Die werdende Mutter

Kurz vor Mittag hatte Katja genug von ihren Gedanken. Die Mädels waren mittlerweile wieder in der WG und gingen ihren Beschäftigungen nach. Sie musste jetzt Gewissheit haben, also stand sie auf und ging. Aus irgendeinem Grund fuhr sie recht weit vom Haus weg, um eine Apotheke aufzusuchen. Der Schwangerschaftstest war schnell beschafft und es ging zurück. Noch nie hatte Katja solche Panik vor einem Ergebnis.

Mit Bauchschmerzen ging es ins Bad. Aber in der Kommune, da war zur Zeit noch niemand. Katja wollte alleine sein, je nachdem, wie das Ergebnis ausfiel. Wenn es möglich war, sollte noch niemand etwas davon wissen.

Nun hatte dieser Test jedoch seine Tücken. Er war langsam! Gerade für Katja, der die Zeit wie eine kleine Ewigkeit vorkam. Immer wieder nahm sie sich die Packungsbeilage und prüfte, ob sie auch alles richtig gemacht hatte. Es dauerte einfach endlos.

Schliesslich kam das Ergebnis. Nur, was bedeutet es? Zwei blaue Striche. Sie hatte es zwar in der Anleitung gelesen, doch kreisten zur Zeit so viele Gedanken in ihrem Kopf, dass die Informationen anscheinend nicht gespeichert wurden. Erneut nahm sie den Zettel und schaute nach.

Katja wurde schwarz vor Augen. Das Ergebnis war eindeutig. Sie war schwanger! Trotz Verhütung! Sie hatte ihr sexuelles Leben lang so gut aufgepasst, wie es nur möglich war und dennoch war es nun passiert. Was ein Scheiss!

Entsprechend bekam Katja auch von dem nur sehr wenig mit, was über den Rest des Tages passierte. Sie war zwar mit den Anderen in der Kommune, hatte aber keinen Sex. Dann war sie in der Werkstatt, doch anstatt zu schrauben stand sie nur da und schaute zu, ohne wirklich etwas zu registrieren. Erst, als sie schon auf Perrys Schoss im Tierheim sass, kehrte ihre Aufmerksamkeit zurück, um sie sofort in eine tiefe Krise zu stürzen. Ein höchst unangenehmes Gespräch stand ihr bevor und auch wenn sie sich sicher war, dass Perry sie deshalb nicht verlassen würde, Angst hatte sie dennoch vor seiner Reaktion. Das wollte sie schnell hinter sich haben und deshalb zog sie Perry in sein Zimmer.

Anfangs verlief für Perry noch alles wie gewohnt. Er zog sich aus, sprang aufs Bett und wartete auf seine Freundin. Sie beim ausziehen zu beobachten war für ihn sehr erregend und er freute sich schon auf den bevorstehenden Sex, bis Katja sich auf die Kante vom Bett setzte. Das war nicht normal.

»Ist alles in Ordnung Schatz?«

»Nein. Gar nichts ist in Ordnung. Ich muss dir etwas gestehen!«

Wieder einmal brach für Perry eine Welt zusammen. Sie musste ihm etwas gestehen? Das konnte nur eins bedeuten. Sie hatte sich in einen Anderen verliebt, oder liebte ihn einfach nicht mehr.

»Und … und was?«

»Jetzt beruhig dich! Ich hab mich weder anders verliebt, noch will ich mich irgendwie von dir trennen!«

Das beruhigte Perry zwar etwas, aber dennoch hatte er ein total ungutes Gefühl.

»Dann sag es mir!«

»Schatz, es ist nicht ganz einfach auszusprechen. Mir ist da etwas passiert und ich …«

Katja musste durchatmen und ein paar Tränen rannen aus ihren Augen.

»Ich … ich bin schwanger Schatz!«

Perry richtete sich schlagartig auf.

»Schwanger? Aber wie? Wann? Ich hab doch immer aufgepasst!«

Katjas Kopf sank nach vorne. Was sie Perry nun zu sagen hatte war irgendwie noch schwerer, als die Worte zuvor.

»Es ist ja auch nicht von dir!«

Perry verstand gar nichts mehr.

»Wie, nicht von mir? Jetzt erzähl schon!«

»Weisst du noch, vor ein paar Wochen? Wir hatten Abends keinen Sex.«

»Klar erinnere ich mich.«

»Ich hatte am Tag danach so Notstand, dass ich mir einen geschnappt und mit ihm gefickt hab. Ich war so gierig, dass ich ihm kein Gummi übergezogen habe und hab auch nicht mitbekommen, als er gespritzt hat.«

»Heilige Scheisse! Was jetzt?«

Katja war überrascht, nein eher erleichtert. Normalerweise hätte Perry fragen müssen, wie ihr das passieren konnte, oder auf irgendeine andere Art sauer werden müssen. Doch nein, irgendwie war er nur besorgt.

»Ich weiss es nicht Schatz! Abtreiben kommt für mich nicht in Frage und eine Adoption … ich weiss nicht, ob ich mich nach der Geburt trennen könnte.«

»Was auch immer, ich bin bei dir!«

Katja drehte sich um. Perry sah zwar ihre tränenden Augen, aber auch das Glück, was sie auf einmal in den Augen stehen hatte.

»Wirklich? Obwohl ich dir gerade gesagt habe, dass ich das Kind von einem anderen Mann kriege?«

»Schatz. Glücklich bin ich darüber natürlich nicht! Aber was soll ich denn machen? Ich will, dass du geil auf andere Kerle bist und die dich nach Strich und Faden benutzen können. Schon rein rechnerisch bin ich also die Gefahr eingegangen. Soll ich dir also jetzt den Kopf runter machen, weil du das auslebst, was mich heiss macht?«

Katja nahm Perry in die Arme.

»Du bist wirklich unglaublich mein Schatz!«

»Nein, ich bin nur konsequent! Mir war das Risiko durchaus bewusst, auch wenn du natürlich sehr vorsichtig bist. Normalerweise! Jetzt ist die Scheisse eben durch den Ventilator und wir müssen schauen, ob es zumindest ein schönes Muster ergibt.«

»Wie kannst du denn jetzt Witze machen?«

Perry lächelte und versuchte seiner Freundin Mut zu machen.

»Ganz einfach. Es nutzt niemandem, wenn wir jetzt rum heulen. Da ist ein Problem und das müssen wir lösen. Wir, nicht du alleine!«

»Aber wie? Das kann man nicht einfach regeln und gut ist? Das ist eine Verantwortung das Leben lang? Also, mein Leben lang. Du hast damit im Prinzip ja nichts zu tun!«

»Also, mein Schatz. Wir fangen mal am Anfang an. Du sagst, abtreiben kommt nicht in Frage. Auch Adoption scheint nicht zwingend in deine Vorstellung zu passen. Ja?«

»Weiss ich nicht Schatz. Wenn du bei mir bist, könnte das mit einer Adoption vielleicht funktionieren.«

Perry atmete einmal durch.

»Gut. Mir scheint aber, dass du doch lieber das Kind behalten würdest, oder?«

»Das weiss ich doch alles nicht Schatz. Ich? Ein Kind? Windeln wechseln? Nachts keinen Schlaf? Immer ein Balg an den Hacken?«

»Was du dir einen Kopf machst? Erstens, Windeln wechseln kann ich auch übernehmen. Zweitens, ich kann auch Nachts aufstehen! Drittens, wenn du was unternehmen willst, kann das Kleine auch bei mir bleiben!«

Katjas Augen wurden immer grösser.

»Aber, es ist doch nicht dein Kind!«

Perry lächelte.

»Nein, aber deins! Du bist meine Partnerin und wenn du eben ein Kind bekommst, bin ich genauso für es da, als wäre es mein eigenes. So einfach ist das!«

»Du bist echt unglaublich Schatz! Ich lasse mich schwängern und anstatt mich zu beschimpfen bist du total lieb zu mir!«

»Das Thema hatten wir schon!«

Katja fing an Perry zu küssen, doch dieser hielt dem Kuss nicht lange stand. Katja schaute ihn verwundert an.

»Was ist?«

Perry legte seine Hand auf ihren Bauch.

»Na ja, ein anderer Mann hat dich dick gemacht, oder?«

Katja schaute an sich runter.

»Na, also dick bin ich …«

Sie sah Perrys Blick.

»Ja Schatz! Ein anderer Mann hat mich dick gemacht!«

Nun wurde Perrys Grinsen diabolisch.

»Das heisst, wenn wir jetzt vögeln ficke ich eine von einem anderen Mann geschwängerte Frau!«

Katja befürchtete zwar, dass Perry da ein linkes Spiel trieb, aber sie wollte drauf eingehen. Nur für den Fall der Fälle.

»Richtig! Der hat mich gefickt und es war geil! Dann hat er sein Sperma in mich gespritzt und macht mich jetzt dick!«

Auch wenn Perry eigentlich einen Plan hatte, ihre Worte waren mehr, als zu erwarten war.

»Warum klingt das so, als würde es dich geil machen?«

»Jetzt hör mal! Wenn es mich nicht geil gemacht hätte, wäre ich dann auf seinem Schwanz geblieben, als er gespritzt hat?«

Das war dann zu viel des Guten. Perry fing an zu zucken und sich zu krümmen und bevor Katja ausweichen konnte, spritze sein Saft schon auf ihren Bauch und unter ihre Brüste.

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