[Nadine] Ich hinter der Theke

Ich wurde nun schon einige Male gefragt, ob es vor Max keine Geschichten gab, von denen ich erzählen könnte.

Im großen und Ganzen lautet die Antwort ganz klar nein. Gestern, auf der Rückfahrt aus Spanien hatte ich allerdings sehr viel Zeit, mal etwas in meinen Erinnerungen zu stöbern. Da war ich zwar nicht darauf aus, eine Geschichte zu finden, die ich erzählen kann, gefunden habe ich aber trotzdem eine.

— Unerotische Vorgeschichte (wen das nicht interessiert, weiter nach unten zur Markierung springen)

Alles fing damit an, dass ich mal wieder von einem Mann, der mich ja über alles liebte und den Rest seines Lebens mit mir verbringen wollte, vor die Tür gesetzt wurde. Wobei nein, dass wäre ja noch gnädig gewesen. Er hat seinen Bindel gepackt und ist verduftet. Netterweise hat er vorher mit unserer Vermieterin auch geklärt, dass er nicht weiter in dieser Wohnung leben wird und aus dem Mietvertrag raus kommt. Wie genau er das geschafft hat weiß ich nicht, ich stand auf jeden Fall vor vollendeten Tatsachen, hatte nun eine Wohnung an der Backe, die wir immer beide bezahlt hatten und die ich mir natürlich alleine nicht leisten konnte und ja, ich war mal wieder die Gereschte. Muss man sich mal vorstellen. Der hat das alles organisiert und geregelt und mir trotzdem jeden Abend erzählt, wie sehr er mich liebt und wir hatten sogar über einen Urlaub geredet. Wundert es da noch jemand, dass ich von Beziehungen nichts halte?

Okay. Ich stand also vor dem Problem, wo bekomme ich Geld her? Mir spielte glücklicherweise der Zufall in die Hände. Ich wollte Abends meinen Kummer etwas ertränken, wollte aber auch nicht in die Kneipen, in denen ich mit meinem Ex verkehrt war. Kann man nachvollziehen, denke ich. Ich bin also mit dem Bus in einen Ort, wo wir nie verkehrt hatten, suchte mir dort eine Kneipe, was nicht so einfach war und pflanzte mich an die Theke.

Schon hatte ich ein neues Problem. Normalerweise hatte ich dann immer einem Kerl ein paar schöne Augen gemacht und geflirtet, doch dieses Mal war einfach keiner da. Doch ja, da waren Männer, aber in weit gehobenem Alter und bei denen ist das schwer bis unmöglich. Anders ausgedrückt, ich musste meinen Deckel selbst zahlen und groß einen hinter die Tanne stecken war nicht.

Ich kam aber mit der Bedienung ins Gespräch. Die war total lieb, so etwa in meinem Alter, hatte aber so viele Löcher im Gesicht, die musste einmal zu viel bei starkem Hagel nach oben geschaut haben. Nichts desto weniger, ich verstand mich gut mit ihr.

Sie bekam dann eine Nachricht und ihre Stimmung war sofort im Arsch. Ihr Chef hatte sie für Samstag eingeteilt, da wollte sie aber mit ihren Freundinnen auf die Piste gehen. Da der Laden unterbesetzt war, blieb ihr aber keine andere Wahl und das fand sie überaus, sagen wir mal bescheiden.

Ich spitzte aber gleich die Ohren. Solche Läden bezahlen oft direkt nach der Schicht und Trinkgeld kann man da ja auch abstauben, besonders wenn man so offenherzig ist wie ich. Kurzerhand fragte ich, ob hier Arbeit zu holen war. Sie konnte es mir nicht beantworten, schrieb aber mit ihrem Chef. Ich wurde zu einem Gespräch eingeladen. Zwei Tage später und zu einer Uhrzeit, ich musste mir ein Taxi nehmen, um rechtzeitig von meiner Arbeit zur Kneipe zu kommen.

Es kam ein Gespräch, wie ich es in dem Zusammenhang nie erlebt hatte. Irgendwie hatte ich den Eindruck, der sah mich und wollte mich haben. Er fragte mich viele Dinge aber nie, ob ich irgendwelche Erfahrungen hätte oder so. Ob ich damit klar käme, dass viele männliche Gäste mich lüstern anschauen würden, ob ich mit den üblichen Sprüchen klar kam und ob ich mich im Ernstfall durchsetzen konnte. Im letzteren Punkt war ich mir nicht sicher, aber natürlich gab ich an, ich wäre da hart im nehmen.

Kurz gesagt, ich war an Bord. Doch klang es zu Beginn noch wie eine gute Idee, stellte sich schnell als miese Entscheidung heraus. Ja, ich bekam mehr Geld, aber ich musste dreimal in der Woche von meiner Arbeit zur Schicht hetzen und dann noch Freitag oder Samstag abends machen.

Bevor jetzt jemand meckert, natürlich bin ich eingearbeitet worden. Ich denke aber, so spannend ist das nicht, um es euch groß zu erzählen. Aber ja, ich bekam die Einweisung, war die ersten Schichten auch immer in Begleitung, wodurch ich kein Geld verdiente aber Trinkgeld bekam und als meine Lehrerin der Meinung war, ich könne es alleine, hatte ich dann meine eigenen Schichten. Eben immer Abends, was meine Kolleginnen echt freute.

Sagen wir also. Es war ein Job wo ich schnell viel Geld verdienen konnte. Relativ viel, sagen wir es mal so. Ausreichend, damit ich die Wohnung bezahlen konnte, bis ich eine kleinere hatte und nicht am Hungertuch nagen musste. Davon abgesehen ist es aber überhaupt nicht meine Welt. Gerade am Wochenende. Sich die ganzen Bestellungen merken zu müssen und die Gesichter dazu ist wirklich anstrengend. Aber gut, man nimmt auch ab, weil man wirklich im Dauerlauf unterwegs ist. Trotzdem. Es war klar, ich mache das nicht ewig.

Dabei will ich nicht sagen, dass es nicht auch Spaß gemacht hat. Nach einer Zeit hatte ich raus, wer, nach einem Blick in meinen Ausschnitt, mit dem Trinkgeld spendabler wurde, mir wem ich ein wenig flirten musste und wem es gefiel, dass ich ungeniert über Sex reden konnte. An vielen Abenden hatte ich mehr Trinkgeld als Lohn und das war schon irgendwie toll.

Aber, es gab auch Abende, da waren nur noch wenig Leute da, ich konnte mich unterhalten und Leute kennenlernen. Oft sind das Platzpatronen. Einer wurde nicht müde, mit von seinen Autos zu erzählen. Was der nicht alles hatte. BMW M4, Mercedes irgendwas, bei Audi habe ich natürlich nicht hin gehört und keine Ahnung was noch alles. Lustig war, er kam immer mit einem alten Fiesta. Also große Klappe und nichts dahinter. Ich mag solche Menschen echt nicht. Wenn sie was haben und damit angeben wollen, dann sollen sie es auch zeigen.

Da war aber auch einer, ein Geologe, der hat mir von seinen Forschungsreisen erzählt. Dem hätte ich Stunden zuhören können. Wenn der unter der Woche in der Kneipe war, haben wir uns auch oft Essen bestellt und zusammen gegessen, während er erzählt hat. Das war richtig toll.

Ich muss auch gleich dazu sagen, in dieser Zeit gehörte Sex für mich in eine Beziehung. Demzufolge hatte ich keine Ambitionen, mit irgendeinem von denen ins Bett zu gehen. Im Nachhinein voll der Blödsinn. Einer legte 500 € auf den Tisch und fragte, ob ich dafür zu einem Schäferstündchen bereit wäre. Ich hab das ernsthaft abgelehnt! Kann man sich das vorstellen? Dafür würde ich meinem vergangenen ich ja zu gerne in den Arsch treten.

Sogar kurz blank ziehen für Geld habe ich abgelehnt. Heute kann ich das nicht mehr nachvollziehen. 50 € kassieren, kurz Titten zeigen, leicht verdientes Geld. Aber nein, die kleine Nadine war ja anständig. Das bekam nur der Mann fürs Leben. Wobei ich da schon hätte wissen müssen, den Mann fürs Leben gibt es nicht. Ich hatte ja zu dem Zeitpunkt einige Männer fürs Leben gefunden, war ja aber doch alleine zu dem Zeitpunkt.

Was ich zu dem Zeitpunkt aber noch nicht wusste, eine meiner Kolleginnen hatte sich den Ruf aufgebaut, Probleme mit dicken Eiern zu beseitigen. Wie ich später erfahren hatte war das ein ähnlicher Fetisch, dem ich ja auch unterliege. Dieses Gefühl, einfach nur benutzt zu werden. Aus meiner heutigen Sicht ein ganz normales Verhalten.

— Ab hier wird es erotisch.

Gut. Nun kommen wir zu dem Punkt, wo es für viele von euch wahrscheinlich spannend wird. Der Schichtplan stand. Ich war für Montag, Dienstag, Donnerstag und Samstag eingeplant. Donnerstags kam der Chef in die Kneipe und fragte, ob ich ihm einen Gefallen tun könnte. Das Mädel für Freitag hatte einen Autounfall. Nichts ernsthaftes, aber mit einem gebrochenen Bein bedient es sich nicht so gut. Lust hatte ich keine, vor hatte ich aber auch noch nichts und das war ja schließlich Geld, was ich verdienen konnte und ich gewöhnte mich langsam daran, etwas Geld in der Tasche zu haben. Also sagte ich zu.

Ich muss vorausschicken, zu jeder meiner Schichten war ich entsprechend gekleidet. Knappes Top mit viel Ausschnitt, aufreizender BH, Faltenrock, Keilabsatzschuhe, schön lackierte Nägel (zu der Zeit konnte ich mir sogar das Nagelstudio leisten), die Haare natürlich zusammen und immer große Creolen. Warum auch immer die auf Männer erotisch wirken, sie erfüllten auf jeden Fall ihren Zweck. Nur auf Makeup verzichtete ich schnell. Bei der Rennerei schwitzt man so viel, dass das immer verschmiert. Nur Lippenstift gönnte ich mir hin und wieder.

Der Freitag hatte es auch echt in sich. Volles Haus und vorwiegend Männer, die ganz offensichtlich auf der Pirsch waren. Junge, bekam ich da Trinkgeld. Zugegeben, ich bückte mich beim Spülen auch unnötig tief und wenn ich was aus der Kühlung holte, dann immer mit durchgestreckten Beinen und schön heraus gerücktem Hintern. Allerdings muss ich dazu sagen, zu sehen gab es nie etwas. Bestenfalls mein BH.

So gegen vier in der Früh lichteten sich dann die Reihen. Es waren vielleicht noch eine Handvoll Leute im Laden, ich konnte mich also hinsetzen und mal etwas ruhen. An der Theke saß ein Gast, der schon die ganze Zeit ein Auge auf mich geworfen hatte. Aber nicht so, wie es die Kerle normal taten. Es wirkte eher so, als bedauerte er es, mich zu sehen.

Ich saß da auf meinem Hocker, gönnte mir ein Glas Cola und ließ fünf gerade sein. Bis er hörbar schnaufte, nachdem er mich angesehen hatte. Da wollte ich dann wissen, was er mit mir für ein Problem hat.

Jetzt kann ich nicht garantieren, dass wirklich jedes Wort so gefallen ist, aber sinngemäß haut es hin.

„Erzähl mal, was hab ich an mir, was dir so auf den Sack geht?“, fragte ich genervt. Er schaute mich an und antwortete: „Das hat mir dir nichts zu tun. Ich hatte nur gehofft, Meike würde arbeiten.“.

Falls das jemand nicht versteht, Meike war die Bedienung, deren Schicht ich übernommen hatte.

„Die kann nicht. Sie hatte einen Autounfall und ein Gipsbein. Damit bedient es sich nicht so gut.“, erklärte ich freundlich. Er schaute extrem betreten zur Theke und seufzte: „Das ist schade. Ich bin jetzt sechs Wochen weg und hatte gehofft, sie vorher noch zu sehen.“.

Das machte mich stutzig. War der verknallt oder wie? Meike war verheiratet und machte daraus kein Geheimnis. Nein, sie trug sogar so einen protzigen Ehering, den ich absolut grausam fand. „Du weißt aber schon, dass sie verheiratet ist?“, fragte ich sicherheitshalber.

„Natürlich weiß ich das.“, sagte er recht verständnislos.

„Und warum dann so ein trauriges Gesicht? Machst du dir trotzdem Hoffnungen?“, ich fragte mich nicht gespielter Verwunderung. Irgendwie ergab das für mich keinen Sinn. „Hoffnungen? Was denn für Hoffnungen? Alles, was ich mir erhofft hatte war, dass sie sich um meinen Notstand kümmert. Mehr nicht.“, antwortete er fast schon zynisch.

Ich verstand das nicht. Sie war verheiratet, wieso sollte sie sich um seinen Notstand kümmern? Ich musste fragen: „Was soll das denn heißen? Sie ist verheiratet, wieso sollte sie sich um deinen Notstand kümmern? Wunschdenken oder zu viel Alkohol?“. Der Zusatz zu meiner Frage war eigentlich bescheuert. Er hatte sich den ganzen Abend an einem Bier und danach nur Sprite festgehalten.

„Wie einst du denn jetzt das? Sie kümmert sich oft um meinen Notstand.“, sagte er und schien wirklich verwundert über meine Frage zu sein. Mein Kopf konnte aber dieses Szenario nicht in Einklang bringen. Sie war verheiratet, da hatte sie an dem doch überhaupt nichts verloren. Die Ehe war doch etwas Heiliges und die brach man doch nicht durch so einen Mist. Zumindest dachte ich damals noch so. Also folgte die Frage: „Willst du mir etwa sagen, ihr habt intimen Kontakt obwohl sie einen Ehemann hat?“

Er schaute mich mit einem abschätzenden Blick an. Offensichtlich war er sich nicht sicher, ob ich es nun ernst meinte oder ihn auf den Arm nehmen wollte. So antwortete er: „Ist das jetzt dein Ernst? Sie ist doch bekannt dafür, die dicken Eier der Gäste leer zu machen. Weißt du das nicht?“

Oh nein, ich wusste es nicht und ich war total erschüttert. Bis zu dem Moment hielt ich sie noch für eine anständige Frau und nicht für so eine Schlampe. Meine Worte waren entsprechend: „Nein, ist mir neu und ganz ehrlich, ich bin entsetzt! Ich hätte nicht gedacht, dass sie eine Schlampe ist.“

Er schaute mich an und schüttelte den Kopf als er sagte: „Ach und du bist die Unschuld vom Lande? Ich hab doch gesehen, wie du den anderen Gästen einen Einblick bis Paris gegeben hast, wie du deinen Hintern zur Schau stellst und du bist auch nicht gerade angezogen wie ein Mauerblümchen.“

Na, da konnte ich kontern: „Das mag ja alles sei, ich bin aber auch ungebunden und breche damit keine Ehe.“. Er schüttelte weiter den Kopf: „Ehe brechen. Denkst du, ihr Mann weiß das nicht? Das ist alles geklärt bei denen. Der war sogar schon einmal hier, als sie mit mir in die Küche ist. Also stell dich mal nicht so an.“.

Und ob ich mich anstellte. Das widersprach in grober Weise meinem Weltbild: „Oh Gott, ich hätte das nicht für möglich gehalten, dass die so drauf sind. Das ist ja schrecklich!“.

Er schaute mir tief in die Augen und sagte: „Wer genau hat dich denn zum Richter gemacht? Dürfen die Beiden nicht so leben, wie sie es wollen, weil du andere Ansichten hast?“.

Autsch, der hatte gesessen. Es wäre aber total witzig wenn mein altes ich dieses Gespräch mit meinem jetzigen ich gehabt hätte. Ihre Meinung von mir wäre mit Sicherheit ins Bodenlose gefallen und ich hätte sie nur bedauert. Aber gut weiter im Text.

Glücklicherweise wollte einer der Gäste, die am Darts spielen waren, etwas zu trinken, so dass ich mir die Blöße nicht geben musste, keine Antwort auf seine Frage zu finden. Doch danach war ich wieder auf meinem Platz und das Gespräch nahm eine Wende, die ich nicht auf dem Schirm hatte.

„Das bringt mich aber auf eine Idee. Du bist ungebunden und tust ja keinem weh. Willst du dich um meinen Notstand kümmern?“, fragte er auf eine sehr siegessichere Art. Ich musterte ihn kurz. Er war nicht hässlich, aber da war auch nichts, was ich irgendwie toll gefunden hätte. Nie und nimmer ein Kandidat für eine Beziehung und folglich auch nicht fürs Bett.

„Och nee du. Nichts gegen dich, aber du bist jetzt nicht wirklich mein Typ.“, versuchte ich auf eine freundliche Art zu sagen. Obwohl man es nie freundlich sagen kann. Das liegt einfach im Kontext der Sache und ist oft verletztend.

„Ich muss ja auch nicht dein Typ sein. Es geht ja nur darum, dass ich meinen Druck abbauen kann. Nicht mehr und nicht weniger.“, gab er gelassen zurück und schien das auch absolut ernst zu meinen.

„Nein, also wirklich nicht. Ich bin nur mit den Männern intim, für die ich auch etwas empfinde. Tut mir leid.“, wehrte ich ab und meinte das absolut ernst. Mit ihm was machen sprach so ziemlich gegen alles, was mir wichtig war. Er hingegen sah sich noch nicht genötigt, seine Versuche zu unterbinden und sagte: „Ach, jetzt mach doch nicht so. Für fünf oder zehn Minuten in die Küche, dann hast du mir einen riesigen Gefallen getan. Länger brauche ich auch nicht, ich stehe seit mindestens vier Wochen unter Strom.“

Ich schüttelte energisch den Kopf. „Vergiss das gleich wieder. Ich bin nicht so eine. Wenn du Druck hast, versuch es im Puff.“, sagte ich mit voller Ernsthaftigkeit in meiner Stimme. Ihn beeindruckte das nicht. „Für die Paar Minuten? Ist doch quatsch. Komm einfach mit.“, sagte er mit einer Gewissheit, die ich ihm nicht zugetraut hatte.

Nun hatte ich ein Problem. Mein Fetisch, den ich bis dahin so gar nicht registriert hatte, meldete sich zu Wort und zwischen meinen Beinen fing es an heiß zu werden. Ich war aber doch anständig oder? Also sagte ich: „Das geht nicht. So bin ich einfach nicht.“. War das aber die Wahrheit? Mein Kopf sagte eindeutig, ich darf so etwas nicht machen. Mein Intimbereich hingegen sah das ganz anders und wollte mit ihm gehen. Dummerweise schwieg ich deshalb einen Moment, was ihn zu einer falschen Schlussfolgerung brachte.

„Jetzt überleg doch nicht lange. Wir könnten schon fast fertig sein, wenn du gleich mitgekommen wärst.“. Er stood auf und bewegte sich in Richtung Küche. An der Tür blieb er stehen und schaute mich an mit einem Grinsen: „Na hopp, bevor noch einer was zu trinken will.“.

Genau das geschah aber in dem Moment auch. Während er in die Küche ging, bat mich einer der verbliebenen Gäste um Nachschub. Mir kam das sehr gelegen, hatte ich doch einen Moment, um wieder zur Vernunft zu kommen. Ich zapfte dem Gast also sein Bier, was ja einen Moment dauerte und redete mir ein, dass ich so etwas einfach nicht machen kann. Das funktionierte auch sehr gut und ich malte mir schon aus, wie ich zu dem in die Küche gehen und ihm sagen würde, dass nichts zu machen ist.

Gut. Bier war fertig, der Gast ging wieder zu seinen Leuten, ich mit dem klaren Vorsatz im Kopf, ihn aus der Küche zu vertreiben eben in die Küche. Ich öffnete die Tür und da stand er. Hose offen, Schwanz hart und ein Gummi drüber. Also ein Standard-Schwanz, so um die 15 Zentimeter.

Binnen einer Sekunde spielte mein Kopf alle möglichen Szenarien durch und die endeten alle gleich. Ich irgendwie vor ihm, sein Schwanz in mir bis er kam. Nicht eine Spur irgendeiner Ablehnung. Mein Fetisch hatte die Kontrolle voll übernommen und ich war verloren.

Ich ging einen Schritt in die Küche, schloss die Tür und schaute ihn an. „Und wie soll das laufen?“, fragte ich willig. Meine Stimme drückte mehr Zustimmung aus, als ich gut fand. Er klopfte ein paar Mal auf die Arbeitsfläche und lächelte. „Rauf hier.“, sagte er, als wäre es ganz normal.

Irgendwie von mir selbst irritiert registrierte ich, wie ich tatsächlich zu ihm ging. Er machte mir Platz, ich drehte mich mit dem Hintern zur Arbeitsfläche und war mit einem Hopser drauf. Sofort war er da, drückte sich zwischen meine Beine, die ihm keinen Widerstand entgegen brachten und war mit seinem Schwanz schon an meinem Slip. Ja, damals trug ich unter Röcken noch einen Slip, manchmal sogar eine kurze Hose.

Er griff zwischen uns und ich spürte, wie er meinen Slip zur Seite schob. Mein Kopf erklärte mir unentwegt, dass ich gleich benutzt werden würde und das machte mich ja so geil. Zuerst spürte ich aber seinen Finger an mir und er grinste mit den frechen Worten: „Dafür, dass du dich so zierst, bist du aber ganz schön feucht.“.

Ein kurzer Moment Rationalität wollte nicht zulassen, dass er gewonnen hatte und ich sagte: „Quatsch, ich hab Ausfluss.“. Er lachte kurz und meinte: „Ausfluss, klar. Soll aber egal sein, Hauptsache es ist flutschig.“. Kaum hatte er das gesagt, schob sich mein Schwanz schon in mich hinein.

Mein Kopf machte aber etwas total verrücktes. Während ich bei jedem Stoß von ihm vor Erregung schreien und zittern wollte, verbot er es mir. Ich wurde benutzt, also hatte ich keine Lust zu zeigen. Tatsächlich gehorchte mein Körper. Erst war er noch verhalten, dann fickte er mich ziemlich wild. Interessanterweise hatte er auch die absolut richtige Größe dafür. Sein Schwanz war in perfekter Höhe und er konnte mich einfach nehmen. Das war echt irre.

Da war ich nun, wurde heftig gefickt, in mir tobten irre Emotionen, ich reagierte aber wie eine Gummipuppe. Ich machte wirklich überhaupt nichts. Keine Bewegung, kein Stöhnen, nichts. Ich ließ mich einfach nur ficken.

Er hatte auch nicht zu viel versprochen. So irgendwas zwischen fünf und zehn Minuten später, rammte er sich in mich, raunte einmal tief und ich spürte es in mir pumpen.

Da war es dann vorbei bei mir. Er hatte mich benutzt und seine Eier durch mich leer gemacht, ohne dass ich es eigentlich wollte. Ich kam und das nicht zaghaft. Aber, mein Kopf befahl meinem Körper weiterhin, keine Reaktion zu zeigen und das funktionierte sogar. Ich wette, er weiß bis heute nicht, woher auch, dass ich da gerade super geilen Sex gehabt hatte. Für ihn war ich wohl wirklich nur eine Samenentsorgung, soll mir aber auch egal sein.

Er zog seinen Schwanz aus mir raus, ich rutschte von der Arbeitsfläche und ohne ein Wort ging ich wieder nach draußen. Ich saß schon wieder auf meinem Hocker, als auch er zurück kam und ein Bier bestellte. Als ich es ihm serviert hatte sagte er: „Ich bin versucht, dich zu priorisieren. Du fühlst dich deutlich besser an als Meike.“.

Ich blieb teilnahmslos, obwohl es mich richtig stolz machte. Dann hörte ich mich sagen: „Normal bin ich Samstags hier oder dreimal in der Woche. Das wechselt aber.“. Das konnte ich nicht glauben. Hatte ich das wirklich gesagt? Hatte ich wirklich gesagt, wann er mich hier benutzen konnte? War ich verrückt geworden?

Kurzer Spoiler, ich war nicht mehr lange genug da, um ihn wiederzusehen. Schon kurz darauf lernte ich den nächsten Mann fürs Leben kennen, kündigte und na ja, so endete mein Ausflug in die Welt der Bedienungen.

Als ich nach der Schicht daheim im Bett lag, war ich vollkommen fertig mit der Welt. Wie konnte mir das nur passieren? Ich war doch eine ganz anständige und hatte mich nun auf ein intimes Spielchen mit einem Mann eingelassen, den ich eigentlich nicht einmal gut fand. Das ging doch nicht! Ganz im Vertrauen, ich hab viel geheult, bevor ich schließlich eingeschlafen bin und war von mir selbst mehr als enttäuscht. Was ich mir da Vorwürfe gemacht hatte, war echt nicht von schlechten Eltern.

Tja, so kann man sich mit der Zeit ändern. Wenn ich heute bedienen würde, dann wäre Sex was ganz normales. Ach, was habe ich in der Zeit Schneckchen an der Theke vorbeilaufen sehen. Echte Sahneschnitten. Wie oft bin ich angebaggert worden und ich bin nie darauf eingegangen. Das würde mir heute nicht mehr passieren.

Dummerweise hab ich Max die Geschichte vorhin erzählt. Er ist schon am Überlegen, wie er mich in unserer Stammkneipe hinter die Theke bekommt. Das werde ich ihm aber noch austreiben. Wie ich ja sagte, es ist eigentlich nicht meine Welt und so lieb ich ihn habe, ich tue mir das nicht noch einmal an.

Ist jemand so frei und gibt mir seine Meinung dazu? Kommentare, Mail, Google-Chat, ich bin für alles zu haben.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert