Immer weiter mit dem Garzella

Wieder vergingen die Tage und eines schönen Wochenendes sassen die Heinzforter in der Werkstatt und arbeiteten am Garzella. Wobei nur ein Teil der Leute wirklich am Auto schraubten. Die Mädels! Selbst Maia hatte mittlerweile einen Draht zu dem Auto und werkte mit den Anderen munter daran herum, während die Jungs, von Waldemar abgesehen, im Aufenthaltsraum sassen und an ihren Handys spielten. Waldemar sass derweil an seinem Computer und erstellte schon das nächste Bauteil, welches er danach in den Druck geben würde.

»An welcher Stelle genau ist und das so aus dem Ruder gelaufen?«

»Wenn du mich fragst, ich habe keine Ahnung Donald!«

»Eben haben die nur Sex im Kopf, jetzt nehmen sie uns das Hobby weg.«

»Ich weiss ja auch nicht. Aber noch ein bisschen, dann brauchen wir auch nicht mehr hier her zu kommen. Ich meine, wir kommen her, ziehen uns um, dann hocken wir hier dämlich in der Gegend, ziehen uns wieder um und fahren heim. Eigentlich einfach nur eine Zeitverschwendung. Da sollten wir lieber zuhause zocken.«

»Daran hab ich auch schon gedacht. Die zwei oder drei Mal, wo sie uns wegen mangelnder Kraft brauchen, lohnen eigentlich nicht.«

Unterdessen lagen Katja und Maia unter dem Auto und verlegten Kabel für Waldemar.

»Kann ich dich was fragen Katja?«

»Sicher, was ist los?«

»Dein Mann ist los. Ich hab zwar jetzt keine Ahnung, ob es eine so gute Idee ist, die das zu erzählen, aber ich muss einfach.«

»Er geht dir nicht aus dem Kopf, ja?«

Maia wurde ein bisschen wehmütig und schien auch etwas Angst zu haben. Dennoch traute sie sich.

»Ja. Irgendwie, weil nichts passiert! Wir reden zwar immer wieder davon, aber es ist einfach noch nichts passiert und ich habe so das Gefühl, dadurch steigt mein Verlangen.«

Katja fing an zu lachen.

»Also, an mir liegt es sicher nicht!«

»Weiss ich ja. Das macht mich irgendwie echt fertig!«

»Ach, ganz ruhig Süsse! Ihr landet noch in der Kiste und falls du dich verlieben solltest, besorg dir viele Taschentücher.«

»Wieso Taschentücher?«

»Weil er dir das Herz brechen wird.«

Maia verstand. Irgendwie konnte sie das auch nachvollziehen.

»Ich habe nicht vor, mich zu verlieben.«

»Hatten Claudi und ich auch nicht und Elena, ach so, die ist ja nicht verliebt.«

»Elena? Die glüht doch!«

Wieder lachte Katja.

»Elena? Niemals!«

»Was ist mit mir?«

»Du bist nicht verliebt!«

»Nein, bin ich nicht. In wen denn?«

Katja schaute Maia an und die Katja. Beide grinsten. Dann schob Katja das Kabel durch ein Loch in den Innenraum. Dort wurde es jedoch nicht entgegengenommen.

»Kannst du der Schnarchnase mal sagen, dass sie das Kabel holen soll?«

Rief Katja unter dem Auto heraus.

Elena ging um das Auto herum, wo Claudia vor der Fahrertür kniete, ihren Oberkörper auf dem Sitz liegen hatte und irgendeine Nachricht in das Handy tippte. Da sie nicht reagierte, gab ihr Elena einen ordentlichen tritt in den Hintern.

»Spinnst du?«

Rief Claudia aus dem Auto heraus.

»Ich? Die da unten warten, dass du das Kabel da rausholst!«

Claudia schaute, griff nach dem Kabel und zog es hoch. Unten befestigten Katja und Maia die letzten Kabelbinder und kamen wieder unter der Kiste heraus.

»Falls wir dich bei etwas stören, sag es einfach!«

Claudia kam aus dem Auto gekrabbelt.

»Ihr stört nicht, ich angele uns nur gerade etwas!«

Katja verschränkte die Arme.

»Und was?«

Strahlend drehte Claudia das Handy rum und zeigte ein Bild. Dieses zeigte einen maximal pigmentierten Mann, jedoch nur untenrum und das ohne Textil. Katja, Maia und Elena rissen ungläubig die Augen auf.

»Ist das ein Mensch?«

»Ja Katja, ist ein Mensch!«

»Der war ein bisschen lange auf der Sonnenbank, oder?«

»Nein Maia, ich denke, der ist Natur so.«

»Ein BBC!«

Grinste Elena.

»So ist es und der möchte gerne in die Gruppe.«

»Echt jetzt? So ein Ding soll mich rammeln?«

»Seit wann denn so scheu Katja?«

»Na ja, ich mag es ja gross, aber wenn so ein Teil aussieht wie ein Unterarm, dann bekomm ich schon ein bisschen Panik!«

Claudia und Elena lachten. Nur Maia nicht.

»Wer sagt denn, dass du mit dem ins Bett musst Katja?«

»Ach, sind ungeschriebene Regeln. Erst muss ein neuer Kerl uns drei ficken, bevor wir entscheiden, ob er in die Gruppe darf.«

Auch wenn es in der Tat eine ungeschriebene Regel in der Gruppe war, die Mädels hielten sich nur selten daran. Anfangs ja, da wurde jeder Kerl von den Mädels erst bewertet. Doch dann nahm Claudia jemand ungefragt auf, oder auch Katja. Wenn es allerdings war wie in dem Moment, dass Claudia erst ihre Freundinnen fragte, wurde diese Regel wieder aktiv.

»Und ihr bestimmt das dann?«

Die Mädels schauten sich an. Genaugenommen war es so. Aber, sie sagten immer, dass die WG die Entscheidung zu treffen hatte. Entsprechend schauten sie schliesslich zu Maia.

»Wir und du!«

Maia wurde blass.

»Wie? Ich?«

»Ja! Du gehörst doch jetzt auch zur WG. Ergo musst du ihn auch testen und mitentscheiden.«

»Niemals! So was kriege ich doch nie in mich rein!«

Claudia lachte.

»Quatsch nicht! Wir haben Literweise Gel zuhause. Das wird schon!«

Katja versuchte Verständnis zu zeigen.

»Falls du aber gar nicht willst, ist auch okay.«

»Ja, nein. Also doch, ja. Wenn es dazugehört, dann ist es eben so. Also, wann soll das steigen?«

»Wann immer wir wollen!«

Waldemar sass derweil an seinem Computer und ging seiner Arbeit nach. Doch ihm fiel immer wieder etwas auf. Er erstellte die Objekte, dann fing er an an Elena zu denken. Immer wieder musste er sich dazu zwingen, die Gedanken wieder auf seine Arbeit zu richten. Doch immer wieder schweiften seine Gedanken ab. Was war das nur?

Die Logik gab ihm die Antwort. Er war spitz! Denn er dachte nicht an Elena, wie sie ihm bei der Arbeit half, oder ähnliches. Er dachte daran, wie sie ihn berührte, nackt dabei war und er ihren perfekten Körper sehen konnte. Es musste also Erregung gewesen sein, warum er sich nur schwer konzentrieren konnte und für ihn war das natürlich kein Zustand.

»Elena!«

Rief er laut. Es dauerte aber einen Moment, bis sie schliesslich kam.

»Ja?«

Waldemar drehte sich mit dem Stuhl herum.

»Ich brauche deine Hilfe, teure Partnerin!«

Elena liebte es, wenn er sie so nannte.

»Und wobei?«

»Krabbele unter meinen Schreibtisch und befriedige mich, während ich weiterarbeite. Ich bin durch deinen hoch erotischen, perfekten Körper so erregt, dass ich mich nur schwer konzentrieren kann!«

Elenas Augen wurden gross.

»Ich soll dir unter dem Schreibtisch einen lutschen?«

»Ich habe mich präzise ausgedrückt. Also, bitte!«

Elena musste mal wieder über sich selbst schmunzeln. Sie krabbelte wirklich unter den Schreibtisch und holte, nachdem Waldemar sich wieder gedreht hatte, sein bestes Stück aus der Hose. Oralverkehr fiel jedoch aus Platzgründen aus, es blieb also nur die Hand.

Schmunzeln musste Elena, weil sie seiner Aufforderung so bereitwillig nachgekommen war. Eigentlich war das ja weniger ihre Art, doch bei Waldemar war das einfach etwas anderes. Alleine, dass er es von ihr forderte, war für Elena ein Alleinstellungsmerkmal. Von ihr wollte er das, von keiner anderen. Sie machte ihn gedanklich offensichtlich verrückt und das gefiel ihr unendlich gut.

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