Da bahnt sich was an!

»Nein, ist mir nicht aufgefallen. Aber um ehrlich zu sein, ich hab das bei Perry noch nie erlebt, dass er verliebt war.«

»Dann bist du ganz schön blind.«

»Oh je. Das wird dem Kleinen ganz sicher wieder das Herz brechen!«

»Bitte nicht! Wir können uns derzeit keinen Programmierer mit Liebeskummer erlauben!«

»Ich glaube, dass muss gar nicht sein! Ich kenne Katja schon lange und Perry ist anders für sie.«

»Sag jetzt nicht, sie ist auch verliebt.«

»So weit würde ich nicht gehen. Aber du darfst nichts gegen Perry sagen, sonst ist sie gleich eingeschnappt und sie redet auch schon vom nächsten Sex und so. Das ist ungewöhnlich bei ihr.«

»Und ich Arschloch erzähl noch, dass ich Katja mal ausprobieren will!«

In dem Moment kamen Katja und Perry zurück.

»Hast du eine neue Hose an?«

Perry wurde rot, nachdem es Elena aufgefallen war.

»Jupp, hat er. Das ist so geil! Ein paar Anspielungen und er ist sofort am Ziel!«

Und Perry wurde noch roter. Er steuerte einen der Sessel an und warf sich darauf. Katja blieb stehen.

»Na toll und wo setz ich mich jetzt hin?«

Donald und Perry zeigten gleichzeitig auf den verbliebenen Sessel. Es wäre natürlich nach wie vor genug Platz auf dem Sofa gewesen, dass Katja sich wieder dorthin hätte setzen können, doch Donald dachte an seinen Freund und wollte nicht, dass er irgendwie eifersüchtig wurde. Perry hatte den gleichen Gedanken und hoffte deshalb, dass Katja wirklich den freien Sessel nehmen würde. Die tat jedoch was ganz anderes.

»Klar, als lauf ich jetzt bis zu dem Sessel!«

Sie setzte sich. Direkt auf Perrys Schoss. Der war davon so überrascht, dass er unwillkürlich seine Arme um sie legte. Das schien ihr zu gefallen, denn sie legte einen Arm über seine Schulter. Donald schaute Elena an, die nur grinste.

»Was treibt ihr Jungs eigentlich in eurer Freizeit?«

»Arbeiten!«

Kam bestimmend von Waldemar.

»Da hat er Recht. Wenn wir nicht essen, oder uns Filme anschauen, zocken wir gelegentlich. Ansonsten sind wir eigentlich nur am arbeiten. Ist ein sehr grosses Projekt und wir ja nur zu dritt.«

»Na und ich gehe auf Partys am Wochenende! Nur so als Randbemerkung.«

Elena war schockiert. Mit dieser Antwort hatte sie nicht gerechnet.

»Nicht mal Kneipe, oder Kino, oder so?«

»Ja doch! Kino gehen wir dann und wann auch!«

Perry schien sich damit in ein etwas besseres Licht rücken zu wollen.

»Das geht so aber nicht! Was haltet ihr davon? Morgen Abend kommt ihr zu uns zum Essen. Du auch Waldi! Danach gehen wir auf die Piste. Unsere Stammkneipe ist nicht weit weg!«

»Verzichte! Obwohl, Essen ist in Ordnung!«

Ja, gegen Essen hatte sogar ein Waldemar nichts einzuwenden.

»Öhm Katja, morgen Abend sind wir schon verplant. Übermorgen wäre okay!«

Katja nahm sich ihr Handy und schaute in der Gruppe. Tatsächlich war am nächsten Tag schon wieder was geplant.

»Stimmt, aber erst Abends! Dann bestellen wir Pizza und kommen rüber. Wäre das akzeptabel Waldi«

»Dünner Boden, Tomatenmark, Salami, Schinken, ein paar Pilze, viele Zwiebeln und extra Käse!«

Anscheinend war es akzeptabel.

Perry starrte die ganze Zeit verzückt zu Katja. Das sie da war, auf seinem Schoss, dass sie sich schon wieder geküsst hatten und das alles, für ihn war es so wundervoll. Als Katja das bemerkte, setzte sie einen diabolischen Gesichtsausdruck auf.

»Donald, Elena meinte, du hättest einen stattlichen Riemen!«

Donald wurde panisch. Musste Katja das ausgerechnet jetzt fragen? War ihr vielleicht auch noch nicht aufgefallen, dass Perry anscheinend Gefühle für sie hatte? Wie sollte er da jetzt reagieren?

»Ach was, Durchschnitt!«

»Lügner! Ich kenn mich mit Schwänzen aus und du hast ein Monster!«

Das war Donald so peinlich. Das Letzte was er wollte war, seinem Freund wehzutun.

»Ja okay, klein ist er nicht.«

Donald beobachtete Perry, der anscheinend nur Augen für Katja hatte.

»Fickst du mich damit auch mal in den Hintern? Laut Elena bist du da ja richtig gut drin!«

Und da war es passiert. Donald sah, wie Perry ein paar mal ganz komisch zusammenzuckte. Er verfluchte Katja, dass sie das seinem Freund angetan hatte. Die lachte allerdings nur.

»Nummer zwei?«

Perry liess seinen Kopf auf Katjas Schulter sinken und deutete ein Nicken an.

»Du bist echt scheisse süss Schnabeltier!«

Nun verstand Donald nichts mehr. Was hiess Nummer zwei? Warum war Perry süss und warum küsste sie ihn jetzt?

»Ah, neues Hobby?«

Katja erhob, nach Elenas Frage, den Zeigefinger und deutete an, dass sie einen Moment warten müsse. Erst, als sie den Kuss beendet hatte, antwortete sie.

»Ja. Schnabeltier spritzen!«

Elena und Katja lachten, während es Perry natürlich peinlich war. Donald wollte Klarheit.

»Erklärt mir das jetzt mal jemand?«

»Versuch du auch mal Elena!«

Donald fühlte sich übergangen, während Waldemar sich Ohrschützer wünschte.

»Sag mal Schnabeltier, hat dir dein Freund Donald erzählt, dass ich selbst seinen Riesen ganz in den Mund kriege?«

»Jupp, hat er!«

Elena war enttäuscht. Bei ihr zeigte Perry nicht diese Reaktion. Katja wollte diesen Umstand überprüfen.

»Was denkst du Süsser, kann ich das auch?«

Es mag nicht für einen erneuten Höhepunkt geeicht haben, doch Perry war trotzdem sofort wieder erregt.

»Das weiss ich doch nicht!«

»Hallo? Ich hab eine frage gestellt!«

»Ganz ruhig Entchen! Es scheint nur so, dass das Schnabeltier ziemlich heftig darauf reagiert, wenn ich eine Schweinerei mit einem anderen Typ im Kopf habe.«

»Echt jetzt? Stimmt das Perry?«

Perrys Kopf krachte wieder auf Katjas Schulter und wieder deutete er ein Nicken an.

»Interessant! Das müssen wir mal vertiefen!«

»Vertiefen?«

Elena schaute auf die Uhr.

»Nee. Leider nichts mit vertiefen heute. Katja, wir müssen bald los!«

»Ich weiss. Aber Schnabeltier, ich kann dich übrigens gar nicht zu mir rufen, wenn ich geil bin und du Arbeit hast! Du könntest mir mal deine Nummer geben!«

Hätte Perry wohl machen sollen, doch klebte sein Schritt und er war sowieso viel zu peinlich berührt.

»Hat jemand einen Stift für mich?«

Donald griff nach einem Becher auf dem kleinen Tisch neben sich. Wenn es in diesen vier Wänden eins in Hülle und Fülle gab, dann waren es Stifte. Er reichte ihn Katja. Die nahm sich Perrys Arm und fing an zu schreiben.

»So Schnabeltier. Ich erwarte nachher eine Nachricht, sonst überleg ich mir das mit dem vögeln vielleicht noch!«

Perry war wie aus der Welt geschossen! Er hatte die Nummer einer Frau auf dem Arm. Gut, die sass gerade auf seinem Schoss, hatte ihn schon mehrfach geküsst, zwei Mal an diesem Tag zum Orgasmus gebracht und gevögelt hatte sie auch schon mit ihm. Trotzdem erfüllte sich ein sehr lange gehegter Wunschtraum von Perry, als er die Nummer auf seinem Arm stehen sah.

»Habt ihr Line?«

Elenas Frage löste eine merkwürdige Reaktion bei Perry und Donald aus. Die schauten sofort energisch zu Waldemar.

»Ja, haben sie. Es hat auch nur sechs Monate, 19 Tage und vier Stunden gedauert, bis ich sie überzeugt hatte!«

»Super! Dann laden wir euch nachher in unsere Gruppe ein. Donald, da sind auch die Jungs drin. Bei denen konntest du schwer punkten!«

»Die sind auch cool. Voll meine Wellenlänge! Dann hat es sich ja gelohnt, dass Waldi uns das Ding aufgedrückt hat!«

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