Maia. Freund, oder Feind?

»Wenn das ein Problem für dich ist, dann ist das Thema für mich vom Tisch!«

Katja schaute Maia mit einem leeren Blick an. Maia schaute Katja mit einem schuldbewussten, besorgten Blick an und auch Waldemar schien bei Katja ein verdächtiges Verhalten zu beobachten.

»Bitte was?«

»Na, wenn du ein Problem damit hast, dass mich Perry nageln soll, dann ist das okay für mich! Ich dachte nur, ihr seit da offen!«

Katja verstand nicht ganz. Sie musste doch quasi über Stunden in Gedanken versunken gewesen sein. Doch irgendwie schien hier im Wohnzimmer noch das gleiche Gespräch zu herrschen, wie vor ihrer Vision. Ein Blick zur Uhr verriet ihr, sie war noch nicht einmal eine Minute abwesend gewesen. Äusserst merkwürdig.

»Was? Ach so. Sorry, musste gerade an etwa denken. Aber, wenn Perry das will, kann kann er dich ficken. Das ist seine Entscheidung.«

»Oh cool! Veronica erzählt ja nur in den höchsten Tönen von ihm!«

Katja musste schmunzeln.

»Ja, er ist eine Nummer für sich.«

»Also, da bin ich dann schon sehr gespannt, wie es sein wird!«

Genau in dem Moment kam Perry aus seinem Zimmer gekrochen.

»Wie was sein wird?«

Dieser verschlafene Blick, dieses Gähnen und die Schritte, Perry machte schon so ein bisschen den Eindruck, er könnte über Nacht zum Untoten mutiert sein. Doch so sah er eigentlich immer aus, wenn er hier aus dem Bett kam.

»Du Schatz. Maia will eure Software finanziell unterstützen und als Gegenleistung sollst du sie mal durchs Bett scheuchen.«

Perry schaute misstrauisch zu Maia.

»Du willst Geld in unsere Firma stecken und als Ausgleich soll ich was in dich stecken?«

»Ja gut, ganz so habe ich das jetzt nicht formuliert, aber prinzipiell passt es.«

»Okay. Öfter mal was neues!«

Auch wenn Perry nicht gerade die Anzeichen machte, jetzt gross etwa arbeiten zu wollen, Katja verabschiedete sich kurz darauf und verschwand in ihre Wohnung. So war das eben am Morgen in Heinzfort und so würde sie das auch beibehalten. Insgeheim hoffte sie aber, dass unten schon jemand in der Commune war, denn sie hatte echtes Verlangen nach der Gruppe.

Doch da gab es etwas, was sie unbedingt in Erfahrung bringen musste. Kaum war sie in ihrer Wohnung, eilte sie in ihr Zimmer und hatte dabei schon das Handy in der Hand, was genau in dem Moment zu klingeln begann.

»Pascal?«

»Klar, wer sonst. Wo drückt denn der Schuh?«

»Ich, also, woher weisst du?«

»Dämon?«

»Ach ja. So was aber auch, dass ich das immer vergesse!«

»Dein Problem?«

»Ja. Mein Problem. Also, ich hatte da gerade eine super seltsame Situation. Ich stehe da, rede mit Waldi und Maia und auf einmal habe ich da eine Vision vor Augen. Wie ich mit einem Kerl vögele, den ich gar nicht kenne und den ich eigentlich auch gar nicht will. Weil Perry nicht da ist und eigentlich bin ich das gar nicht und es geht auch nicht um Perry und als alles rum war waren kaum Zeit vergangen. Wie kommt das?«

Sie konnte hören, wie Pascal die Luft einsog.

»Okay. Stell dir das alles mal so vor. Eigentlich bist du überhaupt nicht real. Du bist eine Figur in einer Geschichte, die von einem Autor immer und immer weiter vorangetrieben wird. Dieser Autor hatte nun etwas auf der Seele brennen und hat dich benutzt, um dieses Problem zu verarbeiten.«

Katja wusste gar nicht, ob sich lachen sollte, oder wie sie Pascals Worte zu werten hatte. Sie stand doch sehr real in ihrer Wohnung! Ausserdem hatte sie ein reales Hand am Ohr, konnte mit ihrer Hand ihren realen Körper abtasten und nahm ihre Umgebung doch klar wahr.

»Ja. Danke. Jetzt geht es mir besser! Aber, was kannst du zu dieser Maia sagen?«

Pascal wusste genau, dass Katja ihm kein Wort geglaubt hatte und das spielte für ihn auch keine wirkliche Rolle.

»Maia. Schwer zu sagen. Lass es einfach auf dich zukommen, aber ich gehe mal stark davon aus, dass du da noch deinen Spass haben wirst.«

»Positiven, oder negativen Spass?«

»Japp!«

Wie Katja das hasste! Das konnte bedeuten, dass Beides eintreffen würde. Es konnte aber genauso gut bedeuten, dass sie überhaupt keine Ahnung hatte. Wie dem auch sei, sie kannte Pascal mittlerweile gut genug, um nicht weiter zu bohren.

Eine Stunde später in der Kommune. Da hatte sich einiges getan! Die Möbel waren hier und da etwas verrückt worden. Ganz offensichtlich war alles bereits ausgiebig benutzt und auf dessen Grundlage neu positioniert worden. Sehr gut, so dachte sich Katja. Ausserdem war ein Papierkorb an der Schwelle zum Flur positioniert worden und darin waren einige Zettelchen mit Nummern. Der Beamte war also voll integriert worden und das schien zu funktionieren. Aber, es musste dann ja Kincaid gewesen sein. Wer hatte sonst ein ausreichendes Stehvermögen, für diese ganzen Nummern?

Nun, wenn sie schon da war, konnte sie es ja prüfen. Sie ging in den Flur und an dem Zimmer des Beamten hing ein Schild mit der Aufschrift »Closed«. Offensichtlich war der Posten noch nicht besetzt. Doch Katja hörte doch etwas! Da fickte jemand, aber wo?

Das konnte nur das Bad sein! Wenige Schritte später stand Katja vor der Tür, drückte die Klinke hinunter und öffnete sie langsam. Am Waschbecken stand Janine und die wurde gerade von einem der Jungs aus der Gruppe vom feinsten genagelt. Katja stand da und schaute durch die nur knapp geöffnete Tür. Ja, sie hatte in letzter Zeit nicht weniger Sex gehabt, als sonst. Nein, der Typ war kein bisschen heisser als die Kerle der letzten Zeit. Doch er war einer aus der Gruppe und die hatten die Mädels ja nicht aus Spass aufgebaut.

Sprich, Katja sah ihn, wie er Janine fickte und in ihr kamen dieses Verlangen hoch. Besser gesagt, eine Sehnsucht nach dem, was sie eigentlich gewohnt war, was sie aber in letzter Zeit sehr vernachlässigt hatte. Sie biss sich unwillkürlich auf die Unterlippe und genau in dem Moment entdeckte sie Janine.

Die grinste sie natürlich sofort an und zwinkerte ihr zu. Das war so einladend, dass Katja die Tür weiter öffnete und eintrat. Erst da sah sie, dass hinter den Beiden noch einer aus der Gruppe stand, schon nackt war und seinen harten Schwanz rieb.

Das war zu viel für Katja. Sie eilte richtig zu dem, liess sich vor ihm auf die Knie sinken, entfernte seine Hände und liess anschliessend den harten Schwanz in ihren Mund gleiten. Mit vollem Genuss und voller Hingabe.

Ja. Genau das hatte sie vermisst! Das war einer aus der Gruppe. Party machen und ficken, dafür war die Gruppe da und hatte sich schon so in ihr Fleisch und Blut übertragen, dass ihre Abstinenz in letzter Zeit schon fast schmerzlich aufgefallen war.

Lange dauerte es nicht, da war auch Katja nackt und stand neben Janine. Es war einfach so unglaublich geil, auch wenn es eigentlich ja nichts besonderes war. Dennoch, für Katja war es eine echte Erfüllung. Auch, als die Jungs tauschten und sie den zweiten Schwanz für diesen Morgen in sich spüren konnte. Ausserdem erregte sie auch Janines Anwesenheit. Warum auch immer, Janines Schönheit zog auch Katja in ihren Bann.

Was war das eigentlich mit ihr? Warum war sie nur so extrem heiss, dass selbst die unkoordinierten Bewegungen beim Sex bei ihr so viel besser und erotischer aussahen, als bei jeder anderen Frau, die Katja kannte? Das war doch nicht normal!

Als die Jungs schliesslich fertig waren, wollte Katja etwas wissen. Zwar lief ihr noch der Saft des Kerls vom Hintern, doch sie konnte einfach nicht warten.

»Sagt mal, Maia. Was könnt ihr mir über sie sagen?«

Die Jungs schauten sich an. Der Eine sprach jedoch nichts. Katja hatte den Eindruck, irgendetwas machte ihn bei der Sache nervös. Nur der Andere sprach.

»Maia ist anders. Man kann sie nicht ficken! Egal wie man es macht, oder wie animalisch es ist. Bei Maia hat man immer das Gefühl, mit ihr zu schlafen. Ich kann dir das nicht beschreiben. Es wird einfach nicht versaut! Du kannst ihr auch dein Teil in den Hintern schieben. Trotzdem ist es irgendwo romantisch und liebevoll.«

Katja versuchte ihr Unbehagen zu überspielen.

»Ah, verstehe. Macht auf Romantik.«

»Ähm, nein! Sie macht echt alles mit. Aber du kannst dich nicht dagegen wehren. Es ist einfach, als ob du mit deiner Geliebten schläfst. Intensiv, leidenschaftlich, aber auch zärtlich und romantisch.«

Okay. Irgendwie gefiel das Katja so gar nicht!

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