Die kleinen Unterscheide in Heinzfort

Während Elena voller Glück die neue Seite von Waldemar genoss, hatten natürlich auch Katja und Perry Sex. Ihn verwunderte es etwas. Sie hatte da zwar den Babybauch, aber mehr war bislang nicht passiert. Der war gewachsen und verharrte in der Zwischenzeit. Das ganze Thema schien irgendwie zum Stillstand gekommen zu sein.

Nun, er bemerke es auch nur am Rande, denn kaum kümmerte sich Katja um seinen Schwanz, waren solche Gedanken sofort aus seinem Kopf vertrieben.

Interessant war es jedoch für Katja. Sie spürte, dass sie ein brennendes Verlangen hatte. Eines, was deutlich grösser war, als von Perry gefickt zu werden. Sie wollte Donalds Eigentum sein. Ihr fiel auch auf, seit sie Perrys Frau war wichste sie bei ihm fast nur mit Links, während sie eigentlich Rechts bevorzugte. Das lag mit Unter an ihrem Unterbewusstsein, aber auch an bewusst daran, dass sie dann den unglaublichen Ring an ihrem Finger sehen konnte. Doch hier in Heinzfort wichste sie wieder mit Rechts und das hatte ebenfalls etwas mit einem Ring zu tun!

Sie fing an ihre Lippen an Perrys Eichel zu reiben. Mit voller Konzentration, denn ihre Gedanken kreisten einfach nur darum, in irgendeiner Form von Donald benutzt zu werden. Egal, ob es nun einfacher Sex war, er sie verhauen wollte, es spielte keine Rolle. Sie hatte einfach nur das Verlangen, sein Eigentum zu sein.

Donald hingegen liebkoste seine Freundin. Er dachte gar nicht an Katja, was wohl an Claudia gelegen haben durfte. Anfangs, während sie 69 gemach hatten und er sie dann in der Missionarsstellung nahm, war es ganz gewöhnlicher Sex. Als sie jedoch zu reiten begann und Donald, bevor er den Umstand irgendwie hätte kommentieren können, sich selbst in ihren Hintereingang eindringen spürte, drehten sich seine Gedanken nur noch um sie. Sie wollte ihn in ihrem Hintern obwohl sie ja eigentlich nicht darauf stand. Von ihm wollte sie es und das das sämtliche anderen Gedanken aus Donalds Kopf vertrieb, war selbstverständlich. Selbst an Janine dachte er nicht, obwohl die oft in seine Gedanken sprang. Sie war aber auch eine wahrlich unglaubliche Frau!

Janine ging es irgendwie ganz komisch. Sie lag da und dachte irgendwie nur an Kincaid. Warum war der denn nicht in der Kommune? Ihren Informationen nach war sein Stehvermögen doch unverzichtbar. Aber ausgerechnet da, wo sie dann mal hier war, war er nicht da?

Auch sie erkannte, dass Heinzfort andere Gedanken in ihr auslöste. Sie hätte zu Amy gehen und mit ihr schmusen können. Okay, die schmuste wohl eher mit Phillip, aber da hätte sie auch nicht gestört. Derrick wäre sicherlich auch nicht böse gewesen, wenn sie bei ihm gewesen wäre. Aber nein, sie wollte nur einen an ihrer Seite und der war natürlich nicht da.

Langsam aber sicher fand Janine das nicht mehr lustig. Sie musste einfach verliebt in den sein! Aber wenn sie es war, wieso war das dann so anders? Sie liebte doch auch Amy und entwickelte Gefühle für Claudia. Warum fühlte sich das mit Kincaid denn so anders an? Warum vermisste sie ihn und niemand von den Anderen?

Nun, zumindest die Frage war einfach zu klären. Die waren eigentlich immer präsent, warum sie also vermissen? Aber, warum hatte sie hier so viel Sehnsucht nach ihm und in den USA nicht? Ergab das irgendwie Sinn? Für Janine mal nicht! Vielleicht war es, weil er hier rein theoretisch greifbar gewesen wäre, was für die USA ja nicht zutraf. Sie hätte ihm eine Nachricht schreiben können, woraufhin er in kürzester Zeit bei ihr gewesen wäre.

Warum tat sie es denn dann nicht? Sie nahm sich doch immer, was sie sich wollte!

Auch die Frage war schnell beantwortet. Sie hatte Angst! Tatsächlich richtige Angst! Sie konnte ihren Lori mit irrwitziger Geschwindigkeit über die Strasse heizen, oder mit diesem Superflugzeug Luftkämpfe bestreiten. Es musste eine kleine Horde an Kerlen kommen, bevor sie sich bedroht fühlte, aber vor einer Antwort von Kincaid hatte sie wirklich richtige Angst. So viel, dass sie die Frage lieber erst gar nicht stellte!

Seltsamerweise fühlte auch Alexis etwas, was nicht so war, wie sie sich das dachte. Sie lag, nachdem er sie in einem kleinen Sprint genagelt hatte, von ihm umschlungen da und während er schlief blieb sie wach.

Es war schon irgendwie merkwürdig. Amy war damals in ihre Leben getreten und weil Markus diese Macke mit den Filmen hatte, hatte sie Jerry kennengelernt und sich, genau wie im Film, in ihn verliebt. Nun waren sie verheiratet, was für sie jedoch nicht wirklich viel zählte, da es nur standesamtlich war.

Aber! Wie funktionierte das alles? Amy lebte ursprünglich etwa 5.000 Kilometer von ihr weg. Es mag nicht so unwahrscheinlich sein, dass man eine solchen Einsatz beim Pokern einsetzt, aber dass sie ausgerechnet nach New Apple kam? Okay, auch da war die Chance nun nicht zwingend klein. New Apple war eben eine der Städte an die man dachte, wenn man Amerika im Kopf hatte. Hätte sie nun in irgendeiner Hinterwelt gelebt, wäre die Sache anders gewesen. Aber gut, wie gross war denn die Chance, dass sie im Hot-Shots anfing?

Je mehr Alexis darüber nachdachte, desto wahrscheinlicher schien ihr alles. Ja, es gab da einige Punkte, wo der Zufall wohl eine grosse Rolle spielte, aber so im Allgemeinen war es tatsächlich gar nicht so unwahrscheinlich, wie da alles lief.

Eines gab es aber, was Alexis noch nie jemand erzählt hatte und was hier und da an ihrer Beziehung zu Jerry rüttelte. Sogar in diesem Moment, wo sie dalag und nachdachte. Denn, sie wollte diejenige sein, die ihren Traummann findet! Das sie mit Jerry zusammen war funktionierte aber nur, wenn Amy dabei war, denn die musste sich ja in Markus verlieben, damit sie Jerry kennenlernen konnte. Das war so ein Punkt, der stark an ihr nagte. Jerry war nicht ihre Eroberung, sonder ein Zusammenspiel aus alledem, was Amy ins Rolle gebracht hatte und so sollte der Mann an ihrer Seite einfach nicht sein.

An diesem Abend gab es nur einen, der im Bett lag, die Hände hinter seinem Kopf verschränkt hatte und zufrieden lächelte. Pascal!

Es gab nur wenige Menschen auf der Welt, die sein Geheimnis kannten. Bambi gehört zum Beispiel dazu. Aber die Leute, die im Moment mit ihm unter einem Dach lagen, von denen wusste es keiner, obwohl er es in den ganzen Jahren mehr als oft gesagt hatte. Da es ihm aber niemand glaubte und bestenfalls mal darüber nachdachte, ob es vielleicht doch sein konnte, war es das am besten Gehütete offene Geheimnis der Welt.

Er lag da und wusste, dass sich alles genau so entwickelte, wie er sich das vorgestellt hatte. Die Menschen waren ja so unglaublich leicht zu manipulieren! Besonders, um glücklich zu sein. Er hatte schon oft in seiner Stammkneipe gesessen und sich das Leid der Leute angehört. Nahezu jedes war hausgemacht. Wie viele Frauen heulten herum, dass sie niemand fanden. Das war richtig, doch suchten sie die Kriterien, die sie an einen Partner stellten, oft in der falschen Verpackung! Um sie glücklich zu machen musste man nur zwei entsprechende Menschen, die irgendwie immer auf einem Haufen zu finden waren, ins Gespräch bringen. Lief alles gut, dann zeigte sich bald, dass die äussere Erscheinung weniger wichtig war und die Damen sich verliebten und glücklich waren.

Bei den Männern war es noch einfacher. Deren Problem bestand in den meisten Fällen darin, dass ihre Partner keinen Sex mehr wollten. Wie Pascal aber wusste, dass lag keines Wegs darin begründet, dass die Liebe verloren ging, oder man in der Zwischenzeit irgendwie unattraktiv geworden war. Nein, es war die Biologie, genauer gesagt die Evolution!

Der Mensch ist biologisch so angelegt, dass viele Männer Kinder von vielen Frauen kriegen müssen, um die ganze Population auf eine stabile Basis zu stellen. Frauen hingegen müssen mehrere Kinder von verschiedenen Männern bekommen, aus dem gleichen Grund. Tragezeit, Aufzucht, Anzahl der Nachkommen pro Geburt, alles Dinge, die anders keine starke Population bewerkstelligen können.

Nun kam da aber jemand und hat gesagt, ein Mann und eine Frau, heiliger Bund der Ehe und ewige Treue. Pascal hatte keine Ahnung, wer auf diese hohle Idee gekommen war, denn sie war zur Biologie hin kontraproduktiv. Nun, dadurch wurde die Geburtenrate reduziert, ein Überschwämmen der Erde mit der Menschheit gedrosselt. Davon aber mal abgesehen war es totaler Schwachsinn und logischerweise hatten die Frauen dann irgendwann auf ihre Partner, Liebe hin oder her, keine Lust mehr, denn ihr Uterus wollte was neues! Die Gene mit einem neuen Mann kreuzen und dadurch die Vielfalt ausbreiten! Aber nein, dass ging ja nicht weil Treue und so. Also wurde dann viel gejammert, gute Beziehungen zerstört, Elternhäuser auseinander gerissen usw. Dabei wäre die Lösung so einfach gewesen.

Genau wie das mit Katja und Amy. Es war zwar etwas komplizierter, die Beiden zusammenzuführen, aber zu welch grandiosen Resultaten das führte, wurde ja nach und nach immer deutlicher. Hier wuchsen Gemeinschaften zusammen, die noch wirklich grosses vollbringen würden. Dinge, die man später in Büchern nachlesen können würde. Es bedurfte eben nur hier und da einem kleinen Schubser in die richtige Richtung!

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