Katjas neue Idee

Nachdem Katjas Mund wieder leer war, huschte sie sofort zu ihrem Freund nach oben. Doch immer wieder diese blöden Armreifen. Dauernd musste sie darauf achten, Perry nicht zu verletzten. Sie legte sich in seinen Arm und himmelte ihn an.

»War schön?«

»Eher unglaublich! Du hast mir da gerade einen Kindheitstraum erfüllt!«

Katja musste lachen.

»Lass mal bitte jegliche Art von Kind aus der Thematik. Das mag ich nicht.«

»Okay, dann Teenie-Traum, besser?«

»Schon, ja. War also eine schöne Überraschung mit dem Outfit?«

»Die Beste! Dann noch das mit den Typen, ich halt gar nichts aus.«

»Dann freu dich! Mir gefällt der Fummel nämlich und ich kann mir gut vorstellen, dass ich den nicht zum letzten Mal getragen hab!«

Perrys Augen glühten.

»Das wäre echt der Wahnsinn!«

»Aber Schatz, wenn ich das ein bisschen verändere, wäre das schlimm?«

»Das kommt auf die Veränderungen an!«

»Die Schultern und Ärmel gefallen mir überhaupt nicht. Die müssten weg. Auch die Stiefel finde ich nicht besonders sexy. Da würde ich meine anziehen. Sind auch weiss, aber haben Absatz.«

Das stellte für Perry kein Problem dar.

»Ausserdem, so cool die Armreifen ja auch sind …«

Katja zog sie aus, damit sie Perry in den Arm nehmen konnte.

»Die sind schon ganz schön gefährlich und dauernd muss ich darauf achten.«

Auch darin sah Perry kein Problem.

»Am Schlimmsten ist aber die Frisur. Die wird wohl auch geopfert.«

Da musste Perry protestieren. Er mochte es zwar, wenn beim Sex Katjas lange Haare über seinen Körper strichen, aber eine Chun Li ohne die beiden Dutts? Nein, keine Chance!

»Das ist aber das eigentliche Markenzeichen. Also ohne wirkt das ganze Outfit nicht.«

Katja himmelte immer noch Perry an, war aber von sich selbst verwundert. Sie hasste es, ihre Haare nicht offen tragen zu können, aber wenn Perry sich das wünschte, wollte sie es ihm auch geben.

»Okay, aber daran knüpfe ich eine Bedingung.«

Perry schielte zu seiner Freundin.

»Dann mach mal!«

»Outfit und Frisur. Dafür knallst du mich dann aber wie auf der Toilette!«

War das möglich? Eine Frau, die etwas für einen Mann machte und als Bedingung Sex stellte? Selbst Donald hatte schon mehrfach erwähnt, dass Frauen so etwas nicht taten. Seine jedoch schon.

»Da wirst du nicht drum rum kommen!«

Der kommende Tag begann wieder ganz normal. Nach einem Frühstück machte Perry sich an die Arbeit, während Katja in ihre Wohnung ging. Oftmals legte sie sich dann auf das Sofa, schaltete den Fernseher ein und schlief noch ein bisschen, aber nicht an diesem Tag. Sie hatte etwas im Kopf und wollte recherchieren.

Challenges war das Stichwort. Seit sie das in dem Laden gesehen hatte, spukte es durch ihr Hirn. Im Netz würde es doch sicher Informationen dazu geben. Sie legte sich zwar aufs Sofa, doch dieses Mal mit einem Tablet bewaffnet. Schon nach wenigen Minuten hatte Katja eine Fülle an Informationen. Es gab solche Challenges eigentlich in so ziemlich allen Belangen. Zwei verschiedene Varianten konnte Katja ausmachen. Bei der Einen wurden Personen nominiert, welche dann die geforderte Challenge durchführen musste. In der anderen Variante wurden Aufgaben gestellt, welche jeder bestreiten konnte. Natürlich mit entsprechendem Fotobeweis.

Es war nicht verwunderlich, dass die Meisten der Herausforderungen irgendetwas mit Sex zu tun hatten. Katja fand jedoch nichts, was zu ihr und den Mädels passen würde. Etwas eigenes musste her! Was ein Glück, dass die Gruppe genug Kerle beherbergte, welche in Sachen Kreativität einiges auf dem Kasten hatten. Katja nahm ihr Handy und stellte eine entsprechende Anfrage. Keine zehn Minuten später war sie mit einem ihrer Jungs privat am schreiben. Das waren zwar auch alles Partygänger, doch im Gegensatz zu den Mädels mussten sie trotzdem arbeiten.

»Was kann ich denn für dich tun?«

»Ich brauche eine Challenge. Mehrere Aufgaben, die meine Mädels und ich bestreiten können. Sexuelle aufgaben, aber keine zu heftigen.«

»Ich kenne so Dinger. Wie viele sollen es sein?«

»Keine Ahnung. Lass dir was einfallen, solange es Spass macht!«

»Gut. Ich geb dir Bescheid, wenn ich was hab.«

»Supi! Dank dir!«

»Dir ist schon klar, dass dich das was kostet?«

»Ich habs auf jeden Fall befürchtet.«

»Dann treffen wir uns nachher bei mir!«

Katja dachte nach. In der Tat konnte eine Runde mit dem wieder eine angenehme Abwechslung werden. Ausserdem konnte sie dabei dann Perry schreiben und ihn ein wenig von der Arbeit ablenken und was das Abends dann wieder für ein Feuerwerk geben würde, Katja wurde spitz.

»Meld dich einfach!«

»Da kannst du Gift drauf nehmen!«

Es gingen ein paar Stunden ins Land. Katja war mittlerweile wieder eingeschlafen und wurde unsanft von Claudia geweckt. Natürlich wollte die alles wissen, was am Vorabend passiert war. Katja erzählte jedoch erst, nachdem auch Elena im Wohnzimmer angekommen war. Sie hatte keine Lust, alles zweimal erzählen zu müssen.

Gegen Mittag kam dann die erhoffte Nachricht von dem Kerl.

»Hab was zusammen. Schau mal in meinem Blog!«

Katja rief die Seite auf und klickte auf das entsprechende Feld. Zehn Aufgaben hatte er sich ausgedacht. Die Erste war simpel, traf aber Katjas Geschmack.

»#1 Mach ein Bild von dir im BH und schick es an zehn Personen aus deinen Kontakten.«

Katja war erfreut. Das musste sie nun noch ihren Freundinnen schmackhaft machen. Doch zuerst kam eine weitere Nachricht.

»Ich muss heute Mittag noch eine Tour fahren. Bin bis 21 Uhr unterwegs!«

Also das passte Katja gar nicht in den Kram. Wenn der bis 21 Uhr unterwegs war, würde sie frühstens 21:30 mit dem anfangen können und dann wäre sie nicht vor 23 oder 24 Uhr zuhause.

»Dann verschieben wir das. So wird mir das zu spät!«

»Zu was? Seit wann stört dich die Uhrzeit?«

»Seit ich einen Freund habe! Den sehe ich normalerweise nicht vor 22 Uhr und wenn wir zwei erst noch vögeln, dann liegt der schon im Bett, wenn ich zurück bin.«

Die Nachricht wurde zwar gelesen, doch dauerte die Antwort eine Zeit.

»Dann eben anders! Ich komme dich abholen und du fährst mit!«

Katja wusste schon, worauf das hinauslaufen würde. Mitfahren war in dem Fall gleichbedeutend mit, ihn auf der Fahrt mit Hand und Mund zu befriedigen. Eigentlich nichts neues für Katja, aber auf diese Zeitspanne? Wahrscheinlich würde das viel Langeweile für sie bedeuten, aber immerhin hatte sie dann etwas zu tun. Auf die Veranstaltung, die eigentlich bald starten sollte, hatte sie sowieso keine Lust.

»Abgemacht. Irgendwelche Sonderwünsche?«

»Wenn du so fragst. Die schwarzen Stiefel bitte und ich will gut an dich rankommen!«

Das sollte ja kein Problem sein. Katja hatte mehr als genug Outfits im Schrank, die sich für eine solche Autofahrt regelrecht anboten.

»Geht klar. Sag mir, wenn du losfährst, dann mache ich mich fertig.«

Nun musste sie noch Perry informieren.

»Schatz?«

»Bei der Arbeit!«

»Gut. Ich bin gleich mit einem Freund unterwegs. Dem ein bisschen die Langeweile auf seiner Tour vertreiben.«

»Langeweile vertreiben heisst?«

»Was wohl. Wichsen, blasen und so.«

Eine kurze Pause.

»Dem gehörst du aber nicht, oder?«

»Nee, ganz sicher nicht! Ist nur ein Freundschaftsdienst.«

»Dann viel Spass!«

»Werd ich haben. Soll ich dich auf dem Laufenden halten?«

»Mit Bilder?«

»Wenn du das möchtest, dann gerne Schatz!«

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