[Nadine] Warum ich Röcke trage

Dieser Beitrag bezieht sich auf die Frage, warum ich lieber Röcke als Hosen trage bzw. warum ich mich überhaupt so daheim anziehe, wie ich es tue.

Da wäre die Sache mit den Röcken. Warum laufe ich lieber mit Röcken rum, auch daheim, anstatt mit Hosen, wie es ja die meisten Frauen tun?

Ganz einfach. Ich bin nicht die meisten Frauen. Zum einen, wenn ich eine Hose trage und mich im Spiegel begutachte, habe ich immer das Gefühl in mir, dass es falsch ist. Ich bin eine Frau und kein Mann. Das mag jetzt altmodisch klingen, aber da ja die meisten immer noch der großen Liebe nachjagen und Monogamie als erstrebenswert anstatt veraltet ansehen, darf ich ja auch mal altmodisch sein oder?

Die Sache hat aber noch andere Gründe. Da wäre, es scheuert nichts zwischen meinen Beinen. Die meisten merken das wahrscheinlich gar nicht, aber dieser Stoff zwischen den Beinen macht mich bei vielen Hosen echt wahnsinnig. Ja, natürlich habe auch ich ein paar Hosen im Kleiderschrank, auch wenn ich sie kaum nutze.

Dann wäre da die Sache mit den Temperaturen. Gerade aktuell jammern ja so viele, es sei so warm. Dazu kann ich nur sagen, zieh dir einen langen Faltenrock, einen Wickelrock oder so etwas an. Keinen engen Mini. Ich sage euch, wer mal bei diesen Temperaturen unterwegs war und da bläst eine Brise drunter, der weiß sofort, was ich meine. Das ist einfach sehr erfrischend.

Es gibt aber auch praktische Gründe. Wenn ich sehe, wie viele Frauen zum Beispiel echt tolle Pumps oder Stiefel tragen und dann daran denke, was passiert, wenn sie im Anschluss vielleicht Sex haben, egal jetzt ob mit einer Eroberung oder einem Partner, ist eine Sache absolut klar. Wenn der Mann von den Schuhen erregt wird, ist er enttäuscht, sobald es ans Ausziehen geht. Man kann so gut sein wie man will, die müssen einfach weg, bevor die Hose ausgezogen werden kann.

Da argumentieren jetzt sicherlich ein paar und sagen, die kann man hinterher ja wieder anziehen. Ja, kann man, der Effekt ist dann trotzdem gemindert oder ganz weg. Das haben mir schon viele Männer ungefragt bestätigt. Noch ein Argument ist, man kann die Hose auch einfach runterziehen. Man muss sie nicht ausziehen. Dazu sage ich nur, mach das mal. Zieht mal die Hose bis zu den Knöcheln runter und versucht dann mal Missionar oder Reiten. Es geht, aber angenehm ist anders.

Dann die noch schlüpfrigen Vorteile. Ich kann an einem Billardtisch stehen, mich drüber beugen und der, dem ich es erlaube, kann mir an die Pussy greifen. Für ganz Mutige, so kann man sogar kurz ficken. Einfach so, auch wenn Leute drum herum stehen. Vielleicht ahnen welche was, aber beweisen kann es niemand. Insofern der Mann weiß, was er tut.

Im Bett muss ich den Rock auch nicht ausziehen. Hochschieben reicht problemlos und der behindert nichts. Er kann sogar auch zur Erregung des Mannes beitragen, weil es manchmal so schnell und wild wirkt. Oder beim Reiten finden es viele echt heiß, wenn der Rock dann über meine Beine fällt.

Okay. Das soll für Röcke mal reichen. Ich möchte zu bedenken geben, ein Rock ist nicht gleich ein enger Mini-Rock. Da gibt es so viele Varianten und fast alle sind einfach nur super bequem!

Dann die Frage, warum ich daheim mit engen, teils bauchfreien Oberteilen herumlaufe, die viel Ausschnitt zeigen.

Gut, da wäre natürlich zuerst einmal, Max, Tony und teilweise Natalie macht das an. Das will ich gar nicht leugnen und das ist auch mit ein Ziel der Sache.

Aber! Es ist nur ein Teil. Was wirklich dahintersteckt ist, ich sehe mich im Spiegel und gefalle mir. Okay, mein Bauch gefällt mir da nicht immer, aber es ist vertretbar. Ich sehe mich einfach und denke, die da sieht gut aus.

Zudem kommt da wieder der Punkt zum Tragen, es ist bequem! Gerade engere Tops halten meine Titten in Form, so spare ich mir den BH. Ich gehöre zwar zu den Frauen, die gerne BHs tragen, aber immer muss einfach nicht sein. Ich kann mich da aber auch glücklich schätzen. Seit Max uns die BHs immer beim Schneider anfertigen lässt, sitzen die immer perfekt und quälen mich nicht, wie es die BHs mit den verkackten Kreuzgrößen von der Stange immer gerne gemacht haben.

Mir stellt sich aber noch eine Frage. Warum sollte ich daheim im Schlabberlook unterwegs sein? Das passiert natürlich auch mal, aber normalerweise trage ich ja die Klamotten, in denen ich mich wohlfühle. Ich fühle mich eben in der Kleidung, in der ich sexy aussehe, am wohlsten. Ob ich es nun auf ein Abenteuer abgesehen habe oder nur gamen will.

Ja, ihr lieben Leser, ich ziehe mich tatsächlich daheim so an, wie es mir gefällt, ohne irgendwelche Hintergedanken für irgendwen. Ich sehe mich im Spiegel, ich finde mich sexy und genau das ist der Grund, warum ich gerne so rumlaufe.

Tatsächlich sitze ich hin und wieder auch in einem Kleid vor meinem PC. Der Grund dafür ist simpel. Ein Kleid hat einen Rock, in den meisten Fällen einen Ausschnitt, meine Brüste kommen gut zur Geltung und Achtung, ich sehe mich im Spiegel und finde mich toll!

Da muss ich übrigens mal kurz strätern. Bevor das mit der WG losging, war ich komplett unzufrieden mit mir. Ich hab ein liebes Gesicht, aber auch ein langweiliges. Ich habe lange Haare, aber die sind relativ dünn. Ich habe gute Brüste, aber unterschiedlich große Brustwarzen. Mein Bauch war mir früher viel zu dick. Dank dem Dauersex in den letzten neun Jahren ist das aber viel besser geworden, ohne dass ich ins Gym muss oder nicht mehr alles essen darf. Okay, wenn ich mich am Riemen reißen würde, käme ich wohl auf meine Traumfigur, ich esse aber einfach zu gerne und bin zu faul fürs Gym.

Es war auch nicht Max, der meine Einstellung zu meinem Aussehen geändert hat. Es war die Akzeptanz und vor allem die Ehrlichkeit, die in meinem Kopf etwas verändert hat. Wenn ich Max, Tony, Natalie oder Nina frage, wie ich aussehe, dann hauen die mir auch Mängel an den Kopf. Gnadenlos. Da wird nichts schön geredet, nicht geschleimt, um mich ins Bett zu kriegen. Nein, die sagen mir einfach die Wahrheit und genau das ist befreiend.

Wenn man weiß, dass man auch Negatives gesagt bekommt, dann wirkt das Positive gleich glaubhafter. Demzufolge, ich weiß, dass ich nicht perfekt bin. Ich weiß aber auch, dass vieles an mir echt gut ist. Das macht einfach den Unterschied.

Dann die nächste Frage. Warum laufe ich auch daheim, wenn wir Film schauen oder gamen, mit so großen, auffälligen Ohrringen wie meine Creolen herum?

Da ist es ein wenig anders als bislang. Zuerst einmal, wenn meine Mutter damals, da war ich noch kein Jahr, nicht auf die Idee gekommen wäre, mir Ohrlöcher zu schießen, hätte ich heute definitiv keine. Ich bin überhaupt kein Freund von Löchern im Körper, die von der Natur nicht vorgesehen sind. Da ich aber eben ein Mädchen bin, war meine Mutter der Meinung, da müssen Löcher rein. Ich finde so etwas überhaupt nicht gut und verachte alle Eltern, die ihren Kindern da keine Wahl lassen!

Aber gut, ich habe Ohrlöcher, also benutze ich sie auch. Zugegeben, wenn ich mich im Spiegel betrachte mit meinen großen Creolen oder kleinen Perlen, gefällt mir das schon. Auch mag ich lange Ohrringe, die sich bewegen können.

Ich sagte aber, es wäre etwas anderes als bei der Kleidung. Das bezieht sich darauf, gerade große Ohrringe sind nicht zwingend bequem. Die haben Gewicht und das spürt man deutlich. Zwar ignoriert man das irgendwann, aber es ist dennoch etwas unbequem.

Das gleicht sich aber aus. Beim Gamen, wenn ich aufgeregt bin, zupfe ich gerne mal an meinen Creolen. Das beruhigt mich irgendwie, da ich dann das Gewicht wieder spüre und mich das etwas ablenkt. Generell aber auch, ich mag es sehr, wenn ich meinen Kopf bewege und die Ohrringe an meinen Hals klopfen. Warum kann ich nicht sagen, aber ich mag dieses Gefühl.

Kommen wir zu den Haaren. Warum habe ich die immer zusammen?

Auch das ist recht einfach. Warum soll ich sie offen lassen? Offen heißt, sie sind mir dauernd irgendwo im Weg. Es heißt auch, wenn ich mit offenen Haaren im Sommer unterwegs bin, schwitze ich darunter. Kurz gesagt, offen nervt mich!

Jetzt könnte natürlich die Frage aufkommen, warum ich sie dann nicht kurz habe und die Antwort ist simpel. Ich liebe lange Haare an mir! Dazu kommt noch, mit kurzen Haaren kann man einfach nichts machen. Ich mag es sehr, meine Frisuren und meinen Haarschmuck zu variieren. Vor Natalie war das zwar eher dünn gesät, da hatte ich in der Regel nur einen oder zwei Pferdeschwänze, mal geflochten, einen zusammengeknuddelten Dutt, eine Spange oder Haarklammer. Da Natalie aber total gerne frisiert, darf sie das mittlerweile fast immer machen und so sind die Variationen stark angestiegen.

Aber es gibt noch einen Punkt. Der Bun mit Kissen. Für die, die es nicht kennen, es gibt extra solche Kissen, die aussehen wie ein Donut. Da kommt der Pferdeschwanz durch und entweder rollt man die Haare dann von den Spitzen aus zum Kopf, wodurch man sich das Haargummi spart und es echt geil aussieht oder man schiebt das Kissen bis zum Kopf, verteilt die Haare drum herum und macht ein Gummi rein zum Fixieren.

Was viele hier komplett übersehen, ist das Wort Kissen. In dem Beitrag, wo ich zu Max’ Nutte werde, habe ich es schon geschrieben. Das Teil schützt! Aber nicht nur unterm Schreibtisch. Wenn der Bun an der richtigen Stelle sitzt, dann fungiert der wirklich als Kissen, wenn man es will. Das Kissen ist weich, die Haare auch, gerade beim Gamen kann das echt gut sein!

Viele Frisuren wirken auch auf mich selbst auf verschiedene Arten. Zwei Zöpfe und ich finde mich verspielt. Pferdeschwanz und ich fühle mich irgendwie stark. Haarklammern geben mir das Gefühl, etwas zu bändigen, ein Bun finde ich wirklich heiß und wenn ich Space-Buns trage, also zwei Buns, dann fühle ich mich frech.

Zum guten Schluss dann noch die Schuhe. Ich kann es verstehen, warum man mich für verrückt betrachten würde, wenn ich den ganzen Tag daheim mit High Heels rumlaufen würde. Als mit wirklich schmalem Absatz. Kann ich, mache ich aber nicht. Keil- oder Blockabsatz, damit laufe ich tatsächlich auch daheim rum. Auch wenn viele mir das nicht glauben, obwohl sie es ja einfach mal selbst ausprobieren können, die sind tatsächlich durchaus bequem. Außerdem wirke ich damit größer und das mag ich. Mit meinen größten Blockabsatzstiefeln bin ich größer als Tony und das finde ich gut.

Natürlich kommt hier auch eine aufreizende Komponente hinzu, aber eben auch nur untergeordnet.

Ich möchte aber auch, um fair zu bleiben, sagen, in der Regel trage ich daheim keine Schuhe. Es kommt aber eben vor, dass wir weg waren, ich da meine Block- oder Keilabsätze getragen hatte und die dann einfach nicht ausgezogen habe.

Eigentlich könnte man den ganzen Beitrag radikal zusammen kürzen. Ich trage das, was ich trage, weil ich es bequem finde und weil ich es will.

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