Arbeit und Vergnügen

Rebekka gab dem Typ, der wimmernd auf dem Boden lag, noch ein paar Ratschläge mit auf den Weg, die von Jerrys Freund übersetzt wurden. Schliesslich nahm sie etwas von dem Geld, welches sie eben von der Bank geholt hatte und steckte es dem Kerl hinten in die Hose. Als sie ihn los liess, sein Messer bekam er natürlich nicht zurück, rannte er, als wäre der Teufel hinter ihm her. Jerry hingegen schaute nur ungläubig zu Rebekka.

»Was?«

Fragte diese gestresst.

»Na, was war das? Ich hatte die Hosen voll und du scheinst da nicht einmal Puls zu haben!«

»Warum auch? War doch nur eine abgebrochene Gestalt mit einem Spielzeugmesser!«

»Der hätte dich umbringen können!«

Rebekka fing an zu lachen.

»Och Jerry! Als wir Geheimagenten gespielt haben, waren die mit automatischen Waffen hinter uns her. Wir komplett unbewaffnet! Sechs gegen drei, oder waren es mehr? Ausgebildete Söldner und wie du siehst, stehe ich noch recht lebendig vor dir. Wenn wir die besiegen konnten, dann ist so ein Früchtchen doch ein Witz. Der wollte nur etwas Geld. Ich denke mal, der hat nichts zu beissen.«

»Gerade die sind zu allem bereit.«

»Klar. Aber trotzdem Jerry. Ich kämpfe regelmässig gegen Amy und die ist unglaublich schnell und steckt abartig viel ein. Wenn ich deren Bewegungen sehen kann, dann ist so einer nur eine lahme Krücke. Glaub mir, ich hätte den auch ganz anders auf die Bretter legen können.«

Jerrys grösstes Problem an der Geschichte war nicht, dass sie gerade beinah überfallen worden waren. Nein. Seine Hose war das Problem, oder eher das Gerät in der Hose. Es war von der attraktiven, kämpfen Rebekka unglaublich angetan und sehnte sich nach ein bisschen Spass. Eine Sehnsucht, die jedoch nicht erfüllt werden würde.

Währenddessen machten sich die Anderen auf den Weg zum Stand. Amy und die Anderen fingen an sich auf den Handtüchern breit zu machen, oder ins Meer zu hechten, um zu schwimmen, als eine etwas zurückhalten blieb und einfach nur in die Hocke ging.

Es war nun schon eine ganze Zeit her, seit Aisha ihrem Ehemann entkommen war und endlich Freiheit schmecken durfte. Sie hatte die Meisten der damals entstandenen Traumata überwunden, was zum grössten Teil Pascals Schuld war. Doch hier an einem Strand zu sein, da kamen viele Gefühle in ihr wieder hoch.

Damals, der Stützpunkt ihres Mannes, wo das Flugzeug gebaut worden war, war ein kleines Paradies. Wenn man die an den Berg angebaute Festung mal ausser Acht liess und genau das war dieses Gebäude im Prinzip eigentlich auch, eine Festung, dann fand man auf dieser Insel alles, was das Herz begehrte. Traumhafte Strände mit ganz sanfter Dünung, ein Hinterland mit malerischen Wasserfällen, wundervollen Gewächsen und keinerlei gefährlichem Getier.

Der Strand erinnerte Aisha nun an diese Zeit. Für sie war das alles kein Paradies gewesen. Für sie war es ein Gefängnis. Eines, aus welchem es nur eine Art zu entrinnen gab. Der Tod. Tatsächlich hatte sie oft daran gedacht, sich einfach das Leben zu nehmen. Möglichkeiten gab es mehr als genug. Sie hätte sich Problemlos eine der dutzenden Waffen ihres Mannes nehmen und sich erschiessen können. Oder eben auch, auf eine Klippe steigen und springen. Erhängen wäre bei der orientalischen Einrichtung mit den vielen Tüchern auch ein leichtes gewesen. Doch nein. Sie hatte es nie getan, da sie immer die Hoffnung behielt, ihr geliebtes Flugzeug doch noch retten und seinem ursprünglichen Zweck zuführen zu können. Das war ja schliesslich auch gelungen.

Trotzdem. Die Qualen, die sie in der Zeit zu erdulden hatte, waren heftig gewesen. Alleine die Tatsache, dass ihr Mann Sex von ihr fordern konnte, wann immer er wollte. Auch ganz egal wie er ihn wollte. Wenn er sein Gerät in ihren Mund stecken und bis zum Anschlag rein schieben wollte, dann war das eben so. Würgte sie, oder übergab sich sogar, konnte sie gut und gerne 24 Stunden nicht mehr schmerzfrei sitzen. War sie nicht feucht genug, was aufgrund der nicht vorhandenen Lust eigentlich immer der Fall war, nahm er sich irgendetwas, um die Schmierung zu gewährleisten. Auch Substanzen, die in Aisha wie Feuer brannten. Hätte sie jedoch gewimmert, hätte es Strafen nach sich gezogen. Schliesslich auch, wenn er es ihr Anal besorgt hatte, musste sie sein Teil anschliessend säubern. Dabei war jedoch nicht die Dusche gemeint, sondern ihr Mund und ihre Zunge. Egal wie versaut das Teil war. In aller Regel erbrach sich Aisha anschliessend leise im Bad und wünschte sich doch, den einfachen Ausweg gehen zu können.

Sie sah jedoch auch Amy und ihre Freunde. Sie waren auf die Insel gekommen und Aisha hoffte, dass sie diese auch wieder lebend verlassen würden. Das hinter diesen unscheinbaren, unbedarften Personen wirklich Menschen steckten, die so eine Operation durchführen konnten, damit hatte sie niemals gerechnet. Was wohl mit ein Grund für den Erfolg darstellte.

Nun, es kam ja schliesslich ganz anders, als sie es erwartet hatte. Die kleine Gruppe war viel gefährlicher, als man es ihnen ansah. Derrick zum Beispiel. Er kam, wollte Sex und auch wenn Aisha damit ihr Leben aufs Spiel setzte, sie wollte es und tat es schliesslich auch. Derricks Fähigkeit hatte zugeschlagen und da war auch die stundenlange Folter mit anschliessendem Tod nicht mehr stark genug, um in ihr Widerstand auszulösen.

Damals hatte sie nicht damit gerechnet, dass es der Anfang ihrer Freiheit war. Einzig wusste sie, wenn sie es lebend von der Insel schaffen würden, würde sie wohl den Rest ihres Lebens in einem Gefängnis verbringen. Doch selbst das war besser, als ihr Mann. Das gerade Pascal seine Fähigkeiten spielen liess, wodurch sie nicht einmal angeklagt, oder gar nur verhört wurde, damit hatte sie definitiv keine Sekunde gerechnet.

So war es aber dann ja doch gekommen. Sie kamen in Deutschland an, wenn auch anders als geplant und sie war frei. Amy und die Mädels investierten sogar eine grosse Summe, damit sie da Arsch eröffnen konnte. Alles dadurch, dass Amy, Rebekka, Janine, Viper, Derrick und Mario auf die Insel kamen. Ein Haufen aus Tussis und Nerds, die sich schliesslich als schlagkräftige Spezialeinheit entpuppt hatten.

Aisha fing an zu lächeln. Ja, der Strand erinnerte sie an die Zeit damals. Aber ihre Freunde erinnerten sie an noch etwas. Egal was auch schlimmes passieren würde, wenn diese Leute bei ihr waren, war sie absolut sicher! Nie hatte sie treuere, oder bessere Freunde kennengelernt. Das machte sie sehr, sehr glücklich! Zweifelsohne, die Zeiten damals war grausam gewesen. Doch sie hatte einfach durchgehalten! Sie hatte durchgehalten und war gerettet worden. Sie hatte die besten Freunde, die es auf der Welt nur geben konnte, dazu noch ihr Flugzeug, was nun wirklich das tat, was es tun sollte und ihr Traum wurde schliesslich wahr. Ihre Maschine wurde, wenn auch zögerlich, von grossen Airlines gekauft und eingesetzt. Von dem Geld sah sie zwar nichts, da Vipers Vater sich das Geschäft quasi unter den Nagel gerissen hatte, aber ihr war das egal.

Sie richtete sich wieder auf und ging zu den Anderen. Derrick hatte gerade Janine geschultert und lief mit ihr unaufhaltsam in Richtung Wasser. Sie versuchte sich zu wehren und machte ziemlich viel Krach, doch Derrick hielt sie fest.

Das war so ein Punkt, den Aisha an ihren Freundinnen bewunderte. Janine wäre ohne Probleme dazu in der Lage gewesen, sich aus ihrer Lage zu befreien und Derrick in den Sand zu drücken. Doch wenn es nicht ernst war, dann waren es doch ganz einfache Mädels. Mädels, die auch ein Derrick besiegen und ärgern konnte.

Zum Thema ärgern. Aisha stand da und lachte bei diesem Schauspiel. Das animierte nun Viper zu einer Handlung. Kurz darauf sah sich Aisha von Viper geschultert. Eben hatte sie noch gelacht, nun wurde sie selbst in Richtung Wasser getragen und fing ebenfalls an sich zu wehren. Doch etwas anders, als Janine es tat. Aisha griff einfach vorne bei Viper zu. Der blieb einen Moment stehen, da es doch ein sehr unangenehmer Griff war. Wie die Anderen am Strand jedoch sehen konnten, schon kurz darauf ging er weiter.

Viper war nun nicht zwingen gefühlskalt an seiner Nudel und tatsächlich hätte Aisha ihn mit ihrem Griff in die Knie zwingen können. Doch dummerweise wurde das Ding in ihrer Hand immer härter. Mit einem Mal verschwand ihr Gedanke, Viper damit zu stoppen und in ihr kam die Lust zum Vorschein. Es war doch deutlich angenehmer, an diesem Ding zu reiben, als es zu quälen. Das sah Viper auch so und er wollte nun Aisha nicht mehr ins Wasser bringen, um sie zu ärgern, sondern dass sie noch intensiver damit spielen konnte, ohne Badehose am Besten.

Amy legte ihren Kopf wieder aufs Handtuch und schloss die Augen. Sie wusste genau, was bei den Beiden da nun passierte und ihr war auch klar, Markus und Phillip würden den Strand auch nicht verlassen, ohne sie im Wasser vernascht zu haben. Aber, dafür war noch Zeit. Erst Sonne tanken und sich wohlfühlen.

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