Die unglückliche Elena

»Hab Dank lieber Markus. Ich nehme an, ich werde noch einige Dinge überdenken müssen. Es ist in der Tat beeindruckend, wie komplex und fordernd diese Thematik ist!«

»Nichts zu danken. Ich gehe aber jetzt zum Frühsport. Willst du mit?«

»Aber nein! Körperliche Ertüchtigung ist auch so ein Relikt vergangener Zeit. Die Menschen sollten lieber ihren Intellekt trainieren, anstatt ihrer Muskeln.«

»Na, wie du denkst. Dann sehen wir uns nachher.«

Etwa eine Stunde später tauchten nach und nach die Andren auf. Donald und Claudia zuerst, dann kamen Rebekka und Janine, gefolgt von Perry und Katja. Waldemar hatte in der ganzen Zeit nichts anderes getan, als mit leerem Blick aus dem Fenster zu schauen. Es gab da ein paar Fragen, auf die er keine Antwort fand.

Wäre es für ihn denn nicht vielleicht sinnvoller gewesen, zusammen mit Viper, Derrick und Aisha in Amys Wohnung zu schlafen? Dort hätte er einen besseren Gesprächspartner gehabt. Allerdings hätte er dann seine Studie nicht durchführen können. Eine Zwickmühle, wie er fand.

Zum Schluss kamen Amy und Elena. Jedoch nicht gemeinsam. Amy kam aus dem Schlafzimmer auf diese Etage, während Elena die Treppe hinab kam. Waldemar sah sie und war von sich selbst überrascht. Zum ersten Mal wurde er rein vom Anblick zweier Frauen erregt. Was war denn nur los mit ihm? Derzeit waren keine Testreihen geplant, warum kam sein Körper also auf die Idee, sexuell erregt zu werden?

»Hey Waldi, was geht ab? Alles Fit im Schritt?«

Fragte Amy grinsend, während sie an Waldemar vorbei ging und einen Griff in seinen Intimbereich wagte. Waldemar riss die Augen auf. Was war denn das schon wieder? Amy hatte sein Sperrgebiet durchbrochen und er fand das überhaupt nicht schlimm? Es gefiel ihm sogar? Da war doch was faul!

Elena hatte es gesehen und fand es überhaupt nicht komisch. Das war ihr Schwanz, auch wenn sie ja offiziell nicht mit Waldemar zusammen war. Das ging ihr unglaublich auf die Nerven! Ja, sie wurde sogar richtig eifersüchtig. Sie hatte die ganze Arbeit gemacht, also durfte nun ausser ihr auch niemand Waldemars Schwanz anfassen! Zumindest nicht so, dass es ihm gefiel.

»Guten Morgen Elena, ich freue mich dich zu sehen!«

Elena fing an über beide Backen zu strahlen.

»Hast du mich etwas vermisst?«

»Aber nein, wo denkst du hin? Aber wenn du erwacht bist, kann ich meine Aufzeichnungen holen und mit der Analyse beginnen!«

Schon war er weg. Zurück blieb eine total irritierte Elena.

»Was ist los? Du guckst, als hätte dir gerade jemand in den Magen geboxt!«

»Ich weiss auch nicht Amy. Ich dachte, Waldemar würde sich wirklich freuen mich zu sehen. Aber er findet es nur toll, dass er jetzt seine Aufzeichnungen holen kann.«

Amy verstand. Da sie dazu aber nichts sagen konnte, ging sie in die Küche und suchte etwas zu Essen.

»Was ist los Schnecke? So betrübt an so einem tollen Morgen?«

»Ja Katja. Waldi hat mir gerade eine verpasst, an der kaue ich bestimmt noch eine Zeit!«

»Wieso, was war?«

»Er meinte, er freut sich mich zu sehen. Aber nicht, weil ich da bin, sondern weil ich wach bin und er problemlos seine Aufzeichnungen holen kann.«

»Waldi eben. Was machst du dir da eigentlich für einen Kopf immer wieder? Du weisst doch wie er ist!«

»Ja, aber nach gestern Nacht hatte ich die Hoffnung, ich hätte ihn zumindest ein bisschen verändert!«

»Ach komm. So toll war gestern doch auch wieder nicht. Er hat ja nicht besonders viel geredet.«

Elena grinste böse.

»Moment! Du hast doch nicht mit ihm gefickt, oder?«

Da fing Elena an zu lachen.

»Nein, ganz sicher nicht!«

»Aber? Jetzt sag schon!«

»Sagen wir mal so. Finger, Fingernägel, Hand, Lippen und Mund kennt er jetzt!«

Katja riss die Augen auf.

»Ohne Witz?«

»Ohne Witz!«

»Na los! Erzähl schon!«

»Also. Ich kam in meinem Superheldenoutfit rein und na ja, ich hab ihn dazu gebracht, einer Studie zuzustimmen. Erst mit Hose, dann ohne. Katja, es ist so geil seinen Schwanz zu berühren. Er macht so viele dankbare Bewegungen, ich finde es unglaublich!«

»Und dann?«

»Wir haben ein paar Testreihen durchgeführt. Erst mit Hose, dann ohne. Ich bin glaub ein paar Mal gekommen, nur weil ich ihn anfassen konnte. Total geil sag ich dir! Hab auch sein Teil ein paar Mal geküsst. Zum guten Schluss hab ich ihn dann auch in den Mund genommen. Das war aber leider zu viel für ihn und er hat gespritzt wie ein Feuerwehrschlauch. Ich sag dir, so viel hatte ich noch nie im Mund. Da kommst du mit dem schlucken gar nicht hinterher! Dummerweise fand er das super eklig, hat sich rum gedreht und den Mülleimer voll gekotzt.«

»Also da flieg ich weg. Echt gekotzt?«

»Ja. Aber anscheinend ist er weiteren Testreihen gegenüber nicht abgeneigt. Bin mal gespannt, wie es weitergeht. Vielleicht spüre ich ihn ja irgendwann wirklich in mir!«

»Du bist echt irre, weisst du das?«

»Nein, ich bin die Beste! Ich bin die, die den unnachgiebigen Waldemar knackt. Du wirst sehen!«

»Okay Leute, hört mal zu!«

So machte Amy lautstark auf sich aufmerksam.

»Alexis hat gerade geschrieben. In zwei Stunden treffen wir uns mit ihr für eine Generalprobe vom Essen. Schlagt euch also bitte die Bäuche nicht zu voll und guckt, dass wir spätestens in einer Stunde abmarschbereit sind!«

»Gibt es eigentlich auch eine Generalprobe für die Hochzeitsnacht?«

Amy lachte.

»Wahrscheinlich nicht. Der Bräutigam soll die Braut doch nicht im Hochzeitskleid sehen!«

Nun lachte Donald.

»Ja und? Ich stelle mich als Testkandidat zur Verfügung!«

»Warum war mir das klar? Aber ich kann ja mal mit den Mädels reden. Kann mir gut vorstellen, dass die Hochzeitsnacht bei Alexis auch einen besonderen Kick haben soll und da was geht. Lass mich mal machen!«

Was von den Leuten in Markus Wohnung niemand wusste, In Amys Wohnung war die Lage deutlich entspannter. Mario hatte Urlaub, dass sah man deutlich daran, er schlief und schlief auf seinem überaus bequemen Feldbett, wie er es nannte. In Amys Bett lagen Aisha und Alexis nackt und kuschelnd in der Mitte, während an ihren Seiten Derrick und Viper, ebenfalls nackt lagen und die Mädels im Arm hielten. Die Nacht war ausschweifend gewesen, was gerade Viper sehr gut gefunden hatte. Die Jungs schliefen auch noch, nur die Mädels lagen da und unterhielten sich.

»Kannst du dir vorstellen, dass ich wirklich Jahrelang immer Sex haben musste? So wie mein damaliger Mann das wollte?«

»Kann ich Aisha und eigentlich finde ich das ziemlich aufregend.«

»Könnte es ja auch sein Alexis. Aber nicht wenn du weisst, einmal falsch reagiert und du wirst gefoltert. Falls du mal deinen Wert verlieren solltest, kann es auch gut sein, dass du mit einem Messer den Kopf abgeschnitten bekommst. Da hört es dann irgendwie auf, aufregend zu sein.«

»Das kann ich gut verstehen. Aber warum das alles? Wirklich nur wegen dem Flugzeug?«

»Wegen was denn sonst? Ich kann dir aber garantieren, wenn ich vorher gewusst hätte, auf was ich mich da einlasse, ich hä … Boah scheisse!«

Alexis sah, wie Aishas Augen riesig wurden und sie in regelmässigen Abständen kurz bebte. Sie wollte den Kopf heben um zu schauen, was da los war, doch da spürte sie schon etwas langes in sich eindringen. Tief und fest und sie war froh darüber, dass sie ohnehin schon gut geschmiert war.

»Könntet ihr eigentlich wenigstens mal fragen, bevor ihr uns einfach so fickt?«

Viper hob den Kopf.

»Derrick, ich glaube, die wollen nicht. Lass uns aufhören!«

Auch Derrick hob den Kopf, doch Aisha hatte Einwände.

»Nein, nein! So war das doch nicht gemeint! Nicht aufhören bitte!«

Genau genommen hatte Viper gar kein Interesse daran, seinen Einsatz abzubrechen. Auch Derrick fickte munter weiter Alexis.

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