Die Hochzeitsnacht

Plötzlich ging alles irgendwie ganz schnell. Ruck-Zuck sassen die Leute in Las Vargas im Auto, wurden zum Hotel gebracht und Perry konnte die ganze Zeit nicht anders, als Katjas Hand zu halten. Eigentlich gingen Beide davon aus, dass sie im Hotel sofort nach oben stürmen würden, doch nein, es ging gang gemütlich in den Aufzug, den sie gemeinsam mit den Anderen bestiegen, sie küssten sich zärtlich auf der Fahrt nach oben und auch auf ihrer Etage angekommen, war da keine Eile. Es ging in ihr Zimmer und plötzlich standen beide vor dem Bett. Katja zu Perry gewendet.

»Du weisst schon, dass du als meine Ehefrau von nun an tun musst, was ich sagen, oder?«

Perry grinste frech. Aber auch Katja konnte fies grinsen.

»Solange ich immer noch die bin, die bläst, machst du wohl eher das, was ich sage!«

Perry hob ihre Hand, so dass das Funkeln ihres Ringes zu sehen war.

»Schau, mein Symbol dich zu knechten!«

Katja verengte ihre Augen, griff nach dem Ring, zog ihn ab und steckte ihn wieder an.

»Ich kann denn problemlos ausziehen. Wenn ich keinen Sex mit dir will, wie willst du das dann regeln?«

Perry merke, in dem Spiel konnte er nicht gewinnen. Dennoch, einen Versuch wollte er noch unternehmen.

»Ich frage Amy, oder Claudi, Elena, Veronika, Reb …«

Nun merkte Katja, dass sie mit Perry doch nicht so das leichte Spiel hatte, wie sie sich das dachte.

»Ich bin beeindruckt. Der Kerl, der vor ein paar Monaten erst trinken musste, um locker zu werden, ist mittlerweile auf Augenhöhe mit mir. Was hab ich da nur angerichtet?«

»Du hast dir den für dich ultimativen Ehemann gezüchtet!«

Katja grinste wieder.

»Ist das so? Dann müsste der ultimative Ehemann aber auch genau wissen, was ich genau jetzt will!«

Perry dachte nicht, er handelte. Ein einziger Schubser reichte und Katja lag vor ihm. Seine Hose war schnell offen und das, was die ganze Zeit schon so unglaublich hart war, durfte endlich an die Luft.

Ganz gemächlich kletterte Perry auf seine Frau, schob dabei ihre Schenkel auseinander und das Kleid nach oben. Katja schaute ihm die ganze Zeit in den Augen und spürte schliesslich, dass ihr Ehemann mit seinen Bewegungen genau ihre unglaublich feuchte Stelle traf und in sie eindrang. So unendlich langsam, aber irgendwie war genau das etwas, was auch unglaublich heiss war. Doch damit nicht genug. Perry begann seine Frau zärtlich, aber intensiv zu küssen und Katja blieb einen Moment das Herz stehen!

Als sie Perry sagte, ihr Ehemann würde ja genau wissen, was sie in dem Moment wollte, dachte sich genau daran. Er würde sie aufs Bett werfen, zu ihr kommen, dabei langsam in sie eindringen und sie küssen. Was ein Schock! War Pascal jetzt etwa nicht mehr der Einzige, der anscheinend Gedanken lesen konnte, sondern Perry auch? Oder hatte er schlicht Recht mit der Aussage, er wäre der ultimative Ehemann für sie?

Spielte aber keine Rolle. Perry fing an sich zu bewegen. Genauso, wie er küsste. Langsam, zärtlich, aber dennoch intensiv. Das alleine war schon für Katja kaum zu glauben, aber die ganze Zeit den Gedanken zu haben, dass sie wirklich Sex mit ihrem echten Ehemann hatte, machte die Sache noch viel intensiver, irgendwie. Eigentlich war sie ja der Meinung gewesen, so eine Hochzeit wäre schlussendlich nur eine Feier und eine Unterschrift auf irgendeinem Blatt Papier. Das es ihre Emotionen und auch ihre Denkweise derart stark veränderte, hätte sie nie für möglich gehalten!

Perry ging es genauso. Nur mit dem Unterschied, er hatte noch ein Gefühl in sich, was Katja logischerweise nicht hatte. Ihm war bewusst geworden, dass er es wirklich geschafft hatte! Vor einigen Monaten war sein Leben im Bereich Liebe und körperlichen Kontakt Brachland. Er konnte nur davon träumen, musste immer zuschauen, wie andere Menschen glücklich waren und er nicht einmal eine Frau fand, die sich halbwegs für ihn interessierte. Nun hatte er eine Frau, die sich nicht nur für ihn interessierte, sondern die auch noch voller Freude seine Frau geworden war. Das machte ihn unglaublich glücklich!

Nach ein paar Minuten war das Katja aber zu blöd. Perry in sich zu spüren war zwar irre, aber davon abgesehen hatte sie keinen Hautkontakt mit ihm. Überall war Stoff. Normalerweise hätte sie einfach ein Hemd zerrissen und versucht es so loszuwerden. Aber da alles so langsam verlief, fing sie an das Hemd von oben nach unten aufzuknöpfen. Perry fand das auf eine bizzare Art unglaublich Sexy, obwohl er normalerweise ja gar kein so grosser Freund von Hemden war.

Nachdem Katja den letzten Knopf gelöst hatte, richtete sich Perry etwas auf, um den Stoff ausziehen zu können. Dabei bewegte er sich aber auf eine Art so tief in seine Frau, dass der die Augen zufielen und sie etwas lauter aufstöhnte.

Dann endlich. Perry lag wieder auf ihr und sie konnte ihn streicheln. Ein unglaubliches Gefühl, wie sie fand. Ihre Finge strichen langsam über seinen Rücken und da war zu spüren, überall wurde alles fester an ihrem Mann. Einst war er einfach nur eine dicke Schicht Fett. Überall weich, formbar und so. Doch mittlerweile spürte sie, wie sich da immer mehr Muskeln bildeten. Noch lange nicht so wie bei Donald, oder Viper, aber schon weit mehr, als zum Beginn ihrer Beziehung.

Perry spürte natürlich auch ihre Berührung und zwar nicht nur ihre Haut und zärtlich ihre Nägel. Auch den Ehering konnte er spüren und zu wissen, warum sie den trug, liess ihn jedes Mal wieder so intensiv in sie eindringen.

Beide schauten sich an und sie schienen genau zu wissen, was der Andere wollte. Perry stand auf und in dem Moment, wo Katja ungehindert war, zog sie in Windeseile ihr Kleid aus. Perry stand neben dem Bett und ebenso schnell verschwanden Hose, Schuhe und Strümpfe. Er sprang aufs Bett, Katja kletterte auf ihn und genauso, wie er seinerzeit entjungfert wurde, fing Katja ihn wieder an zu reiten.

Nun, es war nicht ganz so wie damals. Da sein Bauch deutlich kleiner geworden war, konnte Katja sich deutlich besser auf ihm bewegen. Davon abgesehen war aber alles wie damals. In der Tat, denn Katja war noch genauso aufregend, wunderschön und liebevoll wie in ihrer ersten Nacht. Sie hatte in Perrys Augen tatsächlich nicht einen Hauch verloren. Vielleicht eher die andere Richtung. Sie wurde eigentlich immer heisser und aufregender für ihn. Sie war nun seine Frau, ritt langsam und zärtlich auf ihm und versprühte diese Liebe. Einfach irre!

Katjas Gedanken waren dabei ein bisschen getrübt. Was war denn das eigentlich mit der Schwangerschaft? Sie hatte den Abend über nicht wenig Alkohol konsumiert, aber niemand hatte etwas gesagt. Ihr Babybauch war auch zu sehen, aber der wuchs irgendwie nicht mehr weiter. Auch hatte sie nicht einmal den Gedanken, dass sie wirklich Mutter werden würde. Was zur Hölle war das?

Daran schloss sich sofort der nächste Gedanke an, den Katja genauso schockierend fand. Warum zur Hölle wünschte sie sich auf einmal ein Kind von Perry? Bis vor wenigen Minuten war das überhaupt kein Thema für sie gewesen. Aber, mit einem Mal war das Gefühl da. Sie wünschte sich wirklich, von Perry geschwängert zu werden, sein Kind auszutragen und für dieses neue Leben dazu sein. Was war denn da nur passiert, als sie die Unterschrift geleistet hatte?

Die Gedanken waren in dem Moment weg, wo Perry sie an sich zog und wieder zu küssen begann. Seine Hand bestimmend an ihrem Hinterkopf, seine Haut an ihrer Haut, es war einfach sensationell. Sie konnte sich so kaum bewegen, aber selbst diese minimalen Bewegungen machten sie glücklicher, als nahezu jeder andere Sex zuvor. Sie war glücklich und das auf eine Weise, die sie vorher überhaupt nicht kannte! Perry ging es genauso, aber da er vorher keine Beziehung erleben durfte, konnte er seine Emotionen logischerweise nicht vergleichen. Sicher war jedoch auch für ihn, glücklicher werden konnte er mit keiner anderen Frau und demzufolge war es ja die richtige Entscheidung gewesen, sie zur Frau zu nehmen.

Der Kuss endete, Katja schaute ihrem Mann in die Augen und wollte ihm sagen, dass sie ihn liebte. Auch er hatte diesen Wunsch, doch anstatt es auszusprechen spürte er, wie er kam und das sehr heftig. Das spürte natürlich Katja in sich und auch sie war nicht mehr in der Lage, die Worte auszusprechen, denn dieses massive Gefühl eines wahnwitzig intensiven Orgasmus krachte über ihr zusammen. Sie stöhnte, Perry stöhnte und während er seine Liebe quasi in sie spritzte, wurde Katja von unglaublichen Gefühlen geschüttelt. Das dauerte alles nicht lange, doch kam es den Beiden wie Stunden vor. Schliesslich bracht Katja quasi auf Perry zusammen, der schloss seine Arme um sie und hielt sie so fest, als wolle er sie nie wieder gehen lassen. Dadurch fühlte sich Katja so glücklich und geborgen, dass sie nie wieder losgelassen werden wollte. Bis es schliesslich geschah. Beide schliefen genau so in dieser Position ein.

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2 Kommentare

  1. Lieber Autor mit dieser Hochzeitsnacht ist dir ein Meisterwerk gelungen das nicht besser zu schreiben ist in meinen Augen und zumindest bei mir nicht vergessen wird.
    Perry hat das verdient weil er ein toller Mensch ist genau wie Katja, vielen herzlichen Dank für das Highlight zum Jahresbeginn

    LG
    Maia

    1. Ich tue mein Bestes. Geplant war das komplett anders, aber irgendwie hat es sich dann in diese Richtung entwickelt und mir hat es auch ganz gut gefallen.

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