… mit den Hormonen?

Ja, ja, die lieben Hormone. Wären sie nicht, wäre das Leben doch so viel einfacher! Wir Männer wären nicht dauernd spitz, die Frauen hätten vielfach weniger Stimmungsschwankungen und selbst wenn mal alles zufriedenstellend läuft, können sie einem trotzdem ein Bein stellen!

Was hatte ich nicht schon meinen Streit mit den Hormonen. Das fing schon in der Pubertät an! Als ich die Freuden der körperlichen Selbstbefriedigung entdeckte, war das anfangs ja noch ganz lustig, aber so mit der Zeit hatte ich, meistens direkt nach meinem Höhepunkt, immer das Gefühl, dass ich da gerade etwas falsches gemacht hatte und es nie wieder tun würde. Spätestens eine Stunde später waren aber wieder genug Hormone vorhanden, dass ich meinem Schwur dann doch irgendwann wieder untreu wurde.

Hormone und Fetische

Ich bin nun kein Biologe und kann den genauen Zusammenhang zwischen Hormonen und Fetischen beschreiben. Was mich aber die Erfahrung gelehrt hat, je mehr Hormone im Körper sind, natürlich Sexualhormone, desto stärker scheinen auch die Fetische zu werden. Ich habe das früher, zu Zeiten der Pubertät, mehr als deutlich gemerkt! Schon damals war mein Fetisch, was Frisuren bei Frauen angeht, stark ausgeprägt und wenn ich zu viele Hormone im Körper hatte, war es oft echt problematisch für mich.

Star Wars konnte ich zum Beispiel kaum gucken, ohne gleich den Wunsch auf Selbstbefriedigung zu verspüren. Oder auch, wenn ich unterwegs war und da war ein Mädel mit schöner Frisur, war ich nicht mehr ganz Herr meiner Sinne. Gerade in der Schule hatte das zuweilen echt schwierige Auswirkungen!

Konnte ich dann meinen Trieben nachgehen, was damals auf Handarbeit beschränkt war, stellte ich mir hinterher oft die Frage, ob ich denn einen an der Waffel hatte! Wie oft hatte mich eine tolle Frisur dazu verleitet Dinge zu tun, die ich unter normalen Umständen nie gemacht hätte? Ein echtes Dilemma, was im Laufe der Jahre mit zunehmendem Sex dann viel schwächer geworden ist. Meine Frau wickelt mich zwar mit einer tollen Frisur immer noch um den Finger, aber ich merke dennoch, wenn ich anfange unzurechnungsfähig zu werden!

Warum genau es so ist, kann ich nicht sagen, auch wenn ich mir schon viele Gedanken darum gemacht habe. Sicher ist mir nur eins. Hormone kitzeln besonders stark die Fetische! Ich für meinen Teil kann sagen, je länger ich Hormone aufgebaut habe, desto stärker fallen mir meine Fetische auf. Auf einmal sind da überall tolle Frisuren, geile Schuhe und ähnliches. Natürlich wirkt sich das auch auf das Wifesharing aus, aber dazu komme ich jetzt.

Hormone machen Probleme beim Wifesharing!

Natürlich gibt es auch viele positiven Seiten. Je mehr Hormone sich aufgebaut haben, desto erregender wirkt es natürlich, wenn der Partner irgendwie Spass an einer anderen Person hat. Soweit sollte das klar sein!

Die Hormone haben aber auch eine negative Seite und die darf man nicht unterschätzen! Wie gesagt, Hormone scheinen die Fetische zu intensivieren. Bei Frisuren, Kleidung und ähnlichem ist das noch kein Problem. Schwierig wird es erst dann, wenn die Hormone den Wunsch zu teilen so anheizen, dass ihr euch zum handeln gezwungen seht!

Nun mag es Ausprägungen des Fetischs geben, bei denen das eher ein Vorteil wäre, insofern das mit dem Partner geklärt ist. Andernfalls steht man wirklich vor einem Problem! Vielleicht fängt man an potentielle Zielpersonen zu suchen, oder ähnliches. Das ist halb so wild und bringt euch im schlimmsten Fall etwas Missfallen eures Partners ein, wenn es schlecht läuft. Vielleicht habt ihr aber auch Glück und ihr findet ausgerechnet eine Person, auf die euer Partner fliegt! Halten wir das aber mal für eher unwahrscheinlich!

Wenn es mies läuft, dann fangt ihr vielleicht auch an euren Partner zu drängen und wollt ihn überreden. Das ist vielleicht gar nicht eure Art, aber die Hormone können euch sehr wohl dazu bringen! Wo das hinführen kann, habe ich ja schon erklärt und ihr werdet vielleicht zunehmend zum Egoisten! Wenn es ganz mies läuft, fühlt ihr euch am Ende auch noch, bedingt durch die Hormone, von eurem Partner falsch verstanden und es kommt zum Streit. Das kann dann ganz schnell ziemlich übel werden!

Deshalb! Unterschätzt die Hormone nicht! Wenn ihr eine Durststrecke, die in der besten Beziehung vorkommen kann, durchlebt und merkt, dass ihr zunehmend über Dinge nachdenkt, die ihr tunlichst vermeiden solltet, dann reisst euch am Riemen!

Wenn die Hormone weg sind!

In vielen Fällen ergibt sich noch ein Problem, wenn die Hormone schliesslich weg sind.

Ich habe es schon sehr, sehr oft bei mir gemerkt und auch schon vielfach durch Gespräche mit anderen Artgenossen bestätigt bekommen. Sind die Hormone weg, kann es schlagartig dazu kommen, dass man Wifesharing überhaupt nicht mehr gut findet!

Das mutet vielleicht für den geneigten Leser, der noch keine wirkliche Erfahrung mit der Thematik gemacht hat eher befremdlich. Wenn das doch so ein starker Fetisch ist, der einen grossen Teil des Sexuallebens bestimmt, wie kann der nach einem Orgasmus dann auf einmal weg sein?

Die Frage ist gut und trotz intensiver Bemühung habe ich nur eine Antwort gefunden. Mit dem Orgasmus gehen die Hormone flöten. Bei einem Mann werden sie mit dem Ejakulat ausgeschieden (korrigiert mich bitte, wenn ich da falsch liegen sollte), wie es bei einer Frau passiert, weiss ich gar nicht. Auf jeden Fall, nach dem Orgasmus sind viele der Hormone weg und die scheinen tatsächlich grossen Einfluss auf den Fetisch zu haben. Sind sie weg, fehlt der Reiz, oder der Masochist ist einfach müde, keine Ahnung!

Das kann schwerwiegende Konsequenzen haben! Stellt euch einfach mal vor, ihr seit bei einem intimen Akt eures Partners mit einer anderen Person zugegen. Vielleicht legt ihr Hand bei euch an, vielleicht seit ihr aktiv daran beteiligt. Nun ist es für euch jedoch so heftig, dass ihr weit vor eurem Partner und der anderen Person zum Höhepunkt kommt. Ihr seit damit aus dem Rennen, die Beiden hingegen noch munter dabei.

Was, wenn der Fetisch auf einmal komplett verschwunden ist und ihr es einfach nur als grossen Mist empfindet, dass euer Partner da gerade seinen Spass hat? Könnt ihr euch die Probleme vorstellen, die sich daraus ergeben können? Auf einmal ist da vielleicht Eifersucht, oder es tut euch sonst irgendwie weh und es ist kein Masochist zur Stelle? Eine Katastrophe, die, je nachdem wie ihr gestrickt seit, dann zu einer massiven Auseinandersetzung kommen kann. Eine, die ihr hinterher weit mehr bereut, als einer der anderen!

Hier zeigt sich auch klar der Vorteil, bei so einem Akt eben nicht zugegen zu sein! Selbst wenn man daheim sitzt und selbst Hand anlegt, dann wäre ein Orgasmus weit weniger fatal! Klar, auch da könnte sich Eifersucht und ähnliches einstellten, doch komme wer da wolle, ihr seht ja nicht was gerade passiert! Kommt es hingegen nicht zu einem Orgasmus, dann habt ihr natürlich nach dem Akt mit eurem Partner jede Menge Hormone, die ihr gemeinsam abbauen könnt und die werden jede Berührung, jede erwähnte Begebenheit ja so herrlich verstärken!

Umgang mit den Hormonen

Wie ihr euch sicherlich aufgrund dieses Blogs schon denken könnt, habe ich mir über diese Thematik schon sehr viele Gedanken gemacht und tue dies immer noch! Natürlich habe ich es nicht dabei belassen, nach einem Orgasmus den Fetisch zu verlieren und einfach alles nur noch als Mist zu sehen. Ich habe die Gründe dafür gesucht und auch Möglichkeiten, wie man damit umgehen kann. Meine Erkenntnisse folgen jetzt!

Nicht zuerst kommen!

Seit ihr bei dem Akt eures Partners anwesend, dann achtet darauf, dass ihr nicht zuerst kommt! Das birgt zwar auch das Risiko, dass ihr bei der Nummer dann gar nicht kommt, weil euer Partner nach seinem eigenen Orgasmus einfach zu fertig ist, aber es ist nur ein kleiner Verlust. Der Weg ist das Ziel und schliesslich kommt es darauf an, dass euer Partner mit einer anderen Person erfüllenden Sex hat und nicht auf euren Orgasmus!

Das bedeutet letzten Endes folgendes. Wenn ihr merkt, dass der Orgasmus anrückt, zieht euch zurück! Besprecht das natürlich auch vorher mit eurem Partner, nicht dass der auf einmal ein schlechtes Gewissen bekommt weil er denkt, es gefällt euch nicht, oder er hat etwas falsch gemacht. Sagt klipp und klar, bevor ihr kommt macht ihr lieber eine Pause und das es eher ein Zeichen dafür ist, dass alles geil ist.

Viele von euch dürften auch die Fähigkeit haben, sich eine Zeit lang geschickt vor dem Orgasmus zu halten, ohne zu kommen. Das könnte dann zu einem angenehmen Spielchen führen, denn ihr könntet gleichzeitig mit der anderen Person zum Höhepunkt kommen! Seit ihr ein Mann, so könntet ihr vielleicht gleichzeitig eure Partnerin anspritzen, oder ähnliches. Das kann sehr faszinierend sein, auch wenn es nicht ganz einfach zu timen ist!

Auf jeden Fall schreibt euch eins hinter die Ohren. Im Regelfall ist es besser, als letzter, oder gar nicht zu kommen, als zu früh!

Aussitzen

Nun kann man nicht immer kontrollieren, ob man nicht doch zu früh kommt. Stellt es euch einfach nur mal vor, ihr seht euren Partner, wie er gerade in die höchsten Stufen der Ekstase gevögelt wird und der dabei auch noch bei euch Hand anlegt, oder euch oral befriedigt. Auch wenn man es vermeiden will, manchmal ist so ein Orgasmus ein linkes Arschloch und taucht plötzlich auf und ihr habt verloren.

Wenn das der Fall ist rate ich euch ganz dringend dazu, nicht durchzudrehen! Vielleicht tut es euch weh, euren Partner dann zu sehen. Vielleicht werdet ihr eifersüchtig und vielleicht würdet ihr gerne der anderen Person die Augen auskratzten. Schluckt das runter (Wortwahl!)! Zieht euch besser ein Stück zurück, schliesst die Augen und versucht an etwas anderes zu denken, als den grossen Streit vom Zaun zu brechen! Seit in dem Fall mal ruhig egoistisch und tut es nur für euch, denn wie schon gesagt, nach einiger Zeit werdet ihr es ansonsten vielleicht bitter bereuen!

Denn wenn ich eins weiss, dann dass der Fetisch keines Wegs weg ist! Wie gesagt, vielleicht ist der Masochist einfach nur einen Moment lang müde und kann seiner Arbeit nicht nachgehen. Ich garantiere euch, er kommt wieder und das mit 100% Intensität! Wahrscheinlich braucht der Körper einfach nur ein bisschen, bis sich neue Hormone gebildet haben, aber schon kleinste Mengen werden ausreichen, euch wieder in Form zu bringen!

Also, was ist in dem Fall besser? Das ihr durchdreht, etwas tut, was ihr vielleicht nicht mehr rückgängig machen könnt, oder sogar euren Partner verärgert und dann nach einigen Minten bemerkt, was für ein riesiger Depp ihr wart? Stellt euch doch einfach mal vor, ihr macht eurem Partner dann eine Szene, der bricht den Akt ab und sagt euch klipp und klar, dass es das letzte Mal war. Dann kommt der Fetisch zurück und ihr steht vor der traurigen Gewissheit, dass euer Fetisch jetzt auf der Strecke bleiben wird, nur weil ihr einen Wutausbruch nicht unter Kontrolle hattet!

Ja, es mag einige Zeit unangenehm sein und vielleicht bricht es euch sogar das Herz. Aber denkt bitte daran, diese ganze Situation gibt es in aller Regel nur wegen euch! Ihr habt diesen Fetisch, ihr habt das alles ins Leben gerufen und schliesslich seit ihr es auch, die damit umgehen müssen! Ihr könnt eurem Partner keinen Vorwurf machen, dass er intim mit einer anderen Person war, weil ihr das wolltet! In aller Regel wird bei uns hier eine Beziehung unter der Voraussetzung der Monogamie eingegangen. Wenn es also wirklich zum teilen kommt, dann werdet ihr mit absoluter Sicherheit etwas damit zu tun gehabt haben und folglich ist alles eure Schuld!

Denkt einfach daran, wenn ihr mit gebrochenem Herz dem Treiben eures Partners zuschaut und euch wünscht, es würde nicht passieren und denkt daran, die Hormone kommen wieder, der Masochist wird wieder erwachen und dann ist das alles wieder geil für euch! Stellt euch also nicht selbst ein Bein, indem ihr eine Kurzschlussreaktion vollführt!

Fazit

Wissen ist Macht, ich kann es gar nicht oft genug betonen! Auch was die Hormone angeht, solltet ihr euch erst tiefgreifende Gedanken machen, ob ihr damit klar kommt! Seit ihr sprunghaft und sprecht Dinge schon aus, bevor ihr darüber nachgedacht habt, dann solltet ihr bei einem Akt eures Partners besser nicht dabei sein! Ich habe es ja im Beitrag »Mitmachen, zuschauen, fernbleiben?« beschrieben. Nicht dabei sein ist nichts, was euch etwas nimmt! Im Gegenteil! Durch den Raum für Fantasie kann es unter Umständen sogar die grösstmögliche Erfüllung für euch sein! Deshalb, bevor ihr etwas riskiert, indem ihr bei dem Akt dabei seit, bleibt lieber zuhause und freut euch auf Nachrichten und den Liebesakt, welcher der Sache folgen sollte. Habt ihr dann euren Höhepunkt, dann kann euer Partner sofort mit dem erzählen aufhören und ihr habt keine Probleme mehr!

Wollt ihr jedoch dabei sein, dann macht euch bitte klar, was da passieren kann! Kommt ihr zu früh, dann müsst ihr dazu in der Lage sein, eure Gefühle im Zaum zu halten und abzuwarten, bis sich wieder Hormone gebildet haben und euer Fetisch wieder wach ist! Alles andere schadet nur euch und eurem Partner!

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