Neues Familienmitglied

Auch wenn Pamela nach wie vor begeistern von der ganzen Energie war, die durch den Samen immer noch in sie strömte, er war höchst ablenkend. Kurzerhand entschied sie, dem Abhilfe zu schaffen. Fasziniert schaute ihr Liebhaber zu, wie sie auf das Wasser zulief, in einem unglaublichen Bogen weit sprang und geschmeidig in das Wasser eintauchte. Für ihn war es ein unglaublicher Anblick, sie auch wieder auftauchen zu sehen. Die nassen Haare, die umherwirbelten, ihre Brüste und alles in einer Gischt aus Wasser. Einfach traumhaft.

Doch die Show dauerte nicht lange. Pamela befreite sich von seinem Samen und kam sofort wieder heraus.

»Hör mal, hält dich irgendetwas auf dem Planeten?«

Er schien erneut verwirrt.

»Ja. Die Schwerkraft. Warum fragst du?«

Pamela schüttelte den Kopf.

»Nein. Gibt es irgendetwas wo du sagst, du willst den Planeten nicht verlassen?«

»Mit absoluter Sicherheit nicht! Ich habe schon oft versucht, mein Glück auf anderen Planeten zu finden, wo ich vielleicht von Nutzen sein kann. Aber niemand will mich mitnehmen. Da ich nicht bezahlen kann, bin ich auch nicht würdig, eines der Schiffe zu betreten.«

»Dann ist ja heute voll dein Glückstag! Ich mache dir ein Angebot. Ich nehme dich mit!«

Seine Augen weiteten sich. Ja, es musste sein Glückstag sein, denn zum Einen hatte er endlich Kontakt zu einer echten Frau und zum Anderen hatte er die Chance, endlich aus seine misslichen Lage entfliehen zu können.

»Wo auch immer du mich hinbringen willst, ich komme mit dir. Alles ist besser, als hier leben zu müssen!«

»Perfekt! Aber glaub nicht, dass es umsonst sein wird!«

Ach ja, da war wieder das, was er schon kannte. Er hatte eine Chance zu entkommen, die war aber mit Kosten verbunden, welche er mit Sicherheit nicht tragen konnte.

»Es wäre fair gewesen, wenn du mir das zuvor schon gesagt hättest. Es hätte meine Euphorie gedämpft!«

»Wieso?«

»Nun, egal was du verlangen wirst, ich werde es dir nicht geben können. Ich besitze nur, was ich bei mir habe. Meine Kleidung, mein Netz und was ich im Meer fange.«

Pamela musste lachen.

»Nun, wirklich was gefangen hast du heute ja nicht und dein Netz scheint auch weg zu sein. Falls du deine Hose nicht wiederfindest, hast du quasi gar nichts.«

»Ja, auf etwas ähnliches wollte ich hinaus.«

»Trotzdem wirst du das, was ich verlange, auch bieten können.«

Er verschränkte die Arme.

»Also, da bin ich gespannt!«

»Du wirst Sex haben müssen. Wahrscheinlich nicht nur mit mir. Ausserdem werde ich wollen, dass unser Arzt dich mal genau unter die Lupe nehmen wird. Ich will wissen, wo diese Energie herkommt, die du da abfeuerst.«

»Und, also das ist alles?«

»Das ist alles!«

Unnötig zu erwähnen, dass er damit mehr als einverstanden war. Er konnte endlich von dem Planeten weg und die Bezahlung bestand aus dem, was er ohnehin unglaublich gerne tat. Besser konnte es nicht laufen!

»Wann geht es los?«

Pamela musste lachen.

»In ein paar Stunden werde ich abgeholt. In der Zwischenzeit könntest du mir mal verraten, auf welchen Namen du eigentlich hörst.«

Wieder war er verblüfft. Nicht nur, dass sie Sex von ihm wollte und ihm eine Chance gab, den Planeten verlassen zu können, sie wollte auch seinen Namen wissen. Es war schon lange her, dass er diesen einer Frau gegenüber aussprechen konnte.

»Raschniposa.«

»Bitte was?«

»Raschniposa. Das ist mein Name!«

Pamela kam sich verarscht vor. Erst kam da ein Brass und stellte sich als Baki vor. Auf der Erde eine Abkürzung für Banane-Kirsch. Nun sollte er Raschniposa heissen? Das war auf der Erde die Abkürzung für Rahmschnitzel mit Pommes Frites und Salat.

»Sag mal, habt ihr alle so komische Namen?«

»Wieso komisch? Wie heisst du denn?«

»Pamela.«

»Warum dann deine Frage? Dein Name klingt auch nicht gerade normal!«

Okay. Die Formalitäten waren geklärt, sie gingen Raschniposas Hose suchen. Im Anschluss dann noch Small-Talk, bis es Zeit für die Abholung war. Bald schon erreichten beide die Megaclite und Pamela suchte sofort Krieger, der in seinem Raum sass. Er bat um Einlass.

»Krieger, ich habe uns jemand mitgebracht!«

»Kapitän Krieger! Okay, wer ist es denn?«

»Sein Name ist Raschniposa und ich habe ihn auf dem Planeten kennengelernt. Er würde sich uns gerne anschliessen!«

Krieger stand auf, kam zu den Beiden und begutachtete ihr Mitbringsel. Im Prinzip war er kein Freund davon, irgendwelche Leute aufzulesen, doch in dieser Galaxie war es wahrscheinlich von Vorteil, die Besatzung aufzustocken.

»Raschniposa? Gab es gestern in der Messe.«

»Ich weiss, ist für uns ein komischer Name. Raschniposa, Krieger ist der Kapitän der Megaclite. Wenn du bei uns bleiben willst, ist fortan sein Wort für dich Gesetz.«

»Ein, ein Mann?«

»Ja, ein Mann. Krieger, was meinen sie. Behalten wir den?«

»Kapitän Krieger! Immer noch! Nun, da gäbe es ein paar Dinge zu klären. Zum Einen, hat er Fähigkeiten? Darüber hinaus, ist er gewillt die Ausbildung auf sich zunehmen? Ich brauche keine Zivilisten auf dem Schiff!«

»Kapitän Krieger, was auch immer sie wollen, ich bin dazu bereit. Alles ist besser als mein Leben in meiner Heimat!«

»Okay, wäre der Teil geklärt. Dann werde ich eine Uniform für sie bereitstellen lassen, sie dem Schiffscomputer hinzufügen und ihnen ein Quartier zuweisen. Bliebe noch die Frage bezüglich ihrer Fähigkeiten.«

»Ich kann ihnen nicht sagen, womit ich ihnen von Nutzen sein könnte. Ich habe bislang nur meinen Lebensunterhalt durch Fischen bestritten. Aber ich gebe ihnen mein Wort. Ich werde etwas finden, um ihnen meinen Nutzen unter Beweiszustellen!«

»Gut. Ihr Eifer ehrt sie. Pamela, sie sorgen dafür, dass er sich ankleiden und sein Quartier beziehen kann. Im Anschluss sind sie für seine Ausbildung zuständig. Bringen sie ihn aber erst noch zu Casper, der soll ihn sich anschauen.«

»Geht klar Chef. Ich stecke ihn zuerst mal zu Ray. Bislang waren alle Brass Naturtalente im Bereich Ingenieurwesen. Vielleicht kann er das ja auch.«

Damit war das geklärt. Krieger nannte noch die Nummer eines Quartiers und es ging schon los. Raschniposa war schockiert. Noch nie hatte er so viel Platz zu seiner Verfügung. Auf seinem Planeten lebte er in einer Höhle, welche er mit Treibholz ausgekleidet und geschützt hatte. Sein neues Quartier hingegen war der pure Luxus. Als Pamela ihm dann noch eine Uniform generierte und er zum ersten Mal in seinem Leben frische, intakte Kleidung tragen konnte, war er so glücklich, Worte fand er keine dafür. Es ging zu Casper.

»Casper, ich hab da jemand für dich.«

»Oha. Du hast jemand für mich? Super, dass ich so gar nichts zu tun habe! Bring ihn ruhig her, damit ich meinem tristen Alltag mal entfliehen kann. Mir soll ja nicht langweilig werden!«

»Jetzt hör mal auf mit dem Sarkasmus! Es wird dir gefallen, verspreche ich dir! Das ist Raschniposa!«

»Echt? Ich hätte ihn jetzt eher für einen Brass gehalten.«

»Sehr komisch. Baki ist auch kein Getränk!«

»Ja, schon gut. Was soll ich denn da jetzt untersuchen?«

»Also. Zuerst einmal sollst du ihn untersuchen, weil Krieger es will. Er wird neues Besatzungsmitglied. Wenn du damit fertig bist schau mal nach, wo dem sein Körper Energie produziert. Der hat mich auf dem Planeten gefickt und anschliessend mit fast 60 Kilogramm TNT einen Felsen gesprengt.«

»Wie das denn?«

»Genau das sollst du herausfinden! Sein Körper baut beim Sex Energie auf, die sich in einem Orgasmus entlädt und damit seinen Samen aktiviert. Von dir will ich jetzt wissen, wie das funktioniert!«

»Du verarschst mich!«

»Nein, tu ich nicht! Hier, ich hab Daten gesammelt. Schau es dir an und dann check ihn einfach mal durch!«

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