Verschärfte Bedingungen

»Jetzt ist die Frage Waldi, reicht dir das, oder bist du neugierig genug, noch weiter zu experimentieren?«

»Eine sehr unsinnige Frage, meine liebe Freundin! Meine bisherigen Aufzeichnungen legen den Schluss nahe, dass der Stoff über meinem Genital in der Tat die Empfindungen ausbremst. Es wäre von daher natürlich sehr interessant herauszufinden, um welchen Faktor die Berührung der Haut die Empfindungen beeinflussen würde.«

»Okay. Das Ganze also noch einmal ohne Hose?«

»Nun, liebe Elena, ich bin mir uneins. Auch wenn die wissenschaftliche Neugierde natürlich unglaublich hoch ist, meine Abscheu vor direktem Körperkontakt hat sich bislang nicht gelegt!«

»Waldi, echt jetzt? Du glaubst immer noch, wenn ich dich berühre stehle ich dir deine Seele?«

»Auch wenn ich diese Befürchtung in der Tat noch habe, bei dir ist sie nicht ausgeprägt. Dennoch. Deine Berührung würde einen Teil meiner Schutzzone verletzten und ich bin mir nicht sicher, ob ich dazu bereit bin!«

Elena schaute wieder ernst.

»Seit wann dringen Superhelden in die Schutzzone eines Menschen ein?«

Das überzeugte Waldemar ganz offensichtlich nicht, denn sein Blick blieb weiter skeptisch. Elena hätte sich dabei gerne an den Kopf geschlagen, denn natürlich hatte sie etwas nicht korrekt durchgeführt. Also schaute sie weiter ernst.

»Waldemar, unsere Interaktion beinhaltet die Reibung zweiter menschlicher Organe aneinander. Beide Organe sind hygienisch einwandfrei, was jegliche Arten von Krankheiten sofort ausschliesst. Darüber hinaus gibt es in der Wissenschaft keine Wohlfühlzone! Wissenschaftler versuchen immer alles im übertragenen Sinne nackt zu sehen und zu berühren! Sei es eine Supernova durch ein Teleskop, oder eine Kernfusion in einem Reaktor. In der Wissenschaft gibt es den Begriff intim nicht!«

Das war eindeutig ein Volltreffer! Waldemars Blick veränderte sich deutlich.

»Wie du Recht hast, meine Freundin! Will ich wissenschaftlich vorgehen, darf ich mich an meinem eigenen Intimbereich nicht stören. Also, weg damit!«

Elena war überrascht. Mit wenigen und eigentlich auch recht simplen Bewegungen hatte Waldemar seinen Intimbereich freigelegt und die Kleidung, die er abgelegt hatte auch säuberlich zusammengelegt. Das war derart faszinierend, dass Elena gar nocht auf den Schwanz achtete. Als sie ihn jedoch sah, wurde sie rot.

»Darf ich fragen, liebe Elena, warum die Durchblutung deiner Wangen derzeit so angestiegen ist?«

»Ich, ja also, es ist, weil eigentlich und sowieso …«

»Elena, deine derzeitige Verwirrung lässt dein ganzes Outfit und bisheriges Verhalten grotesk aussehen. Würdest du mir bitte sagen, welche Probleme du gerade hast?«

Elena atmete durch und das half massiv.

»Tut mir leid Waldi. Ich will jetzt nicht sagen, dass du keinen tollen Schwanz hast, aber er ist jetzt auch nicht gerade ein Exemplar, was mich besonders beeindrucken würde. Aber eben, ich sehe ihn Live und in Farbe von mir! Ich, was wahrscheinlich ausser diversen Ärzten niemand von sich behaupten kann und das hat mich nun schon etwas beeindruckt.«

»Ich verstehe. Doch möchte ich dich bitten, Penis, oder Genital zu sagen. Schwanz ist für mich ein denkbar ungeeigneter Begriff, da Tiere den Schwanz hinten haben und nicht vorne.«

»Ja, okay, kein Problem. Aber sag mal an. Führen wir die Studie jetzt weiter?«

»Aber natürlich, meine liebe Elena. Ich bin bereit zum notieren, wenn du möchtest, leg dich wieder neben mich und beginne.«

»Mich neben dich legen? Warum das denn?«

»Nun, weil wir auch zu beginn in dieser Position lagen und ich dadurch einen etwas eingeschränkteren Blick auf deine Uniform hatte. Um das empfinden wirklich beurteilen zu können, sollte deine Position zu Beginn entsprechend angepasst sein.«

Elena verstand und begab sich wieder in die Position, die sie am Anfang eingenommen hatte.

»Hervorragend. Nun darfst du beginnen!«

Nie und nimmer hätte sich Elena träumen lassen, dass sie in einer solchen Situation eine so starke Vorfreude, Aufregung und Erregung verspürte. Im Vergleich zu ihren anderen Liebhabern war diese Geschichte geradezu lächerlich und dennoch brachte sie Elena einfach nur unglaubliche Gefühle ein.

Ganz vorsichtig näherte sich ihre Hand seinem Schwanz. Auch sein Verhalten wurde anders. Doch schien es sich nicht um Erregung zu handeln, sondern um Neugierde. Vielleicht auch ein bisschen Sorge. Aber immerhin, er reagierte nicht gefühlskalt wie ein Roboter.

Dann endlich. Ihre Fingerspitzen berührten seinen Schaft und das erregte Elena in einem Mass, wie sie es eigentlich nur von einem Gangbang her kannte, wo alles einfach nur viel zu viel für sie war. Aber auch Waldemar reagierte anders als erwartet.

»Ich bin wahrlich beeindruckt! Der Kontakt deiner Finger fühlt sich derart intensiver an, ich bin wirklich beeindruckt!«

»Und wie findest du das?«

»Beeindruckend angenehm! Ich war mir in der Tat nicht darüber im Klaren, wie unterschiedlich die Empfindungen an einzelnen Körperteilen sein kann!«

»Ach nein? Dir ist aber schon aufgefallen, dass du mit deinen Lippen anders wahrnimmst, als mit deinen Händen, oder gar keinen Füssen!«

Waldemar erregte es zusätzlich, da sie ihn wieder mit einer logischen Tatsache konfrontierte, an die er so nicht gedacht hatte.

»In der Tat muss ich zugeben, diesen Umstand habe ich als viel zu selbstverständlich angesehen, um mir darüber Gedanken zu machen.«

»Gut, dann mach es eben jetzt!«

»Ich bin dabei, teure Freundin, ich bin dabei!«

»Sehr gut. Bereit für Schritt zwei?«

»Aber natürlich! Ich bitte darum!«

Elena beendete die Bewegung an seinem Schaft, als sie bei seinen Bällen ankam. Der Weg zurück nach oben liess sie nun die Fingernägel sprechen, wobei sich Waldemar eigenartig krümmte.

»Alles okay mit dir?«

»Ich würde darauf mit ja antworten, doch bin ich mir noch nicht zu 100% sicher! Es ist ein merkwürdiges Gefühl, welches von meinem Genital bis ins Rückenmark reicht und dort höchst eigenartige Empfindungen produziert.«

»Was heisst, höchst eigenartige Empfindungen?«

»Nun, es fühlt sich unglaublich intensiv an. Ich bin mir nicht sicher, ob die Stimulanz nun schon die Grenze zum Schmerz erreicht hat!«

»Was? Soll ich aufhören?«

»Aber nein, so schlimm ist es für mich nicht. Es fühlt sich eben wirklich merkwürdig an. Ein Gefühl, welches ich so noch nie hatte bislang.«

»Ah, verstehe. Ich muss sagen, es gefällt mir überaus gut, deinen Schw .. Penis zu streicheln!«

Auch wenn sich Waldemar wieder etwas krümmte, schaute er mit ernstem Blick zu ihr.

»Liebe Elena! Es handelt sich hier um eine Studie und nicht um irgendwelche sexuellen Machenschaften. Es spielt von daher keinerlei Rolle, ob du erregt bist, es dir gefällt, oder etwas ähnliches!«

Und auch Elena konnte sehr ernst schauen!«

»Mein lieber Waldemar! Manchmal erschreckt es mich, wie begrenzt dein Horizont zu sein scheint! Selbstverständlich spielen auch meine Empfindungen eine Rolle! Denn je nachdem, wie es mir gefällt, macht es mir mehr Spass dich zu berühren und meine Bewegungen werden entsprechend leidenschaftlicher.«

Noch einmal strich sie ganz zärtlich mich den Fingernägeln über sein Gehänge, dann noch einmal, aber schnell und ohne jegliche Emotion. Waldemar schaute entsetzt.

»Was tust du?«

»Dir den Unterschied demonstrieren, wenn es mir gefällt und wenn es mir nicht gefällt. Schreib das ruhig auf, dass die Empfindungen des Partners grossen Einfluss auf dessen Bewegungen haben!«

»In der Tat beeindruckst du mich Mal um Mal. Ich war in der Tat nicht darauf vorbereitet, dass sich deine Bewegungen mit deinem emotionalen Zustand derart ändern können! Beeindruckend!«

»Na, dann pass mal auf!«

Um diese Testreihe zu beenden, griff sie nun nach seinen Eiern und drückte die sanft. Wie erwartet waren die relativ kühl und reagierten sofort auf die warme Handfläche. Ein ganz kurzes Stöhnen war zu hören.

»Ich kann es wirklich kaum glauben! Warum genau sind die Empfindungen an den Hoden derart intensiv? Das ergibt für mich tatsächlich keinen nennenswerten Sinn!«

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