Seesterne und wenn Pascal mich das eine Mal nicht gewarnt hätte, hätte mir dieser dämliche Bullenhai ins Bein gebissen.«

»Ihr seit echt irre drauf. Ich bin damals mit meinen Eltern fast nur runter nach Spanien. Immer abwechselnd. Ein Jahr Rosamar, nächstes Jahr dann dieser Campingplatz, den ich nicht aussprechen kann. Schön jedes Jahr im Wechsel. Ich will nicht sagen, dass es dort nicht schön war, aber wenn du immer alleine dort bist, keine Freunde und gar nichts, ist es einfach nicht toll. Die haben dann den ganzen Tag am Strand gelegen und Aufregung war nur dann, wenn ich verloren gegangen bin.«

»Dem kann ich mich nicht anschliessen, mein Freund Perry. Meine Urlaube waren durchzogen mit Experimenten, Untersuchungen und ich habe viele neue Erkenntnisse gewonnen!«

»Waldi, du bist voll der Schwätzer! Neue Erkenntnisse? Du bist nach jedem Urlaub angekommen und hast uns die Ohren voll gelabert, was du da nicht alles entdeckt und untersucht hättest. Endergebnis war, kurze Suche im Internet und schon fand man alles, was du da entdeckt hattest. Weil das schon lange vor dir entdeckt und beschrieben worden war!«

»Verunglimpfe mich ruhig, mein lieber Freund Donald. Doch während du im Urlaub nichts weiter getan hast, als Frauen erfolglos nachzujagen, habe ich meine Fähigkeiten erweitert. Ja, ich habe nichts neues entdeckt, aber dennoch habe ich meine Fähigkeiten verfeinert, meine Technik zur wissenschaftlichen Beschreibung immer weiter verbessert!«

»Hallo? Erfolglos? Ich hab in einigen Urlauben mehr gefickt, als du in deinem ganzen Leben!«

Da fingen die Jungs an zu lachen. Von Waldemar ausgenommen. Der fand es auch gar nicht lustig, dass Mario lachte. Von ihm hatte er mehr erwartet.

»Donald, hör bitte auf mit dem Quatsch. Mir bricht gleich das Zwerchfell.«

»Bitte? Es ist so Derrick!«

»Mag ja sein, aber du kannst das doch nicht mit Waldi vergleichen!«

Donald verstand, warum die Jungs lachten und lachte schliesslich auch.

»Sie sind so erwachsen, wie ich immer und immer wieder bemerken muss. Stellenweise frage ich mich immer wieder, warum ich meine Zeit mit diesen Menschen verbringe.«

Mario stoppte sein lachen.

»Echt jetzt? Vielleicht sind wir hier und da etwas kindisch, aber du wirst mit Sicherheit keine besseren Freunde finde! Das …«

Dabei zeigte Mario auf die Männer.

»Sind Menschen, mit denen ich mich aus einem Flugzeug stürzen würde, wenn sie mir sagen, mir kann nichts passieren.«

Waldemar wirkte einen Moment nachdenklich.

»In der Tat, geschätzter Freund Mario, scheint mir dieser Umstand wichtiger zu sein, als ein in der Öffentlichkeit ansprechendes Verhalten. Ich stimme dir also zu und bedanke mich, dass du meine Frage beantwortet hast.«

»Aber mal zurück zum Thema. Ja, hier ist es wirklich wundervoll! Dabei bin ich nicht so der Camper. Aber hier, ja hier halte ich es aus!«

»Schön Mario. Aber nichts desto weniger, die könnten jetzt mal langsam kommen. Ich hab Hunger und Bock zu ficken.«

Sagte Viper und griff sich in den Schritt.

»Ich hab vorhin!«

Meldete sich Perry stolz.

»Gut so. Dann macht es dir ja sicher nichts, wenn ich mir nachher deine Frau schnappe, mit ihr an den Seh gehe uns sie im Wasser mal so richtig geil ficke!«

Perry schwieg. Dann kam etwas, womit er nie im Leben gerechnet hatte. Es war nicht neu, dass mit einer aufkommenden Erektion jemand an sein Ding ging. Doch dieses Mal war es die Hand von Luigi, die da hin langte und ordentlich zugriff.

»Ja leck mich! So klein aber so dick? Was bist du denn für ein Monster?«

»Ähm, du da? Falscher Kerl! Wenn du an einen Schwanz gehst, dann bitte an meinen!«

»Stell dich nicht so an Mario. Luigi, wenn du was grosses, dickes spüren willst, guck mal bei mir!«

Luigi grinste zu Donald, behielt seine Hände dann aber doch für sich.

Schlussendlich kamen die Frauen zurück. Gekauft hatte keine etwas, aber sie hatten offensichtlich ausgiebig gestöbert und sofort den Plan gefasst, am nächsten Tag, aber schon früher, mussten sie mit dem Boot herkommen und dann mal richtig shoppen. Perry bekam in Aussicht gestellt, wenn er nicht zu geizig war, dann könnte ihm was blühen. Dem gefiel das natürlich!

Print Friendly, PDF & Email

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.