Ich wünsche euch allen einen schönen guten Tag.
Nadine hat mich gefragt, ob ich nicht mal einen Beitrag aus meiner Sicht schreiben könnte. Ich bin Max – die meisten von euch haben schon von mir gehört. Nadine meinte, es könnte für den ein oder anderen interessant sein, zu erfahren, wie es sich wirklich anfühlt, wenn das Thema Wife-Sharing/Cuckold aus dem Kopfkino in die Realität wechselt.
Vorab möchte ich aber eines klar sagen: Dieses Thema in einer festen Beziehung, die ursprünglich auf sexueller Treue aufgebaut war, kann sehr herausfordernd werden. Es geht nicht nur darum, dass die Partnerin überhaupt Lust auf Sex mit anderen Männern haben muss. Es geht vor allem darum, dass man selbst die Kontrolle abgibt – und das komplett.
Ihr als Männer könnt das Thema bestenfalls ins Rollen bringen und gewisse Grenzen setzen. Danach ist eure Kontrolle vorbei. Das dürft ihr niemals vergessen: Es geht hier nicht um Spielzeuge oder Rollenspiele. Es geht um Menschen – mit eigenen Gedanken, eigenen Gefühlen und eigenen Bedürfnissen. Schon eure Partnerin kann das Ganze völlig anders erleben, als ihr es euch vorgestellt habt.
Nehmen wir mich als Beispiel: Ich habe einen gewissen Einfluss darauf, mit welchen Männern Nadine sich trifft – aber nur so weit, wie sie sich bei mir sicher fühlt, was das anschließende Berichten und meine Reaktionen angeht. Natalie ist da ganz anders. Die schläft nur mit Männern, die sie wirklich will – oder wenn sie eine Wette verloren hat. Da helfen keine Anreize. Nadine hat einen kleinen Einfluss auf sie, aber auch der ist begrenzt. Den Gedanken, ihr könntet euren Partnerinnen die Männer „diktieren“, solltet ihr also schnell vergessen.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Wenn ihr die Büchse der Pandora einmal geöffnet habt, bekommt ihr sie nur in den seltensten Fällen schadlos wieder zu. Ihr könnt eurer Partnerin nicht die sexuelle Freiheit anbieten, sie dann genießen lassen und später sagen „Ich hab’s mir anders überlegt“. Das funktioniert fast nie. Aus den Erfahrungen in unserem Umfeld rate ich euch dringend: Denkt vorher wirklich gut über die Konsequenzen nach. Hinterher ist es oft zu spät – und das hat schon einige wirklich gute Beziehungen gekostet.
Nadine hat erzählt, dass die Leserzahlen gestiegen sind, seit sie den Fokus stärker auf Cuckold legt. Das kann ich nachvollziehen. Es ist ein extrem starker Emotionsmix, den man dabei erlebt.
Da ist meine Nadine – ein ganz wichtiger, starker Teil meines Lebens, mit der ich sehr oft und gerne Sex habe – und die mir dann erzählt, wie geil der Schwanz eines anderen war. Als es damals mit Dennis losging und sie mir hinterher von seinem „mörderischen Schwanz“ vorschwärmte, war das im ersten Moment schon herabwürdigend. Nicht auf die geile Art. Ich habe nicht den längsten, aber sehen lassen kann er sich trotzdem. Zu hören, wie ein anderer schon beim Eindringen solche Emotionen bei ihr auslöst, ist erstmal schmerzhaft und macht eifersüchtig.
Man muss hier klar unterscheiden: Bewusste Erniedrigung ist etwas anderes als ungewolltes Erniedrigen. In der Geschichte vom 1. Mai haben Nadine und Natalie absichtlich herabwürdigende Dinge über mich gesagt – das war extrem geil für mich und hat mich mehrfach kommen lassen, ohne dass ich mich angefasst habe. Aber Nadine hat viele Details weggelassen, die für mich ebenfalls sehr reizvoll waren. Allein das Klatschen der Körper zu hören und zu wissen, dass gerade fremde Kerle meine Frauen ficken, war schon stark erregend.
Das ungewollte Erniedrigen hingegen – wenn Nadine wirklich von Dennis schwärmt – löst ganz andere Emotionen aus. Beides kann geil sein, aber mit dem echten Schwärmen muss man umgehen können. Ich weiß zum Beispiel, dass ich im Schwanzvergleich mit Dennis verliere. Aber abgesehen davon kann er nicht mit mir mithalten. Allein die Tatsache, dass Nadine fast jede Woche in meinem Bett liegt und Dennis sie nur alle paar Monate mal haben darf, zeigt meinen Stellenwert deutlich.
Was viele unterschätzen: Sobald eure Partnerin die Freiheit hat, bestimmt ihre Libido, wann und wie oft sie davon Gebrauch macht. Natalie ist eher eine Gelegenheits-Fremdgängerin. Nadine lässt kaum eine Gelegenheit aus. Ihnen Vorschriften machen zu wollen, führt meist nur zu Streit.
Und dann kann es Situationen geben, mit denen man überhaupt nicht rechnet.
Ich besitze etwa 20 km von unserem Haus entfernt ein großes, abgelegenes Waldgrundstück, das ich für verschiedene Veranstaltungen vermiete. Dort hat sich über die Jahre ein großes jährliches Sex-Event etabliert – eine Art Flohmarkt für alles Sexuelle, bei dem mittlerweile mindestens genauso viel gevögelt wie gekauft wird.
Vor zwei Jahren waren Nadine und ich dort. Es war ein sehr warmer Tag mit riesigem Andrang. Nadine hatte an diesem Tag offenbar keinerlei Interesse an Sex mit anderen. Sie trug ein normales Shirt, Hotpants, Sneaker und einen einfachen Pferdeschwanz – kein aufreizendes Outfit, kein Ring am Finger. Das klare Zeichen, dass sie nicht auf der Jagd war.
Wir bekamen Hunger und gingen zum Flammkuchenstand. Ich wollte Getränke holen. Als ich zurückkam, war Nadine weg. Nach kurzer Suche fand ich sie hinter dem Stand auf einer kleinen Böschung: Shirt hochgeschoben, Hotpants und Slip ausgezogen, wild reitend auf einem fremden Kerl.
Nichts hatte darauf hingedeutet. Gar nichts.
Ich stand da und sah ihre Brüste wippen, ihren Pferdeschwanz fliegen und wie dieser fremde Schwanz immer wieder in sie stieß. Wer mit solchen Momenten nicht klarkommt, wird mit echtem Teilen große Probleme haben.
Noch überraschender war, dass sie nach wenigen Minuten von ihm runtersprang und ihn neben sich ins Gras abspritzen ließ – normalerweise betrachtet sie Sperma als „Lohn für gute Arbeit“. Danach wurde es noch merkwürdiger: Sie ignorierte mich komplett. Sie redete weiter mit ihm, fummelte nochmal an seinem Schwanz herum, ließ sich von ihm begrapschen, als wären sie seit Ewigkeiten ein Paar – und schaute durch mich hindurch.
Als der Typ weg war, kam sie zu mir, als wäre rein gar nichts passiert. Kein Kommentar, kein „das erzähle ich dir später“. Nichts.
Ich habe sie später gefragt, warum sie mich so ignoriert hat. Ihre Antwort: Sie wollte einfach mal die Gelegenheit nutzen, auf so einem Event komplett allein und frei zu sein. Bis heute hat sie nie mehr Details zu dieser Begegnung erzählt. Ich weiß nicht, was genau da war – und ich kann damit leben.
Gegen dieses Ignoriert-Werden war die Geschichte mit John (die Nadine schon geschrieben hat) ein Witz. Das Ignoriert-Werden, das anschließende „als wäre nichts gewesen“, das trifft einen auf einer ganz anderen, tieferen Ebene. Man fühlt sich richtig minderwertig.
Was ich euch mit diesem Beitrag wirklich mitgeben möchte: Vergesst von Anfang an den Gedanken, ihr hättet die Kontrolle. Nie im Leben hätte ich erwartet, dass Nadine mich an diesem Tag so behandelt. Es war vorher nie so und ist seither auch nicht wieder vorgekommen.
Wenn ihr eurer Partnerin echte Freiheit schenkt, wird sie diese möglicherweise auf Arten nutzen, die euch nicht gefallen. Seid euch dessen bewusst, bevor ihr den Korken zieht. Ist der Geist einmal aus der Flasche, müsst ihr damit leben können. Könnt ihr das nicht, lasst lieber die Finger davon.
