Janines Erfolg

»Warum sagst du das jetzt?«

Das war eine Fangfrage. Janine wusste genau, auch wenn ihr Körper von den wildesten Emotionen gepeitscht wurde, dass sie hier jetzt die richtige Antwort geben musste, sonst war das Spiel vorbei und sie hatte ihren Trumpf verloren. Sie kannte auch die richtige Antwort, nur sie zu nennen war ein Problem. Sie würde lügen und das würde zur Folge haben, dass sie Kincaid vielleicht das Herz brechen würde. So war sie aber nicht. Klar, sie hatte im Laufe der Zeit schon einige Männer für ihre Zwecke ausgenutzt, aber noch nie mit Gefühlen gespielt. Mal einem schöne Augen machen, oder mit ihm vögeln, um ihr Ziel zu erreichen war das Eine, aber jemand nur wegen einer Wette Gefühle vorspielen und dem hinterher dann die kalte Schulter zeigen war nicht ihr Ding.

Alles ging blitzschnell. Janine hatte eine Entscheidung zu treffen. Die Wette riskieren und bei der Wahrheit bleiben, oder die Wette gewinnen und mit den Konsequenzen leben. Unter normalen Umständen hätte sie sich klar gegen die Wette entschieden, doch sie war viel zu sehr in Ekstase. Also fiel die Entscheidung und die würde noch einiges an Problemen für Janine bedeuten.

»Weil es so ist! Seit ich dich zum ersten Mal gesehen habe will ich mit dir zusammen sein!«

Janines Verstand wollte ihr gerade erklären, dass sie da einen richtigen Bock geschossen hatte, als Kincaid ein paar unnachahmlich romantische Stösse in sie abfeuerte.

»Heisst das jetzt, wenn ich will sind wir zusammen?«

Grossartig. Was hatte sich Janine da nur eingebrockt? Es verneinen würde alles zu Nichte machen. Jede Wette, dadurch würde sein Schwanz zwar auch klein werden, aber so war das ja nicht geplant. Sie hatte die Büchse der Pandora geöffnet und nun hiess es durchziehen.

»Willst du denn mit mir zusammen sein?«

Kincaid schaute sie mit einem total verliebten Blick an, so dass Janine fast Panik bekam.

»Das würde ich sehr gerne!«

Nun, eine Chance gab es noch, die Sache vielleicht zu retten.

»Ich bin aber ein sehr komplizierter und untreuer Mensch!«

»Da mach dir keine Sorgen. So bin ich auch!«

Janine fragte sich unwillkürlich, wie sie in diese Scheisse geraten konnte. Nun war es aber zu spät, jetzt hiess es die Zähne zusammenbeissen. Um also seine eigentliche Frage zu beantworten, zog sie ihn an sich und fing an ihn zu küssen. Ihm dabei einen leidenschaftlichen Kuss vorzuspielen war nicht schwer. Sie dachte einfach an Amy und Claudia, schon waren genug Gefühle in ihr, um den Kuss entsprechend ausfallen zu lassen.

Nun wurde es aber spannend. Schon während dem Kuss wurde Kincaid deutlich leidenschaftlicher. Als der Kuss jedoch geendet und er mehr Bewegungsfreiheit hatte, wurde er nun noch intensiver. Janine glaubte gar nicht, um wie viel sich die Gefühle dadurch noch verstärkten. War er zuvor schon ein ausgesprochen guter Liebhaber, schickte er sich nun an, auch einem Viper Konkurrenz zu machen.

Nach einiger Zeit hatte Janine dann jedoch ein Problem. So gut ihr Plan ja gewesen zu sein schien, der Erfolg stellte sich nicht ein. Kincaid blieb hart und schien auch konditionell lange nicht am Ende seiner Kräfte zu sein. Also musste sie noch einen nachlegen.

»Weisst du, was mich wirklich glücklich machen würde Schatz?«

Als sie Schatz gesagt hatte, stöhnte Kincaid auf.

»Und was?«

»Wenn du kommen würdest. Es würde mich unendlich glücklich machen zu spüren, wie mein Schatz in mir pumpt.«

Sofort schien Kincaid traurig.

»Das wird nicht klappen. Der spritzt erst wieder, wenn ich eine Zeit keinen Sex hatte.«

»Na, ich weiss nicht. Ich bin mir sehr sicher, dass mein Freund mir den Wunsch erfüllen kann!«

Kincaid war sich da keines Wegs sicher. Aber immerhin spürte auch er, dass da etwas anders war.

»Ich kann es versuchen!«

»Nein! Tue es, oder tue es nicht! Es gibt kein Versuchen!«

Nach den Worten rammte sich Kincaid so fest in Janine, dass der der Atem stockte.

»Du kennst die Filme?«

»Willst du mich verarschen? Ich liebe die Filme!«

Jetzt war Janine total schockiert. Auch diese Worte reizten ihn anscheinend so heftig, dass er sie fast aus der Wanne rammte. Sollte das etwa heissen, sie hätte nur ihre Leidenschaft für Science-Fiction nennen müssen und wäre damit weiter gekommen, als mit dieser Beziehungskiste? Das wäre ja wirklich der Hammer gewesen.

»Du bist unglaublich!«

Janine war kaum zu verstehen, so heftig waren seine Stösse und so laut ihr stöhnen.

»Weil ich die Filme mag?«

»Weil du mich haben willst, weil du unglaublich gut zu ficken bist, geil aussiehst und die Filme magst.«

»Ah. Also hat es doch was damit zu tun, dass ich deine Freundin bin?«

»Aber so was von! Ich hab mir schon immer eine sexy Frau gewünscht, die aber auch gerne Filme schaut und dazu richtig was drauf hat!«

So. Jetzt hatte Janine einen Aufhänger.

»Du willst eine Freundin, die was drauf hat? Weisst du, dass ich Rennfahrer bin?«

Das wusste Kincaid natürlich nicht.

»Nein. Was heisst Rennfahrer?«

»Wir haben in Neunburg eine ganze Rennsportszene und da bin ich gefürchtet. Mit meinem Lori fahre ich die Viertel-Meile in unter fünf Sekunden!«

Kincaid wurde so heftig, dass es Janine fast schon weh tat.

»Aber das ist noch nicht alles! Ausserdem habe ich mit Amy und Rebekka schon ein geheimes Flugzeug aus einer Terrorzelle entführt. Da hättest du mich sehen müssen, wie ich mit den Mädels die Kerle mit ihren Waffen verkloppt habe!«

Nun wurde Kincaid langsamer und schaute sie abschätzend an.

»Das mit den Rennen hätte ich dir ja noch geglaubt, aber die Geschichte ist ein bisschen zu fantastisch!«

Wenn Janine eines hasste, dann wenn jemand ihre Abenteuer anzweifelte. Bestimmend schob sie Kincaid von sich runter, der richtig Panik im Gesicht hatte. Besonders, als Janine schliesslich aus der Wanne krabbelte und zu ihren Sachen ging. Doch schien seine Panik unbegründet. Janine suchte anscheinend nur ihr Handy und kam zurück.

Da er auf dem Rücken im Wasser lag, kam Janine gleich über ihn, legte sein Teil an und liess es langsam in sich gleiten. Während sie ihn langsam ritt und dabei stöhnte, fummelte sie an ihrem Handy. Bald bekam er ein Bild vor die Nase gehalten. Janine lehnte darauf an der hinteren Seite des Lori und der hatte die Tür geöffnet.

»Na?«

»Wahnsinn! Du machst mich wahnsinnig!«

»Ach ja? Glaubst du mir jetzt?«

Janine war begeistert. Kincaid zuckte recht heftig in ihr. Das brachte ihr zum einen sehr gute Gefühle ein, zeigte ihr aber auch, dass sie ihrem Ziel näher kam.

»Das hab ich dir ja auch geglaubt.«

Sofort suchte Janine weiter. Kurz darauf bekam Kincaid das zweite Bild gezeigt. Sie, wie sie zusammen mit den Mädels vor dem Flugzeug stand.

»Und? Glaubst du mir das auch?«

Offensichtlich nicht. Zumindest zeigte sein Schwanz keine Reaktionen.

»Das ist eine Concorde. Also damit überzeugst du mich nicht!«

Schnell hatte Janine ein weiteres Bild zur Hand. Darauf sass sie links vorne im Cockpit und wie man durch die Scheiben sehen konnte, war der Vogel in der Luft.

»Und wie ist es jetzt?«

»Du weisst schon, dass man Bilder ziemlich einfach manipulieren kann, oder?«

Janine wurde böse.

»Also hör mal. Du hast zwei Möglichkeiten. Zweifel das jetzt weiter an, oder denk einfach mal, dass deine Freundin schon einen geheimen Einsatz durchgeführt hat, um eine Terrorzelle auf einer Insel zu infiltrieren und ein Flugzeug zu klauen.«

Und die Worte wirkten.

»Okay. Dann kannst du mir das Flugzeug zeigen?«

»Wenn es nicht sofort sein muss. Das steht runde 300 Kilometer weit weg von hier.«

»Aber du kannst?«

»Ja, ich kann!«

Kincaid zog sie zu sich, wobei ihr Handy ins Wasser fiel. Was ein Glück, dass es wasserdicht war. Während es auf den Boden der Badewanne sank, küsste Kincaid Janine so innig, dass sie Sterne sah. Dann geschah es. Kincaid entlud sich und zwar heftig!

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