Rückkehr nach New Apple

Die Aufregung der letzten Minuten in Las Vargas waren schnell vergessen. Jeder an Board wusste, wenn dieser Vogel einmal in der Luft war und seine Power ausspielen konnte, gab es nichts, was ihn noch stoppen konnte. Viper wusste das natürlich auch und hatte, schon kurz nachdem sie abgehoben hatten, schon abgedreht und so stark beschleunigt, dass die in der Area 51 noch vom Überschallknall erschüttert wurden. Insofern war wieder alles im Lot und entsprechend schnell stellte sich Normalität ein. Katja kam nach vorne.

»Na? Wie ist hier vorne die Lage?«

»Alles einwandfrei. Wir sind sehr hoch, sehr schnell und der Radarstörer funktioniert einwandfrei. Was die auf dem Boden angeht, gibt es uns nicht!«

Katja lachte.

»Danke Mario. Ich wollte aber eigentlich wissen, ob ihr alle Fit seit.«

Mario schwieg.

»Klaro. Ich bin aber froh, wenn wir wieder bei den Anderen sind.«

Aisha schaute zu Viper und hatte dann ebenfalls etwas zu sagen.

»Wenn ihr mich fragt, ich wäre gerne wieder zuhause.«

Tatsächlich empfand es Katja ähnlich. Ja, es war bisher ein tolles Abenteuer hier in Amerika gewesen, aber irgendwie, ihr fehlten ihre vier Wände, die Leute aus der Gruppe, die Veranstaltungen und ja, auch dieses hin und her in den Wohngemeinschaften. Dieses bei Perry aufwachen und dann in ihre eigene Wohnung gehen, um dort noch etwas zu schlafen. Aber, da war ja noch die Hochzeit und die Konferenz der Jungs. Also, so schnell würden sie nicht nachhause kommen.

»Ich weiss was du meinst. Ist schon ein komisches Gefühl zu wissen, dass wir noch eine ganze Zeit in Amerika festsitzen werden. Ich will mich ja nicht beschweren, aber ich vermisse auch so langsam mein Zuhause. War schon ewig nicht so lange ausser Haus.«

»Dem kann ich mich anschliessen. Mein Bett fehlt mir!«

Viper lachte.

»Dein Bett? Selbst wenn wir zuhause sind weiss man nie so genau, wo du schläfst. Ob in deinem Bett, im Büro, oder in der Werkstatt.«

»Von richtig, aber dort entscheide ich es und genau genommen ist alles mein Bett. Schliesslich habe ich überall meine Bettwäsche und meine Schlafanzüge.«

»Das Lustige ist aber eigentlich, wie sind noch gar nicht so lange hier. Aber dauernd passiert etwas. Hier scheinen die Tage einfach mehr Stunden zu haben als in Deutschland.«

»Nein, nicht mehr Stunden. Aber zuhause ist alles eingespielt. Da muss unser Kopf nicht alles so konzentriert verfolgen und das Meiste passiert unterbewusst. Hier ist aber alles neu und jede Handlung erleben wir viel bewusster, als zuhause.«

Bei über 4.000 Km/h, dauerte der Flug dann auch weniger als eine Stunde. Katja war die ganze Zeit vorne geblieben, unterhielt sich mit den Anderen darüber, wann sie wohl wieder zuhause ankommen würden und genoss die wundervolle Aussicht.

Sie war auch hoch begeistert von der Landung. Viper, den sie ja also aussergewöhnlich guten Rennfahrer kennengelernt hatte, hielt das merkwürdig geformte Steuerhorn ganz lässig mit einer Hand, während die Andere auf den Schubkraftreglern ruhte. Im Fernsehen hatte sie schon oft gesehen, wie Flugzeuge landeten. Was sie aber nicht gedacht hätte, wie viele Steuerbewegungen dafür notwendig waren. Viper bewegte das Horn dauernd hin und her, vor und zurück. Gab mal etwas mehr Schub, dann wieder etwas weniger. Schlussendlich hatte er die Nase so weit hochgezogen, dass Katja von ihrem Platz aus gar keine Landebahn mehr sehen konnte.

Mit dem Aufsetzen auf der Landebahn ging dann alles irgendwie sehr schnell. Viper zog die Regler ganz nach hinten, Aisha legte davor irgendetwas um und dann drückte Viper sie wieder nach vorne, genauso wie das Steuerhorn. Das Bugrad setzte auf und je weiter die Schubkraftregler nach vorne gingen, desto mehr zog es Katja in die Gurte. Beeindruckend, welche Bremsleistung diese Maschine hatte.

Sie war aber auch total fasziniert, welche Aufmerksamkeit die Maschine bekam. Überall, wo Menschen zu sehen waren, blieben diese stehen und beobachteten den Vogel, wie er zu seinem Stellplatz rollte. Total beeindruckend, wie Katja fand. Auch, als sie ihre Parkposition erreicht hatten und die Abschluss-Checkliste das hochfahren der Nase vorsah. Es war einfach beeindruckend für Katja, wie diese sich hob und dann das Visier vor die Fenster fuhr.

Dann endlich das grosse Wiedersehen im Terminal. Amy stürzte sofort auf Phillip und Markus, Alexis auf Jerry, Claudia auf Donald selbst Waldemar schien sich sehr über das Wiedersehen mit Elena zu freuen. Dann wieder Limousine und schliesslich waren wieder alle bei Markus im Haus versammelt und freuten sich auf ein super lecker riechendes Abendessen, welches Morgen zubereitete.

Vor lauter Wiedersehensfreude war ein Thema bislang noch gar nicht gefallen. Die Hochzeit zwischen Perry und Katja.

»Sagt mal ihr Zwei, wie kommt ihr denn dazu, uns die Show zu stehlen?«

»Wieso denn Show stehlen Alexis?«

»Ganz einfach! Dieser ganze Akt hier ist ja eigentlich nur wegen unserer Hochzeit. Was macht ihr? Mal nebenbei heiraten. Unfair Katja!«

»Hallo? Das war überhaupt nicht mein Plan! Ich hab mir zwar vorgestellt, dass ich irgendwann mal Perrys Frau werde, aber nicht so und nicht so schnell!«

»Bist du uns da jetzt echt böse Alexis?«

Alexis fing an zu lachen.

»Blödsinn! Ich zieh euch nur auf. Ich freue mich für euch! Aber sagt mal, wie ist es denn nun wirklich, wenn man heiratet?«

»Eigenartig. Ich war natürlich aufgeregt, als Perry mich gefragt hat und das dann alles los ging. Aber so wirklich beeindruckend, oder toll war das jetzt nicht. Dann haben wir aber unsere Ja-Wörter gegeben, haben unterschrieben und mit einem Mal war für mich alles irgendwie anders und so fühlt es sich auch immer noch an. Ich bin Perrys Frau und das voller Stolz!«

Jerry funkelte Alexis an.

»Hoffentlich sagst du das dann auch!«

Alexis lächelte glücklich.

»Sag ich doch jetzt schon!«

»Na, täusch dich mal nicht Alexis! Ich hab das vorher auch gesagt, aber es ist tatsächlich anders, seit wir wirklich verheiratet sind!«

»Mag ja sein Katja, aber ich kann mir nur vorstellen, dass es heftiger wird und nicht weniger!«

»So war es auf jeden Fall bei mir!«

So ging das Gespräch noch weiter. Katja musste auch voller Stolz ihren Ring präsentieren, wobei Alexis schon ein bisschen neidisch wurde. Amy fand den super toll, weil er eben so funkelte, während auch die Anderen ihren Zuspruch abgaben.

Aber, auch die Mädels hatten etwas zu zeigen. Zwar keine Kurzschluss-Ehe, wie die Beiden, aber etwas, was noch einigen Spass in die Nacht bringen würde.

»Wir haben vorhin aber auch was gemacht, wo keiner mit gerechnet hat!«

Sofort ruhten die ganzen Blicke auf Claudia.

»Ach ja? Und was?«

Das ausgerechnet Donald das fragen musste, fand Claudia nicht so toll, denn irgendwie hatte sie auf einmal ein bisschen ein schlechtes Gewissen.

»Elena, mach du mal weiter!«

Elena schaute total entsetzt zu Claudia. Die wusste doch genau, dass sie kein wirklich begeisterter Erklärer war. Dementsprechend schielte sie zu Amy.

»Ach nee, soll Amy machen!«

»Boah, seit ihr Kinder! Ist eigentlich nichts dramatisches. Wir haben uns vorhin Rasmus in meine Wohnung geholt, erst Flaschendrehen gespielt, dann hat er uns gefickt. Als Belohnung haben wir ihm danach einen geblasen, also so nacheinander und gewichst und so, damit er uns schön vollspritzen konnte und das hat er gefilmt.«

Das erregte natürlich sofort das Interesse der Jungs. Besonders von Donald und Jerry, während Waldemar das Thema zu ignorieren versuchte, indem er schnell an die Gespräche mit Mario dachte. In dieser Lokalität hatte das prima funktioniert, also warum nicht hier?

»Soll das heissen, der hat jetzt ein Video, wie er euch anspritzt?«

Amy schaute zu Claudia, da sie Donalds Frage ein bisschen bescheuert fand.

»Sag mal Claudi, der Schnellste ist er nicht, oder?«

»Ach, manchmal stellt er sich nur dumm. Ja Schatz, der hat jetzt so ein Video, um bei seinen Freunden damit angeben zu können!«

Donald wusste nicht, ob er diese Aussage jetzt wirklich toll finden sollte. Claudia war seine Freundin und mit anderen ficken war das Eine. Davon Videos machen etwas ganz anderes!

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