Der kleine Amor im Einsatz

Perry hörte ihre Worte, registrierte aber nur, was sie dabei empfunden hatte. Er schaute zu ihr runter und da er nichts sagte, brachte sie ihren Mund wieder in Aktion. Was ein toller Anblick. Seine wunderschöne Freundin lag zwischen seinen Beinen, er sah seine Schwanz immer wieder in ihrem Mund verschwinden und es war noch gar nicht lange her, als sie voller Glück von Donald vollgespritzt wurde. Es kam, wie es kommen musste.

Perry stöhnte ihren Namen. Katja, die auf eine Frage, oder ähnliches wartete, liess seinen Schwanz aus ihrem Mund kommen, wichste ihn weiter und wartete. Da sie damit überhaupt nicht gerechnet hatte, war sie natürlich entsprechend überrascht, als das Sperma aus dem kleinen Liebesspender zu spritzen begann. Es flog dicht an ihrem Gesicht vorbei, machte einen Bogen und landete schliesslich wieder auf Perry. Nicht einen Tropfen hatte sie abbekommen und wenn sie ganz ehrlich war, dieser Umstand gefiel ihr nicht.

»Hallo? Kannst du mich nicht vorwarnen? Jetzt hab ich überhaupt nichts abgekriegt!«

Perry schnaufte.

»Sorry, bin selbst überrascht! Ging alles zu schnell!«

Nun sah Katja ein Problem auf sie zukommen. Das Sperma wurde natürlich von der Schwerkraft erfasst und suchte sich langsam seinen Weg von Perry runter. Würde es auf dem Bett landen, würde sie auf keinem Fall darin schlafen. Den weiten Weg in ihre WG wollte sie aber auch nicht auf sich nehmen. Folglich sprang sie auf, suchte ein Handtuch und quasi in letzter Sekunde konnte sie die Rückstände von Perry wischen, der immer noch wie erschlagen auf dem Bett lag.

Ein neuer Tag in Heinzfort. Elena erwachte unerwartet früh. Fast zur selben Zeit, als auch Waldemar die Augen öffnete. Beide standen auf und schlurften in die Küche. Doch während Waldemar den neuen Tag freudig begrüsste und schon wieder voller Tatendrang an seine Arbeit dachte, verfluchte Elena diese Uhrzeit. Es war so, als wären beide WGs wie Gegensätze. Waldemar machte sich Frühstück. Elena wusste gar nicht, ob und was sie essen sollte. Elena fing an zu essen und fand es nur total bescheuert, schon wach zu sein, während Waldemar das Frühstück in gewohnter Geschwindigkeit verzehrte und in Gedanken schon an seinem Computer sass. Schliesslich ging Waldemar an die Arbeit, während Elena sich auf das Sofa warf und den Fernseher einschaltete.

Ähnlich zeitgleich erwachten auch Claudia und Katja. Beide lagen in den Armen eines Mannes und Beide fühlten sich unendlich gut dabei. Doch während Katja es gewohnt war und sofort die Berührung von Perry geniessen konnte, schlitterten Gedanken munter durch Claudias Kopf. Katja war sich sicher, dass sie genau dort war, wo sie sein sollte. Claudia hingegen fragte sich, ob sie mit der Übernachtung nicht einen Schritt zu weit gegangen war. Das Glück in ihr machte sie misstrauisch. Denn nur, weil es im Moment einfach nur wundervoll war, musste das noch keine Aussage über die Zukunft bedeuten.

Hätte man beide Zimmer mit einem Split Screen nebeneinander legen können, wäre man wahrscheinlich zu dem Schluss gekommen, da würde der gleiche Film ablaufen. Auch wenn es wieder, ähnliche wie bei Waldemar und Elena, im Gegensatz zueinander ablief.

Katja war sehr glücklich, nahm den Arm von sich runter und stand auf. Auch Claudia nahm Donalds Arm von sich runter, um aufzustehen. Doch auch wenn sie glücklich war wusste sie nicht, ob alles auch in Ordnung war. Sie machte sich viele Gedanken. Wieder fast synchron wanderten auch die Mädels aus den Zimmern durch das Wohnzimmer zur Küche. Auf der einen Seite sass Elena, die total genervt von der frühen Stunde war, während auf der anderen Seite ein fröhlicher Waldemar an seinem Computer sass und Katja freudig begrüsste.

Katja fing an, Frühstück für sich und Perry zu machen. Claudia hingegen brach sich ein grosses Stück von ihrer Schokolade ab, lehnte sich an die Arbeitsfläche und fing an genervt zu essen. Während Katja voll zufrieden und auch glücklich war, war Claudia einfach nur überfordert. Ja, es war toll, dass Donald sie im Arm gehalten hatte, bis sie eingeschlafen war. Es war auch grandios, neben ihm aufzuwachen. Aber eben genau das war es, was sie nachdenklich stimmte. Wenn es nun wirklich zu einer Beziehung kommen würde, wie würde die ausgehen?

Gedanken, die Katja nicht mehr hatte. Zumindest im Moment gab es da nichts, weswegen sie an einen Abbruch ihrer Beziehung denken sollte. Perry war ein traumhafter Mann und sie genoss es eigentlich sogar immer mehr, die Nacht bei ihm zu verbringen und am Morgen neben ihm aufzuwachen. Claudia dachte die ganze Zeit nur daran, wie eine Trennung aussehen konnte. Ihr Problem dabei war, eine Beziehung aufzulösen war auch bei Donald nicht schwer. Doch würde sie ihm danach kaum aus dem Weg gehen können und es war fraglich, wie das alles auf sie wirken würde.

Perry und Donald hingegen verweigerten sich dem synchronen aufstehen. Perry erwachte, streckte und räkelte sich ein bisschen, bevor er sich Klamotten suchte und ebenfalls in die Küche ging. Donald schlief weiter. Wie gewohnt. War Donald erst einmal eingeschlafen, hätte man auch ein ganzes Blasorchester durch seinen Gehörgang schieben können, ohne dass er wach geworden wäre.

In der Tat waren die Jungs einmal in einem Orchester gewesen. Tatsächlich brachte Donald es fertig, nach wenigen Minuten schon einzuschlafen und trotz lauter Musik und dem ganzen Applaus bis zum Ende durchzuschlafen.

Für Claudia wurde die Situation immer bedrohlicher. Die ganzen Gedanken in ihrem Kopf liessen nur einen Schluss zu. Sie musste zu Donald gehen und ihm erklären, dass es eine einmalige Sache war. Hinterher würde sie schauen, dass sie am Nachmittag auf der Veranstaltung ordentlich gebürstet wurde und hoffentlich würden sich ihre Gefühle dann wieder senken.

Entschlossen eilte sie zurück in ihr Zimmer. Elena bekam das zwar alles mit und wusste genau, was ihre Freundin da schon wieder für Probleme hatte, doch war sie, zeitlich bedingt, noch nicht in der Lage darauf zu reagieren.

Als Claudia ihr Zimmer betrat und den schlafenden Donald da liegen sah, musste sie ihre ganze Entschlossenheit aufbringen, wirklich aufs Bett zu krabbeln, um diesen wichtigen Schritt hinter sich zu bringen. Sie fing an, Donald ein wenig zu schütteln. Keine Chance. Der schlief und nichts schien ihn wecken zu können. Auf die verschiedensten Arten versuchte sie es. Zärtlich, etwas wilder, sie fing sogar an, ihm den Schwanz zu wichsen. Nichts. Der wachte einfach nicht auf. Zum guten Schluss nahm sie dann ein schweres Geschütz und petzte Donald so fest sie konnte in die Brustwarze.

Donald erwachte und sein Gesichtsausdruck zeigte Schmerz. Doch auch wenn Claudia den Griff nicht lockerte, kaum hatte er sie gesehen, lächelte er. Claudia sah es und sofort hatte sie so viel Wärme, Glück und Ameisen im Körper, dass selbst rationales Denken, Entschlossenheit und Furcht vor einer katastrophalen Zukunft keine Chance mehr hatten.

»Morgen Kleines.«

Mehr sagte Donald nicht. Claudia löste den Griff und hatte sofort neue Gedanken in ihrem Kopf. Dieser kleine, dämliche Amor! Was hatte dieser kleine Wichser da nur angerichtet? Hatte dieser bescheuerte Verschnitt eines Engels nicht besseres zu tun, als sie so zu foltern? Es gab doch genug Menschen auf der Welt, konnte er nicht einem von dem auf die Nerven gehen?

Offensichtlich nicht und das bedeutet nur eins. Es war zu spät!

»Was machen wir hier Donald?«

»Och, nur meine Freiheit sabotieren. Warum?«

Claudia grinste. Offensichtlich war es bei Donald ähnlich wie bei ihr.

»Machen wir da einen Fehler? Ich meine, wenn das nicht funktioniert, kommen wir dann damit klar?«

Donald steckte sich, gab dabei aber Antwort.

»Genauso gut könntest du fragen, ob du dich in ein Auto setzt, oder ob das ein Fehler ist. Da besteht auch die Möglichkeit, gegen eine Wand zu fahren und damit nicht klar zukommen.«

»Machst du dir keine Sorgen?«

»Nö. Wir können ja eh nichts dagegen machen! Selbst wenn wir jetzt sagen, wir gehen nichts ein, wir sehen uns eigentlich jeden Tag. Das wird dann stärker und irgendwann passiert es doch. Also, warum sich da einen Kopf machen?«

»Heisst das jetzt, du willst mit mir zusammen sein?«

»Nö. Ich schlafe jede Nacht irgendwo bei einer Frau. Ist was ganz alltägliches für mich!«

»Jetzt hör mal auf sarkastisch zu sein und gib mir eine ernste Antwort!«

»Eine ernste Antwort um die Uhrzeit? Dann hör mal zu! Ich habe keine Ahnung, was bei mir da gerade los ist. Ich weiss nur eins. Ich war glücklich, als ich eingeschlafen bin und wieder, als du mich geweckt hast. Du bist eine wundervolle Frau und ich kann mir gut vorstellen, dich meine Freundin zu nennen. Was mit dir ist, weiss ich nicht!«

Nun, Claudia wusste es. Sie legte sich zu ihm, nahm ihn in die Arme und küsste ihn. Der erste Kuss als seine Freundin!

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