Junggesellenabschied (Teil 29)

»Amy, ich würde auch gerne so kämpfen können wie du!«

Amy blies Luft durch ihre Lippen und signalisierte, dass es kein Hexenwerk wäre.

»Kannst du. Musst nur bisschen üben und dran bleiben. Aber, eins gibt es, was du nicht lernen kannst. Ich kann super viel einstecken. So wie du trinkst in etwa. Das heisst, ich kann mir auch mal absichtlich ein paar einfangen, um dadurch eine Lücke in der Verteidigung zu gewinnen, oder einen schlechten Stand, oder so. Das können Janine und Rebekka nicht wirklich. Janine kippt oft direkt im, wenn man ihr auf die Zwölf haut. Rebekka zwar nicht, aber die ist dann auf jeden Fall benommen und versucht zu decken. Ich behalte aber auch noch den Überblick, wenn mir einer voll an die Batterie haut und das ist der Grund, warum ich kämpferisch noch ein Tick besser bin als die Beiden.«

»Müsste man dann ausprobieren, oder?«

»Ja. Machen wir, wenn wir wieder daheim sind. Dann nehmen wir euch drei mit zu unserem Trainer und schauen mal, was da so geht. Wäre echt der Knaller, wenn ihr auch so drauf wärt.«

»Mal abwarten. Gab hier und da schon so Situationen, wo mir etwas mehr Selbstverteidigung gut getan hätte. Zum Glück gibt es aber auch immer wieder Kerle, die einem zu Hilfe eilen!«

Amy lachte und trank ihr Glas leer.

»Ja, aber die werden geiler, wenn man sich selbst wehren kann!«

»Schon. Aber wenn sie dann Ausgleich für die Hilfe verlangen, dass hat auch seinen Reiz.«

»Ach, ist dir schon passiert, ja?«

»Klar. Schon oft. Einmal mit Elena zusammen sogar.«

»Ja? Erzähl mal!«

»Da gibt es nicht so viel zu erzählen. Wir waren an einem abgelegenen Weiher und schwimmen und da das alles nicht geplant war, haben wir eben nackt gebadet. Als wir wieder raus sind waren unsere Klamotten weg und da war so ein schmieriger Typ, der sie uns geklaut hatte und der meinte, gegen etwas Handarbeit würde er sie uns zurückgeben.«

»Was ein Arsch. Der hätte voll seinen Spass mit mir gehabt. Zwar nicht so, wie er sich das wohl gedacht hatten, aber am Ende wäre er auch bedient gewesen.«

»Kann ich mir denken. Natürlich haben wir nicht nachgegeben und da wollte der Typ mit unseren Klamotten abhauen. Wir hinterher. Sah bestimmt lustig aus, wie zwei Kühe mit schwingenden Eutern hinter einem Bullen her rennen!«

»Was sind denn das für Ausdrücke?«

»Korrekte! Denn ganz ehrlich, wir sind dem hinterher wie zwei richtig dumme Kühe. War doch klar, dass wenn wir den stellen der uns in der Luft zerrissen hätte und so kam das ja auch. Wir hatten ihn in die Enge gedrängt und dann ging er zum Angriff über.«

»Ach so. Du hast das wirklich abwertend euch gegenüber gemeint?«

»Ja klar. Wie kann man denn auch so dumm sein?«

»Ist aber nichts passiert, oder?«

»Nein. Der ging auf Elena los. Die hat dann geschrien, dass haben zwei Kerle mit ihren Angelruten mitbekommen und die kamen, um die Sache zu klären.«

»Glück gehabt.«

»Ja, gell. Als der dann weg war kamen die und meinte, wenn wir ja eh schon nackt wären, dann könnten wir uns doch für die Rettung bedanken. Kurz darauf haben wir bei denen am Angelplatz gelegen und sind geknallt worden. Wir haben und die Beiden schön abwechselnd vorgenommen. Das war schon richtig geil!«

»Aber auch gefährlich!«

»Nein. Die hatten Gummis dabei. War also kein Problem!«

Amy zog die Augenbraue hoch.

»Warum nimmt man denn Gummis zum fischen mit?«

»Das haben wir nie rausgefunden. War aber auch egal. Die haben uns richtig schön die Muschis wund gefickt, wir sind noch ein bisschen bei denen geblieben und dann zurück. War schon ein geiles Erlebnis!«

»Glaube ich dir aufs Wort. Weisst du aber, was ich sehr traurig finde?«

»Nö. Was denn? Ich kann mir nicht vorstellen, dass dir noch nie etwas ähnliches passiert ist!«

»Klar ist mir das auch schon passiert. Aber lauf mal durch die Gegend. Schaut die 100 Frauen an und überleg dir dann mal, dass 90 oder sogar 95 davon das nie mitmachen würden. Weil es nicht in Ordnung ist, dass Mädels sich einfach so ficken lassen. Weil da Gefühle bei sein müssen und all so ein Schwachsinn. Frag die dann aber mal, wie viele davon religiös sind. Aber in so einen Moment kommen die voll mit religiösen Konventionen und gesellschaftlichen Gepflogenheiten! Weisst du, ich erinnere mich da zu gut an meine Mutter. Als die mitbekommen hat, dass Phillip mich fast immer wild gefickt hat, wenn er bei mir war, habe ich mir voll die Gespräche anhören müssen. Das machen gute Mädchen nicht, was sollen denn die Leute denken, wenn die das erfahren, ich soll meinen Körper nicht wegwerfen und all so ein Scheiss.«

»Ja, Eltern sind da komisch. Machen es selbst, aber erzählen dann was von dem, was andere über einen denken wenn man Sex hat.«

»Du, meine Mutter war damals echt so. Die hatte das erste Mal Sex in ihrer Hochzeitsnacht. Sie hat auch nie einen Führerschein gemacht, oder gearbeitet. Sie war die brave Hausfrau und Sex nur wenn alles dunkel ist und dann am Besten auch ganz Schnell.«

»Tja, wie man sich den Spass verderben kann, oder?«

»Du hast es auf den Punkt gebracht! Wenn Frauen damals aus den Konventionen ausgebrochen sind und zum Beispiel Flugzeuge geflogen haben, waren sie Helden. Wenn sie aber dem Trieb in ihrer Muschi nachgegeben haben, waren sie Schlampen. Total bescheuert!«

»Du regst dich da ja voll drüber auf!«

»Klar reg ich mich drüber auf! Was denkst du denn, was die Mädels und ich schon für Dinger vor der Kamera gemacht hätten, wenn es nicht rufschädigend wäre?«

Darüber hatte Claudia sich nie Gedanken gemacht.

»Keine Ahnung, was denn?«

»Janine zum Beispiel meinte mal, wir könnten doch mal einen Schwanzvergleich machen. Verschiedene Grössen, die wir testen und Ratschläge geben. Ich wäre sofort dabei gewesen und Rebekka auch. Aber Mario hat recht deutlich den Einwand gebracht, wenn wir das machen, ändert sich unsere ganze Fan-Gemeinde und wenn wir Pech haben stürzen wir ab und unser Kanal wir auf MyTube geschlossen.«

»Ja, okay. Das ist natürlich schon dumm. Aber die Idee finde ich persönlich eigentlich ziemlich geil muss ich sagen!«

»Ach nee echt? Mich vor der Kamera von verschiedenen Kerlen ficken zu lassen, nur um den Mädels auf der anderen Seite Tipps zu geben hat mich auch voll heiss gemacht. Nützt ja aber leider nichts!«

»Seit ihr so langweilig!«

Sprach Elena. Weder Claudia, noch Amy hatten sie bemerkt und erschraken beide.

»Wieso langweilig Elena!«

»Ganz einfach Amy! Ich bin jetzt nicht der grosse Nerd aber auch ich weiss, man kann Seiten mit sexuellen Inhalten ganz legal im Netz vertreiben. Mario kriegt das ganz sicher hin. Dann setzt man sich Masken auf, ändern Namen und so und schon läuft das!«

Amy lachte.

»Klar. Elena, die Mädels und ich sind so bekannt, selbst mit Maske erkennt man uns. Das macht also wirklich wenig Sinn!«

»Euch vielleicht, uns nicht!«

Dabei schaute Elena zu Claudia.

»Du meinst, wir drei sollen so etwas aufbauen?«

»Klar. Warum denn nicht? Wir haben jegliche Sorte Schwanz in der Gruppe. Wir haben die Kommune, wo wir die Sachen drehen können und wir sind geil genug. Oder nicht?«

»Moment Mädels! Was ist da dann mit uns?«

Elena schaute zu Amy.

»Gegenfrage. Wie viele eurer Fans kennen eure Muschis und Möpse?«

»Amy dachte kurz nach.«

»Niemand wahrscheinlich!«

»Also. Dann könnt ihr auch vorführen, solange man eben eure Köpfe nicht sieht.«

»Ja, genau Elena! Katja hat sich da doch hinter einer Holzwand ficken lassen! So etwas können wir ja auch machen!«

Amy war sprachlos. Diese Mädels waren tatsächlich die perfekten Gegenstücke zu ihr und ihren Freundinnen. Durchgedreht, offen, dauergeil. Elena hatte zudem Recht. Man konnte das so aufziehen und auch so, dass man keines Wegs irgendwie diskreditiert wurde.

Entweder lag es am Alkohol, an der ganzen Situation, oder die da lag nun etwas auf dem Tisch, was Amy noch geiler machte, als der Gedanke, Markus einen unter dem Schreibtisch blasen zu müssen. Vielleicht war es aber auch, weil ihre Freundinnen da so tatkräftig dabei waren. Aber egal wie man das nun drehte und wendete, es war definitiv äusserst aufregend!

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