[Nadine] Der Treuetest [Hotwife]

Es wurde draußen langsam schon wieder frisch und wir beschlossen, dass letzte große Grillen am Wochenende zu veranstalten. Wobei, eine Veranstaltung war es eigentlich nicht, wir wollten einfach noch einmal grillen, bevor es zu kalt wurde. Max hatte dabei die Flagge am Tor wieder gedreht, so dass geneigte Interessenten wussten, sie konnten einfach so zu uns kommen.

Der Pool war mittlerweile keine Option mehr, aber dennoch war es alles in allem ein sehr schöner Abend. Allerdings war an dem Abend etwas neu. Oft kommt da ein Ehepaar aus der Nachbarschaft zu uns. Mit denen verstehen wir uns so weit auch ziemlich gut, die haben aber eine doch schon angespannte Ehe. Da wir die Leute aber so akzeptieren wie sie sind, solange sie uns genauso behandeln, ist das eben deren Problem.

An diesem Wochenende war jedoch nur die Frau bei uns. Ihr Mann war dienstlich übers Wochenende weg, was mir persönlich etwas befremdlich zumutete. Der war ein Angestellter in einer Fabrik. Wieso der dienstlich verreisen sollte, war mir nicht ganz klar.

Aber nicht nur mir. Wie sie, am späteren Abend dann sagte, sei auch sie etwas irritiert darüber. Der arbeitete seit zehn Jahren in dem Laden und da gab es so etwas noch nie. Es wäre eine Fortbildung, wie er sagte und das war ebenfalls eher unwahrscheinlich, da normalerweise die Fortbildungen in seinem Standort durchgeführt wurden. Das wirkte also eher vorgeschoben. Für mich, wie auch für sie.

Im Laufe des Gespräches zeigte sich auch, sie hatte den Verdacht der Untreue. Innerlich schüttelte ich da nur den Kopf. Selbst wenn, wo lag das Problem? Na ja, bei der all heiligen Monogamie natürlich. Man darf alles machen, aber wehe man geht fremd. Nun, ihr Lebensmodell, nicht meins.

Sie redete sich dabei dann immer mehr in Rage und irgendwann kam der Punkt wo sie sagte, sie würde ihn ja zu gerne mal auf die Probe stellen.Ihre Idee dahinter war auch schnell klar. Sie wollte ihn auf die Probe stellen und Natalie oder ich hätte sie gerne als geheime Ermittler. Die war lustig. Der kannte uns. Der wusste, dass wir sexuell sehr offen sind und da wir ihn bisher noch nie angemacht hatten, würde er den Braten doch sofort wittern.

Kurz gesagt, sie ging mir von da an so auf den Keks, dass ich einwilligte ihn auf die Probe zu stellen. Das war am darauffolgenden Wochenende dann so weit und was soll ich sagen? Ich kämpfte mit allen Tricks, er machte auch immer wieder Anzeichen der Erregung und schien auch manchmal kurz darüber nachzudenken, lehnte schlussendlich aber immer ab und gab mir keine Chance.

Wer hätte es erwartet? Ende vom Lied war demnach, ich gab ihr meine Erkenntnis durch, ließ meine Skepsis wegen unserer Bekanntschaft weg und sie war damit zufrieden. Fall gelöst. Auch wenn ich mir irgendwie fast schon sicher bin, eine Andere, die er nicht kannte, hätte durchaus Chancen gehabt. Das ist aber Spekulation.

Was ich mir da dann aber nicht ausgerechnet hatte, sie gab mein Handeln an eine Freundin weiter. Bald kam per Nachricht die Frage, ob eine Freundin mit mir schreiben könne, die hätte ein Anliegen. Nichtsahnend stimmte ich zu und kurz darauf fragte mich also eine mir unbekannte Frau, ob ich auch ihren Mann auf die Probe stellen könne und was sie das kosten würde.

Irgendwie war das schon witzig. Auf einmal sollte ich mit meiner offenen, sexuellen Art Geld verdienen können. Aber nein. Auch wenn der Gedanke irgendwie interessant schien, ich wollte kein Geld. Wohl aber fand ich die Idee toll, die Treue eines mir unbekannten Mannes auf die Probe zu stellen. Irgendwie hatte ich das Gefühl, so konnte ich ein bisschen dazu beitragen, denn Irrwitz der Monogamie zu entlarven.

Schnell hatte ich Informationen. Der war 45, ein sportlicher Mensch, der viel Wert auf sein Äußeres legte. Der Sex zwischen den Beiden war, in fast 20 Jahren Ehe, faktisch auf dem Nullpunkt angelangt. Wenn sie mal Lust hatte hatte er keine Lust, wenn er wollte hatte sie Kopfschmerzen. So wirklich schön der Standard.

Was sie jedoch stutzig machte war, ihr Mann hatte seit vielen Jahren das Ritual, nach der Freitagsschicht noch mit Kollegen etwas trinken zu gehen. Das endete auch normalerweise schon gegen 22 Uhr und wie sie auf Weihnachtsfeiern und sonstigen Gelegenheiten ermitteln konnte, waren diese Kollegen auch bis zum Ende zusammen und verabschiedeten sich erst auf dem Parkplatz.

Vor ein paar Wochen dauerten diese Freitagstreffen aber immer länger. Mittlerweile kam es sogar vor, dass ihr Mann erst tief in der Nacht zurück kam und gelegentlich auch nach Frauenparfum roch. Seine Erklärung für diesen Umstand war, in der Kneipe gäbe es eben auch Frauen und es wäre nicht verwunderlich, wenn da etwas Geruch an ihn kam. Zumal es sich wohl auch immer um andere Gerüche handelte, was seiner Aussage Glaubwürdigkeit verlieh.

Ich für meinen Teil sah das etwas skeptisch. So ein wenig als würden die Frauen in der Lokalität erst nach 22 Uhr den Laden betreten, da sie zuvor nie solche Gerüche wahrgenommen hatte. Auch konnte er nicht wirklich stichhaltig erklären, warum die Abende immer länger wurden. Hier schwebte also etwas in der Luft.

Praktisch für meine Mission war, dieser Mann und ich hatten uns bislang nie gesehen. Auch war ich, laut Angabe meiner Auftraggeberin, nie irgendwie ein Gespräch bei denen. Meine Bekannte vom Grillen hatte also nichts über mich und meine Art ausgeplaudert. Dazu kam auch noch, die Lokalität, in welcher er Freitags zu finden war, lag in der Stadt und da trieb ich mich eigentlich nie wirklich rum. Es war also äußerst unwahrscheinlich, dass er bei mir irgendeinen Verdacht bekam.

Nun gut. Ich legte mir einen Plan zurecht. Ich fragte mal die Leute, die ich so kannte, ob irgendeiner von denen mal in diesem Laden war und schau an Tony verkehrte hin und wieder dort. Eher hin als wieder, aber sein Gesicht war dort nicht unbedingt unbekannt. Also wurde er mein Komplize. Ich wollte mich an diesem Freitag dort mit ihm treffen. Der Gedanke dahinter war, so sah man mein Gesicht dort und es wirkte nicht künstlich, dass ich zum ersten Mal dort auftauchte und sofort Kontakt zu diesem Mann suchte. Außerdem konnte ich so die Lage sondieren und mal schauen, was er dort so trieb, nach 22 Uhr.

Gut. Tony machte sich schon etwas vor mir auf den Weg, da ich nicht wollte, dass wir den Laden zusammen betraten. Als ich schließlich ankam schaute ich mich dort erst einmal um. Es war komisch. Obwohl der Laden quasi mitten in der Stadt war, wirkte er eigentlich wie eine Dorfkneipe. Mit dem kleinen aber feinen Unterschied, es roch kein bisschen nach Rauch. Ich meine, es herrscht zwar gesetzliches Rauchverbot, aber im Dorf kümmert sich da eigentlich niemand drum. Gerade wenn es draußen kalt wird, sind dann doch auch die Raucher vermehrt drin zu finden.

Zur genannten Uhrzeit, also gegen 19 Uhr, tauchte dann auch eine Gruppe Männer auf und setzten sich an einen Tisch. Das wirkte sehr rituell, ich hatte also die Richtigen im Visier. Das Problem war nur, der einzige Mann, auf den die Beschreibung passte, war scheiße geil! Eine Figur wie Jason Stathem, aber mit etwas rundlicherem Gesicht. Aber auch Glatze mir ganz leichtem Kranz, trainierter Figur und ein äußerst gehobenes Auftreten. Im Vergleich zu seinen Kollegen war er ein Adliger unter dem Pöbel.

Das fand ich scheiße. Wenn ich wirklich mit dem flirten würde, würde meine Spalte garantiert ein Wörtchen mitreden wollen und es war ja eigentlich der Plan zu ermitteln, ob er für einen Seitensprung bereit war. Ich sollte keinen mit ihm vollführen. Das konnte noch zu einem Problem werden.

Bis 22 Uhr lief auch alles so, wie er es seiner Frau beschrieben hatte. Die ganze Runde genehmigte sich jeweils genau ein Bier und schwenkte danach auf nicht alkoholische Getränke um. Ich konnte auch da schon ermitteln, dass es in dieser Kneipe wirklich beeindruckend viel nach Parfum roch. Es waren auch wirklich viele Frauen verschiedener Kaliber anwesend. Vom Bürooutfit bis hin zu Schlampe war alles vertreten. Nein, ich gehörte an dem Abend nicht zur Schlampenfraktion. Wenn dann zum weiblichen Lager. Also Rock, Schuhe mit etwas Absatz, Top mit langen Armen und wenig Ausschnitt. Dazu dann noch ein Pferdeschwanz, also ich wirkte definitiv nicht so, als wäre ich auf der Pirsch.

22 Uhr geschah dann das, was von seiner früheren Vorgehensweise abwich. Seine Kollegen verabschiedeten sich, er blieb jedoch sitzen. Keine 15 Minuten später saß er schon mit einer Frau an der Theke. Die Beiden unterhielten sich, es schien mir aber nicht so, dass es irgendwie um flirten oder sexuelle Dinge ging. Irgendwie schien es mir mehr so, als würden die sich über ernstere Themen unterhalten, wobei er deutlich mehr redete als die Frau.

Gegen Mitternacht verabschiedete die sich und er suchte sich eine Neue mit gleichem Verhalten. So ging das bis fast vier Uhr. Tony und ich hatten dabei unseren Spaß. Platonischen Spaß mit hin und wieder eine Runde Darts und einmal auch Billard. Wobei Billard so ein Problem darstellt mit Rock, gerade wenn man einen Tony dabei hat und der doch gerne mal mit seinem Stock bei mir hätte einlochen dürfen. Aber nein, wir blieben brav und ich behielt den im Auge.

Dann bezahlte der Typ und ging. Fazit, er war definitiv viel mit Frauen in Kontakt, wirkte auf mich dabei aber nie so, als würde er was von denen wollen. Von dem Gespräch abgesehen. Das gab ich am nächsten Tag meiner Auftraggeberin durch. Die wirkte teilweise irritiert und beruhigt. So fragte sie mich dann, ob ich dazu in der Lage wäre herauszufinden, was ihr Mann mit den Frauen so redete. Nun, ich konnte keine Garantie geben, aber da der ja über den Abend die Gesellschaft von mehreren Frauen ohne Begleitung suchte, sollte es nicht so schwer sein.

Also, nächster Freitag, ich wieder in dieser Kneipe. Dieses Mal ohne Tony. Offiziell wollte ich mich zwar dort mit ihm treffen, aber er hätte mich versetzt. Insofern mich jemand danach fragen würde.

Lustigerweise war es die Bedienung, die mich sofort danach fragte. Das war eine, die hatte den Job wirklich drauf und fragte auch, was ich denn mit Tony zu schaffen hätte. Da erfuhr ich dann auch etwas mehr von Tony, da ich eigentlich nur von seiner Aktivität bei uns Bescheid wusste und das wenige, was er von seinem sonstigen Alltag so preis gab. Das war nicht viel, interessierte mich aber auch nicht besonders. Nicht, weil mir Tony egal war, sondern weil er eben mein Freund war und es mir wichtig war, wie er sich mir gegenüber verhielt.

Tony hatte also tatsächlich immer mal wieder ein Date und das führte er dann immer in diese Kneipe. Was ein Zufall. Später erfuhr ich, dass er auch durchaus noch andere Lokalitäten im Angebot hatte. Je nachdem, was sein Date bevorzugte. Dann wurde eine Warnung ausgesprochen. Tony sei kein Mensch für eine feste Beziehung. Date, flirten, Sex, dass war bei ihm zu holen, mehr aber auch nicht. Das fand ich interessant. Ich sollte auch aufpassen. Tony würde beruflich viel mit einer Kommune zu tun haben, die offensichtlich ganz schön pervers waren.

Interessant. Tony arbeitete nur für Max, also waren wir diese Kommune. Das wollte ich dann genauer wissen und die Informationen waren erschreckend. Das wären alles Frauen, die der Hauseigentümer für seinen persönlichen Gebrauch bei sich wohnen ließ. Sie umschrieb das so, als wären wir quasi Max Sextoys und der würde uns dafür bezahlen. Einen Moment lang war ich schockiert. Hatte Tony das so erzählt? Dann hätte unsere Freundschaft definitiv Schaden genommen. Ich hakte vorsichtig nach und schau an, Tony beschrieb unsere WG genau so, wie sie war. Die Bedienung hingegen hielt das für eine Rechtfertigung und war der Meinung, keine Frau würde freiwillig so leben wollen, wenn da nicht Geld im Spiel war. Boah. Wie verklemmt kann man sein?

Egal, darum ging es hier ja nicht. Tony war rehabilitiert und wenn die uns für Max Nutten hielt, dann sollte sie mit dem Gedanken eben glücklich werden. Ich konnte schlecht etwas dagegen sagen, sonst wäre vielleicht meine Tarnung aufgeflogen. Insofern ich eine brauchte.

Gut. 19 Uhr, die Show ging los. 22 Uhr, ich mittlerweile vor Langeweile an der Theke fast eingeschlafen, die Kollegen verabschiedeten sich. Natürlich war ich schlau und hatte mir einen Platz ausgesucht, der nah an dem Tisch lag. So konnte ich die zwar nicht im Auge behalten, aber die Woche zuvor hatte er ja auch die Erste genommen, die er vom Tisch aus erreichen konnte.

Mein Plan ging auf. Schon wenig nach dem Abgang seiner Kollegen, parkte er sich neben mir. Erst der übliche Small-Talk. Warum ich alleine hier war, dass er mich letzte Woche schon in Begleitung eines Mannes gesehen hatte und was man da eben so redet.

Es dauerte nicht lange, da hatte ich dann etwas zu trinken auf seinen Deckel vor mir stehen und die Gespräche wurden intensiver. Aber, nicht in sexueller Hinsicht. Das heißt schon, aber nur bezogen auf seine Frau. Ach du Himmel, zog der über sie vom Leder. Da war wirklich alles dabei. Von purer Unlust über frigide, sexuell nicht mehr reizvoll bis hin zu abgeranzt. Das fand ich faszinierend. Zum Einen, wie konnte sie bei so einem Kerl keine Lust haben? Meine Spalte war vom ersten Moment an in voller Aufruhr. Eben weil er sehr gut aussah, aber er hatte auch eine unglaubliche Art. So zuvorkommend, höflich aber nie hochgestochen. Egal ob er mit mir oder der Bedienung sprach, es wirkte sehr edel ohne irgendwie abgehoben zu wirken. Ich war auf jeden Fall Feuer und Flamme für ihn. Ein echtes Problem!

Zum Anderen, seine Frau hatte mir ihr Verhältnis sehr ähnlich beschrieben. Von purer Unlust bis hin zu dem Punkt, dass er sich daheim überhaupt keine Mühe mehr gab, irgendwie ansprechend zu wirken. Das konnte ich mir sogar erklären! Ich kannte das aus meinen Beziehungen. Am Anfang alles toll, mit der Zeit wirkte es aber irgendwie abgestanden und lustlos. Wobei ich aus meiner Erfahrung sagen kann, daran waren weniger die Kerle schuld, als dieses gewohnte Bild in meinem Kopf. Irgendwann war alles, was die Jungs taten, bekannt, nicht mehr ansprechend. Hier schien also das gleiche Problem vorzuliegen.

Mein Verdacht bestätigte sich also. Der hatte kein Interesse an einem Flirt und offensichtlich schon gar nicht an Sex. Zwar bekam ich Komplimente, die wirkten aber nie anmachend.. Es waren eben einfach Komplimente. Auch kleine Versuche Meinerseits ihn zumindest zu intimeren Gesprächen zu verleiten schlugen fehl.

Mit der Zeit wurde mir das Gespräch dann aber zu doof. Meine Meinung hatte sich gefestigt. Der suchte zwar intensiv nach Kontakten zu Frauen, aber eigentlich nur um seinen massiven Frust abzuladen. Das der weiterführende Interessen hatte schloss ich aus und demnach hatte ich alles in Erfahrung gebracht, was ich wissen musste. Kurz gesagt, ich verließ dann bald den Laden und war froh, dass ich mir diese Hasstiraden nicht mehr anhören musste. Außerdem hatte sich in mir ein gewisser Frust aufgebaut. Der Kerl war voll heiß und hatte kein Interesse. In mir war der Geist des Kämpfers erwacht und mein Interesse, ihn zu knacken, war fast schon übermenschlich geworden.

Aber gut. Nächster Tag, nächster Bericht. Ach, war die so sauer. Da durfte ich mir dann anhören, dass du genau diese Kritik auf ihn zutreffen würde und sie sich doch immer mal wieder Mühe geben würde. Komisch. Gleiches hatte er mir gesagt. Was die Beiden da nicht realisierten, es funktionierte einfach nicht mehr das, was früher hoch im Kurs stand. Das war mittlerweile abgenutzt und wirkte nur noch so, als müsse man eben jetzt mal irgendwas machen, damit der Partner Ruhe gibt. Auf die Idee, mal was neues auszuprobieren, kam von den Beiden keiner.

Sie biss sich dann aber daran fest, dass er sehr wohl Interesse an anderen Frauen hätte, nur nicht die richtige finden würde. All meine Versuche, sie von diesem absurden Gedanken abzubringen, scheiterten kläglich. Bei ihr hatte ich nur den Vorteil, von ihr kamen Nachrichten, die ich nach Bedarf lesen konnte. Er hatte mir das Ohr blutig gekaut.

Zum guten Schluss kam dann von ihr quasi der neue Auftrag, ich solle es drauf anlegen. Ich gab zurück, dass sie hier aber bedenken sollte, dass ich weder ein Roboter war, noch ein professioneller Detektiv und das ich nicht dafür garantieren konnte, im Erfolgsfall auch brav zu sein. Ihr war das egal. Für sie war ihr Mann ein Schwein und das wollte sie jetzt beweisen.

Hier möchte ich kurz strätern. Über die Jahre habe ich eines gelernt. Männer in langen Beziehungen, wo es eben alles zur Gewohnheit und langweilig geworden ist, die kriegt man ins Bett! Ich will damit nicht sagen, dass Männer Schweine sind. Es ist eben biologisch. So hat die Natur das vorgesehen. Arterhaltung und das alles eben. Menschen sind von Hause aus nicht Monogam! In der Phase der Verliebtheit ja, aber danach einfach nicht mehr. Das ist so, da kann man nichts dran machen. Ich kann von mir auch behaupten, in jeder meiner längeren Beziehungen wäre es einem Mann nach ein oder vielleicht zwei Jahren auch möglich gewesen, mich zu knacken. Nicht ganz so einfach, wie wir Frauen es bei den Männern haben, aber möglich wäre es definitiv gewesen!

Nun gut. Ich willigte schließlich ein und merkte noch einmal deutlich daraufhin, wenn es mir gelingen würde, würde es höchst wahrscheinlich auch zu Sex kommen und sie hatte mir danach keine Vorwürfe zu machen. Okay, da hatte ich nichts zu befürchten. Sie suchte lieber schon einmal nach einem Scheidungsanwalt. Na Prost Mahlzeit!

Netterweise bekam ich dann auch noch eine Liste von Dingen genannt, die ihr Mann mochte. Rote Fingernägel. Typisch, aber in Ordnung. Offene Haare. Warum eigentlich? Was fanden Männer nur an offenen Haaren? Egal. Eine enge, den Hintern betonende Hose. Noch so ein Punkt. Warum eine Hose? Ein Top mit Rollkragen. Okay? Das war mal neu. Natürlich dann auch hohe Schuhe. Super! Hohe Schuhe und Hose. Das war irgendwie so kontraproduktiv! Bei einem Rock konnte man die Schuhe anlassen, bei einer Hose mussten die weg. Es ergibt für mich keinen Sinn.

Also gut. Ich musste noch shoppen, da ich nichts mit Rollkragen hatte. Natalie machte mir die Nägel und da ich mir sicher war, dass was laufen würde, zog ich meinen Ring an. Max sollte ja etwas davon haben. Offene Haare von mir aus, aber definitiv mit Haarreif. Ihr wisst ja, wenn es passiert, will ich auch was sehen.

Abends war ich dann in der Kneipe, ließ mir von der Bedienung noch etwas von dieser perversen Kommune erzählen und wartete. Bis kurz nach 22 Uhr, dann war der Herr schon bei mir und freute sich darüber, mich wiederzusehen. Mein Gedanke war, ich würde sofort in die Vollen gehen in der Hoffnung, ihn schneller zum Sex überreden zu können, wie meine Spalte reagieren konnte.

Na gut, damit hatte ich so zirka zwei Sekunden lang Erfolg, dann war meine Spalte wieder entflammt. Ich hab dem auch sofort zu verstehen, dass ich eigentlich her gekommen war, um ihn wiederzusehen und hatte ihm auch schnell erste Anzeichen gegeben. Das war leider von wenig Erfolg gekrönt.

Es dauerte bis nach 23 Uhr, bis ich ihn überhaupt mal zu einem anderen Thema überreden konnte. Über Wochen schien er wohl jeden Freitag über seine Frau herzuziehen und daran die Lust noch nicht verloren zu haben. Aber, mir gelang es, das Thema zumindest auf seine Arbeit zu lenken.

Auch wenn es ja wirklich selten ist, der war mit seiner Arbeit völlig zufrieden. Gute Arbeitszeiten, nie Überstunden, eine angenehme aber fordernde Arbeit und die Bezahlung war offensichtlich sehr gut. Auch was Urlaub und Krank anging schien es nie Probleme gegeben zu haben. Wenn ich da an meine vergangenen Arbeitsplätze dachte, konnte ich mir das beim besten Willen nicht vorstellen.

Bis fast ein Uhr schob ich ihn dann von einem Thema zum nächsten. Immer alles total platonisch. Er war ein großer Fan von VW und sehr stolz auf seinen Passat. Den hatte er von seinem Vater und pflegte ihn liebevoll, so dass er jeden TÜV ohne Beanstandung überstand und nie Probleme verursachte. Ich erzählte ihn von meinem Golf und meinen Erlebnissen. Das war ein Fehler!

Aber gut. Nachdem er mir gut eine halbe Stunde lang erzählte, wie toll Golfs eigentlich wären und was ich alles falsch gemacht hatte, wurde es mir zu Bunt. Ich spielte die direkte Karte aus und hatte auch schon den Plan, wenn er nicht einsteigen würde, hätte sich der Abend für mich erledigt.

Ich sagte ihm also, dass ich auch ein geliebtes Hobby hätte, was ich beherrschte und welches ich auch akribisch pfelgen würde. Sex! Ich will jetzt nicht sagen, dass ich ihn damit an der Angel hatte, aber sein Interesse war immerhin geweckt. Da war es dann eben knapp ein Uhr.

Bis zwei Uhr unterhielten wir uns über Sex, als würden wir über Autos reden. Alles sachlich ohne den Funken einer Erregung. Zumindest bei ihm, wie mir schien. Er fragte mich alles möglich. Was ich gerne tat, wie ich es tat, wo mein Reiz dabei wäre. Manchmal kam ich mir vor wie in einer Talkshow und er war der Moderator. Schlimm war das dabei nicht. Nur nicht zielführend. Eigentlich fand ich die Unterhaltung sogar recht angenehm. Es war neu, mich mal auf einer sachlichen Ebene über das Thema zu unterhalten und nicht bewertet zu werden.

Aber, so kurz nach zwei, war die Sache für mich dann so weit erledigt. Meine Spalte war sauer, mein Frust gestiegen und mich weiter nur über Sex reden, ohne eine Aussicht ihn auch zu haben, war mir dann doch zu doof. Ich wollte noch aufs Örtchen und mich dann verabschieden.

Womit ich dabei nie gerechnet hätte, ich kam vom Örtchen zurück und bemerkte einen Bierdeckel auf dem Boden. Da ich mir nicht zu fein bin, so einen aufzuheben, ging ich also in die Hocke, sammele das Ding ein und legte es dann auf den nahestehenden Tisch.

Von da an war er wie ausgewechselt. Sofort kam die Frage, warum ich denn in die Hocke gehen würde? Die Meisten würden sich nur bücken. Die Wahrheit wäre gewesen, weil ich normalerweise eben Rücke trage und bücken nur dann sinnvoll ist, wenn ich jemanden reize. Ihm hingegen sagte ich, es wäre besser für das Kreuz usw. Aus irgendeinem Grund machte ihn das offensichtlich tierisch an.

Was in Glück, dass ich eine Natalie hatte. Die hatte mir schon oft Tipps gegeben, wie ich mich besser bewegen würde, um Gelenke zu schonen. Je mehr ich ihm davon erzählte, desto geiler wurde er. So etwas hatte ich auch noch nicht erlebt. Runde 30 Minuten später hatte ich ihn dann an dem Punkt, wo ich auch von Praktiken im Bett erzählte, mir denen ich nicht nur Sex haben, sondern mich auch gleich noch dehnen konnte. Blasen zum Beispiel mit dem Kopf über der Bettkanne hilft gegen Rundrücken. Zumindest laut Natalie. In Doggy-Style abwechselnd Hohlkreuz und Katzenbuckel wäre auch gut und würde die Empfindungen verbessern. Beim Reiten in den Spagat gehen, würde die Bänder dehnen und die Gelenkigkeit verbessern. Oder wieder beim Reiten die Füße aufstellen wäre gut für die Oberschenkel. Auch dabei mit den Händen auf der Brust des Mannes immer wieder runter gehen und küssen wäre gut für die Arme. Ach, ich ließ mir da einfach viel einfallen.

Drei Uhr. Ich war mittlerweile müde, mein Frust stieg wieder, da er zwar geil aber keines Wegs interessiert schien und ich startete meinen letzten Angriff. So sagte ich, wenn er wollen würde, könnten wir in meine Wohnung fahren und ich würde es ihm Live vorführen. Bingo! Er war einverstanden.

Bald darauf waren wir in meiner Wohnung. Seine anfängliche Ablehnung hatte sich in wildes Verlangen verwandelt. Kaum war die Tür zu, küsste er mich schon und hatte dabei seine Arme über meinem Becken. Ich lehnte mich zurück. Eigentlich Schwachsinn, aber so wollte ich ihm zeigen, wie man auch beim Küssen was für den Rücken machen konnte. Mit Erfolg!

Kurz darauf waren wir nackt und ich voll von den Socken. Diese Figur! Definiert, aber keines Wegs wie ein Bodybuilder. Alle Muskeln waren zart gezeichnet und es wirkte einfach so erotisch irgendwie. Natürlich waren meine Schuhe dabei weg geflogen und mir war es zu doof, die hinterher wieder anzuziehen.

Er wollte mich unbedingt lecken. Ich sagte ihm zwar, dass ich dabei keinen großen Reiz verspüre, er war jedoch der Meinung, der Richtige hätte mich eben noch nicht geleckt. Nun gut. Natalie konnte es auch, vielleicht hatte er damit ja Recht. Ich schnappte mir mein Kissen, legte es unter meinen Rücken über den Hintern, eben wieder fürs Kreuz. Puh, bequem ist das nicht oder ich einfach zu steif. Aber egal, er fing an mich zu lecken.

Da kann ich dann nur sagen, falls es wirklich am Richtigen lag, dann war er es nicht. Zu beginn, wo er nur seine Zunge einsetzte, war es für mich total reizlos. Lediglich, wenn er mit seiner Zunge in die Nähe meiner Hintertür kam, kribbelte es etwas. Da er an dieser aber anscheinend kein Interesse hatte, war das Kribbeln immer nur ganz kurz, gefolgt von weiterer Langeweile. Erst, als er dann noch seine Finger dazu nahm, bewegte ich mich wirklich aus Lust und nicht mehr nur, um seine Geilheit anzuregen.

Es dauerte aber erschreckend lange, bis er darauf keine Lust mehr hatte. Er kam hoch gekrabbelt und fragte natürlich sofort, ob er Recht gehabt hätte. Um die Stimmung nicht zu verderben sagte ich ihm, es wäre besser gewesen, als ich dachte. Voll die Lüge, aber in dem Fall gönnte ich sie mir.

Er forderte mich auf, mich zu revanchieren. Na, dann konnte die Party ja endlich steigen. Ich scheuchte ihn vom Bett, legte mich so, dass mein Kopf über die Kante hing und bat ihn, mir näher zu kommen. Ich muss auch zugeben, sein Schwanz war nicht schlecht. Etwas über durchschnitt, angenehm dick, nur leider beschnitten. So habe ich nichts dagegen, aber wichsen finde ich da komisch. Es geht, aber mit Vorhat habe ich es lieber.

Kurzer Sträter. Es gibt viele Frauen, die beschnitten für hygienischer halten. Wie kommt man nur auf die Idee? Ja, unter der Vorhaut kann sich hin und wieder was sammeln, gerade wenn es ein intensiveres Vorspiel in der Kneipe oder so gab. Aber. Wenn sich die Eichel den ganzen Tag am Slip reibt, wie kann das bitte hygienisch sein? Na je egal.

Er kam zu mir, legte seinen Schwanz an und dann hieß es sofort meinen Mund ficken. Er machte sich nicht die Mühe mich zu fragen, wie tief ich den packen konnte und so. Er schob ihn einfach rein und es schien ihm zu gefallen. Mir auch! Ich konnte mit meinen Nägeln an seinen Eier spielen und was er da tat war echt nicht von schlechten Eltern.

Was viele Kerle hier nicht machen ist, an meinen Titten spielen. Das verstehe ich zwar nicht, die liegen da ja eigentlich perfekt, doch sie werden verschmäht. Er hingegen griff sofort zu und knetete ihn so, wie er sich normalerweise verhielt. Bestimmend, fordernd, aber wie ein Gentleman. Das gefiel mir sehr!

Schon bald wollte er aber ficken. Er fragte also, ob ich bereit seit. Nun ja, ich lag nackt auf dem Bett und hatte seinen Schwanz im Mund. Warum sollte ich da also nicht bereit sein? Da ich aber eben sein Ding im Mund hatte, konnte ich ihm die Antwort nicht sagen, sondern hob nur einen Daumen.

Ohne aufzuhören fragte er, ob ich irgendwo ein Kondom hätte. Natürlich hatte ich und zeigte auf die nahegelegene Schublade des Nachttischs. Das war kein Zufall. Hätten wir andersherum gelegen, dort hätten sich auch welche befunden. Er fickte also munter meinen Mund weiter, verbog sich etwas und hatte bald schon ein Kondom zur Hand.

Was ich nicht erwartet hatte, er zog seinen Schwanz aus meinem Mund, drückte kurz darauf das Gummi zwischen meine Lippen und schob ihn wieder rein. Alter Schwede! So einen selbstverständlichen Move hatte ich noch nie erlebt und ich fand es brutal geil.

Hinknien sollte ich mich. Ihn würde das mit dem Katzenbuckel interessieren. Na zu gerne! Geschwind war ich also auf allen Vieren an der Bettkante, so dass er mich im stehen ficken konnte. Lange warten musste ich auch nicht. Kaum war ich in Position, war er drin und das fühlte sich himmlisch an. Ja, es ist nicht immer die Länge, die Dicke spielt auch eine Rolle und da hatte er viel zu bieten.

Er legte auch ein ordentliches Tempo mit ein klein wenig Gewalt vor. Das war toll und ich fing an, abwechselnd ein Hohlkreuz und einen Katzenbuckel zu machen. Ich musste mich allerdings aktiv daran erinnern, denn eigentlich hätte ich ihn in dem Moment nur machen lassen wollen, so gut fand ich es.

Zu meiner Überraschung, diese Veränderungen im Kreuz wirken sich wirklich auf die Empfindungen beim stoßen aus. Jetzt nicht so, dass ich das ab da dauernd machen würde, aber gut war es schon. Mir gefiel es auch sehr, dass er mich nicht nur an der Hüfte packte, sondern sich teilweise auch hinein krallte. Das war köstlich.

Hin und wieder pausierte er aber seine Bewegung. Da ich geil war und mehr wollte, bewegte ich mich dann und das schien ihm zu gefallen. Tatsächlich habe ich schon gemerkt, wenn eine Frau dann von sich aus weitermacht, wirkt das auf Kerle sehr erregend. Vielleicht weil wir damit dann ausdrücken, dass wir es aktiv wollen und ihn nicht einfach nur machen lassen.

Schon da stellte ich mir aber die Frage, wie konnte seine Frau bei ihm eigentlich nein sagen? Er war eine echte Schnitte, hatte einen guten Schwanz und wusste auch, wie man den benutzt. Das konnte einfach nur die Gewohnheit sein.

Nun gut. Irgendwann sollte ich reiten. Ich wollte angeben und als ich über ihn kam, ging ich in den Spagat. Ich war aber derart unflexibel, dass ich damit nur ein bisschen von seiner Spitze in mich bekam. Das war irgendwie peinlich. Also wechselte ich schnell zu der Methode mit den aufgesetzten Füßen. Das heißt übrigens Squatting Cowgirl, wie er mir erklärte. Ich bevorzuge aber eher hockende Reiterstellung.

Egal. Ich zeigte ihm, was ich da drauf hatte und erklärte ihm dabei auch, wobei ich durch meine Stöhnen immer wieder unterbrochen wurde, wie ich es in den Oberschenke, dem Hintern und in meinem Rücken spürte. Als ich ihm dann bei den jeweiligen Bewegungen noch erzählte, wo ich es in dem Moment besonders spürte, ging er ab wie eine Rakete.

Nach einiger Zeit und einem ziemlich guten Orgasmus zeigte ich ihm dann, wie man damit auch quasi Liegestütz machen konnte. Ich ging also immer wieder zu ihm runter, küsste ihn kurz und ging dann wieder hoch. Oh je, er war ein Vulkan in mir, wenngleich er noch nicht kam. Ich war eigentlich davon ausgegangen, da er ja angeblich nie viel Sex hatte, dass er schneller kommen würde. Aber nein.

Ihm gefiel es auch, dass ich ihn noch küsste, obwohl er mich geleckt hatte. Das ist auch so ein Ding bei vielen Frauen. Sie lassen sich lecken, also ihren Partner Lippen und Zunge auf die nasse Stelle drücken, zieren sich aber hinterher wegen einem Kuss. Totaler Schwachsinn!

Ich gab wirklich alles. Nicht nur, um ihn zu beeindrucken. Oh nein! Ich war so geil, ich ging einfach selbst ab wie eine Rakete. Der Sex mit ihm war definitiv toll. Meine Oberschenkel fingen schon an zu brennen und dennoch machte ich aktiv weiter. Das wiederum aktivierte meinen Kopf, ich fühlte mich geil und stark und war kurz vor Orgasmus zwei.

Den erreichte ich allerdings nicht. Er spannte kurz sein Gesicht an, schaute dann aber ziemlich entsetzt und bat ich, von ihm runter zu gehen. Ich war verwirrt. Besonders als ich sah, dass er das Kondom abstreifte und das ziemlich voll war. Ich hatte nichts bemerkt, außer seinem Gesichtsausdruck. Kein Pumpen, gar nichts. Der hatte abgefeuert und mich meiner Trophäe beraubt. Das fand ich gemein.

Die Stimmung kippte auch schlagartig. Hormone weg, schon wurde er von Schuldgefühlen geplagt. Er sagte zwar, dass es überaus gut war, aber er in dem Moment völlig fertig mit den Nerven und total neben sich war. Er hätte seine Frau noch nie betrogen, sah sich auch als Mann, dem so etwas nie passieren könnte und nun war es passiert. Alle meine Versuche, ihn irgendwie zu beruhigen, scheiterten kläglich. Schon kurz darauf war er angezogen und weg. Das fand ich scheiße. Benutzt und weggeworfen. So knapp vor einem zweiten Höhepunkt.

Spielte letzten Endes aber keine Rolle. Da war noch Max und der durfte das nun ausbaden. Daheim ging ich sofort in sein Schlafzimmer. Es war mittlerweile nach fünf Uhr und ich wähnte ihn im Bett. Das war jedoch leer. Also ging es runter in den Keller, wo er gerade mit seinen Freunden World Of Tanks spielte. Mir war das egal. Ich zerrte ihn vom Stuhl, schleifte ihn nach oben und warf ihn ins Bett.

Seine einzige Gegenwehr bestand jedoch darin das er fragte, ob ich noch bis nach der Runde warten könnte. Da ich das nicht konnte, war er trotzdem sofort am Start.

Ich erzählte ihm alles und wichste natürlich so, dass er seinen Ring sehen konnte. Dieses Mal bestand ich jedoch darauf, gefingert zu werden, da ich noch nicht fertig war. Max brauchte die komplette Geschichte, bis er schlussendlich kam. Also wirklich die ganze Geschichte bis zu dem Punkt, wo ich ihn vom Stuhl gezerrt hatte. Das schien ihm den letzten Kick zu geben. Himmlisch!

Am nächsten Tag dann mein Bericht. Sie war natürlich entsprechend sauer und meinte, sie hätte es die ganze Zeit gewusst. Das uferte so aus, dass ich sie entgegen meiner Gewohnheit anrief, um ihr den Kopf zurecht zu rücken. Ich erzählte ihr, wie lange ich an ihm arbeiten musste, bis er überhaupt das Thema wechselte und was es dann noch für ein Weg war, ihn ins Bett zu kriegen. Dabei sagte ich ihr auf den Kopf zu, dass sie an der ganzen Misere schuld sei. Zumindest zum Teil und das sie mal aus ihrem Schneckenhaus kommen und ihrem Mann mal etwas bieten könnte, was sie nicht schon unzählige Mal gemacht hätten.

Das ging sogar so weit das ich ihr ebenfalls an den Kopf schmetterte, wenn sie sich deshalb von ihm scheiden lassen würde, wäre das für sie ein Armutszeugnis. Anstatt um ihre eigentlich funktionierende Ehe zu kämpfen, würde sie ihn für etwas verlassen, was er wahrscheinlich nie getan hätte, wenn sie mich nicht auf ihn angesetzt und ich es wirklich mit allen Regeln der Kunst durchgeführt hätte. Also Regel der Kunst im Sinne von Hartnäckigkeit.

Nach einiger Zeit beruhigte sie sich tatsächlich, erwähnte aber, sie könne ihm das nicht verzeihen. Ich musste sie wirklich darauf hinweisen, dass es auf ihrem Mist gewachsen war und ihr Mann, der ja offensichtlich nicht viel Sex bekam, nach wirklich sehr langer, harter Gegenwehr dann einfach nur das tat, wofür er biologisch programmiert war. Ich sagte ihr auch eindringlich, dass ich einen Seitensprung von seiner Seite aus als sehr unwahrscheinlich hielt und ich wirklich alle Register ziehen musste. Natürlich sagte ich ihr auch, dass er hinterher sofort ein schlechtes Gewissen hatte. Was sie aber schlussendlich zum nachdenken brachte war, dass ich ihr sagte, wenn es zwischen den Beiden im Bett laufen würde, hätte ich ihn niemals überreden können und das war die absolute Wahrheit.

Zum guten Schluss fragte sie mich dann sogar um Rat. Sie wollte wissen was eine Meinung war, wie sie die Situation ändern konnte. Für mich war das sonnenklar. Unberechenbar sein. Etwas tun, was sie zuvor nicht getan hatte. Ihm das Gefühl geben, etwas neues mit ihr entdecken zu können und so etwas eben. Sie wollte sich Gedanken darüber machen und den Seitensprung im Moment mal als „Selbst schuld“ verbuchen. Allerdings konnte sie nicht versprechen, dass es nicht irgendwann aus ihr herausbrechen würde. Damit war ich zufrieden. Ich hatte meinen Job gemacht, die Sache war für mich vom Tisch. Der war zwar echt gut gewesen, aber seine Neigungen auf Dauer für mich zu anstrengend.

Noch am gleichen Tag bekam ich jedoch eine Nachricht, dass er ungefragt den Seitensprung gestanden hatte, dabei sogar weinte und sie mehrfach um Verzeihung gebeten hätte. Das veränderte etwas in ihr. Er konnte ja nicht wissen, dass sie mich auf ihn angesetzt hatte. Außerdem konnte er nicht wissen, dass sie schon alles wusste. Da er es dennoch sofort aufgrund von Schuldgefühlen gestanden hatte, egal welche Konsequenzen das nach sich ziehen würde brachte sie dann endlich auf den Punkt mir zu glauben, dass er von sich aus keinen Seitensprung wollte und vor mir mit Sicherheit auch keinen hatte. Sie bedanke sich bei mir und sagte noch, dass sie meinen Rat beherzigen würde und um ihre Ehe kämpfen wolle.

Von ihr oder ihrem Mann habe ich seither nichts mehr gehört. Wohl aber von unserer Bekannten, die alles ins Rollen gebracht hatte. Ein paar Monate später erzählte sie mir, dass die Beiden sich wirklich wieder zusammengerauft hatten. Sie muss anscheinend ein paar Wochen später in dieser Kneipe aufgetaucht sein. Ganz anders gekleidet und frisiert, wie er es von ihr gewohnt war und muss sich so platziert haben, dass er sie für eine Fremde hielt.

Er hatte das wohl mittlerweile aufgegeben, fremde Frauen anzusprechen und sich über seine Frau zu beklagen. Bevor er aber gehen konnte hatte sie ihn dann angesprochen, als seien sie sich fremd und darauf muss sich dann ein heißes Rollenspiel entwickelt haben.

Im Anschluss scheinen die Beiden dann Wege gesucht und gefunden zu haben, wie sie die Neugier auf den Anderen wieder wecken konnten und seither, zumindest bis meine Bekannte mir davon erzählte, schien es bei den Beiden wieder sehr gut zu laufen. Das gefiel mir.

Für ich ist das auch ein kleiner Hinweis darauf, dass auch eine monogame Beziehung durchaus funktionieren kann. Insofern man bereit ist, dafür zu kämpfen und vor allem die Gewohnheit zu bekämpfen. Zumindest ist das anscheinend ein ganz guter Weg.

Wie findet ihr das denn, dass ich den bis zum äußersten gebracht habe? Gebt mal eure Meinung dazu ab.

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