Eroberung der Erde? Nicht mit uns!

Waldemar stand auf.

»Mein lieber Perry. Würdest du bitte rausgehen, Elena, Natascha und Mario zu mir schicken und uns ein paar Minuten alleine lassen?«

»Plan?«

Fragte Perry.

»Nein, aber Thesen. Diese möchte ich mit meinen genannten Freunden erörtern und daraus einen Plan entwickeln!«

Das reichte Perry. Er nickte, ging raus und schickte die geforderten Personen in die Kommandozentrale. Als die Tür geschlossen war, kam Pascal.

»Was hast du dem gesagt?«

»Ach, es ist Waldi. Sobald da mal etwas nicht nach seinen Vorstellungen läuft, gibt er augenblicklich auf. Dann muss man ihn nur ein bisschen schubsen, dass viele Wege nach Rom führen, dann ist meistens alles wieder im Lot.«

»Und was hat er jetzt mit denen da vor?«

»Einen Plan entwickeln. Entspann dich aber noch, so etwas kann bei Waldi ein wenig dauern, wenn noch andere Personen beteiligt sind. Denn er will natürlich seine Idee durchsetzen.«

Pascal nickte und lud dann alle Beteiligten in den Aufenthaltsraum ein. Die waren natürlich allesamt einverstanden, denn hier gab es keine Stühle. Dort sass natürlich Katja wieder auf Perrys Schoss, Claudia auf Donalds, doch sie schaute immer wieder total verzückt zu den anderen Mädels. Diese Geschichte mit dem Frisur-Fetisch machte ihr echt zu schaffen. Das waren nur Haare und dennoch verspürte sie bei jedem Blick das Bedürfnis, lieber bei der jeweiligen Dame zu sitzen. Das fand sie Donald gegenüber nicht gerade fair.

Rebekka nahm die Zeit, um die neuen Mädels ein bisschen besser kennenzulernen.

»Erzählt doch mal. Wie seit ihr überhaupt zusammen gekommen?«

Jana, die offensichtlich eine ungeduldige Person war, nahm diese Möglichkeit der Zerstreuung sofort wahr.

»Zufall. Wir wurden am gleichen Tag in kurzen Abständen in einem Krankenhaus in der Babyklappe abgegeben. Dort waren wir dann auch nicht lange. Ein reicher Russe kam, schaute sich die Babys an und adoptierte uns. Ja, mit entsprechendem finanziellen Background ist das nicht gerade schwierig. Ich muss auch sagen, wir hatten eine echt tolle Kindheit. Uns hat es an nichts gefehlt. Lediglich war es für uns doch etwas anstrengend, jeden Tag trainieren zu müssen. Er hat uns alles gelehrt. Von Kampfsport über Meditation hin zum Umgang mit Waffen. Trotzdem hatten wir eine relativ normale Kindheit. Also Schule, mit Freunden spielen usw. Er mischte sich später auch nicht in unsere Beziehungen ein, solange wir das Training nicht vernachlässigten. Je älter wir wurden, desto mehr spezialisierte er uns. Ich zum Beispiel habe den Umgang mit allem gelernt, was sich bewegt. Ich kann einen Traktor fahren, oder ein Raumschiff an eine Raumstation andocken. Natascha ist ein Ass in jeder Art Forensik und unsere Kim hier spielt selbst die härtesten Sicherheitsfeatures wie eine Kinderflöte. Als wir dann 18 wurden, hat er uns seinen Plan erklärt, warum er uns so hart trainiert hatte. Wir sollten die Menschheit schützen. Vor allem, was sie angreifen konnte. Also irgendwelche Terroristen, Regierungen, aber eben auch so was hier.«

Janine musste lachen.

»Ihr trainiert euer ganzes Leben und trotzdem hab ich Kim locker besiegt?«

Kim lachte nicht.

»Reib nur Salz in die Wunde! Ich habe bis dahin keinen Kampf verloren und sobald das hier vorbei ist, will ich wieder gegen dich Kämpfen. Ohne Waffen!«

»Sei aber darauf eingestellt, dass dich Janine wieder besiegen wird Kim! Unsere Mädels sind nicht zu unterschätzen!«

»Werde ich ja sehen Pascal.«

Sofort danach fing Kim an Viper auszufragen, denn ihr gefiel seine Viper unglaublich gut. Jana hingegen interessierte sich eher für den Lori. Auch das Flugzeug kam zur Sprache. Alles in allem redete die Gruppe gute drei Stunden, bis dann Waldemar und sein Team den Raum betraten.

»Und Waldi? Doch alles nicht so aussichtslos?«

»Keines Wegs, mein lieber Perry. Ich habe mit meinen Kollegen zusammen eine Reihe von Möglichkeiten ersonnen, welche wir jetzt Schritt für Schritt untersuchen und ausbauen können.«

Fragende Blicke. Doch Waldemar schien genug gesagt zu haben.

»Natascha?«

Fragte Jana schliesslich.

»Erstens, wir untersuchen, wie der animalische Teil des Menschen die Schatten beeinflusst. Welche Hormone dabei eine Rolle spielen, ob wir die künstlich nachliefern können und ob wir damit vielleicht sogar eine Verdrängung verursachen können. Ferner untersuchen wir die Vorgehensweise der Schatten bei der Manifestation von Insekten. Wenn diese vernichtet werden, was passiert dann mit den jeweiligen Schatten? Können wir sie vor einer Rückkehr abhalten? Vergehen sie einfach? Das gilt es zu untersuchen. Ausserdem wollen wir herausfinden, ob ein unterirdischer Standpunkt dieses Ursprungsschattens eine Notwendigkeit darstellt und wenn ja, wie wir das für uns nutzen können. Sollte es uns möglich sein, Schatten aus den Insekten von einer Rückkehr abzuhalten, könnten wir auch den Ursprungsschatten einsperren.«

Perry hatte damit ein Problem.

»Öhm diese Nummer mit dem animalischen. Wie genau darf ich mir das vorstellen?«

Das wusste Katja zu beantworten.

»Was wohl Schatz? Ich wir ziehen uns aus und wichsen. Das ist dir selbst klar!«

War es, doch es zu hören verschaffte Katja etwas hartes unter dem Hintern.

»Na ja, etwas intensiver ist es schon. Nach den Berichten, die Waldemar mich hat lesen lassen, war der Erfolg eurer bisherigen Bemühungen gerade stark genug, um überhaupt einen Effekt zu erzielen. Das müssten wir ausbauen.«

»Ausbauen?«

Fragte Katja verwundert.

»Ja, ausbauen Katja. Du weisst genau, was Natascha damit meint.«

Auch Perry wusste es und langsam wurde es auf seinem Schoss unbequem.

»Soll ich etwa mit so einem ficken, oder wie?«

»Darf ich dich mal fragen Katja, warum gehst du davon aus, dass nur du aktiv sein sollst? Wir sind einige Frauen hier und wenn ich nicht die Analysen anfertigen müsste, würde ich mich selbst dafür bereiterklären.«

»Ich mach das schon Katja. Kein Problem!«

Janas Aussage verwunderte eigentlich alle, ausser Kim und Natascha.

»So hart bist du drauf?«

Fragte schliesslich Viper.

»Was heisst hart Viper? Es scheint eine Notwendigkeit zu bestehen und ich möchte nicht die sein, die durch ihre Verweigerung die Menschheit ins Verderben gestürzt hat.«

»Ich bin auch dabei!«

Sagte Amy.

»Ja, auf mich könnt ihr auch zählen!«

Diese Aussage von Elena gefiel Waldemar irgendwie gar nicht. Doch da war auch etwas Stolz.

»Was ich aber noch nicht ganz verstehe, ihr wollt die Schatten einsperren? Wie?«

»Ganz einfach, mein lieber Pascal. Die Tatsache, dass sich diese Muttererscheinung im Untergrund und nicht einfach in einer Wand, oder dem Boden selbst eingenistet hat deutet darauf hin, dass es einen gewissen Freiraum braucht, um sich zu bewegen. Bei dem eliminieren eines manifestierten Insekts könnte nun die Möglichkeit bestehen, dass der manifestierte Schatten zum Beispiel nicht aus einer verschlossenen Glovebox entwichen kann. Wir hätten also etwas dieser Erscheinung in seinem Ursprungszustand gefangen und könnten damit experimentieren.«

»Und wenn mit der Vernichtung des Insekts auch der Schatten verschwindet?«

»Nun, mein lieber Donald, dann hätten wir einen Angriffspunkt. Es wäre dann denkbar, eine massive Manifestation von Insekten zu provozieren, welche wir im Nachhinein dann vernichten könnten, um die Ursprungserscheinung zu dezimieren. Jedoch muss ich auch ansprechen, die exzessive Nutzung von Insekten weist eher daraufhin, dass die manifestierten Schatten nicht vergehen. Doch auf beiden Wegen dürften wir voran kommen.«

»Nun gut. Wann legen wir los?«

»Unser Plan sieht vor, nach unserer Rückkehr morgen zu beginnen. Erst die Experimente mit unseren Gefangenen und den Insekten. Je nach Erfolg geht es dann in die Stadt. Neue Exemplare suchen, Erkenntnisse prüfen und ähnliches.«

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