[Nadine] Meine Sicht auf die Sexmesse [Hotwife]

Es ist irgendwie schon witzig, wenn ich mir die Mails so anschaue. Wie viele Beiträge habe ich schon verfasst, mit Ratschlägen, Abenteuern und ähnlichem. Dann kommt Max, schreibt eine Geschichte darüber, wie er das mit dem Wifesharing und Cuckold empfindet und der virtuelle Postbote muss Überstunden machen, weil einer nach dem anderen mir eine Mail schreibt.

Nicht, weil die Geschichte so interessant war, weil das Cuckold gut beschrieben wurde und auch nicht für Tipps und Tricks zu dem Thema. Nein, es ist immer die gleiche Frage. Warum habe ich bei dem Event mit dem Mann geschlafen und warum mache ich so ein Geheimnis daraus. Max scheint eure Neugier ja echt getriggert zu haben. Das finde ich überhaupt nicht schlimm oder so, es ist nur irgendwie witzig, was euch zum Schreiben animiert.

Ich will jetzt aber auch nicht einfach eine Zeile schreiben, in welcher ich das Mysterium aufkläre. Wenn, dann schreibe ich euch die Geschichte aus meiner Sicht. Wobei ich jetzt Beschreibungen zu der Lokalität, dem Event und so nicht noch einmal extra aufschreibe, die Informationen könnt ihr bei Max nachlesen.

Nun gut. Es war eben wieder Zeit, diesem Event einen Besuch abzustatten. Ich bin tatsächlich wirklich sehr gerne dort, auch wenn ich eigentlich nie wirklich etwas kaufe und eigentlich auch nicht dort bin, um Sex zu haben. Mir gefällt es, weil es eigentlich ja unser oder Max’ Grundstück ist und wir trotzdem dort drüber laufen, wie ganz normale Besucher.

Was mir persönlich aber am besten dort gefällt, ist, dass dort endlich normale Leute sind. Es dürfte ja bekannt sein, dass ich gerne und oft Sex habe und es mich an meinem süßen Hintern vorbei geht, was die Gesellschaft davon hält. Die Gesellschaft hingegen versucht mich ja sehr gerne zu belehren und mir zu sagen, was ich in meinem Leben alles falsch mache und man muss schon etwas Geduld aufbringen, um Menschen zu finden, die an meiner Lebensweise keinen Anstoß nehmen.

Anders eben auf diesem Event. Dort treiben sich nur Menschen herum, die so denken wie ich. Denen die gesellschaftlichen Regeln egal sind und die einfach genau das tun, worauf sie Lust haben. Ich habe dort wirklich schon die krassesten Dinge gesehen. Von ganz harmlosen Blümchensex auf der Wiese, über harte Gangbangs bis hin zu Wasserspielen an einem Baum. Dort laufen Frauen herum, mit Sperma im Gesicht, Männer, deren hartes Teil aus der Hose ragt und das Beste ist, niemand rümpft die Nase, man muss sich dort nicht verstecken.

Ich rede dort auch sehr gerne mit den Ausstellern. Was dort für Kleidung angeboten wird, ist unglaublich. Nicht dieses billige Material aus dem Sexshop. Nein, dort wird richtig Qualität angeboten. Ordentlicher Stoff, hervorragende Verarbeitung und oft mit so viel Liebe zum Detail. Oft sind es auch ganze Sets, die angeboten werden. Ein Rock mit Loch am Hintern und dazu ein Analplug mit Tail, den man aus diesem Loch dann herausführen kann. Das sieht echt richtig gut aus, anders kann ich es nicht sagen.

Dort habe ich auch den einzig wahren Holzmichel gesehen. Also ein Dildo aus deutscher Eiche, geformt wie ein echter Schwanz mit allen Details in echter Handarbeit und am Ende so liebevoll geschliffen, dass man sich den tatsächlich auch einführen kann, ohne Angst vor Splittern haben zu müssen. Für mich ist das jetzt eher nichts, denn wenn das so extrem hart ist, fühlt sich das innen einfach nicht richtig an. Aber eben, die handwerkliche Qualität finde ich wirklich beeindruckend und dabei ist der Preis dann auch wirklich fair.

Es gibt dort auch einen Stand, der mich immer wieder besonders fasziniert. Dort werden Sexpuppen angeboten. Männliche wie weibliche. Aber keine 0815-Modelle. Dort kann man hingehen, wird dann mit einem Laser vermessen und ein paar Monate später hat man sich dann als Sexpuppe zuhause. Dort stehen dann auch Modelle, die in den Jahren zuvor in Auftrag gegeben wurden und die zum Weiterverkauf freigegeben sind. Das ist keine Massenfertigung. Wenn man sich diese Teile genau anschaut, kann man einfach nur staunen. Die Haut hat Poren, die Lippen Falten, die Wimpern sind nicht einfach nur angeklebt und das Haar fühlt sich absolut echt an. Die Fingernägel sind perfekt nachgebildet, die Hände haben fingierte Fingerabdrücke und bei den Männern kann man die Schwänze absolut benutzen. Ja sie fühlen sich an wie Dildos, aber da hängt dann eben noch ein hoch detaillierter Mann dran. Ganz ehrlich, wenn ich nicht genug Auswahl hätte, ich würde das Geld investieren. Die können sogar spritzen! Zudem gibt es Modelle, die sich bewegen können. Das heißt, man kann die auch auf sich legen oder hinter sich positionieren und die ficken einen dann wirklich, mit diversen Modi und teilweise sogar App-gesteuert. Der Wahnsinn, ganz ehrlich. Auch die weiblichen Modelle sind der Hammer. Die Brüste fühlen sich echt genug an, die Eingänge, also Mund, Pussy und Hintertür, verhalten sich beeindruckend realistisch. Natürlich haben diese Puppen ihren Preis, der ist aber absolut gerechtfertigt. Nina war einmal mit, genau wegen diesem Stand und hat die Anbieter technisch ausgefragt. Ihre Meinung dazu ist deutlich. Das ist durchdachte Qualität, da kriegt man wirklich etwas für sein Geld.

Dort gibt es auch Gloryboxen, wo sich geneigte Damen und Männer dann positionieren und ihren Spaß haben können. Beeindruckend finde ich, wie viele Frauen da vor so einer Wand knien und die angebotenen Glieder mit der Hand oder dem Mund verwöhnen. Dort herrscht einfach nicht diese gesellschaftliche Barriere, nach der eine Frau so etwas ja nicht tun soll, weil Frauen sind ja was Edles, die niemals Sex haben, wenn der Mann es nicht will. Allerdings muss man, was auch ausgeschildert ist, in so einer Box auch damit rechnen, dass das gleiche Geschlecht sich an einem zu schaffen macht. Da knien dann also auch Männer vor den strammen Riemen im Loch und holen sich ihren Spaß. Andersrum gibt es dann auch Frauen, die andere Frauen mit der Zunge oder den Fingern verwöhnen. Das ist dort so normal und das liebe ich einfach.

Ich freue mich aber nicht nur deshalb jedes Mal auf das Event. Nein, ich gehe auch sehr gerne dort hin, weil es dort den besten Flammkuchen der Welt gibt. Nicht zu den üblichen Wucherpreisen auf solchen Messen. Nein, dort kriegt man etwas für sein Geld und die schmecken ja so unglaublich gut. An manchen Tagen habe ich dort zwei komplette Flammkuchen alleine verputzt, weil es einfach so unglaublich lecker ist.

Nun gut. Kommen wir zu dem Tag, den Max beschrieben hat. Ich ging dorthin, ohne irgendeinen Gedanken zu haben, dort zu vögeln. Weder war ich entsprechend gekleidet, also weiter Rock und so, noch hatte ich meinen Ring dabei und den habe ich immer bei mir, wenn auch nur der Hauch eines Gedankens in mir vorherrscht, ich könnte vielleicht Sex haben. Nein, an diesem Tag standen die Zeichen überhaupt nicht auf eine intime Begegnung mit einem Besucher oder Aussteller.

Wir waren schon eine ganze Zeit dort unterwegs und ich hatte mit vielen der Aussteller gesprochen. Ich habe mich aber auch mit Besuchern unterhalten, während Max an einem Stand Konversation betrieb. Das ist schon witzig dort. Max war am Reden, ich setzte mich neben dem Stand in die Wiese neben ein Pärchen, welches gerade munter am Vögeln war. Während die also ihren Spaß hatten, unterhielten wir uns sogar. Teilweise über die Qualitäten des Mannes, über mich, dass ich da gerne mitgemacht hätte, aber auch über alltägliche Dinge. Wo die herkamen, dass sie sich erst 20 Minuten zuvor kennengelernt hatten und auch über Schutz. Ihr Mann lief dort die Stände ab, während sie sich vernaschen ließ. Da ging es dann nicht um Wifesharing oder so, ihr Mann hatte damit nur einfach keine Probleme. Wie sagte sie so schön, er würde ihr vertrauen. Er war sich sicher, sie würden gemeinsam zurück in die Heimat fahren und ihre Eroberung würde an ihrer Ehe nichts kaputt machen. So finde ich das wirklich super!

Eine Zeit lang war ich auch bei den Gloryboxen hinten und unterhielt mich mit den Mädels, die da lagen und gebürstet wurden. Wir tauschten Erfahrungen aus und sie bestätigten meinen Reiz an der Sache. Die Tatsache, überhaupt nicht zu wissen, von wem man da gerade genagelt wird, hatte auch bei denen einen ganz besonderen Kick. Nein, ich hatte mich nicht dazu gelegt. Wie gesagt, mein Sinn stand da nicht nach Sex. Ich fand es einfach erfrischend, mich mit solchen Menschen unterhalten zu können.

Zugeben muss ich aber auch, da hatte ein Kerl seinen Schwanz durch eines der Löcher gesteckt, wo ich dann doch kurz in Versuchung war, den mal in den Mund zu nehmen. Der war etwas länger, ich schätze so um die 20 Zentimeter, aber der war ja so unglaublich dick. Wie eine Getränkedose und da waren ja so krasse Adern dran. Ja, wenn Max noch länger dort geschnattert hätte, wäre ich vielleicht auf die Knie gegangen. Aber weniger, weil ich geil war, als mehr um mal zu testen, wie sich so etwas im Mund anfühlt. Aber Max verweilte nicht lange genug und wir gingen weiter.

Ich unterhielt mich auch mit einer Ausstellerin, die über 50 Jahre alt war und so unverschämt gut aussah, ich hätte der vielleicht 30 gegeben. Echt, so will ich in dem Alter auch noch aussehen, ganz ehrlich. Sie fertigte Kleidung fürs Bett an. Aber nicht so, dass man die eben nur fürs Bett anzieht. Die war auch tauglich, um auf die Pirsch zu gehen oder den Partner über den Tag damit schwer zu reizen. Noch so ein Punkt, welcher diese Produkte von normalen Sexshops unterscheidet. Die Kleidung kann man auch zum Ausgehen anziehen. Sie zeigen zwar, dass man Sex will, zeigen aber nichts, um nur im FSK-18-Bereich unterwegs sein zu können.

Was mir bei ihr besonders gut gefiel: Wenn man dort ein Kleidungsstück in Auftrag gibt, kann man es bei Abholung gleich mit ihr ausprobieren, insofern die Größe passt. Wenn Änderungen vorgenommen werden müssen, macht sie das dann sofort. Man kriegt dort also wirklich das, was man auch bestellt hat. Das nenne ich Kundenbindung. Die Preise sind dabei, in meinen Augen, sogar unter Wert. Das liegt daran, dass sie es als Hobby bezeichnet und es liebt, zu nähen, zu schneidern usw. Sie stellt also nicht alle Arbeitsstunden in Rechnung.

Nachdem wir also schon eine ganze Zeit unterwegs waren, kam mein Highlight. Essen. Max und ich steuerten also zielstrebig den Stand mit dem Flammkuchen an und es kam, wie es kommen musste. Wartezeit. Selbstredend, denn nicht nur wir finden das Essen dort so extrem lecker. Das war aber einkalkuliert. Die Betreiber vom Stand haben zwar schon gesagt, wenn Max kommt soll er was sagen, dann werden wir bevorzugt, aber Max will so etwas einfach nicht.

Nun denn. Essen war bestellt, die Wartezeit 20 Minuten aufwärts, Max wollte sich um Getränke kümmern. Die gibt es zwar auch an diesem Stand, aber Max ist hier auch wieder der Meinung, man sollte diversifizieren. Er also los, um Flüssigkeit zu besorgen und mir war klar, wahrscheinlich würde Max länger weg sein, als das Essen auf sich warten lassen würde. Das ist normal, Max verquatscht sich immer irgendwo.

Ich war also an einem freien Tisch. Das ist dort weniger ein Problem, da die meisten das Essen mitnehmen, wenn sie weiter auf Erkundung gehen. Ein Mädel gesellte sich zu mir. Die habe ich dort schon öfters gesehen und sie war wieder auf der Jagd nach neuen Sachen für daheim. Sie gehört zu der Fraktion sexuell treue Ehefrau. Ich muss hier aber auch dazu sagen, sie hat nie negativ über ihren Mann oder ihr Leben gesprochen. Sie zeigt mir aber auch, dass sie relativ an die Gesellschaft angepasst lebt. Kein bisschen zu viel Haut und am Finger ein Ehering.

Was ist das eigentlich mit diesen Eheringen? Was sagen die eigentlich aus? Man ist verheiratet, bitte nicht stören? Sie kann mir das auch nicht beantworten. Das macht man eben so. Ganz ehrlich? Alleine wegen diesem Satz würde ich niemals einen Ehering tragen. Keine Chance. Wenn man das eben so macht, dann mache ich es schon gar nicht. Ja, ich bin ein Rebell. Ganz schlimm finde ich aber, wenn hinter dem Ehering noch der Verlobungsring steckt. Boah, da kriege ich instant Ausschlag. Hier in unseren Breiten geht das ja noch so halbwegs. Die Ringe sind eher schlicht, würde ich mal so sagen. Wenn ich aber an die Frauen denke, die aus den USA kommen und hier leben, weil sie oder ihre Männer auf der Airbase stationiert sind, meine Güte. Hauptsache ein Stein irgendwie in etwas Metall gepresst. Sorry, mir stellen sich bei so etwas die Nackenhaare.

Ach ja, mal wieder gesträtert. Weiter im Text.

Die war nicht lange bei mir, da sie nur auf ihren Flammkuchen wartete. Dann war ich alleine. Allerdings nicht lange. Dort auf dem Event ist die Hemmschwelle naturgemäß absolut niedrig. Ist man alleine, hat man sofort irgendjemand bei sich, der mal Hallo sagen will. Viele wollen ficken, die Anderen nur quatschen. Wirklich alleine ist man dort nie lang.

So auch in diesem Fall. Ich stand da am Tisch, schaute dem Treiben zu, kam ein „Hallo“ von der Seite. Ein junger Mann hatte mich angequatscht. Nichts Besonderes, aber auch nicht um kreischend davon zu rennen. Nennen wir es einfach mal schlicht und normal. Wir kamen ins Gespräch. Es kam die Frage, die bei allen anderen Gelegenheiten so typisch unsinnig ist. Was ich hier machen würde. Bei diesem Event hat diese Frage allerdings durchaus ihre Begründung. Viele kommen, um sich umzuschauen, andere, um etwas zu kaufen und dann gibt es eben noch jene, die ficken wollen. Ich gab also als Antwort, ich würde nur schauen und wäre auch in Begleitung hier.

Dann wurde es kurz plump. Denn wie er sagte, wenn ich mit ihm hier wäre, würde er mich nicht alleine lassen. Ja ne, ist klar. Ich erklärte ihm, dass man auf mich nicht aufpassen müsste. Ich würde selbst entscheiden, was ich mit wem mache oder eben nicht. Er kam dann auf meine Brüste zu sprechen, was mir gefiel, natürlich sagte er auch, er wäre auf der Suche nach Spaß und ich würde ihm in der Hinsicht definitiv gefallen. Auch das gefiel mir. Dennoch sagte ich, ich wäre nicht auf der Suche.

Manchmal verändern sich aber die Dinge, wenn etwas passiert. In meinem Fall war es, dass ich gerufen wurde und man mich fragte, ob es in Ordnung wäre, wenn ich noch etwas länger warten würde. Da wäre ein Pärchen, die es eilig hätten und wenn es für mich okay wäre, würden sie die vorziehen. Für mich kein Problem. Weder hatten wir es eilig, noch waren wir auf der Flucht. Also, länger warten.

Mein Gesprächspartner nutzte das natürlich sofort aus und meinte, wenn er mich ficken würde, dann würde die Zeit schneller vergehen. Ich lachte und meinte, ich hätte mit warten keine Probleme. Dann ein Satz, der in mir etwas getriggert hat: „Komm, lass uns ficken.“ Nein, es war nicht wie bei John. Ich war nicht sofort hörig und konnte nicht mehr anders. Er hatte es nur geschafft, mich zu triggern. Also stimmte ich zu.

Wir gingen an das Ende von dem Stand, dort, wo die ihre leeren Bierfässer abstellen. Er meinte, da könnten wir es treiben. Ich fing schon an mich auszuziehen, da ich ja nicht entsprechend gekleidet war und meinte, da könne er sich drauf legen, ich würde es nicht tun. Tat er dann auch. Er hockte sich darauf, ließ die Hose fallen und da stand der Freudenspender auch schon. Nichts Besonderes, aber auch nicht schlecht. Er legte sich zurück, ich krabbelte auf ihn und schon war er in mir drin. Ja, nass war ich da dann doch schon. Klar, ich stand auf der Liste „gefickt zu werden“, so etwas macht mich eben geil.

Das war aber alles nichts Besonderes für mich. Er wollte mich ficken, ich hatte nichts zu tun, er hatte dann doch eine ansprechende Art, also, warum nicht?

Der Sex selbst war voll in Ordnung. Er fühlte sich in mir gut an, die Stellung war so, dass ich mich gut auf ihm bewegen konnte, ich fühlte mich etwas benutzt und in Summe war es für einen guten Orgasmus absolut ausreichend. Er hatte auch Recht. So verging die Zeit des Wartens deutlich schneller und war auch angenehmer.

Wer meine sonstigen Geschichten kennt, sollte wissen, normalerweise beschreibe ich den Vorgang detailliert. Das kann ich hier aber nicht. Er lag auf den Fässern, ich war auf ihm und ritt seinen Schwanz. Genau so war es, nicht mehr und nicht weniger. Ich kam, was ihn dann stimulierte und ich ließ ihn auch nicht in oder auf mir kommen. Er drehte sich zur Seite und feuerte in die Wiese. Fertig, mehr war da nicht.

Nun der Punkt, wo ich Max ja ignoriert hatte. Das tat ich überhaupt nicht. Ich bekam es nur einfach nicht mit. Nicht, weil ich in Ekstase war oder so, sondern weil ich ihn einfach nicht gehört hatte. Wir waren ja nicht in einem abgeschlossenen Raum oder so. Am Platz gab es viele Leute, die redeten, aus allen Richtungen kam Musik, da waren irgendwelche Anlagen vom Stand am Laufen, ich hörte Max überhaupt nicht. Wenn ich es getan hätte, hätte ich ihn in das Spiel natürlich mit eingebaut, was mir mit Sicherheit noch einiges an Lust eingebracht hätte. Da ich ihn aber nicht gehört hatte, konnte ich auch nicht darauf reagieren.

Jetzt die Frage. Warum habe ich da so ein Geheimnis daraus gemacht? Das lag an Max selbst. Er schien in einer gewissen Art eifersüchtig zu sein. Nicht, weil ich mich hatte ficken lassen, sondern weil ich nicht auf ihn reagiert hatte. Er fuhr mich fast schon an mit der Frage, was das gesollt hatte. Da hab ich dann einfach zugemacht. Nein, ich war nicht sauer auf ihn, er war nicht böse zu mir oder so. Es war einfach nur ein innerer Widerstand in mir, der nicht zuließ, dass ich auf seine fast schon kindische Eifersucht reagierte. Genau das ist das ganze Geheimnis hinter der Sache.

Dazu muss ich aber sagen, es trübte die Stimmung kein bisschen. Wir aßen und was war wieder so lecker. Danach bummelten wir ganz normal weiter, ohne dass dicke Luft zwischen uns gewesen wäre. Nein, es blieb alles ganz normal und schön.

Das Ganze entwickelte sich dann weiter zu einem Mythos, als ich am Abend nicht zu Max ins Bett gekrabbelt kam, um ihm von dem Abenteuer zu berichten. Aber auch das hatte wieder ganz banal den Grund, da gab es nichts zu berichten. Genau genommen hatte ich am Abend das Abenteuer schon quasi wieder vergessen. Es war einfach so banal. Ein bisschen Sex um die Wartezeit zu überbrücken, mehr war es einfach nicht.

Was hätte ich da bei Max tun können? Ich hätte mich zu ihm legen und wichsen können. Dabei hätte ich dann erzählen können, dass der Typ mich gefickt hat und wie es dazu kam. Damit wäre die ganze Geschichte schon zu Ende gewesen. Ich hatte da keine nennenswerten Emotionen. Es war nicht geil und ich nicht aufgekratzt. Er hatte eigentlich alles gesehen, was da passiert war. Bestenfalls hätte ich ihm noch sagen können, dass ich den Kerl in die Wiese habe spritzen lassen. Aber spätestens ab dem Moment wäre Max klar gewesen, dass es für mich nicht den Funken an Bedeutung hatte. Wer meine Geschichten kennt weiß, Sperma ist für mich eigentlich der Lohn für gute Arbeit, ein Zeichen dafür, dass ich meinen Job richtig gemacht hatte. Wenn ich das in die Wiese fliegen lasse, es also nicht auf mir, in meiner Pussy oder in meinem Mund wollte, dann war das für mich kein Job. Es war eben genau das, was ich gesagt habe. Nichts Besonderes.

Sollte das jetzt durch Zufall der Mann lesen, welcher mich da gefickt hat. Das ist nicht persönlich gemeint. Der Sex war gut, ich hatte einen guten Orgasmus und bereuen tue ich es auch nicht. Es war eben in dem Moment einfach nichts Besonderes für mich, was aber nicht heißt, dass es mir nicht gefallen hat. Unter anderen Umständen, falls ich dich jemals wieder sehe und sich etwas ergibt, könnte ich mir durchaus ein berichtenswertes Abenteuer mit dir vorstellen. Aber eben damals, an diesem Ort unter diesen Umständen, da ergab sich für mich einfach nicht mehr. Aber denk bitte daran, du hattest deinen Schwanz in mir und demnach kannst du für mich ja nicht so abschreckend gewesen sein. Noch bestimme immer noch ich, wer in mich rein darf.

Also. Das ist das ganze Geheimnis hinter der Nummer. Sie war einfach nichts Besonderes und wenn Max anders reagiert oder ich ihn gehört hätte, wäre es vielleicht anders gekommen. Aber so gab es einfach nichts zu erzählen und ich wollte mich auch nicht eifersüchtig von der Seite anmachen lassen. Auch nicht von Max.

Und Max, ich weiß, du liest das natürlich auch, du alleine hast daraus diesen Mythos gemacht. Ich hoffe, jetzt bist du zufrieden und wir können den Tag dort ablegen, wo er hingehört. Auf den Stapel „Nichts Besonderes“.

Okay, ihr lieben E-Mail Schreiber. Jetzt würde mich interessieren, wie ihr darüber denkt. Aber nicht nur ihr. Natürlich darf auch gerne jeder seine Meinung darüber preisgeben, ich würde mich freuen.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert